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| | [[2006]] wurden weltweit erstmals mehr als drei Milliarden Dosen Red Bull getrunken. Damit stieg der Unternehmensumsatz des [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]er Energydrink-Herstellers um 22,9 % auf 2,64 Milliarden Euro. Im Jahr davor war erstmals die Umsatzmarke von 2 Milliarden Euro überschritten und ein Nettogewinn von 141,5 Mill Euro ausgewiesen worden. Die Umsatzzahlen sind in der Vergangenheit regelmäßig zwischen 20 und 30 % pro Jahr gestiegen. Hauptgrund dafür sind die nach wie vor schrittweise weltweite Expansion sowie die Verkaufsentwicklung in den Märkten Osteuropa (+ 53 %), Italien (+ 48 %) oder USA (+ 27 %). Am [[1. April]] [[2008]] erhielt Red Bull auch die Zulassung in Frankreich, die Anfang [[2007]] kurzfristig abermals verweigert worden war und ist somit nun überall in Europa erhältlich. | | [[2006]] wurden weltweit erstmals mehr als drei Milliarden Dosen Red Bull getrunken. Damit stieg der Unternehmensumsatz des [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]er Energydrink-Herstellers um 22,9 % auf 2,64 Milliarden Euro. Im Jahr davor war erstmals die Umsatzmarke von 2 Milliarden Euro überschritten und ein Nettogewinn von 141,5 Mill Euro ausgewiesen worden. Die Umsatzzahlen sind in der Vergangenheit regelmäßig zwischen 20 und 30 % pro Jahr gestiegen. Hauptgrund dafür sind die nach wie vor schrittweise weltweite Expansion sowie die Verkaufsentwicklung in den Märkten Osteuropa (+ 53 %), Italien (+ 48 %) oder USA (+ 27 %). Am [[1. April]] [[2008]] erhielt Red Bull auch die Zulassung in Frankreich, die Anfang [[2007]] kurzfristig abermals verweigert worden war und ist somit nun überall in Europa erhältlich. |
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| − | Den Fokus weiterer Expansion legt Red Bull auf die Länder Russland, Mexiko, Japan, Indien und China. Wachstum und Investitionen werden aus dem ''Free Cash Flow'' finanziert. 2011 verdiente das Unternehmen 311,2 Mio. Euro, um fast 40 Prozent mehr als 2010. Der Kassabestand belief sich auf fast 300 Mio. Euro. Das Eigenkapital betrug 1,2 Mrd. Euro. | + | Den Fokus weiterer Expansion legt Red Bull auf die Länder Russland, Mexiko, Japan, [[Indien]] und China. Wachstum und Investitionen werden aus dem ''Free Cash Flow'' finanziert. 2011 verdiente das Unternehmen 311,2 Mio. Euro, um fast 40 Prozent mehr als 2010. Der Kassabestand belief sich auf fast 300 Mio. Euro. Das Eigenkapital betrug 1,2 Mrd. Euro. |
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| | 2012 verkaufte das Salzburger Unternehmen weltweit 5,226 Milliarden Dosen, um 12,8 Prozent mehr als 2011. Der Umsatz stieg aufgrund höherer Preise sowie währungsbedingt um 15,9 Prozent auf 4,930 Mrd. Euro. Der Gewinn kletterte um 44 Prozent auf insgesamt 447,6 Mill. Euro<ref>Quelle [http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/wirtschaft/sn/artikel/red-bull-steigerte-gewinn-2012-um-mehr-als-40-prozent-75184/ Salzburger Nachrichten 20. September 2013]</ref>. | | 2012 verkaufte das Salzburger Unternehmen weltweit 5,226 Milliarden Dosen, um 12,8 Prozent mehr als 2011. Der Umsatz stieg aufgrund höherer Preise sowie währungsbedingt um 15,9 Prozent auf 4,930 Mrd. Euro. Der Gewinn kletterte um 44 Prozent auf insgesamt 447,6 Mill. Euro<ref>Quelle [http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/wirtschaft/sn/artikel/red-bull-steigerte-gewinn-2012-um-mehr-als-40-prozent-75184/ Salzburger Nachrichten 20. September 2013]</ref>. |
