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[[Datei:Salzburg Altstadt 2010.jpg|thumb|Blick von Südosten auf die Altstadt (anklicken für Details)]]
 
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[[Datei:Glockenspiel E.jpg|thumb|Blick vom [[Salzburger Glockenspiel]] auf historische Gebäude nördlich des [[Mozartplatz]]es]]
 
[[Datei:Glockenspiel E.jpg|thumb|Blick vom [[Salzburger Glockenspiel]] auf historische Gebäude nördlich des [[Mozartplatz]]es]]
Die '''Altstadt von Salzburg''' umfasst den historischen Innenstadtkern von [[Salzburg]].  
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[[Datei:Residenzplatz Mozartplatz.jpg|thumb|Blick von den nördlichen [[Dombögen]] über den  [[Residenzplatz]] mit dem [[Residenzbrunnen]] hin zum [[Mozartplatz]],  links die [[St. Michaelskirche]], rechts das [[Glockenspiel]]]]
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Die '''Altstadt von Salzburg''' umfasst den historischen Innenstadtkern der Landeshauptstadt [[Salzburg]].  
 
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==Allgemeines==
 
==Allgemeines==
Als ''Altstadt'' von Salzburg wird vor allem das Gebiet links der [[Salzach]] zwischen dem [[Klausentor]] im Nordwesten, dem [[Mönchsberg]], der die Altstadt im Süden und Südwesten umschließt und dem [[Rudolfsplatz]] im Osten bezeichnet. Im Norden bot einst der [[Müllner Hügel]] mit der alten Vorstadt [[Mülln]] eine höhere strategische Sicherheit. Auf diese Weise von drei Seiten durch [[Salzburger Stadtberge|Berge]] geschützt wird die Altstadt im Osten durch den Flusslauf der [[Salzach]] begrenzt. Der südlichste Teil der Altstadt um die [[Kaigasse]] wird allgemein als [[Kaiviertel]] bezeichnet. In der Altstadt leben gut 2000 Bewohner.   
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Als ''Altstadt'' von Salzburg wird vor allem das Gebiet links der [[Salzach]] zwischen dem [[Klausentor]] im Nordwesten, dem [[Mönchsberg]], der die Altstadt im Süden und Südwesten umschließt und dem [[Rudolfsplatz]] im Osten bezeichnet. Im Norden bot einst der [[Müllner Hügel]] mit der alten Vorstadt [[Mülln]] eine höhere strategische Sicherheit. Auf diese Weise von drei Seiten durch [[Salzburger Stadtberge|Berge]] geschützt wird die Altstadt im Osten durch den Flusslauf der Salzach begrenzt. Der südlichste Teil der Altstadt um die [[Kaigasse]] wird allgemein als [[Kaiviertel]] bezeichnet. In der Altstadt leben gut 2&nbsp;000 Bewohner.   
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Außerdem gehört auch noch die [[Steingasse]] am rechten [[Salzach]]ufer zwischen [[Äußerer Stein]] und [[Platzl]] zur erweiterten Altstadt, da diese Gasse schon seit dem [[Mittelalter]] eine Einfahrtsstraße für Salzburg darstellte. Diese vergleichsweise kleinen Teile der historischen Altstadt, die auf der rechten Seiten der Salzach liegen, sind hier unter dem Begriff [[Neustadt]] beschrieben.
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Die [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsseitige Altstadt]] umfasst den [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] mit der [[Steingasse]], das [[Platzl]] mit [[Linzer Gasse]]. Die Steingasse ist schon seit dem [[Mittelalter]] eine Einfahrtsstraße für Salzburg. Weiters gehören zur rechtsseitigen Altstadt die Teile um den [[Makartplatz]] sowie das [[Schloss Mirabell]] samt [[Mirabellgarten]] (nicht mehr jedoch der [[Mirabellplatz]] und die [[Paris-Lodron-Straße]].
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====UNESCO Weltkulturerbe====
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== UNESCO Weltkulturerbe ==
Der Altstadt der Stadt Salzburg (einschließlich [[Festungsberg]], [[Mönchsberg]], Inneres [[Nonntal]],  [[Neustadt]] mit Innerer Rechtsstadt und [[Kapuzinerberg]]) wurde am [[7. Dezember]] [[1996]] von der UNESCO die Auszeichnung [[Weltkulturerbe]] verliehen. Diese Auszeichnung erfolgte u.a. mit der folgenden Begründung:  
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Der Altstadt der Stadt Salzburg (einschließlich [[Festungsberg]], [[Mönchsberg]], Inneres [[Nonntal]],  [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsseitige Altstadt]] und [[Kapuzinerberg]]) wurde am [[7. Dezember]] [[1996]] von der UNESCO die Auszeichnung [[Weltkulturerbe]] verliehen. Diese Auszeichnung erfolgte u.a. mit der folgenden Begründung:  
