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'''Phyllonorycter platani''' (''Lithocolletis platani'' Staudinger, 1870: 277-279, Taf. 3, Fig. 18) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten).
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'''Phyllonorycter platani''' (''Lithocolletis platani'' Staudinger, 1870: 277-279, Taf. 3, Fig. 18) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).
    
==Diagnose==
 
==Diagnose==
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==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
''P. platani'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] ein [[Glossar Biologie#N|Neozoon]] und wurde hier zum ersten Mal [[1994]] festgestellt, obwohl die Art vermutlich schon länger bei uns heimisch ist. Ursprünglich kommt die Art vom Balkan (Kurz et al. 2010). Sie ist bisher nur im [[Salzachtal]] im Großraum der [[Stadt Salzburg]], von [[Freilassing]] bis [[Anif]] gefunden worden (Zonen Ia und II nach Embacher et al. 2024, siehe auch [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Auch die bisher dokumentierte Höhenverbreitung ist mit 420 bis 455 m sehr gering ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025), doch kommt ''P. platani'' eben nur an Stellen vor, an denen die Nahrungspflanzen der Raupen, die [[Ahornblättrige Platane|Hybridplatane]]n, angepflanzt wurden. Da diese sich nicht bei uns fortpflanzen und in natürliche Lebensräume eindringen können, kommt die Art nur in Parks und sonstigen Anpflanzungen vor. Die Raupen und Minen werden im Herbst gefunden, aus einer überwinterten Puppe schlüpfte eine Imago im März.
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''P. platani'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] ein [[Glossar Biologie#N|Neozoon]] und wurde hier zum ersten Mal [[1994]] festgestellt, obwohl die Art vermutlich schon länger bei uns heimisch ist. Ursprünglich kommt die Art vom Balkan (Kurz et al. 2010). Sie ist bisher nur im [[Salzachtal]] im Großraum der [[Stadt Salzburg]], von [[Freilassing]] bis [[Anif]], gefunden worden (Zonen Ia und II nach Embacher et al. 2024, siehe auch Kurz & Kurz 2025). Auch die bisher dokumentierte Höhenverbreitung ist mit 420 bis 455 m sehr gering (Kurz & Kurz 2025), doch kommt ''P. platani'' eben nur an Stellen vor, an denen die Nahrungspflanzen der Raupen, die [[Ahornblättrige Platane|Hybridplatane]]n, angepflanzt wurden. Da diese sich nicht bei uns fortpflanzen und in natürliche Lebensräume eindringen können, kommt die Art nur in Parks und sonstigen Anpflanzungen vor. Die Raupen und Minen werden im Herbst gefunden, aus einer überwinterten Puppe schlüpfte eine [[Glossar Biologie#I|Imag]]o im März.
    
==Nachbarfaunen==
 
==Nachbarfaunen==
Nach Huemer kommt ''P. platani'' in allen österreichischen Bundesländern vor. In Oberösterreich wurde die Art erstmals 1980 im Alpenvorland in Steyr entdeckt (Klimesch 1990), bekannt ist die Art auch noch aus Linz und Wilhering (GBIF 2025). In Bayern wird sie vom Tertiär-Hügelland und den voralpinen Schotterplatten, sowie dem Schichtstufenland angegeben (Haslberger & Segerer 2016), ein Fund aus Freilassing aus dem Jahr 1994 fällt ins Alpenvorland (Kurz & Kurz 2025).
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Nach Huemer kommt ''P. platani'' in allen österreichischen Bundesländern vor. In [[Oberösterreich]] wurde die Art erstmals 1980 im [[Alpenvorland]] in Steyr entdeckt (Klimesch 1990), bekannt ist die Art auch noch aus [[Linz]] und Wilhering (GBIF 2025). In [[Bayern]] wird sie vom Tertiär-Hügelland und den voralpinen Schotterplatten, sowie dem Schichtstufenland angegeben (Haslberger & Segerer 2016), ein Fund aus Freilassing aus dem Jahr 1994 fällt ins Alpenvorland (Kurz & Kurz 2025).
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
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*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
 
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
 
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
 
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
*Kurz, M. A., Gros, P., Kurz, M. E., Pilsl, P. & O. Stöhr 2010: Neozoa in Salzburg. (Insecta: Hymenoptera, Hemiptera, Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur, [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] 18: 63-72.
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*Kurz, M. A., P. Gros, [[Marion Kurz|M. E. Kurz]], [[Peter Pilsl (Botaniker)|P. Pilsl]] &amp; [[Oliver Stöhr|O. Stöhr]] 2010c. Neozoa in Salzburg (Insecta: Hymenoptera, Hemiptera, Lepidoptera). [[Mitteilungen aus dem Haus der Natur Salzburg|Mitteilungen aus dem Haus der Natur]] [https://www.hausdernatur.at/de/mitteilungen_inhalt.html?file=files/download/05_forschung/publikationen/mitteilungen_hdn/2010/07_Kurz_et_al_2010.pdf 18: 63-72 (PDF)].
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.05.29].
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*Kurz, M. A. &amp; M. E. Kurz 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.05.29].
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== Einzelnachweis ==
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<references/>
    
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]

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