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| | [[Datei:2024_10_06_Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau Heimsuchung 01.jpg|thumb|Die Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau Heimsuchung.]] | | [[Datei:2024_10_06_Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau Heimsuchung 01.jpg|thumb|Die Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau Heimsuchung.]] |
| | {{Googlemapsort|Maria_Bühel}} | | {{Googlemapsort|Maria_Bühel}} |
| | + | Die '''Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau Heimsuchung''' (Maria Bühel) ist eine [[Katholische Kirche|römisch-katholische]] Kirche nordwestlich des Stadtzentrums von [[Oberndorf bei Salzburg]] im [[Flachgau]] auf 430 [[m ü. A.]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Oberndorf bei Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]]. |
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| | [[Datei:Maria Bühel, südliche Ansicht.JPG|thumb|Die Wallfahrtskirche Maria Bühel in Oberndorf bei Salzburg, südliche Ansicht.]] | | [[Datei:Maria Bühel, südliche Ansicht.JPG|thumb|Die Wallfahrtskirche Maria Bühel in Oberndorf bei Salzburg, südliche Ansicht.]] |
| − | [[Datei:2024_10_06_Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau Heimsuchung 04.jpg|thumb|Innenaufnahme]]
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| − | [[Datei:2024_10_06_Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau Heimsuchung 02.jpg|thumb|Der Hochaltar mit dem Gnadenbild.]]
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| − | [[Datei:2024_10_06_Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau Heimsuchung 03.jpg|thumb|Das Gnadenbild.]]
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| − | [[Datei:Die Heiligen in Maria Bühel Collage.jpg|thumb|Heiligenstatuen im Inneren der Kirche.]]
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| − | Die '''Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau Heimsuchung''' (Maria Bühel) ist eine [[Katholische Kirche|römisch-katholische]] Kirche nordwestlich des Stadtzentrums von [[Oberndorf bei Salzburg]] im [[Flachgau]] auf 430 [[m ü. A.]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Oberndorf bei Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]].
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| | == Erreichbarkeit == | | == Erreichbarkeit == |
| | Die Wallfahrtskirche befindet sich [[Maria Bühel]] im Ortsteil [[Bühelhaiden]]. | | Die Wallfahrtskirche befindet sich [[Maria Bühel]] im Ortsteil [[Bühelhaiden]]. |
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| − | Mit einem Fahrzeug ist die Wallfahrtskirche über die [[St. Georgener Straße (Oberndorf bei Salzburg)|St. Georgener Straße]] (ein Teil der [[St. Georgener Landesstraße]]) und von Süden her über den [[Maria-Bühel-Straße (Oberndorf bei Salzburg)|Maria-Bühel-Weg]] erreichbar. Zu Fuß zu erreichen ist sie entweder vom [[Stille-Nacht-Platz (Oberndorf bei Salzburg)|Stille-Nacht-Platz]] in [[Oberndorf bei Salzburg]] oder von [[Laufen an der Salzach]] aus über den [[Europasteg]]. Beide Wege führen hinauf über die [[Kalvarienbergstiege Oberndorf|Kalvarienbergstiege]], die [[Kalvarienbergkapelle (Oberndorf bei Salzburg)|Kalvarienbergkapelle]] und über den leicht ansteigenden Weg zur Wallfahrtskirche. | + | Mit einem Fahrzeug ist die Wallfahrtskirche über die [[St. Georgener Straße (Oberndorf bei Salzburg)|St. Georgener Straße]] (ein Teil der [[L 106 St. Georgener Landesstraße]]) und von Süden her über den [[Maria-Bühel-Straße (Oberndorf bei Salzburg)|Maria-Bühel-Weg]] erreichbar. Zu Fuß zu erreichen ist sie entweder vom [[Stille-Nacht-Platz (Oberndorf bei Salzburg)|Stille-Nacht-Platz]] in Oberndorf oder von [[Laufen an der Salzach]] aus über den [[Europasteg]]. Beide Wege führen hinauf über die [[Kalvarienbergstiege Oberndorf|Kalvarienbergstiege]] und an der [[Kalvarienbergkapelle (Oberndorf bei Salzburg)|Kalvarienbergkapelle]] vorbei über einen leicht ansteigenden Weg zur Wallfahrtskirche. |
