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[[Datei:Altstadt Salzburg Herbst.jpg|thumb|herbstlicher Blick vom [[Mönchsberg]] auf die Altstadt von Salzburg: in der Mitte die [[Franziskanerkirche]], dahinter der [[Salzburger Dom]], rechts von der Franziskanerkirche das [[Franziskanerkloster]] (ehemals [[Petersfrauen]])]]
 
[[Datei:Altstadt Salzburg Herbst.jpg|thumb|herbstlicher Blick vom [[Mönchsberg]] auf die Altstadt von Salzburg: in der Mitte die [[Franziskanerkirche]], dahinter der [[Salzburger Dom]], rechts von der Franziskanerkirche das [[Franziskanerkloster]] (ehemals [[Petersfrauen]])]]
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: ''Hauptartikel: [[Salzburger Dom]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Salzburger Dom]]''
 
Das zentrale kirchliche Gebäude der Stadt Salzburg ist der den heiligen [[Rupert von Worms|Rupert]] und [[Virgil]] geweihte Salzburger Dom. Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes wurde von [[767]] bis [[774]] unter Bischof Virgil errichtet, der mit seinen drei Kirchenschiffen einer der größten Kirchenbauten des [[8. Jahrhundert]]s war.  
 
Das zentrale kirchliche Gebäude der Stadt Salzburg ist der den heiligen [[Rupert von Worms|Rupert]] und [[Virgil]] geweihte Salzburger Dom. Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes wurde von [[767]] bis [[774]] unter Bischof Virgil errichtet, der mit seinen drei Kirchenschiffen einer der größten Kirchenbauten des [[8. Jahrhundert]]s war.  
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==== Kirche St. Michael ====
 
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: ''Hauptartikel: [[St. Michaelskirche]]''
 
: ''Hauptartikel: [[St. Michaelskirche]]''
Die Kirche am [[Mozartplat]] zu Ehren des Erzengels Michael ist die älteste Pfarrkirche der Stadt Salzburg.  
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Die Kirche am [[Mozartplatz]] zu Ehren des Erzengels Michael ist die älteste Pfarrkirche der Stadt Salzburg.  
    
==== Benediktiner-Frauenstiftskirche Nonnberg Mariae Himmelfahrt ====
 
==== Benediktiner-Frauenstiftskirche Nonnberg Mariae Himmelfahrt ====
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: ''Hauptartikel: [[Salzburger Rathaus]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Salzburger Rathaus]]''
Das Rathaus ist heute ein viergeschossiger Bau mit [[Rokoko]]<nowiki>fassade</nowiki> und einem Stadtbild prägenden charakteristischem kleinen Turm. Es wurde im [[14. Jahrhundert]] als Wohnhaus des Patriziergeschlechtes der [[Keutzl]] (''Keutzlturm'') genutzt und wurde [[1407]] von der Stadtgemeinde erworben. Unter Erzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] von [[1616]] bis [[1618]] vollständig umgebaut. Die heutige [[Rokoko]]fassade kam [[1772]] hinzu.
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Das Rathaus ist heute ein viergeschossiger Bau mit [[Rokoko]]<nowiki>fassade</nowiki> und einem Stadtbild prägenden charakteristischem kleinen Turm. Es wurde im [[14. Jahrhundert]] als Wohnhaus des Patriziergeschlechtes der [[Keutzl]] (''Keutzlturm'') genutzt und wurde [[1407]] von der Stadtgemeinde erworben. Unter Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems von [[1616]] bis [[1618]] vollständig umgebaut. Die heutige Rokokofassade kam [[1772]] hinzu.
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Heute ist das Gebäude im Erdgeschoß von Geschäften, sonst aber von [[Magistrag Salzburg|Magistratsabteilungen]] genutzt. Die regelmäßigen Sitzungen des [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderates der Stadt Salzburg]] finden hier im Großen Saal im zweiten Stock statt.  
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Heute ist das Gebäude im Erdgeschoß von Geschäften, sonst aber von [[Magistrat Salzburg|Magistratsabteilungen]] genutzt. Die regelmäßigen Sitzungen des [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderates der Stadt Salzburg]] finden hier im Großen Saal im zweiten Stock statt. 2011/2012 wurde es komplett renoviert.
    