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| | ==== 2020: Red Bull gerät in den USA wegen Vorwürfe des Rassismus unter Druck ==== | | ==== 2020: Red Bull gerät in den USA wegen Vorwürfe des Rassismus unter Druck ==== |
| − | Eine bizarre Weltkarte in einer Präsentation brachte Ende Juni [[2020]] dem Konzern in den USA herbe Kritik ein. Mitarbeiter des Red-Bull-Konzerns in den USA bekamen im Februar während einer Marketing-Präsentation eine etwas andere Weltkarte zu sehen. Amerika wird als die Nummer eins, Indien als "Call Center" bezeichnet. Europäer sind Waschlappen, Chinesen "machen unser Zeug". Und bei Afrika steht schlichtweg: "Zootiere kommen von hier", berichtete das Wirtschaftsportal "''Business Insider''". Ein Bild der Präsentation wurde dem Medium von einem Mitarbeiter des Energydrink-Konzerns, der bei dem Meeting in Detroit anwesend war, zugespielt. Ein Team aus der österreichischen Zentrale habe die Präsentation erstellt - und gegen das Anraten amerikanischer Kollegen auch gezeigt. Viele Anwesende hätten die - aus dem Internet kopierte - ironisch gemeinte Weltkarte nicht mit Humor genommen, sondern als rassistisch empfunden. | + | Eine bizarre Weltkarte in einer Präsentation brachte Ende Juni [[2020]] dem Konzern in den USA herbe Kritik ein. Mitarbeiter des Red-Bull-Konzerns in den USA bekamen im Februar während einer Marketing-Präsentation eine etwas andere Weltkarte zu sehen. Amerika wird als die Nummer eins, [[Indien]] als "Call Center" bezeichnet. Europäer sind Waschlappen, Chinesen "machen unser Zeug". Und bei Afrika steht schlichtweg: "Zootiere kommen von hier", berichtete das Wirtschaftsportal "''Business Insider''". Ein Bild der Präsentation wurde dem Medium von einem Mitarbeiter des Energydrink-Konzerns, der bei dem Meeting in Detroit anwesend war, zugespielt. Ein Team aus der österreichischen Zentrale habe die Präsentation erstellt - und gegen das Anraten amerikanischer Kollegen auch gezeigt. Viele Anwesende hätten die - aus dem Internet kopierte - ironisch gemeinte Weltkarte nicht mit Humor genommen, sondern als rassistisch empfunden. |
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| | Der Konzern wehrt sich gegen die Vorwürfe. "''Red Bull lehnt Rassismus in jeglicher Form ab und wir dulden keine Sprache oder Verhaltensweisen, die auf etwas anderes hinweisen''", wird eine Konzernsprecherin im Artikel zitiert. "''Wir müssen dies in unserem Geschäft und im täglichen Leben widerspiegeln. Wir erkennen an, dass wir noch viel zu tun haben''", sagte sie. In der Salzburger Red-Bull-Zentrale wollte man am [[25. Juni]] auf Anfrage der [[Salzburger Nachrichten]] keinen weiteren Kommentar abgeben. Ein Konzernsprecher verwies darauf, dass die Weltkarte von der Website einer Beraterin für interkulturelle Kommunikation stamme. | | Der Konzern wehrt sich gegen die Vorwürfe. "''Red Bull lehnt Rassismus in jeglicher Form ab und wir dulden keine Sprache oder Verhaltensweisen, die auf etwas anderes hinweisen''", wird eine Konzernsprecherin im Artikel zitiert. "''Wir müssen dies in unserem Geschäft und im täglichen Leben widerspiegeln. Wir erkennen an, dass wir noch viel zu tun haben''", sagte sie. In der Salzburger Red-Bull-Zentrale wollte man am [[25. Juni]] auf Anfrage der [[Salzburger Nachrichten]] keinen weiteren Kommentar abgeben. Ein Konzernsprecher verwies darauf, dass die Weltkarte von der Website einer Beraterin für interkulturelle Kommunikation stamme. |