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Aus Schmidts Tätigkeit in Braunau hat sich auf Umwegen ein sogenannter "Doktorbericht" aus dem Jahr 1803 erhalten. Anton Maximilian Dominik Freiherr von (seit 1814) Baldacci (1762-1841)<ref>https://www.deutsche-biographie.de/sfz1921.html#ndbcontent.</ref> stellte den "Topographisch-statistischer Entwurf für Österreich ob der Enns: Stiftungen, Armen- und Krankenhäuser, Beschaffenheit, Population und Kontribution einzelner Viertel" zusammen, der auch den Teil über das Innviertel enthielt.<ref>AT-OeStA/HHStA KA Nl Baldacci 11.</ref> Die drei Landschaftsphysiker des Innviertels Dr. Schmid (Braunau), Dr. Schneider (Schärding) und Dr. Ampferl (Ried) verfassten je einen Bericht für den "Topographisch-statistischer Entwurf". Im Jahr 1804 widmete sich Baldacci einem "Topographisch-statistischen Entwurf für Galizien".<ref>u.a. AT-OeStA/HHStA KA Nl Baldacci 4.</ref>
 
Aus Schmidts Tätigkeit in Braunau hat sich auf Umwegen ein sogenannter "Doktorbericht" aus dem Jahr 1803 erhalten. Anton Maximilian Dominik Freiherr von (seit 1814) Baldacci (1762-1841)<ref>https://www.deutsche-biographie.de/sfz1921.html#ndbcontent.</ref> stellte den "Topographisch-statistischer Entwurf für Österreich ob der Enns: Stiftungen, Armen- und Krankenhäuser, Beschaffenheit, Population und Kontribution einzelner Viertel" zusammen, der auch den Teil über das Innviertel enthielt.<ref>AT-OeStA/HHStA KA Nl Baldacci 11.</ref> Die drei Landschaftsphysiker des Innviertels Dr. Schmid (Braunau), Dr. Schneider (Schärding) und Dr. Ampferl (Ried) verfassten je einen Bericht für den "Topographisch-statistischer Entwurf". Im Jahr 1804 widmete sich Baldacci einem "Topographisch-statistischen Entwurf für Galizien".<ref>u.a. AT-OeStA/HHStA KA Nl Baldacci 4.</ref>
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Die Landschaftaärzte wurden vom Kreisamt aufgefordert zu berichten welche Epidemien im vergangenen Jahr geherrscht haben, über die geschehenen Fortschritte der Kuhpocken Impfung, wie auch die Meinung der Ärzte über "die beste Anstalt und Mittel der Beförderung der Kuhpocken Impfung".
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Zu Letzterem äußerte Adam Schmidt: "Diese Vorurtheile [der Landbevölkerung] können mit nichts thättiger überwunden werden, als durch ein Landesherrliches Gesetz, welches selbe unbeschränkt gebiethet, wie in Preussen und Bayern. Alles übrige würcket wenig oder gar nichts. Es haben sich für die gutte Sache sehr eifrige Priester schon öfters von der Kanzel so wohl, als privative das Wohltätige dieser Impfung vorzustellen und das Volk zur selber zu ermahnen bemühet, auch auf eigene Kösten die Impfung vornehmen lassen. Alle diese Bestrebungen würckten sehr wenig auf das Landvolk ein, und es verblieb, rein bey der unentgeltlichen Impfung."
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1814 wird Doktor Adam Schmidt in Braunau zum Landgerichtsarzt I Klasse ernannt.<ref>Königlich-Baierisches Salzach-Kreis-Blatt, 18. März 1814, 389-390.</ref>
       
Nachdem Schmidt wie sein Studienkollege Ampferl bei seiner Quieszierung schon 69 Jahre oder älter gewesen sein dürfte, bedeutete die Quieszierung zugleich auch die Pensionierung.
 
Nachdem Schmidt wie sein Studienkollege Ampferl bei seiner Quieszierung schon 69 Jahre oder älter gewesen sein dürfte, bedeutete die Quieszierung zugleich auch die Pensionierung.
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== Quellen ==
 
== Quellen ==

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