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"''Als geistliches Zentrum Mitteleuropas reicht die Bedeutung der ehemaligen fürsterzbischöflichen Residenzstadt Salzburg bis in die Frühzeit der abendländischen Kultur zurück. Der Bischofssitz, das älteste kontinuierlich bestehende [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] nördlich der Alpen, der Dom und die ebenfalls in die karolingische Zeit zurückgehenden, bis heute in lebendige Tradition erhaltenen Klöster von [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] und [[Stift Nonnberg|Nonnberg]] bilden die Kern, von der die bauliche Entwicklung der in ihrer historischen Konzeption und Substanz wohl erhaltenen Stadt ausging. Die [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischöfe]] beschäftigten durch alle Jahrhunderte bedeutende Künstler ihrer Zeit. Ein lebendiges Ineinander vielfältiger mittelalterlicher und barocker Baudenkmale fügt sich in der Altstadt zu einem einzigartigen, von der [[Festung Hohensalzburg]] dominierten städtebaulichen Ensemble zusammen. Unter der eindrucksvollen Silhouette der Türme und Kuppeln der vielen Kirchen reihen sich die geschlossenen Fassadenprospekte der Bürgerhäuser an den Plätzen und verwinkelten Gassen links und rechts der Salzach. Die mit dem Genius Loci [[Wolfgang Amadeus Mozart]] verbunden Musik- und [[Salzburger Festspiele|Festspieltradition]] gehört mit zum besonderen Flair dieses unikalen Stadtdenkmales."  
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"''Als geistliches Zentrum Mitteleuropas reicht die Bedeutung der ehemaligen fürsterzbischöflichen Residenzstadt Salzburg bis in die Frühzeit der abendländischen Kultur zurück. Der Bischofssitz, das älteste kontinuierlich bestehende [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] nördlich der [[Alpen]], der [[Dom]] und die ebenfalls in die karolingische Zeit zurückgehenden, bis heute in lebendige Tradition erhaltenen Klöster von [[Erzabtei St. Peter|St. Peter]] und [[Benediktiner-Frauenstift Nonnberg|Nonnberg]] bilden die Kern, von der die bauliche Entwicklung der in ihrer historischen Konzeption und Substanz wohl erhaltenen Stadt ausging. Die [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischöfe]] beschäftigten durch alle Jahrhunderte bedeutende Künstler ihrer Zeit. Ein lebendiges Ineinander vielfältiger [[Mittelalter|mittelalterlicher]] und [[Barock|barocker]] Baudenkmale fügt sich in der Altstadt zu einem einzigartigen, von der [[Festung Hohensalzburg]] dominierten städtebaulichen Ensemble zusammen. Unter der eindrucksvollen Silhouette der Türme und Kuppeln der vielen Kirchen reihen sich die geschlossenen Fassadenprospekte der [[Bürgerstadt|Bürgerhäuser]] an den Plätzen und verwinkelten Gassen links und rechts der Salzach. Die mit dem Genius Loci [[Wolfgang Amadeus Mozart]] verbunden Musik- und [[Salzburger Festspiele|Festspieltradition]] gehört mit zum besonderen Flair dieses unikalen Stadtdenkmales.''"  
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Nachstehend finden Sie eine Kurzübersicht der Gebäude, Plätze und Kirchen in der Altstadt, die mit Links auf weiterführende Beschreibungen führen. Die Videos wurden gemeinsam mit Fremdenführerin Bärbel Schalber gestaltet.
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== Übersicht ==
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Nachstehend findest du eine Übersicht der Gebäude, Plätze und Kirchen in der Altstadt, die mit Links auf weiterführende Beschreibungen führen. Die Videos wurden gemeinsam mit Fremdenführerin [[Bärbel Schalber]] gestaltet.
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==Die Viertel der Altstadt==
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=== Die Viertel der Altstadt ===
Historisch gesehen, kann man die Altstadt in eine [[Fürstenstadt]] (unterteilt noch in eine [[Mönchsstadt]]) und in eine [[Bürgerstadt]] unterteilen, die auch über Jahrhunderte strikt getrennt waren. Heute spricht man nur mehr von einem eigenen [[Festspielbezirk]] und [[St.-Peter-Bezirk]].
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Historisch gesehen kann man die Altstadt in eine [[Fürstenstadt]], in eine [[Mönchsstadt]]) und in eine [[Bürgerstadt]] unterteilen, die über Jahrhunderte strikt getrennt waren. Heute spricht man nur mehr von einem eigenen [[Festspielbezirk]] und [[St.-Peter-Bezirk]].
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== Die Kirchen der Altstadt ==
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=== Die Kirchen der Altstadt ===
 