Unmittelbar neben dem Rathaus steht das vermutlich älteste erhaltene Patrizierhaus der Stadt Salzburg - das Haus [[Kranzlmarkt]] Nr. 3.
 
Unmittelbar neben dem Rathaus steht das vermutlich älteste erhaltene Patrizierhaus der Stadt Salzburg - das Haus [[Kranzlmarkt]] Nr. 3.
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=== Hofmarstall (Festspielhaus), Felsenreitschule und Marstallschwemme ===  
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==== Hofmarstall (Festspielhaus), Felsenreitschule und Marstallschwemme ====  
 
: ''Hauptartikel: [[Hofmarstall]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Hofmarstall]]''
Der Hofmarstall wurde in der Anlage mit seiner langgestreckten Front zur [[Hofstallgasse]] von Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] errichtet. [[1662]] folgte eine Erweiterung, sowie die Errichtung der [[Winterreitschule]]. Ein weiterer Ausbau erfolgte unter Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]]. Die Sommerreitschule und die Fassade der nördliche Schmalseite zum [[Herbert-von-Karajan-Platz]] und zur [[Pferdeschwemme (Sigmundstor)|Marstallschwemme]] hin wurde nach Plänen von Johann Bernhard [[Fischer von Erlach]] [[1693]]/[[1694|94]] gestaltet.  
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Der Hofmarstall wurde in der Anlage mit seiner langgestreckten Front zur [[Hofstallgasse]] von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau errichtet. [[1662]] folgte eine Erweiterung, sowie die Errichtung der [[Winterreitschule]]. Ein weiterer Ausbau erfolgte unter Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein. Die Sommerreitschule und die Fassade der nördliche Schmalseite zum [[Herbert-von-Karajan-Platz]] und zur [[Pferdeschwemme (Sigmundstor)|Marstallschwemme]] hin wurde nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach [[1693]]/[[1694|94]] gestaltet.  
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In der [[Kaiserliches Kronland (Überblick)|Zeit der Monarchie]] war der Hofmarstall als Kavalleriekaserne genutzt. [[1925]] erfolgte der ersten Umbau zum [[Kleines Festspielhaus|Kleinen Festspielhaus]] für die [[Salzburger Festspiele]] unter Architekt [[Eduard Hütter]], [[1926]] und [[1937]]/[[1938|38]] ein weiterer Ausbau unter Architekt [[Clemens Holzmeister]]. Nach Übersiedelung des [[Haus der Natur|Hauses der Natur]] in das ehemalige [[Ursulinenkloster]] ([[1956]]) kam bis [[1960]] zum Neubau des [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhauses]] nach Plänen von [[Clemens Holzmeister]].     
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In der [[Kaiserliches Kronland (Überblick)|Zeit der Monarchie]] war der Hofmarstall als Kavalleriekaserne genutzt. [[1925]] erfolgte der ersten Umbau zum [[Kleines Festspielhaus|Kleinen Festspielhaus]] für die [[Salzburger Festspiele]] unter Architekt [[Eduard Hütter]], [[1926]] und [[1937]]/[[1938|38]] ein weiterer Ausbau unter Architekt [[Clemens Holzmeister]]. Nach Übersiedlung des [[Haus der Natur|Hauses der Natur]] in das ehemalige Ursulinenkloster ([[1956]]) kam bis [[1960]] zum Neubau des [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhauses]] nach Plänen von Clemens Holzmeister.     
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Die [[Felsenreitschule]] wurde [[1693]] unter Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] vermutlich nach Entwürfen von Johann Bernhard [[Fischer von Erlach]] ausgestaltet. Dieser Ort dient heute als Aufführungsstätte für die [[Salzburger Festspiele]].  
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Die [[Felsenreitschule]] wurde [[1693]] unter Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein vermutlich nach Entwürfen von Johann Bernhard Fischer von Erlach ausgestaltet. Dieser Ort dient heute als Aufführungsstätte für die Salzburger Festspiele.  
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Die ''Marstallschwemme'', bekannter unter dem Namen ''[[Pferdeschwemme]]'', wurde im Zuge der Neugestaltung des Hofmarstalles durch Johann Bernhard [[Fischer von Erlach]] konzipiert.
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Die ''Marstallschwemme'', bekannter unter dem Namen ''Pferdeschwemme'', wurde im Zuge der Neugestaltung des Hofmarstalles durch Johann Bernhard Fischer von Erlach konzipiert.
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=== Sigmundstor (früher "Neutor" genannt) ===
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==== Sigmundstor (früher "Neutor" genannt) ====
 