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| | == Patrozinium == | | == Patrozinium == |
| − | Die Kirche ist mit einem Kuratbenefizium ausgestattet.<ref>"[beneficium] ''liberae collationis''"; ''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 186.</ref> Das [[Patrozinium]] wird am [[31. Mai]] gefeiert, vor der Liturgiereform feierte man es am [[2. Juli]].<ref>Unter Papst Pius V. war der Festtag am 2. Juli in den allgemeinen römischen Kalender aufgenommen worden. Da der 2. Juli nach dem Geburtsfest ''Johannes des Täufers'', am [[24. Juni]] liegt (genau einen Tag nach dem Oktavtag des Johannesfestes), zog die nachkonziliare Liturgiereform Mitte der [[1960er]]-Jahre das Fest auf den 31. Mai vor (bis dahin Termin des Fests ''Maria Königin''), so dass es zugleich als Abschlussfest des traditionellen Marienmonats gefeiert werden kann.</ref> | + | Die Kirche ist mit einem Kuratbenefizium ausgestattet.<ref>''[beneficium] liberae collationis''; "Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957" (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 186.</ref> Das [[Patrozinium]] wird am [[31. Mai]] gefeiert, vor der Liturgiereform feierte man es am [[2. Juli]].<ref>Unter Papst Pius V. war der Festtag am 2. Juli in den allgemeinen römischen Kalender aufgenommen worden. Da der 2. Juli nach dem Geburtsfest Johannes des Täufers, am [[24. Juni]] liegt (genau einen Tag nach dem Oktavtag des Johannesfestes), zog die nachkonziliare Liturgiereform Mitte der [[1960er]]-Jahre das Fest auf den 31. Mai vor (bis dahin Termin des Fests Maria Königin), so dass es zugleich als Abschlussfest des traditionellen Marienmonats gefeiert werden kann.</ref> |
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| | + | [[Datei:2024_10_06_Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau Heimsuchung 04.jpg|thumb|Innenaufnahme]] |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Am [[16. Februar]] [[1663]] berichtete der Stiftsdechant des [[Kollegiatstift Laufen|Kollegiatstiftes Laufen]], Georg Paris [[Ziurletti]], er "[…] ''habe berait''[s] ''vor anderthalb Jahren'' (= [[1661]]) ''auf der undtern Hayden am Perg, ain Viertlstundt von Lauffen, an ainem gelegnen Orth'' [...] ''zu ainem U. L. Fr. Bildt Maria Hilf anfenglich ain hilzene, hernach aber gemauerte Creuz-Seillen blas zu disem Intent aufrichten lassen'' […]" (= das Bild "Maria Hilf" bei einer hölzernen und bald danach gemauerten Kreuzsäule aufstellen lassen).<ref>Zitiert nach: ''[[Österreichische Kunsttopographie]] 10'' (ÖKT 10): [[Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg]], Wien 1913, S. 294f.</ref> | + | Am [[16. Februar]] [[1663]] berichtete der Stiftsdechant des [[Kollegiatstift Laufen|Kollegiatstiftes Laufen]], Georg Paris [[Ziurletti]], er "[...] habe berait[s] vor anderthalb Jahren (= [[1661]]) auf der undtern Hayden am Perg, ain Viertlstundt von Lauffen, an ainem gelegnen Orth [...] zu ainem U. L. Fr. Bildt Maria Hilf anfenglich ain hilzene, hernach aber gemauerte Creuz-Seillen blas zu disem Intent aufrichten lassen [...]" (= das Bild "Maria Hilf" bei einer hölzernen und bald danach gemauerten Kreuzsäule aufstellen lassen).<ref>Zitiert nach: [[Österreichische Kunsttopographie]] 10: "Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg", Wien 1913, S. 294f.</ref> |