[[Bild:Salzburg_Altstadt.jpg|thumb|Kirchen-"Landschaft" in der Salzburger Altstadt]]
 
[[Bild:Salzburg_Altstadt.jpg|thumb|Kirchen-"Landschaft" in der Salzburger Altstadt]]
[[Datei:Altstadt Salzburg Herbst.jpg|thumb|herbstlicher Blick vom [[Mönchsberg]] auf die Altstadt von Salzburg: in der Mitte die Franziskanerkirche, dahinter der [[Salzburger Dom]], rechts von der Franziskanerkirche das [[Franziskanerkloster]] (ehemals [[Petersfrauen]])]]
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[[Datei:Altstadt Salzburg Herbst.jpg|thumb|herbstlicher Blick vom [[Mönchsberg]] auf die Altstadt von Salzburg: in der Mitte die [[Franziskanerkirche]], dahinter der [[Salzburger Dom]], rechts von der Franziskanerkirche das [[Franziskanerkloster]] (ehemals [[Petersfrauen]])]]
=== Salzburger Dom ===  
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==== Salzburger Dom ===  
 
: ''Hauptartikel: [[Salzburger Dom]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Salzburger Dom]]''
Das zentrale kirchliche Gebäude der Stadt Salzburg ist der den Heiligen [[Rupert von Worms|Rupert]] und [[Virgil]] geweihte Salzburger Dom. Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes wurde von [[767]] bis [[774]] unter Bischof Virgil errichtet, der mit seinen drei Kirchenschiffen einer der größten Kirchenbauten des [[8. Jahrhundert]]s war.  
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Das zentrale kirchliche Gebäude der Stadt Salzburg ist der den heiligen [[Rupert von Worms|Rupert]] und [[Virgil]] geweihte Salzburger Dom. Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes wurde von [[767]] bis [[774]] unter Bischof Virgil errichtet, der mit seinen drei Kirchenschiffen einer der größten Kirchenbauten des [[8. Jahrhundert]]s war.  
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Als der Dom bei einem Brand [[1598]] schwer beschädigt wurde, ließ Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ihn abreißen um einen noch größeren zu bauen. Sein Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] entfernte aber die fertiggestellten ersten Fundamente und begann mit einem kleineren Dombauwerk. Dieser Dombau (von Dombaumeister [[Santino Solari]] geplant) konnte  [[1628]] unter [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodron]] eingeweiht werden.  
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Als der Dom bei einem [[Brände Salzburger Dom|Brand]] [[1598]] schwer beschädigt wurde, ließ Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ihn abreißen, um einen noch größeren zu bauen. Sein Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] entfernte aber die fertiggestellten ersten Fundamente und begann mit einem kleineren Dombauwerk. Dieser Dombau (von Dombaumeister [[Santino Solari]] geplant) konnte  [[1628]] unter [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodron]] eingeweiht werden.  
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=== Kirche St. Peter ===
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==== Stiftskirche St. Peter ====
 