: ''Hauptartikel: [[Sigmundstor]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Sigmundstor]]''
Der erste Versuch, den Berg zu durchschneiden, [[1676]] bis [[1687]] unter Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]] schlug fehl. Erst [[1766]] konnte der Tunnel eröffnet werden.
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Der erste Versuch, den Berg zu durchschneiden, [[1676]] bis [[1687]] unter Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]], schlug fehl. Erst [[1766]] konnte der Tunnel eröffnet werden.
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=== Sigmund-Haffner-Gasse ===
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==== Reste alter Wehranlagen abseits der Festung ====
: ''Hauptartikel: [[Sigmund-Haffner-Gasse]]''
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Die Sigmund-Haffner-Gasse ist nach dem gleichnamigen Bürgermeister von Salzburg, [[Sigmund Haffner]], in der Zeit von [[1768]] bis [[1772]], benannt.
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=== Reste alter Wehranlagen abseits der Festung ===
   
: ''Hauptartikel: [[Stadtbefestigungen]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Stadtbefestigungen]]''
 
Aus der Zeit der '''1. Stadtbefestigung''' (um [[1280]]) stammen:
 
Aus der Zeit der '''1. Stadtbefestigung''' (um [[1280]]) stammen:
 
* Stadtmauerreste in Altstadthäusern (nicht zugänglich; etwa im Keller des [[Rathaus]]es)   
 
* Stadtmauerreste in Altstadthäusern (nicht zugänglich; etwa im Keller des [[Rathaus]]es)   
 
* Der ''Rote Turm'' (heute [[Freyschlösschen]]) und der [[Lambergturm]] am [[Mönchsberg]] (beide heute stark verändert) und weitere Wehrtürme auf dem Mönchsberg ([[Richterhöhe]]).
 
* Der ''Rote Turm'' (heute [[Freyschlösschen]]) und der [[Lambergturm]] am [[Mönchsberg]] (beide heute stark verändert) und weitere Wehrtürme auf dem Mönchsberg ([[Richterhöhe]]).
* Wehrmauern beim [[Stift Nonnberg]] und das [[Salzburger Stadttore|Stadttor]] [[Nonnbergtor]]  
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* Wehrmauern beim Benediktiner-Frauenstift Nonnberg]] und das [[Salzburger Stadttore|Stadttor]] [[Nonnbergtor]]  
    
Aus der Zeit der '''2. Stadtbefestigung''' (etwa [[1470]] - [[1490]]) stammen:
 
Aus der Zeit der '''2. Stadtbefestigung''' (etwa [[1470]] - [[1490]]) stammen:
* Die [[Bürgerwehr]] am Mönchsberg, ein achttürmiger Stadtmauerteil mit doppeltem Mauerzug samt aufgesetzten Wehrgängen (über Sigmundstor), [[2005]]/[[2006]] fanden erste Restaurierungsarbeiten unter Leitung von Ing. Rüdiger Schobersberger statt
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* Die [[Bürgerwehr]] am Mönchsberg, ein achttürmiger Stadtmauerteil mit doppeltem Mauerzug samt aufgesetzten Wehrgängen (über Sigmundstor), [[2005]]/[[2006]] fanden erste Restaurierungsarbeiten unter Leitung von Ing. [[Rüdiger Schobersberger]] statt
* Die Reste des [[Erentrudistor]]es im Keller des Hauses [[Schanzlgasse]] 14 (Landeskindergarten)
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* Die Reste des [[Erentrudistor]]es im Keller des Hauses [[Schanzlgasse]] 14 (heute Landeskindergarten)
 
   
 
   
Aus der Zeit der '''3. Stadtbefestigung''' (um [[1620]] - [[1648]], der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] stammen:
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Aus der Zeit der '''3. Stadtbefestigung''' (um [[1620]] bis[[1648]], der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] stammen:
 
* [[Müllner Schanze]] als dreistufige Wehranlage mit [[Augustinerpforte]] und [[Monikapforte]] und nächstgelegen dem Gstätten-Kavalier ([[Humboldtterrasse]]). Der vordere Wehrgraben ist heute zugeschüttet und durch einen serpentinenartigen Straßenneubau stark beeinträchtigt.   
 
