| Zeile 1: |
Zeile 1: |
| | {{Salzburgbezug}}{{Geschlossen}} | | {{Salzburgbezug}}{{Geschlossen}} |
| − | [[Datei:Kaiser Franz Josef Haus 1912 2.jpg|thumb|Das Kaiser Franz Josef Haus [[1912]].]] | + | [[Datei:Kaiser Franz Josef Haus Plakat.jpg|thumb|Plakat, um 1950.]] |
| − | [[Datei:Kaiser Franz Josef Haus 1931.jpg|thumb|Das Kaiser Franz Josef Haus [[1931]].]]
| |
| − | [[Datei:Kaiser Franz Josef Haus in den 1930er Jahren.jpg|thumb|Das Kaiser Franz Josef Haus in den 1930er-Jahren.]]
| |
| | Das '''{{PAGENAME}}''' (2 422 [[m ü. A.]]<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19210617&query=%22Kaiser+Franz+Josef+Haus%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 17. Juni 1921, Seite 5</ref>) war ein Gastronomie- und Beherbergungsbetrieb in den [[Hohen Tauern]] im Bereich der [[Glocknergruppe]] oberhalb des [[Pasterze]]<nowiki>n</nowiki>[[gletscher]]s. | | Das '''{{PAGENAME}}''' (2 422 [[m ü. A.]]<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19210617&query=%22Kaiser+Franz+Josef+Haus%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 17. Juni 1921, Seite 5</ref>) war ein Gastronomie- und Beherbergungsbetrieb in den [[Hohen Tauern]] im Bereich der [[Glocknergruppe]] oberhalb des [[Pasterze]]<nowiki>n</nowiki>[[gletscher]]s. |
| | | | |
| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| | Das Haus befand sich auf der historischen [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe historisch|Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]]. Beim Besuch des Kaisers [[Franz Joseph I.]] am [[7. September]] [[1856]] rastete der Kaiser hier oberhalb der Pasterze (die damals noch wesentlich weiter ins Mölltal hinunter reichte als heute). Mit Erlaubnis des Kaisers wurde von [[1904]] bis [[1906]] die Schutzhütte "Kaiser Franz Josef Haus" von Genovefa und Peter Haritzer erbaut. Zuvor stand dort die ''Ochsnerhütte'', in die seinerzeit Kaiser Franz Joseph I. eingekehrt war.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19401231&seite=6&zoom=33&query=%22Kaiser%2BFranz%2BJosef%2BHaus%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at], ''Neues Wiener Tagblatt'', 31. Dezember 1940</ref> | | Das Haus befand sich auf der historischen [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe historisch|Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]]. Beim Besuch des Kaisers [[Franz Joseph I.]] am [[7. September]] [[1856]] rastete der Kaiser hier oberhalb der Pasterze (die damals noch wesentlich weiter ins Mölltal hinunter reichte als heute). Mit Erlaubnis des Kaisers wurde von [[1904]] bis [[1906]] die Schutzhütte "Kaiser Franz Josef Haus" von Genovefa und Peter Haritzer erbaut. Zuvor stand dort die ''Ochsnerhütte'', in die seinerzeit Kaiser Franz Joseph I. eingekehrt war.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19401231&seite=6&zoom=33&query=%22Kaiser%2BFranz%2BJosef%2BHaus%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at], ''Neues Wiener Tagblatt'', 31. Dezember 1940</ref> |
| | + | |
| | + | [[Datei:Kaiser Franz Josef Haus 1912 2.jpg|thumb|Das Kaiser Franz Josef Haus [[1912]].]] |
| | | | |