: ''Hauptartikel: [[Erzstift St. Peter]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Erzstift St. Peter]]''
Die erste Klosterkirche von St. Peter wurde um [[696]] errichtet, als [[Rupert von Worms|Rupert]] (Hruodpert) die dortige wohl seit der Spätantike weiterlebende romanische Klostergemeinschaft erneuerte. Die heutige Kirche geht im Kern auf einen Bau zurück, der [[1125]] bis [[1143]] erbaut wurde. Der mächtige Kirchturm, der um 1400 romanisierend erhöht wurde, stammt im Kern aus dem [[9. Jahrhundert]].  
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Die erste Klosterkirche von St. Peter wurde um [[696]] errichtet, als Rupert von Worms (Hruodpert) die dortige wohl seit der Spätantike weiterlebende [[Romanik|romanische]] Klostergemeinschaft erneuerte. Die heutige Kirche geht im Kern auf einen Bau zurück, der [[1125]] bis [[1143]] erbaut wurde. Der mächtige Kirchturm, der um 1400 romanisierend erhöht wurde, stammt im Kern aus dem [[9. Jahrhundert]].  
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=== Kirche St. Michael ===
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==== Kirche St. Michael ====
 
: ''Hauptartikel: [[St. Michaelskirche]]''
 
: ''Hauptartikel: [[St. Michaelskirche]]''
Die Kirche zu Ehren des Erzengels Michael ist die älteste Pfarrkirche der Stadt Salzburg.  
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Die Kirche am [[Mozartplat]] zu Ehren des Erzengels Michael ist die älteste Pfarrkirche der Stadt Salzburg.  
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=== Klosterkirche Nonnberg Mariae Himmelfahrt ===
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==== Benediktiner-Frauenstiftskirche Nonnberg Mariae Himmelfahrt ====
: ''Hauptartikel: [[Stift Nonnberg]]''
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: ''Hauptartikel: [[Benediktiner-Frauenstift Nonnberg]]''
Um [[715]] gründete Hruodpert ([[Rupert von Worms|Rupert]]) am [[Nonnberg]] das Benediktinenstift Nonnberg (heute das weltweit älteste christliche Frauenkloster mit ununterbrochener Tradition), Ruperts Nichte [[Erentrudis]] war die erste Äbtissin.  
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Um [[715]] gründete Hruodpert (Rupert von Worms) am [[Nonnberg]] das Benediktiner-Frauenstift Nonnberg, das heute weltweit älteste christliche Frauenkloster mit ununterbrochener Tradition. Ruperts Nichte [[Erentrudis]] war die erste Äbtissin.  
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=== Bürgerspitalskirche St. Blasius ===
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==== Bürgerspitalskirche St. Blasius ====
 
: ''Hauptartikel: [[Bürgerspitalskirche St. Blasius]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Bürgerspitalskirche St. Blasius]]''
 
[[Bild:Blasius_2.jpg|thumb|[[Bürgerspitalskirche St. Blasius]]]]
 
[[Bild:Blasius_2.jpg|thumb|[[Bürgerspitalskirche St. Blasius]]]]
Schon die Admonter Mönche bauten hier auf ihrem Grund eine erste Kapelle die ihrem Schutzpatron, dem Heiligen Blasius geweiht war. Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] ließ nach erfolgtem Grundtausch mit den Mönchen hier [[1327]] ein [[Armen- und Krankenfürsorge (historisch)|Spital für kranke, alte und sieche Bürger der Stadt]] errichtet, wo zumindest eine Grundversorgung und eine Betreuung sichergestellt werden sollte. [[1330]] wurde für das neue Spital der in Grundzügen bis heute erhaltene dreischiffige Kirchenbau mit seinem Kreuzrippengewölbe geschaffen.
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Schon die [[enns:Benediktinerstift Admont|Admonter]] Mönche bauten hier auf ihrem Grund eine erste Kapelle, die ihrem Schutzpatron, dem heiligen Blasius geweiht war. Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] ließ nach erfolgtem Grundtausch mit den Mönchen hier [[1327]] ein [[Armen- und Krankenfürsorge (historisch)|Spital für kranke, alte und sieche Bürger der Stadt]] errichten, wo zumindest eine Grundversorgung und eine Betreuung sichergestellt werden sollte. [[1330]] wurde für das neue Spital der in Grundzügen bis heute erhaltene dreischiffige Kirchenbau mit seinem Kreuzrippengewölbe geschaffen.
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=== Franziskanerkirche Zu Unserer Lieben Frau===
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==== Franziskanerkirche Zu Unserer Lieben Frau ====
 