* [[Müllner Schanze]] als dreistufige Wehranlage mit [[Augustinerpforte]] und [[Monikapforte]] und nächstgelegen dem Gstätten-Kavalier ([[Humboldtterrasse]]). Der vordere Wehrgraben ist heute zugeschüttet und durch einen serpentinenartigen Straßenneubau stark beeinträchtigt.   
 
* durchgehender Wehrmauernzug und skarpierte Felsen des Mönchsbergs (in der ersten Anlage älter) mit Wehrtürmen des Lodronschen Zwingers der heutigen [[Richterhöhe]]     
 
* durchgehender Wehrmauernzug und skarpierte Felsen des Mönchsbergs (in der ersten Anlage älter) mit Wehrtürmen des Lodronschen Zwingers der heutigen [[Richterhöhe]]     
 
* Die „Katze“ (in der ersten Anlage älter)   
 
* Die „Katze“ (in der ersten Anlage älter)   
 
* Stadtmauerrest am [[Rudolfskai]] beiderseits des ehemaligen [[Michaelitor]]es,
 
* Stadtmauerrest am [[Rudolfskai]] beiderseits des ehemaligen [[Michaelitor]]es,
* Stadtmauerrest in der Basteigasse
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* Stadtmauerrest in der [[Basteigasse]]
 
* Das [[Gstättentor]] ([[1618]], erste Anlage [[1280]])
 
* Das [[Gstättentor]] ([[1618]], erste Anlage [[1280]])
 
* Das [[Klausentor]] ([[1612]], erste Anlage um [[1280]])
 
* Das [[Klausentor]] ([[1612]], erste Anlage um [[1280]])
    
== Wichtige historische Gassen und Plätze ==
 
== Wichtige historische Gassen und Plätze ==
   
=== Domplatz mit der Mariensäule ===
 
=== Domplatz mit der Mariensäule ===
 
: ''Hauptartikel: [[Domplatz]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Domplatz]]''
Der allseitig geschlossene Domplatz vor der Domfassade ist durch Arkaden, den von [[Giovanni Antonio Daria]] errichteten [[Dombögen]] mit dem [[Residenzplatz]] und dem [[Kapitelplatz]], sowie mit weiteren Arkaden mit der [[Franziskanergasse]] verbunden. Südseitig schließt der Konventtraktes des [[Erzstift St. Peter|Stiftes St. Peter]] an, nordseitig die [[Alte Residenz]].  
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Der allseitig geschlossene Domplatz vor der Domfassade ist durch Arkaden, den von [[Giovanni Antonio Daria]] errichteten [[Dombögen]] mit dem Residenzplatz und dem [[Kapitelplatz]], sowie mit weiteren Arkaden mit der [[Franziskanergasse]] verbunden. Südseitig schließt der Konventtraktes der Erzabtei St. Peter an, nordseitig die alte Residenz.  
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Am Domplatz vor der Domfassade finden im Rahmen der [[Salzburger Festspiele]] seit [[1920]] alljährlich die Aufführungen des "[[Jedermann]]" von [[Hugo von Hofmannsthal]] statt.
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Am Domplatz vor der Domfassade finden im Rahmen der Salzburger Festspiele seit [[1920]] alljährlich die Aufführungen des "[[Jedermann]]" von [[Hugo von Hofmannsthal]] statt.
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Im Mittelpunkt des Platzes steht die [[Mariensäule am Domplatz|Mariensäule]],  
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Im Mittelpunkt des Platzes steht die [[Mariensäule am Domplatz|Mariensäule]], [[1776]] bis [[1771]]  von [[Wolfgang Hagenauer]] und [[Johann Baptist Hagenauer]] aus Blei eine auf einem Wolkenberg und einer Weltkugel thronende Statue der Maria Immaculata errichtet, die an den vier Seiten von je einer allegorischen Figur (Engel, Teufel, Wahrheit und Kirche) umgeben ist.
[[1776]] bis [[1771]]  von [[Wolfgang Hagenauer]] und [[Johann Baptist Hagenauer]] aus Blei eine auf einem Wolkenberg und einer Weltkugel thronende Statue der Maria Immaculata errichtet, die an den vier Seiten von je einer allegorischen Figur (Engel, Teufel, Wahrheit und Kirche) umgeben ist.
      