| | Genoveva und Peter Haritzer bewirtschafteten das Haus gemeinsam 30 Jahre lang. In dieser Zeit wurde Genoveva Haritzer allen Bergfreunden und Touristen zu einer stets besorgten, hilfsbereiten Bergsteigermutter. Durch ihre Bemühungen um jeden einzelnen Gast hatte sie den Ehrentitel "Bergsteigermutter" erhalten. | | Genoveva und Peter Haritzer bewirtschafteten das Haus gemeinsam 30 Jahre lang. In dieser Zeit wurde Genoveva Haritzer allen Bergfreunden und Touristen zu einer stets besorgten, hilfsbereiten Bergsteigermutter. Durch ihre Bemühungen um jeden einzelnen Gast hatte sie den Ehrentitel "Bergsteigermutter" erhalten. |
| | | | |
| | Bevor die [[Großglockner Hochalpenstraße]] entstand, konnte man von [[Heiligenblut]] aus auf einer schmalen Mautstraße, der [[Alte Glocknerhausstraße|Alten Glocknerhausstraße]] bis zum [[Glocknerhaus]] fahren. Von dort führten nur alpine Wege hinauf zum Kaiser Franz Josef Haus. Im Sommer [[1927]] fuhren der damals sehr bekannte Wiener Sportfotograf [[Lothar Rübelt]] mit einem Motorrad der englischen Marke ''Brough'' mit einem 680-cm³-Motor und ein später ebenfalls sehr berühmten Techniker, Robert Eberan von Eberhorst, mit einem Motorrad der englischen Marke ''Matchless'' auf dieser Alten Glocknerstraße bis zum Glocknerhaus. Sie benötigten von Heiligenblut bis zum Glocknerhaus 20 Minuten. Von dort fuhren sie als erste Motorradfahrer in elf Minuten auf einem Fußweg bis zum ''Kaiser Franz Josef Haus''. Leider war der [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] an diesem Tag verhüllt. | | Bevor die [[Großglockner Hochalpenstraße]] entstand, konnte man von [[Heiligenblut]] aus auf einer schmalen Mautstraße, der [[Alte Glocknerhausstraße|Alten Glocknerhausstraße]] bis zum [[Glocknerhaus]] fahren. Von dort führten nur alpine Wege hinauf zum Kaiser Franz Josef Haus. Im Sommer [[1927]] fuhren der damals sehr bekannte Wiener Sportfotograf [[Lothar Rübelt]] mit einem Motorrad der englischen Marke ''Brough'' mit einem 680-cm³-Motor und ein später ebenfalls sehr berühmten Techniker, Robert Eberan von Eberhorst, mit einem Motorrad der englischen Marke ''Matchless'' auf dieser Alten Glocknerstraße bis zum Glocknerhaus. Sie benötigten von Heiligenblut bis zum Glocknerhaus 20 Minuten. Von dort fuhren sie als erste Motorradfahrer in elf Minuten auf einem Fußweg bis zum ''Kaiser Franz Josef Haus''. Leider war der [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] an diesem Tag verhüllt. |
| | + | |
| | + | [[Datei:Kaiser Franz Josef Haus in den 1930er Jahren.jpg|thumb|Das Kaiser Franz Josef Haus in den 1930er-Jahren.]] |
| | | | |
| | Nach der Fertigstellung der Großglockner Hochalpenstraße im Jahr [[1935]] wurde die Schutzhütte in das ''Alpenhotel Kaiser Franz Josef'' umgebaut und erlangte Weltbekanntheit. Es verfügte über vier Stockwerke plus einem Dachgeschoss in der Schräge. An der Vorderfront gab es elf Fenster, an den Seitenfronten jeweils fünf - also ein imposantes Gebäude von der Größe her. | | Nach der Fertigstellung der Großglockner Hochalpenstraße im Jahr [[1935]] wurde die Schutzhütte in das ''Alpenhotel Kaiser Franz Josef'' umgebaut und erlangte Weltbekanntheit. Es verfügte über vier Stockwerke plus einem Dachgeschoss in der Schräge. An der Vorderfront gab es elf Fenster, an den Seitenfronten jeweils fünf - also ein imposantes Gebäude von der Größe her. |