: ''Hauptartikel: [[Franziskanerkirche]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Franziskanerkirche]]''
Die erste Kirche ist vermutlich älter als der Dombau des Heiligen [[Virgil]]. Sie war dabei ursprünglich Tauf- und Synodalkirche der Stadt. Zwischen [[1130]] und [[1583]] war sie zudem Klosterkirche der [[Petersfrauen]]. Von [[1189]] bis [[1635]] ist sie Pfarrkirche der Stadt (vorher war dies die [[St. Michaelskirche]], nachher der Dom). Eine neue Weihe der Kirche im Jahr [[1223]] lässt auf einen damals eben fertig gestellten Neubau schließen. Die heutige Kirche dürfte im Langhausbereich aber bereits ins [[12. Jahrhundert]] zurückreichen.
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Die erste Kirche ist vermutlich älter als der Dombau des hl. [[Virgil]]. Sie war dabei ursprünglich Tauf- und Synodalkirche der Stadt. Zwischen [[1130]] und [[1583]] war sie zudem Klosterkirche der [[Petersfrauen]]. Von [[1189]] bis [[1635]] wurde sie Pfarrkirche der Stadt (vorher war dies die St. Michaelskirche, nachher der Dom). Eine neue Weihe der Kirche im Jahr [[1223]] lässt auf einen damals eben fertig gestellten Neubau schließen. Die heutige Kirche dürfte im Langhausbereich aber bereits ins [[12. Jahrhundert]] zurückreichen.
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=== Kollegienkirche (Universitätskirche) ===
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==== Kollegienkirche (Universitätskirche) ====
 
: ''Hauptartikel: [[Kollegienkirche]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Kollegienkirche]]''
[[Bild:Universitaetskirche_2.jpg|thumb|Die [[Kollegienkirche]] vom [[Kapuzinerberg]] aus gesehen.]]
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[[Bild:Universitaetskirche_2.jpg|thumb|Die [[Kollegienkirche]] vom [[Kapuzinerberg]] aus gesehen]]
Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]], der „Stifter“, setzte gegen manche Widerstände den lang geplanten Kirchenbau um. Der Architekt der [[Kollegienkirche]] war dabei Johann [[Fischer von Erlach]]. Die Kirche ist heute der bedeutendste Kirchenbau der Stadt Salzburg neben dem [[Salzburger Dom|Dom]], ein Hauptwerk des Barockarchitekten Erlach und ein Kirchenbau von internationalem Rang.
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Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]], der „Stifter“, setzte gegen manche Widerstände den lang geplanten Kirchenbau um. Der Architekt der Kollegienkirche war Johann [[Fischer von Erlach]]. Die Kirche ist heute der bedeutendste Kirchenbau der Stadt Salzburg neben dem Salzburger Dom, ein Hauptwerk des Barockarchitekten Erlach und ein Kirchenbau von internationalem Rang.
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=== Kajetanerkirche St. Maximilian ===
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==== Kajetanerkirche St. Maximilian ====
 
: ''Hauptartikel: [[Kajetanerkirche]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Kajetanerkirche]]''
Als kirchlicher Ort ist die heutige Kajetanerkirche mit dem angeschlossenen [[Krankenhaus der Barmherzigen Brüder]], nächst dem alten Stadttor (Inneres [[Nonntalertor]], Inneres Erentrudistor) gelegen, sehr alt. Urkundlich stand hier schon [[1150]] eine Kirche und ein [[Armen- und Krankenfürsorge (historisch)|Spital]]. Hier befand sich aber auch das [[Salzburger Badehäuser|Raplbad]], in dem der Arzt Bombastus Theophrastus von Hohenheim, genannt [[Paracelsus]] wirkte. Im Jahr [[1684]] erfolgte durch Erzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] die Stiftung eines Priesterseminars unter Leitung der Theatiner (allgemein nach ihrem Gründer Kajetaner genannt).
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Als kirchlicher Ort ist die heutige Kajetanerkirche mit dem angeschlossenen [[Krankenhaus der Barmherzigen Brüder]], nächst dem alten Stadttor (Inneres [[Nonntalertor]], Inneres Erentrudistor) gelegen, sehr alt. Urkundlich stand hier schon [[1150]] eine Kirche und ein [[Armen- und Krankenfürsorge (historisch)|Spital]]. In ihrer Nähe befand sich aber auch das [[Salzburger Badehäuser|Raplbad]], in dem der Arzt Bombastus Theophrastus von Hohenheim, genannt [[Paracelsus]], wirkte. Im Jahr [[1684]] erfolgte durch Erzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] die Stiftung eines Priesterseminars unter Leitung der Theatiner (allgemein nach ihrem Gründer Kajetaner genannt).
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=== Ursulinenkirche St. Markus ===
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==== Ursulinenkirche St. Markus ====
 