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| − | Am [[2. März]] 1663 wurde die Bewilligung zum Bau einer Kapelle erteilt. Schon 1662 hatte die in [[Laufen an der Salzach|Laufen]] ansässige Malerin ''Margareta Magdalena Zechenter'' (später verehelichte ''Rottmayr'' und dann Mutter von [[Michael Rottmayr]]) entweder jeweils ein ''Mariahilfbild'' zu beiden Seiten einer Blechplatte gemalt, oder andere Bilder an ein bereits bestehendes ''Mariahilfbild'' angefügt.<ref>"[…] ''Malerin dahier, auf ain Plöch zu beederseiten U. L. Fr. auf dem Pichl.''" Zitiert nach: ''Österreichische Kunsttopographie 10'' (ÖKT 10): Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg, Wien 1913, S. 295.</ref> Am [[26. Februar]] [[1663]] schloss Ciurletti wegen des Altars in der zu erbauenden Kapelle mit ''Georg Lang'', Tischler in Laufen, einen Vertrag ab. Weitere Künstler für Arbeiten am Altar waren der Bildhauer ''Wolf Paffinger'' sowie wiederum ''Margareta Magdalena Rottmayr'', die in Folge immer wieder in Maria Bühel tätig ist. Später scheint auch ihr Gatte ''Friedrich Rottmayr'' als Organist auf, dann auch deren später berühmte Sohn [[Michael Rottmayr]], der [[1674]] den Auftrag für die Darstellung der "14 Nothelfer" in der Wallfahrtskirche erhielt. | + | Am [[2. März]] 1663 wurde die Bewilligung zum Bau einer Kapelle erteilt. Schon [[1662]] hatte die in Laufen ansässige Malerin Margareta Magdalena Zechenter (später verehelichte und dann Mutter von [[Michael Rottmayr]]) entweder jeweils ein Mariahilfbild zu beiden Seiten einer Blechplatte gemalt, oder andere Bilder an ein bereits bestehendes Mariahilfbild angefügt.<ref>"[...] Malerin dahier, auf ain Plöch zu beederseiten U. L. Fr. auf dem Pichl." Zitiert nach: Österreichische Kunsttopographie 10: "Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg", Wien 1913, S. 295.</ref> Am [[26. Februar]] 1663 schloss Ciurletti wegen des Altars in der zu erbauenden Kapelle mit Georg Lang, Tischler in Laufen, einen Vertrag ab. Weitere Künstler für Arbeiten am Altar waren der Bildhauer Wolf Paffinger sowie wiederum Margareta Magdalena Rottmayr, die in Folge immer wieder in Maria Bühel tätig ist. Später scheint auch ihr Gatte Friedrich Rottmayr als Organist auf, dann auch deren später berühmte Sohn Michael Rottmayr, der [[1674]] den Auftrag für die Darstellung der "14 Nothelfer" in der Wallfahrtskirche erhielt. |
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| | + | [[Datei:2024_10_06_Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau Heimsuchung 02.jpg|thumb|Der Hochaltar mit dem Gnadenbild.]] |
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| | Wegen der zunehmenden Verehrung des Bildes ließ man eine Kapelle bauen, was aber die Wallfahrt "Maria Hilf Bild auf dem Bichl" noch populärer werden ließ. Da die kleine hölzerne Kapelle den Zustrom der Wallfahrer bald nicht mehr fassen konnte, ließ Ziurletti [[1670]] bis [[1673]] aus eigenen Mitteln eine steinernen Bau ausführen. | | Wegen der zunehmenden Verehrung des Bildes ließ man eine Kapelle bauen, was aber die Wallfahrt "Maria Hilf Bild auf dem Bichl" noch populärer werden ließ. Da die kleine hölzerne Kapelle den Zustrom der Wallfahrer bald nicht mehr fassen konnte, ließ Ziurletti [[1670]] bis [[1673]] aus eigenen Mitteln eine steinernen Bau ausführen. |
