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| − | '''Parectopa robiniella''' Clemens, 1863: 4-5 ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Gracillariidae]]. | + | '''Parectopa robiniella''' Clemens, 1863: 4-5 ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten). |
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| | ==Diagnose== | | ==Diagnose== |
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| | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== |
| − | ''P. robiniella'' wurde bisher nur in der [[Stadt Salzburg]], in Bucklreuth am 21.9.1996 durch den Fund mehrerer Raupen und der charakteristischen Minen für Salzburg nachgewiesen (Zone Ia nach Embacher et al. 2024). Die Art ist ein Neozoon und wurde mit der Nahrungspflanze aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt (Kurz et al. 2010c). Der Fundort liegt in rund 430 m Höhe. Lebensraum der Art sind sonnige Wald- und Gebüschränder, an denen die Nahrungspflanze der Raupen, die Scheinakazie (''[[Robinia pseudoacacia]]'') verwildern konnte ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Zur Generationsfolge der Art liegen aus Salzburg keine weiteren Daten vor. | + | ''P. robiniella'' wurde bisher nur in der [[Stadt Salzburg]], in [[Bucklreuth]] am [[21. September]] [[1996]] durch den Fund mehrerer Raupen und der charakteristischen Minen für [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] nachgewiesen (Zone Ia nach Embacher et al. 2024). Die Art ist ein [[Glossar Biologie#N|Neozoon]] und wurde mit der Nahrungspflanze aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt (Kurz et al. 2010c). Der Fundort liegt in rund 430 [[m ü. A.|m]] Höhe. Lebensraum der Art sind sonnige [[Wald (Pflanzenformation)|Wald]]<nowiki></nowiki>- und Gebüschränder, an denen die Nahrungspflanze der Raupen, die Scheinakazie (''[[Robinia pseudoacacia]]'') verwildern konnte ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Zur Generationsfolge der Art liegen aus Salzburg keine weiteren Daten vor. |
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| | ==Nachbarfaunen== | | ==Nachbarfaunen== |
| − | Der Erstfund des 1970 aus Nordamerika nach Norditalien eingeschleppten Neozoons erfolgte nach Huemer & Rabitsch (2002) für Österreich 1989 oder 1987. Mittlerweile kommt die Art in allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme von Vorarlberg und Osttirol vor (Huemer 2013). In Oberösterreich ist sie seit 1994 bekannt (Lepiforum 2025 nach Deschka 1995). In Bayern dagegen ist sie nur aus dem ostbayrischen Grundgebirge nachgewiesen worden (Haslberger & Segerer 2016). | + | Der Erstfund des 1970 aus Nordamerika nach Nord[[italien]] eingeschleppten Neozoons erfolgte nach Huemer & Rabitsch (2002) für Österreich 1989 oder 1987. Mittlerweile kommt die Art in allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme von [[Vorarlberg]] und [[Osttirol]] vor (Huemer 2013). In [[Oberösterreich]] ist sie seit 1994 bekannt (Lepiforum 2025 nach Deschka 1995). In [[Bayern]] dagegen ist sie nur aus dem ostbayrischen Grundgebirge nachgewiesen worden (Haslberger & Segerer 2016). |
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| | ==Biologie und Gefährdung== | | ==Biologie und Gefährdung== |
| − | Über die Biologie in Salzburg und die Ansprüche an den Lebensraum ist nichts bekannt, doch dürfte die Art warme und trockene Lebensräume bevorzugen. Die Raupen minieren lebenslang in den Blättern von ''[[Robinia pseudoacacia]]'', wobei sie sehr charakteristische, blattoberseitige Platzminen erzeugen. Diese sind weiß und weisen vom Zentrum aus sternförmig verzweigte, kurze Fraßgänge auf. Eine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung des Vorkommens im Land ist mangels Daten nicht möglich (Einstufung DD nach Embacher et al. 2024), doch ist die Art in Europa mittlerweile gut etabliert und dürfte jederzeit in der Lage sein, nach Salzburg wieder einzuwandern. Diese Einwanderung erfolgt dabei vermutlich vorwiegend passiv durch Verfrachtung mit Luftströmungen. ''P. robiniella'' ist aber in jedem Fall wesentlich seltener als die an der gleichen Nahrungspflanze lebende und ebenfalls aus Nordamerika eingeschleppte ''[[Phyllonorycter robiniella|Macrosaccus robiniella]]''. | + | Über die Biologie in Salzburg und die Ansprüche an den Lebensraum ist nichts bekannt, doch dürfte die Art warme und trockene Lebensräume bevorzugen. Die Raupen minieren lebenslang in den Blättern von ''Robinia pseudoacacia'', wobei sie sehr charakteristische, blattoberseitige Platzminen erzeugen. Diese sind weiß und weisen vom Zentrum aus sternförmig verzweigte, kurze Fraßgänge auf. Eine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung des Vorkommens im Land ist mangels Daten nicht möglich (Einstufung DD nach Embacher et al. 2024), doch ist die Art in Europa mittlerweile gut etabliert und dürfte jederzeit in der Lage sein, nach Salzburg wieder einzuwandern. Diese Einwanderung erfolgt dabei vermutlich vorwiegend passiv durch Verfrachtung mit Luftströmungen. ''P. robiniella'' ist aber in jedem Fall wesentlich seltener als die an der gleichen Nahrungspflanze lebende und ebenfalls aus Nordamerika eingeschleppte ''[[Phyllonorycter robiniella|Macrosaccus robiniella]]''. |
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| | ==Weiterführende Informationen== | | ==Weiterführende Informationen== |
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| | *Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp. | | *Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp. |
| | *Huemer, P. & W. Rabitsch 2002. 6.3.19 Schmetterlinge (Lepidoptera). In: Essl, F. & W. Rabitsch 2002. Neobiota in Österreich: 354-362. Umweltbundesamt, Wien. | | *Huemer, P. & W. Rabitsch 2002. 6.3.19 Schmetterlinge (Lepidoptera). In: Essl, F. & W. Rabitsch 2002. Neobiota in Österreich: 354-362. Umweltbundesamt, Wien. |
| − | *Kurz, M. A., P. Gros, M. E. Kurz, P. Pilsl & O. Stöhr 2010c. Neozoa in Salzburg (Insecta: Hymenoptera, Hemiptera, Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 18: 63-66. | + | *Kurz, M. A., P. Gros, [[Marion Kurz|M. E. Kurz]], [[Peter Pilsl (Botaniker)|P. Pilsl]] & [[Oliver Stöhr|O. Stöhr]] 2010c. Neozoa in Salzburg (Insecta: Hymenoptera, Hemiptera, Lepidoptera). [[Mitteilungen aus dem Haus der Natur Salzburg|Mitteilungen aus dem Haus der Natur]] [https://www.hausdernatur.at/de/mitteilungen_inhalt.html?file=files/download/05_forschung/publikationen/mitteilungen_hdn/2010/07_Kurz_et_al_2010.pdf 18: 63-66 (PDF)]. |
| − | *Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.05.04]. | + | *Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: https://www.nkis.info [online 2025.05.04]. |
| | *Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2025: <i>Parectopa robiniella</i> Clemens, 1863. URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2025.05.04]. | | *Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2025: <i>Parectopa robiniella</i> Clemens, 1863. URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2025.05.04]. |
| | + | == Einzelnachweis == |
| | + | <references/> |
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| | [[Kategorie:Wissenschaft]] | | [[Kategorie:Wissenschaft]] |