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Das Kraftwerk mit einer Leistung von 130 Megawatt (MW) soll im Jahr dreizehn Gigawattstunden (GWh) Strom erzeugen, was dem Bedarf von 1 400 Reisezügen für die Strecke von Wien nach Bregenz entspricht.
 
Das Kraftwerk mit einer Leistung von 130 Megawatt (MW) soll im Jahr dreizehn Gigawattstunden (GWh) Strom erzeugen, was dem Bedarf von 1 400 Reisezügen für die Strecke von Wien nach Bregenz entspricht.
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Anfang Juli [[2025]] teilten die ÖBB mit, dass sie ihr erstes Pumpspeicherkraftwerk im Uttendorfer Stubachtal statt Ende 2025 voraussichtlich erst im Sommer 2028 in Betrieb nehmen. Ursache für die Verzögerung sind wichtige Bauteile, die nicht genau passten. Dabei handelt es sich um die zwei jeweils 35 Tonnen schweren Turbinenspiralen. Die Verbindung zwischen den Triebwasserstollen und den Turbinen bilden dabei die Turbinenspiralen. Sie ähneln einem Schneckenhaus und sollen bis zu 40 000 Liter Wasser pro Sekunde, das mit hohem Druck aus den Stollen einströmt, gleichmäßig auf die Turbinen lenken. Die Spiralen wurden im Sommer 2024 vom US-amerikanischen Hersteller per Schiff zum Donauhafen Linz und von dort mit Spezialtransportern auf der Straße weiter nach Uttendorf gebracht. Weil die jeweils 35 Tonnen schweren Spiralen fast acht Meter Durchmesser haben, musste man sie in vier Teilen anliefern. Diese sollten erst in der Kraftwerkskaverne zusammengeschweißt werden.
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Beim Zusammenbauen wurde festgestellt, dass die Form der Spiralen nicht genau passt. ÖBB-Sprecher [[Robert Mosser]] sagt: "Um eine hohe Lebensdauer des Kraftwerks zu gewährleisten, wurde mit dem US-amerikanischen Hersteller vereinbart, die beiden Bauteile erneut produzieren zu lassen." Die Spiralen müssen enormen Belastungen standhalten und sollen 100 Jahre halten. Sie werden einbetoniert. Wenn es in ein paar Jahren zu einem Schaden kommen würde, wäre eine Reparatur mit enormem Aufwand verbunden.
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Solche Kraftwerksteile sind immer Sonderanfertigungen und nicht von der Stange zu haben. Mosser sagt, die Fertigung der neuen Spiralen werde noch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Dann müssen sie wieder nach Uttendorf gebracht und zusammengeschweißt werden. Erst dann können die Turbinen eingebaut werden. In der Zwischenzeit werden, wenn möglich, andere Arbeiten wie die Tunneleinrichtung vorgezogen. Ob es Mehrkosten für die ÖBB gebe, werde geprüft.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/uttendorf-fehler-bau-oebb-kraftwerk-jahre-180715561 www.sn.at], 1. Juli 2025</ref>
    
== Zwischenfall ==
 
== Zwischenfall ==
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* [https://afry.com/de-at/projekt/pumpspeicherkraftwerk-tauernmoos afry.com], abgefragt am 13. Juli 2024
 
* [https://afry.com/de-at/projekt/pumpspeicherkraftwerk-tauernmoos afry.com], abgefragt am 13. Juli 2024
 
   
 
   
== Einzelnachweis ==
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== Einzelnachweise ==
 
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