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| − | Über die neuerliche Erweiterung der Kirche, deren Weihe am [[21. September]] [[1707]] durch [[Fürsterzbischof]]s [[Franz Anton Fürst Harrach|Franz Anton Graf von Harrach]] vorgenommen wurde, gibt es keine Unterlagen. | + | Über die neuerliche Erweiterung der Kirche, deren Weihe am [[21. September]] [[1707]] durch [[Fürsterzbischof]]s [[Franz Anton Fürst Harrach]] vorgenommen wurde, gibt es keine Unterlagen. |
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| | + | [[1716]] und 1718 wurde in die Kirche und Sakristei eingebrochen und jedes Mal ein Ziborium sowie silberne Opfergaben gestohlen. Der Diebe wurde man niemals habhaft, auch im letzten Falle nicht, wo man "[..] 3 fremtde Weibsbilder in Wienerischen Aufzug bey der Ordinarimess am Pichl observirte, so wegen ihrer liederlichen Testimonien billich suspect seyn können."<ref>Zitiert nach: Österreichische Kunsttopographie 10: "Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg", Wien 1913, S. 297.</ref> |
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| − | [[1716]] und 1718 wurde in die Kirche und Sakristei eingebrochen und jedes Mal ein Ziborium sowie silberne Opfergaben gestohlen. Der Diebe wurde man niemals habhaft, auch im letzten Falle nicht, wo man "[..] ''3 fremtde Weibsbilder in Wienerischen Aufzug bey der Ordinarimess am Pichl observirte, so wegen ihrer liederlichen Testimonien billich suspect seyn können.''"<ref>Zitiert nach: ''Österreichische Kunsttopographie 10'' (ÖKT 10): Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg, Wien 1913, S. 297.</ref> | + | [[Datei:2024_10_06_Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau Heimsuchung 03.jpg|thumb|Das Gnadenbild.]] |
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| − | Den nächsten großen Umbau ließ [[1718]] bis [[1722]] Stiftsdekan [[Franz Bernhard Graf von Stürgkh zu Plankenwart]] mit Unterstützung von Fürsterzbischof Franz Anton Graf von Harrach durchführen. Dabei wurde die Kirche zur gegenwärtigen Form erweitert. Der Bau, bei dem eine Erweiterung des Gebäudes (das Langhaus blieb stehen) und die Errichtung zweier neuer Seitenaltäre vorgenommen wurde, ging nach einem von der Hofbaumeisterei gefertigten Riß unter Aufsicht des Hofmaurermeisters [[Sebastian Stumpfegger]] vor sich. [[1721]] entstanden zwei Figuren von [[Meinrad Guggenbichler]]. Am [[14. August]] 1722 vereinbarte der Franz Bernhard Graf von Stürgkh zu Plankenwart, mit [[Josef Anton Pfaffinger]] die Machung von 4 Statuen als St. [[Rupert von Salzburg|Rupert]] mit 'dem [[Salzfass (Transportgefäß)|Salzkhieffl]],. St. [[Virgil]] mit der [[Dom der Hll. Rupert und Virgil|Dombkiirchen]], St. Vitalem mit dem Herz, woraus eine weiße Lilie entsprungen soIte, dann den hl. [[Martinitag|Martinum]] mit der Gans.''" | + | Den nächsten großen Umbau ließ [[1718]] bis [[1722]] Stiftsdekan [[Franz Bernhard Graf von Stürgkh zu Plankenwart]] mit Unterstützung von Fürsterzbischof Franz Anton Fürst Harrach durchführen. Dabei wurde die Kirche zur gegenwärtigen Form erweitert. Der Bau, bei dem eine Erweiterung des Gebäudes (das Langhaus blieb stehen) und die Errichtung zweier neuer Seitenaltäre vorgenommen wurde, ging nach einem von der Hofbaumeisterei gefertigten Riss unter Aufsicht des Hofmaurermeisters [[Sebastian Stumpfegger]] vor sich. [[1721]] entstanden zwei Figuren von [[Meinrad Guggenbichler]]. Am [[14. August]] 1722 vereinbarte der Franz Bernhard Graf von Stürgkh zu Plankenwart, mit [[Josef Anton Pfaffinger]] die Machung von vier Statuen als St. [[Rupert von Salzburg|Rupert]] mit "dem [[Salzfass (Transportgefäß)|Salzkhieffl]],. St. [[Virgil]] mit der [[Dom der Hll. Rupert und Virgil|Dombkiirchen]], St. Vitalem mit dem Herz, woraus eine weiße Lilie entsprungen soIte, dann den hl. [[Martinitag|Martinum]] mit der Gans." |