: ''Hauptartikel: [[Ursulinenkirche St. Markus]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Ursulinenkirche St. Markus]]''
 
[[Bild:Markuskirche 1.JPG|thumb|Die Markuskirche in der Altstadt]]
 
[[Bild:Markuskirche 1.JPG|thumb|Die Markuskirche in der Altstadt]]
Dem Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] waren als Landesfürsten soziale Aufgaben stets wichtig. So berief er [[1695]] zur besseren Bildung der weiblichen Jugend die [[Ursulinen]] nach Salzburg, die zuerst außerhalb der Stadt im heutigen [[Schloss Arenberg]] untergebracht wurde, bald aber stadtnahe zum [[Klausentor]] hin übersiedelte. [[1699]] wurde hier daher der Grundstein für das [[Ursulinenkloster]] und die angeschlossene Kirche St. Markus gelegt.   
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Dem Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein waren als Landesfürsten soziale Aufgaben stets wichtig. So berief er [[1695]] zur besseren Bildung der weiblichen Jugend die [[Ursulinen]] nach Salzburg, die zuerst außerhalb der Stadt im heutigen [[Schloss Arenberg]] (früher Schloss Bürgelstein) untergebracht wurde, bald aber stadtnahe zum [[Klausentor]] hin übersiedelte. [[1699]] wurde hier daher der Grundstein für das [[Ursulinenkloster]] und die angeschlossene Kirche St. Markus gelegt.   
    
Das Kloster der Ursulinen mit seinem angeschlossenen [[Privatgymnasium St. Ursula]] wurde [[1957]] nach [[Glasenbach]] hin verlegt, die ehemaligen Klosterräume werden seit [[1959]] weitgehend vom Naturkundemuseum [[Haus der Natur]] genutzt.
 
Das Kloster der Ursulinen mit seinem angeschlossenen [[Privatgymnasium St. Ursula]] wurde [[1957]] nach [[Glasenbach]] hin verlegt, die ehemaligen Klosterräume werden seit [[1959]] weitgehend vom Naturkundemuseum [[Haus der Natur]] genutzt.
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== Sehenswerte historische Profanbauten ==
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=== Sehenswerte historische Profanbauten ===
=== Alte Salzburger Residenz ===
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==== Alte Salzburger Residenz ====
 
: ''Hauptartikel: [[Alte Residenz]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Alte Residenz]]''
Die ''Alte Residenz'' ist die historische fürsterzbischöfliche Palastanlage. Sie liegt zwischen dem heutigen [[Residenzplatz]] und der heutigen [[Sigmund-Haffner-Gasse]] und ist erstmals um [[1120]] urkundlich nachgewiesen. Neubauten erfolgten vor allem im [[15. Jahrhundert|15.]] und [[16. Jahrhundert]], vor allem unter Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]].
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Die ''Alte Residenz'' ist die historische fürsterzbischöfliche Palastanlage. Sie liegt zwischen dem heutigen [[Residenzplatz]], dem [[Alter Markt|Alten Markt]], der heutigen [[Sigmund-Haffner-Gasse]] und dem [[Domplatz]]. Sie ist erstmals um [[1120]] urkundlich nachgewiesen. Neubauten erfolgten vor allem im [[15. Jahrhundert|15.]] und [[16. Jahrhundert]], vor allem unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau.
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=== Neue Salzburger Residenz ===
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==== Neue Salzburger Residenz ====
 
: ''Hauptartikel: [[Neue Residenz]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Neue Residenz]]''
Die ''Neue Residenz'' errichtete [[Wolf Dietrich von Raitenau]] um [[1600]]. Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] ließ [[1786]] das dortige [[Zeughaus]] räumen und größtenteils zu Verwaltungsräumen umbauen.  
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Die ''Neue Residenz'' errichtete Wolf Dietrich von Raitenau um [[1600]]. Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] ließ [[1786]] das dortige [[Zeughaus]] räumen und größtenteils zu Verwaltungsräumen umbauen. Seit 2007 befindet sich in der Neuen Residenz das [[Salzburg Museum]]. Hier ist auch das bekannte [[Panorama Museum|Sattler-Panorama]] zu bewundern, das [[Johann Michael Sattler]] mit Hilfe von [[Friedrich Loos]] (Landschaft) und [[Johann Schindler]] (Figuren) malte.   
 