=== Kapitelplatz mit Kapitelschwemme ===
 
=== Kapitelplatz mit Kapitelschwemme ===
 
: ''Hauptartikel: [[Kapitelplatz]]
 
: ''Hauptartikel: [[Kapitelplatz]]
Der Kapitelplatz, ein weitläufige Platz, blickt gegen Süden zum Dom, gegen Osten zur Domprobstei und zum [[Erzbischöfliches Palais|Erzbischöflichen Palais]] und nach Süden zur [[Festung Hohensalzburg|Festung]] und zur [[Kapitelschwemme]]. Dahinter schließen [[Kardinal-Schwarzenberg-Haus]], [[Salzburger Dom|Domkapitel]] und der Mühlenhof des [[Erzstift St. Peter|Stiftes St. Peter]] an. Im Westen des Platzes folgt der Noviziattrakt des Stiftes St. Peter.  
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Der Kapitelplatz, ein weitläufige Platz, blickt gegen Süden zum Dom, gegen Osten zur Domprobstei und zum [[Erzbischöfliches Palais|Erzbischöflichen Palais]] und nach Süden zur [[Festung Hohensalzburg|Festung]] und zur [[Kapitelschwemme]]. Dahinter schließen [[Kardinal-Schwarzenberg-Haus]], [[Salzburger Dom|Domkapitel]] und der Mühlenhof der Erzabtei St. Peter an. Im Westen des Platzes folgt der Noviziattrakt der Erzabtei St. Peter.  
    
=== Residenzplatz mit Residenzbrunnen ===
 
=== Residenzplatz mit Residenzbrunnen ===
 
: ''Hauptartikel: [[Residenzplatz]]
 
: ''Hauptartikel: [[Residenzplatz]]
Der Residenzplatz, in seiner heutigen Größe, ist unter Schleifung von Bürgerhäusern und Entfernung des alten Domfriedhofes durch Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] entstanden und ist ein repräsentativer prunkvoller Vorplatz der fürsterzbischöflichen Residenzen.  
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Der Residenzplatz, in seiner heutigen Größe, ist unter Schleifung von Bürgerhäusern und Entfernung des alten [[Domfriedhof]]es durch Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau entstanden und ist ein repräsentativer prunkvoller Vorplatz der fürsterzbischöflichen Residenzen. Im Mittelpunkt steht der [[Residenzbrunnen]], ein monumentaler Brunnen, der zwischen [[1656]] und [[1661]] im Auftrag von Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] geschaffen wurde und wohl von [[Tommaso di Garona]] ausgeführt wurde.
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Im Mittelpunkt steht der [[Residenzbrunnen]], ein monumentaler Brunnen, der zwischen [[1656]] und [[1661]] im Auftrag von Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] geschaffen wurde und wohl von [[Tommaso di Garona]] ausgeführt wurde.
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=== Mozartplatz ===
 
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=== Mozartplatz und Waagplatz ===
   
: ''Hauptartikel: [[Mozartplatz]]
 
: ''Hauptartikel: [[Mozartplatz]]
Der Mozartplatz ist ein repräsentativer rechteckiger Platz vor der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]], der durch den Abbruch verschiedene Bürgerhäuser unter [[Wolf Dietrich von Raitenau]] angelegt wurde. In der Mitte des Platz steht heute auf einem hohen Sockel das Denkmal von [[Wolfgang Amadeus Mozart]], das [[1842]] von [[Ludwig von Schwanthaler]] geschaffen wurde und von [[Johann Stiglmaier]] gegossen.  
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Der Mozartplatz ist ein repräsentativer rechteckiger Platz vor der neuen Residenz, der durch den Abbruch verschiedene Bürgerhäuser unter Wolf Dietrich von Raitenau angelegt wurde. In der Mitte des Platz steht heute auf einem hohen Sockel das [[Mozart-Denkmal|Denkmal]] von Wolfgang Amadeus Mozart, das [[1842]] von [[Ludwig von Schwanthaler]] geschaffen wurde und von [[Johann Stiglmaier]] gegossen.  
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=== Waagplatz ===
 
: ''Hauptartikel: [[Waagplatz]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Waagplatz]]''
Der im Nordwesten angrenzende kleine [[Waagplatz]] ist ein unregelmäßiger Platz, der ursprünglich als ältester [[Salzburger Märkte|Marktplatz]] und Gerichtsplatz diente.
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Der im Nordwesten an den Mozartplatz angrenzende kleine Waagplatz ist ein unregelmäßiger Platz, der ursprünglich als ältester [[Salzburger Märkte|Marktplatz]] und Gerichtsplatz diente. Hier befand sich die [[Stadttrinkstube]], die [[Schranne]] und die [[Pfalz]].
    