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| − | Am [[16. November]] 1721 weihte Fürsterzbischof Franz Franz Anton Graf von Harrach den Umbau. 1722 wurden beim Zinngießer Johann Michael Wild in der Stadt Salzburg sechs zinnerne Leuchter gekauft, [[1733]] wurde das Portal gemacht und [[1755]] der St. Kajetansaltar vergrößert und die Kreuzpartikel, die sich bisher im gleichen Tabernakel, wo das Allerheiligste aufbewahrt wurde, befand, auf den St. Franziskusaltar transferiert. | + | Am [[16. November]] 1721 weihte Fürsterzbischof Franz Franz Anton Fürst Harrach den Umbau. 1722 wurden beim Zinngießer Johann Michael Wild in der Stadt Salzburg sechs zinnerne Leuchter gekauft, [[1733]] entstand das Portal und [[1755]] vergrößerte man den St. Kajetansaltar und die Kreuzpartikel, die bisher im gleichen Tabernakel, wo das Allerheiligste aufbewahrt wurden, wurden auf den St. Franziskusaltar transferiert. |
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| | == Beschreibung == | | == Beschreibung == |
| | Der einschiffige [[barock]]e Bau mit ovalem Querschiff und quadratischen Chor besaß zwei auffallend hohe langgestreckte Doppelzwiebeltürme. Diese wurden [[1917]] nach einem Blitzschlag abgetragen und erst [[1960]] annähernd in ihrer ursprünglichen Form wieder hergestellt. In der Zwischenzeit bedeckte die Türme ein niedriges Pyramidendach. Der westliche Turm hat eine [[Sonnenuhr]], der östliche ein Turmuhr mit Uhrwerk. | | Der einschiffige [[barock]]e Bau mit ovalem Querschiff und quadratischen Chor besaß zwei auffallend hohe langgestreckte Doppelzwiebeltürme. Diese wurden [[1917]] nach einem Blitzschlag abgetragen und erst [[1960]] annähernd in ihrer ursprünglichen Form wieder hergestellt. In der Zwischenzeit bedeckte die Türme ein niedriges Pyramidendach. Der westliche Turm hat eine [[Sonnenuhr]], der östliche ein Turmuhr mit Uhrwerk. |
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| − | Das Innere der Wallfahrtskirche zieren ein schönes Kuppelfresko, Altarbilder von [[Michael Rottmayr]] und Statuen von [[Josef Anton Pfaffinger]]. Der prächtige Hochaltar mit dem Gnadenbild wurde von [[Antonio Beduzzi]] (* 1675; † 1735) geschaffen. Die Kirche hat eine prächtige Innenausstattung mit [[Votivtafel]]n. Das prächtigste ist das große Votivbild am Triumphbogen mit dem [[Brände (Geschichte)|Brand von Oberndorf]] am [[1. April]] [[1757]]. | + | [[Datei:Die Heiligen in Maria Bühel Collage.jpg|thumb|Heiligenstatuen im Inneren der Kirche.]] |
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| | + | Das Innere der Wallfahrtskirche zieren ein schönes Kuppelfresko, Altarbilder von Michael Rottmayr und Statuen von [[Josef Anton Pfaffinger]]. Der prächtige Hochaltar mit dem Gnadenbild wurde von [[Antonio Beduzzi]] (* 1675; † 1735) geschaffen. In der Kirche prunkvoll ausgestatteten Kirche gibt es [[Votivtafel]]n. Das prächtigste Votivbild ist das große Votivbild am Triumphbogen mit dem [[Brände (Geschichte)|Brand von Oberndorf]] am [[1. April]] [[1757]]. |
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| | An der westlichen Außenmauer befindet eine Grablege der Adelsfamilie [[Auersperg]]. | | An der westlichen Außenmauer befindet eine Grablege der Adelsfamilie [[Auersperg]]. |