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Seit 2007 befindet sich in der Neuen Residenz das [[Salzburg Museum]]. Hier ist auch das bekannte [[Panorama Museum|Sattler-Panorama]] zu bewundern, das [[Johann Michael Sattler]] mit Hilfe von [[Friedrich Loos]] (Landschaft) und [[Johann Schindler]] (Figuren) malte.   
      
Für das [[Glockenspiel]] wurde der von Wolf Dietrich von Raitenau dem Bau vorgesetzte, ursprünglich fünfgeschossige Turm um [[1701]] aufgestockt.
 
Für das [[Glockenspiel]] wurde der von Wolf Dietrich von Raitenau dem Bau vorgesetzte, ursprünglich fünfgeschossige Turm um [[1701]] aufgestockt.
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=== Alte Universität mit Saecellum und Großer Aula===
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==== Alte Universität mit Saecellum und Großer Aula====
 
: ''Hauptartikel: [[Alte Universität]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Alte Universität]]''
Der äußerlich schlichte Bau der Alten Universität wurde [[1618]] begonnen, als [[Markus Sittikus von Hohenems]] den Vorläufer der Universität, das erste Salzburger Gymnasium gründete. Damals entstand auch die dem Heiligen Borromäus geweihte Kapelle des ''Saecellum''.  
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Der äußerlich schlichte Bau der alten Universität wurde [[1618]] begonnen, als [[Markus Sittikus von Hohenems]] den Vorläufer der [[Universität]], das erste Salzburger Gymnasium gründete. Damals entstand auch die dem hl. Borromäus geweihte Kapelle des ''Saecellum''. [[1627]] begann unter der Leitung Santino Solaris der Ausbau des Gebäudes für die [[1623]] begründete neue Benediktineruniversität. Nach [[1630]] wurde der Nordflügel mit der [[Große Aula|Großen Aula]] erbaut, [[1652]] bis [[1655]] der Bau des Südflügels.
 
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[[1627]] begann unter der Leitung [[Santino Solari]]s der Ausbau des Gebäudes für die [[1623]] begründete neue Benediktineruniversität. Nach [[1630]] wurde der Nordflügel mit der [[Große Aula|Großen Aula]] erbaut, [[1652]] bis [[1655]] der Bau des Südflügels.
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=== Rathaus ===
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==== Rathaus ====
 
: ''Hauptartikel: [[Salzburger Rathaus]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Salzburger Rathaus]]''
Das Rathaus ist heute ein viergeschossiger Bau mit Rokokofassade und einem Stadtbild prägenden charakteristischem kleinen Turm. Es wurde im [[14. Jahrhundert]] als Wohnhaus des Patriziergeschlechtes der [[Keutzl]] (''Keutzlturm'') genutzt und wurde [[1407]] von der Stadtgemeinde erworben. Unter Erzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] von [[1616]] bis [[1618]] vollständig umgebaut. Die heutige [[Rokoko]]fassade kam [[1772]] hinzu.
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Das Rathaus ist heute ein viergeschossiger Bau mit [[Rokoko]]<nowiki>fassade</nowiki> und einem Stadtbild prägenden charakteristischem kleinen Turm. Es wurde im [[14. Jahrhundert]] als Wohnhaus des Patriziergeschlechtes der [[Keutzl]] (''Keutzlturm'') genutzt und wurde [[1407]] von der Stadtgemeinde erworben. Unter Erzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] von [[1616]] bis [[1618]] vollständig umgebaut. Die heutige [[Rokoko]]fassade kam [[1772]] hinzu.
    
Heute ist das Gebäude im Erdgeschoß von Geschäften, sonst aber von [[Magistrag Salzburg|Magistratsabteilungen]] genutzt. Die regelmäßigen Sitzungen des [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderates der Stadt Salzburg]] finden hier im Großen Saal im zweiten Stock statt.  
 
Heute ist das Gebäude im Erdgeschoß von Geschäften, sonst aber von [[Magistrag Salzburg|Magistratsabteilungen]] genutzt. Die regelmäßigen Sitzungen des [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderates der Stadt Salzburg]] finden hier im Großen Saal im zweiten Stock statt.