=== Getreidegasse ===
 
=== Getreidegasse ===
 
:  ''Hauptartikel: [[Getreidegasse]]
 
:  ''Hauptartikel: [[Getreidegasse]]
Diese uralte Gasse liegt in der Altstadt und ist heute Salzburgs berühmteste Einkaufsstraße. Ihr besonderer Charakter ergibt sich auch durch die zahlreichen schmiedeeisernen [[Hauszeichen und Zunftzeichen in der Salzburger Altstadt|Zunftzeichen]].
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Diese uralte Gasse liegt in der Altstadt und ist heute Salzburgs berühmteste Einkaufsstraße. Ihr besonderer Charakter ergab sich früher durch die zahlreichen schmiedeeisernen [[Hauszeichen und Zunftzeichen in der Salzburger Altstadt|Zunftzeichen]], die heute leider schon häufig von internationalen Markenschildern abgelöst wurden.
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=== Sigmund-Haffner-Gasse ===
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: ''Hauptartikel: [[Sigmund-Haffner-Gasse]]''
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Die  Sigmund-Haffner-Gasse ist nach dem gleichnamigen [[Bürgermeister der  Stadt Salzburg]], [[Sigmund Haffner]], in der Zeit von [[1768]] bis  [[1772]], benannt.
    
=== Kaigasse und Kaiviertel ===
 
=== Kaigasse und Kaiviertel ===
: ''Hauptartikel: [[Kaigassenviertel]]''
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: ''Hauptartikel: [[Kaiviertel]]''
Das Kaigassenviertel entwickelte sich entlang des einstigen Hauptstraßenzuges vom [[Domplatz]] über den [[Kajetanerplatz]] über das [[Erentrudistor]] (später Kajetanertor) nach [[Hallein]] und [[Berchtesgaden]]. Die Gasse setzt sich aus mehreren mittelalterlichen Gassen zusammen und  wurde ab dem [[12. Jahrhundert]] allmählich bebaut.
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Das Kaiviertel entwickelte sich entlang des einstigen Hauptstraßenzuges vom Domplatz über den Kajetanerplatz und das Erentrudistor (später Kajetanertor) nach [[Hallein]] und [[Berchtesgaden]]. Die Gasse setzt sich aus mehreren mittelalterlichen Gassen zusammen und  wurde ab dem [[12. Jahrhundert]] allmählich bebaut.
    
=== Alter Markt mit Michaelsbrunnen ===
 
=== Alter Markt mit Michaelsbrunnen ===
 
:  ''Hauptartikel: [[Alter Markt]]''
 
:  ''Hauptartikel: [[Alter Markt]]''
Der Alte Markt, der zweitälteste Handelsplatz in der Altstadt, wurde im [[Mittelalter|Frühmittelalter]] ([[13. Jahrhundert]]) planmäßig angelegt. An diesen städtischen [[Salzburger Märkte|Marktplatz]] schlossen einst der Milchmarkt und Kräutermarkt, der Rüben- und Krautmarkt und der Hafnermarkt an. Heute wird er von einer stattlichen Zeilen von Bürgerhäusern umrahmt, deren Kern meist ins Mittelalter reicht, die aber vielfach frühneuzeitlich überprägt sind.  
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Der Alte Markt, der zweitälteste Handelsplatz in der Altstadt, wurde im Frühmittelalter ([[13. Jahrhundert]]) planmäßig angelegt. An diesen städtischen Marktplatz schlossen einst der Milchmarkt und Kräutermarkt, der Rüben- und Krautmarkt und der Hafnermarkt an. Heute wird er von einer stattlichen Zeilen von Bürgerhäusern umrahmt, deren Kern meist ins Mittelalter reicht, die aber vielfach frühneuzeitlich überprägt sind.  
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In der Mitte des Alten Marktes steht heute der Marktbrunnen, der [[Alter Markt#Forianibrunnen|Florianibrunnen]], der urkundlich anstelle eines alten Ziehbrunnens [[1488]] hier errichtet wurde, als erstmals [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Wasser]] vom [[Gaisberg]] über die [[Staatsbrücke|Stadtbrücke]] bis zum Alten Markt geleitet werden konnte.
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In der Mitte des Alten Marktes steht heute der Marktbrunnen, der [[Alter Markt#Forianibrunnen|Florianibrunnen]], der urkundlich anstelle eines alten Ziehbrunnens [[1488]] hier errichtet wurde, als erstmals [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Wasser]] vom [[Gaisberg]] über die [[Staatsbrücke|Stadtbrücke]] bis zum Alten Markt geleitet werden konnte. Am südwestlichen Eck befindet sich das bekannte [[Café Tomaselli]].
    
