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'''Macrosaccus robiniella''' (''Lithocolletis robiniella'' Clemens, 1859: 319-320) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Gracillariidae]]. Die Art wurde auch früher in der Gattung ''Phyllonorycter'' geführt.
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'''Macrosaccus robiniella''' (''Lithocolletis robiniella'' Clemens, 1859: 319-320) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten). Die Art wurde früher auch in der [[Glossar Biologie#G|Gattung]] ''Phyllonorycter'' geführt.
    
==Diagnose==
 
==Diagnose==
''M. robiniella'' ist auch als Imago durch folgende Merkmale meist gut zu erkennen: Der Vorderflügel ist vorne gelbbraun mit innen kräftig schwarz, außen grau eingefassten, langen weißen Vorderrandshäkchen, hinten graubraun mit nur schwach angedeuteten Häkchen. Nahe dem Apex befindet sich ein kräftiger schwarzer Fleck. Die Minen an Robinien sind, sofern sie sich auf der Blattunterseite befinden, unverwechselbar. Auf der Oberseite der Blätter sind sie allerdings kaum von jenen der in Salzburg noch nicht festgestellten ''Chrysaster ostensackenella'' (Fitch, 1859) zu unterscheiden.
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''M. robiniella'' ist auch als [[Glossar Biologie#I|Imag]]o durch folgende Merkmale meist gut zu erkennen: Der Vorderflügel ist vorne gelbbraun mit innen kräftig schwarz, außen grau eingefassten, langen weißen Vorderrandshäkchen, hinten graubraun mit nur schwach angedeuteten Häkchen. Nahe dem Apex befindet sich ein kräftiger schwarzer Fleck. Die Minen an Robinien sind, sofern sie sich auf der Blattunterseite befinden, unverwechselbar. Auf der Oberseite der Blätter sind sie allerdings kaum von jenen der in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] noch nicht festgestellten ''Chrysaster ostensackenella'' (Fitch, 1859) zu unterscheiden.
    
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
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''M. robiniella'' ist ein [[Glossar Biologie#N|Neozoon]], war also ursprünglich in Salzburg nicht heimisch, sondern wurde mit der Nahrungspflanze der Raupe, der Robinie, aus Nordamerika eingeschleppt. Der erste Nachweis im Land stammt aus dem Jahre [[1996]] (Kurz et al. 2010, Kurz & Kurz 2025) und auch heute ist die Art bisher nur aus der [[Stadt Salzburg]] bekannt (aus rund 430 bis 445 m Höhe, siehe Embacher et al. 2024, Kurz & Kurz 2025). Lebensraum sind hauptsächlich Parks und Straßenbepflanzungen, wo die Minen im Herbst oft sehr zahlreich an den Blättern gefunden werden können, aber auch an verwilderten Robinien werden die Falter angetroffen. Die Generationsfolge in Salzburg ist noch nicht geklärt, die Minen mit den Raupen wurden bisher nur im September beobachtet, Puppen und [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines im Oktober. Überwinterungsstadium ist vermutlich die Imago.
''M. robiniella'' ist ein Neozoon, war ursprünglich in Salzburg also nicht heimisch, sondern wurde mit der Nahrungspflanze der Raupe, der Robinie, aus Nordamerika eingeschleppt. Der erste Nachweis im Land stammt aus dem Jahre 1996 (Kurz et al. 2010, [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025) und auch heute ist die Art bisher nur aus der [[Stadt Salzburg]] bekannt (aus rund 430 bis 445 m Höhe, siehe Embacher et al. 2024, [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Lebensraum sind hauptsächlich Parks und Straßenbepflanzungen, wo die Minen im Herbst oft sehr zahlreich an den Blättern gefunden werden können, aber auch an verwilderten Robinien werden die Falter angetroffen. Die Generationsfolge in Salzburg ist noch nicht geklärt, die Minen mit den Raupen wurden bisher nur im September beobachtet, Puppen und Imagines im Oktober. Überwinterungsstadium ist vermutlich die Imago.
      
==Nachbarfaunen==
 
==Nachbarfaunen==
''M. robiniella'' wird von Huemer (2013) aus allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme des Burgenlandes angegeben. Die Art ist aber auch hier überall verbreitet und häufig (Kurz & Kurz 2025). In Oberösterreich ist die Art aus allen drei Landesteilen bekannt (GBIF 2025). In Bayern wurde sie ebenfalls in allen vier Naturräumen rezent festgestellt (Haslberger & Segerer 2016).
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''M. robiniella'' wird von Huemer (2013) aus allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme des [[Burgenland]]es angegeben. Die Art ist aber auch hier überall verbreitet und häufig (Kurz & Kurz 2025). In [[Oberösterreich]] ist die Art aus allen drei Landesteilen bekannt (GBIF 2025). In [[Bayern]] wurde sie ebenfalls in allen vier Naturräumen rezent festgestellt (Haslberger & Segerer 2016).
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
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*Haslberger, A. &amp; A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
 
*Haslberger, A. &amp; A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
 
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
 
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Kurz, M. A., Gros, P., Kurz, M. E., Pilsl, P. & O. Stöhr 2010: Neozoa in Salzburg. (Insecta: Hymenoptera, Hemiptera, Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur, Salzburg 18: 63-72.
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*Kurz, M. A., P. Gros, [[Marion Kurz|M. E. Kurz]], [[Peter Pilsl (Botaniker)|P. Pilsl]] &amp; [[Oliver Stöhr|O. Stöhr]] 2010c. Neozoa in Salzburg (Insecta: Hymenoptera, Hemiptera, Lepidoptera). [[Mitteilungen aus dem Haus der Natur Salzburg|Mitteilungen aus dem Haus der Natur]] [https://www.hausdernatur.at/de/mitteilungen_inhalt.html?file=files/download/05_forschung/publikationen/mitteilungen_hdn/2010/07_Kurz_et_al_2010.pdf 18: 63-72 (PDF)].
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.05.28].
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*Kurz, M. A. &amp; M. E. Kurz 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.05.28].
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== Einzelnachweis ==
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<references/>
    
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]

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