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| | [[Datei:Orgel Maria Bühel 008.JPG|thumb|Ludwig-Mooser-Orgel aus dem Jahre 1857]] | | [[Datei:Orgel Maria Bühel 008.JPG|thumb|Ludwig-Mooser-Orgel aus dem Jahre 1857]] |
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| − | Anscheinend war in der Kirche bis 1857 ein Positiv vorhanden, das vier Register aufwies. Im Jahre 1857 spendete die ''Gaßlbräuerin Katharina Metzger'' 600 [[Gulden|fl.]] für die Anschaffung einer neuen Orgel, [[Ludwig Mooser]] hatte mit den Arbeiten für eine solche schon vorab begonnen.<br /> | + | Anscheinend war in der Kirche bis [[1857]] ein Positiv vorhanden, das vier Register aufwies. Im Jahre 1857 spendete die "Gaßlbräuerin" Katharina Metzger 600 [[Gulden|fl.]] für die Anschaffung einer neuen Orgel, [[Ludwig Mooser]] hatte mit den Arbeiten für eine solche schon vorab begonnen.<br /> |
| − | 1916 veränderte [[Johann Josef Mertel]] (''Hans Mertel'')<ref>* 14. Mai 1873 in Marktschorgast, Oberfranken; † 14. Dezember 1937 in Salzburg, [[Gnigl]].</ref> das Instrument, es wurde aber 1994 von [[Friedrich Mertel junior|Fritz Mertel]], einem Enkel von ''Hans Mertel'', restauriert und wieder auf den Zustand der Erbauung gebracht.<ref>[[Roman Matthias Schmeißner]]: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg''. Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 238–240.</ref> | + | [[1916]] veränderte [[Johann Josef Mertel]] (''Hans Mertel'')<ref>* 14. Mai 1873 in Marktschorgast, Oberfranken; † 14. Dezember 1937 in [[Gnigl (Gemeinde)|Gnigl]].</ref> das Instrument, es wurde aber [[1994]] von [[Friedrich Mertel junior|Fritz Mertel]], einem Enkel von Hans Mertel, restauriert und wieder auf den Zustand der Erbauung gebracht.<ref>[[Roman Matthias Schmeißner]]: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg''. Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 238–240.</ref> |
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| | == Wallfahrt nach Maria Bühel == | | == Wallfahrt nach Maria Bühel == |
| − | :''Hauptartikel [[Wallfahrt Unserer Lieben Frau Heimsuchung Maria Bühel]] | + | :''Siehe [[Wallfahrt Unserer Lieben Frau Heimsuchung Maria Bühel]] |
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| | == Bilder == | | == Bilder == |
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| | * {{Commonscat|Wallfahrtskirche Maria Bühel}} | | * {{Commonscat|Wallfahrtskirche Maria Bühel}} |
| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | + | * [https://www.pfarreoberndorf.at/fileadmin/user_upload/subportale/Pfarre_Oberndorf/Bilder/Wallfahrtskirche_Maria_Buehel/Kirchenfuehrer_Maria_Buehel.pdf www.pfarreoberndorf.at], pdf, Kirchenführer |
| | * [https://www.pfarreoberndorf.at/fileadmin/user_upload/subportale/Pfarre_Oberndorf/Bilder/Wallfahrtskirche_Maria_Buehel/Infos_Wallfahrtskirche_Maria_Buehel_alt.pdf www.pfarreoberndorf.at], Infos Wallfahrtskirche Maria Bühel | | * [https://www.pfarreoberndorf.at/fileadmin/user_upload/subportale/Pfarre_Oberndorf/Bilder/Wallfahrtskirche_Maria_Buehel/Infos_Wallfahrtskirche_Maria_Buehel_alt.pdf www.pfarreoberndorf.at], Infos Wallfahrtskirche Maria Bühel |
| | * [[Hans Tietze]] in ""Die Gerichtsbezirke Mattsee und Oberndorf"", 1913, im Internet [https://diglib.tugraz.at/download.php?id=54cf37a90a7b0&location=browse diglib.tugraz.at] als pdf | | * [[Hans Tietze]] in ""Die Gerichtsbezirke Mattsee und Oberndorf"", 1913, im Internet [https://diglib.tugraz.at/download.php?id=54cf37a90a7b0&location=browse diglib.tugraz.at] als pdf |