== Historische Friedhöfe und Gärten ==
 
== Historische Friedhöfe und Gärten ==
 
=== Petersfriedhof ===
 
=== Petersfriedhof ===
 
: ''Hauptartikel: [[Petersfriedhof]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Petersfriedhof]]''
Der Petersfriedhof ist neben dem Friedhof des [[Stift Nonnberg|Stiftes Nonnberg]] die älteste christliche Begräbnisstätte Salzburgs. Er wurde bereits in nachrömisch-antiker Zeit als Begräbnisstätte benützt.  
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Der Petersfriedhof ist neben dem Friedhof des Benediktiner-Frauenstifts Nonnberg]] die älteste noch bestehende christliche Begräbnisstätte Salzburgs. Er wurde bereits in nachrömisch-antiker Zeit als Begräbnisstätte benützt.  
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Durch seine Lage am Fuß des [[Festungsberg]]s und sein „malerisches“ Gelände war der Petersfriedhof ein bevorzugtes Thema der Malerei und Dichtung des [[19. Jahrhundert]]s. Im Petersfriedhof finden sich in den Berg hinein gehauene so genannte [[Katakomben]]. Sie dienten nicht als Begräbnisort und sind vermutlich spätantiken Ursprungs. Hier sind die Gertraudenkapelle und die Maximuskapelle zu finden.
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Durch seine Lage am Fuß des [[Festungsberg]]s und sein malerisches Gelände war der Petersfriedhof ein bevorzugtes Thema der Malerei und Dichtung des [[19. Jahrhundert]]s. Im Petersfriedhof finden sich in den Berg hinein gehauene sogenannte [[Katakomben]]. Sie dienten nicht als Begräbnisort und sind vermutlich spätantiken Ursprungs. Hier sind die [[Gertraudenkapelle]] und die [[Maximuskapelle]] zu finden.
    
=== Botanischer Garten  (Furtwänglergarten) ===
 
=== Botanischer Garten  (Furtwänglergarten) ===
 
: ''Hauptartikel: [[Botanischer Garten]]
 
: ''Hauptartikel: [[Botanischer Garten]]
Bis ins [[16. Jahrhundert]] befand sich hier ein großer Garten mit einer weitläufigen Obstbaumwiese und Gemüsebeeten, genannt der Frauengarten der [[Petersfrauen]] oder Frohngarten. Unter Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] wurde (schon [[1617]] war ein akademisches Gymnasium errichtet worden) [[1622]] im Bereich dieses Gartens die [[Benediktineruniversität]] unter maßgeblicher Leitung des [[Erzstift St. Peter|Stiftes St. Peter]] errichtet.  
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Bis ins [[16. Jahrhundert]] befand sich hier ein großer Garten mit einer weitläufigen Obstbaumwiese und Gemüsebeeten, genannt der Frauengarten der Petersfrauen oder Frohngarten. Unter Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] wurde (schon [[1617]] war ein akademisches Gymnasium errichtet worden) [[1622]] im Bereich dieses Gartens die [[Benediktineruniversität]] unter maßgeblicher Leitung der Erzabtei St. Peter errichtet.  
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Zwischen [[1820]] und [[1941]] war der Garten wieder botanischer Garten. [[1835]] wurde er offiziell zum ''k. k. botanischen Garten'' der medizinisch-chirurgischen Lehranstalt. Eine Besonderheit sind der große Ginkgobaum und die Tränen-[[Kiefer]], beide um etwa [[1850]] gepflanzt und Relikte des alten Botanischen Gartens.
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Zwischen [[1820]] und [[1941]] war der Garten wieder botanischer Garten. [[1835]] wurde er offiziell zum ''k. k. botanischen Garten'' der medizinisch-chirurgischen Lehranstalt. Heute bestehen nur mehr ein paar Bäume, wie der große [[Ginko]]<nowiki>baum</nowiki> und die Tränen-[[Kiefer]], beide um etwa [[1850]] gepflanzt und Relikte des alten Botanischen Gartens.
    
