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[[1891]] wurde ein zweites Gebäude gebaut. <br />
 
[[1891]] wurde ein zweites Gebäude gebaut. <br />
 
[[1920]] waren vier Öfen, davon drei Hafenöfen mit je zwölf Hafen in Betrieb. 800 Beschäftigte fanden Arbeit.<br />
 
[[1920]] waren vier Öfen, davon drei Hafenöfen mit je zwölf Hafen in Betrieb. 800 Beschäftigte fanden Arbeit.<br />
Am [[4. Dezember]] [[1924]] wurde der gesamte Betrieb stillgelegt. Während der Wirtschaftskrise der [[1920er]]-Jahre wurde die Glasfabrik in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. [[1926]] wurde ein neuer Anlauf der Glashütte genommen, jedoch mussten nach 20 Arbeitswochen die 400 eingestellten Arbeiter neuerlich entlassen werden. Ein weiterer Versuch dauerte von [[1929]] bis [[1932]]. Export bis Indien und auf den Balkan.
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Am [[4. Dezember]] [[1924]] wurde der gesamte Betrieb stillgelegt. Während der Wirtschaftskrise der [[1920er]]-Jahre wurde die Glasfabrik in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. [[1926]] wurde ein neuer Anlauf der Glashütte genommen, jedoch mussten nach 20 Arbeitswochen die 400 eingestellten Arbeiter neuerlich entlassen werden. Ein weiterer Versuch dauerte von [[1929]] bis [[1932]]. Export bis [[Indien]] und auf den Balkan.
    
Schneegattern wurde von der Wirtschaftskrise in den 1930er-Jahren besonders schwer getroffen. Waren im Jahr 1920 über 800 Personen in der dortigen Glasindustrie beschäftigt, so wurde bereits zu Weihnachten 1924 der letzte Glaserzeugungsbetrieb eingestellt. Der Ort wurde dadurch im eine große Notlage gestürzt. Nicht wenige mussten Betteln, um überleben zu können. Im Jahr 1925 wanderten 16 Familien deshalb nach Griechenland aus, kehrten allerdings nach einigen Monaten ärmer als zuvor zurück, weil sie vor der Ausreise ihr Hab und Gut für die Reisekosten verkauft hatten. In der Krisenzeit versammelten sich die Arbeitslosen regelmäßig bei der Drehscheibe", einem Platz in der Ortsmitte von Schneeggattern. Hier wurde diskutiert und beraten, man kam aber auch einfach nur zusammen, um die Ausweglosigkeit gemeinsam besser ertragen zu können. Seither wird die "Drehscheibe" als legendärer Platz angesehen.  
 
Schneegattern wurde von der Wirtschaftskrise in den 1930er-Jahren besonders schwer getroffen. Waren im Jahr 1920 über 800 Personen in der dortigen Glasindustrie beschäftigt, so wurde bereits zu Weihnachten 1924 der letzte Glaserzeugungsbetrieb eingestellt. Der Ort wurde dadurch im eine große Notlage gestürzt. Nicht wenige mussten Betteln, um überleben zu können. Im Jahr 1925 wanderten 16 Familien deshalb nach Griechenland aus, kehrten allerdings nach einigen Monaten ärmer als zuvor zurück, weil sie vor der Ausreise ihr Hab und Gut für die Reisekosten verkauft hatten. In der Krisenzeit versammelten sich die Arbeitslosen regelmäßig bei der Drehscheibe", einem Platz in der Ortsmitte von Schneeggattern. Hier wurde diskutiert und beraten, man kam aber auch einfach nur zusammen, um die Ausweglosigkeit gemeinsam besser ertragen zu können. Seither wird die "Drehscheibe" als legendärer Platz angesehen.