== Alte Klöster ==
 
== Alte Klöster ==
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=== Die Benediktiner-Erzabtei Sankt Peter ===
 
=== Die Benediktiner-Erzabtei Sankt Peter ===
 
: ''Hauptartikel: [[Erzstift St. Peter]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Erzstift St. Peter]]''
Das Erzstift St. Peter ist das älteste bestehende Kloster im deutschen Sprachraum, das um 696 (nach Haustradition 582) gegründet bzw. erneuert wurde und auf einer seit der Spätantike bestehenden Klostergemeinschaft aufbauen dürfte. Das Stift St. Peter besitzt eine bedeutende Sammlung von Malereien und Plastiken und vor allem von wertvollen Büchern und Urkunden. Das [[Verbrüderungsbuch von St. Peter|Verbrüderungsbuch]] des Klosters ist das älteste erhaltene Schriftstück auf dem Gebiet des heutigen Österreich.
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Die Erzabtei St. Peter ist das älteste bestehende Kloster im deutschen Sprachraum, das um [[696]] (nach Haustradition [[582]]) gegründet bzw. erneuert wurde und auf einer seit der Spätantike bestehenden Klostergemeinschaft aufbauen dürfte. Die Erzabtei St. Peter besitzt eine bedeutende Sammlung von Malereien und Plastiken und vor allem von wertvollen Büchern und Urkunden. Das [[Verbrüderungsbuch von St. Peter|Verbrüderungsbuch]] des Klosters ist das älteste erhaltene Schriftstück auf dem Gebiet des heutigen Österreich.
    
=== Benediktinen-Frauenstift Nonnberg ===
 
=== Benediktinen-Frauenstift Nonnberg ===
 
: ''Hauptartikel: [[Stift Nonnberg]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Stift Nonnberg]]''
Um [[715]] gründete [[Rupert von Worms|Rupert]] am [[Nonnberg]] das Benediktinenstift Nonnberg, das heute weltweit älteste dauernd bestehende Frauenkloster.
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Um [[715]] gründete Rupert von Worms am Nonnberg das Benediktiner-Frauenstift Nonnberg, das heute weltweit älteste dauernd bestehende Frauenkloster.
    
=== Das Franziskanerkloster ===
 
=== Das Franziskanerkloster ===
 
: ''Hauptartikel: [[Franziskanerkloster]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Franziskanerkloster]]''
Nach Aufhebung des Klosters der [[Petersfrauen]] [[1583]] stand das dortige Kloster leer. Erzbischof-Coadjutor [[Georg von Kuenburg]] rief darauf [[1587]] Franziskaner zur Fortsetzung der inneren Mission und zur Seelsorge nach Salzburg. Einer der bekanntesten Ordensangehörigen ist Pater ''[[Peter Singer]]'', der Erfinder des [[Pansymphonikon]].
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Nach Aufhebung des Klosters der Petersfrauen [[1583]] stand das dortige Kloster leer. Erzbischof-Coadjutor [[Georg von Kuenburg]] rief darauf [[1587]] Franziskaner zur Fortsetzung der inneren Mission und zur Seelsorge nach Salzburg. Einer der bekanntesten Ordensangehörigen ist Pater [[Peter Singer]], der Erfinder des [[Pansymphonikon]].
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====Allgemeines====
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== Allgemeines==
 
Eine [[Altstadtkommission]] wacht darüber, dass alle baulichen Veränderungen im Einklang mit diesem Titel Weltkulturerbe  stehen.  
 
Eine [[Altstadtkommission]] wacht darüber, dass alle baulichen Veränderungen im Einklang mit diesem Titel Weltkulturerbe  stehen.