Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1: −
[[File:E-MK-18295a.jpg|thumb|Salzburg, [[Untersberg]]gebiet, [[Großgmain]], Wartberg, 1972.08.13]]
+
[[File:E-MK-18295a.jpg|thumb|Salzburg, [[Untersberg]]gebiet, [[Großgmain]], [[Wartberg (Großgmain)|Wartberg]], 1972.08.13]]
'''Calybites phasianipennella''' (''Tinea phasianipennella'' Hübner, [1813]: Taf. 47, Fig. 321)) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Gracillariidae]].
+
'''Calybites phasianipennella''' (''Tinea phasianipennella'' Hübner, [1813]: Taf. 47, Fig. 321)) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] ([[Schmetterling]]e), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).
    
==Diagnose==
 
==Diagnose==
Zeile 6: Zeile 6:     
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
''C. phasianipennella'' war bis vor kurzem nur aus [[Bürmoos]], Roding (St. Georgen) und [[Thalgau]] in wenigen Exemplaren bekannt (Zone I nach Embacher et al. 2024). Durch Nachuntersuchung der Exemplare der Salzburger Landessammlung am [[Haus der Natur]] konnten dann noch weitere Fundstellen in [[Söllheim]] ([[Hallwang]]), [[Parsch]] ([[Stadt Salzburg]]) und Wartberg ([[Großgmain]]) ausgemacht werden (Zonen I, Ia und II nach Embacher et al. 2024). Der Fund in der Stadt Salzburg stammt allerdings aus dem Jahr 1956. Dementsprechend gering ist auch die bisher dokumentierte Höhenverbreitung mit 420 bis 550 m ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Das ist angesichts des breiten Spektrums an Nahrungspflanzen, das die Raupen zu nutzen vermögen erstaunlich, doch wurde die Art bisher nicht gezielt gesucht und dürfte in geeigneten Lebensräumen, vor allem Streuwiesen und Flachmooren, doch weiter verbreitet sein. Wie der Fund aus [[Thalgau]] zeigt, kommt die Art aber auch im Siedlungsraum unter geeigneten Bedingungen vor. Höchstwahrscheinlich tritt ''C. phasianipennella'' in Salzburg in zwei Generationen auf, [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] sind jedenfalls aus den Monaten Mai, sowie Juli bis Oktober bekannt.
+
''C. phasianipennella'' war bis vor kurzem nur aus [[Bürmoos]], [[Roding]] ([[St. Georgen bei Salzburg|St. Georgen]]) und [[Thalgau]] in wenigen Exemplaren bekannt (Zone I nach Embacher et al. 2024). Durch Nachuntersuchung der Exemplare der Salzburger Landessammlung am [[Haus der Natur]] konnten dann noch weitere Fundstellen in [[Söllheim]] ([[Hallwang]]), [[Parsch]] ([[Stadt Salzburg]]) und [[Wartberg (Großgmain)|Wartberg]] ([[Großgmain]]) ausgemacht werden (Zonen I, Ia und II nach Embacher et al. 2024). Der Fund in der [[Stadt Salzburg]] stammt allerdings aus dem Jahr [[1956]]. Dementsprechend gering ist auch die bisher dokumentierte Höhenverbreitung mit 420 bis 550&nbsp;[[m ü. A.|m]] ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Das ist angesichts des breiten Spektrums an Nahrungspflanzen, das die Raupen zu nutzen vermögen, erstaunlich, doch wurde die Art bisher nicht gezielt gesucht und dürfte in geeigneten Lebensräumen, vor allem [[Streuwiese]]n und Flach[[moor]]en, doch weiter verbreitet sein. Wie der Fund aus Thalgau zeigt, kommt die Art aber auch im Siedlungsraum unter geeigneten Bedingungen vor. Höchstwahrscheinlich tritt ''C. phasianipennella'' in Salzburg in zwei Generationen auf, [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] sind jedenfalls aus den Monaten Mai, sowie Juli bis Oktober bekannt.
    
==Nachbarfaunen==
 
==Nachbarfaunen==
Huemer (2013) meldet die Art aus allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme von Osttirol. In Oberösterreich kommt ''C. phasianipennella'' in allen drei Landesteilen vor, im Allgemeinen aber einzeln und selten (Klimesch 1990). Rezente Funde sind zudem aus allen vier Naturräumen von Bayern bekannt (Haslberger & Segerer 2016).
+
Huemer (2013) meldet die Art aus allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme von [[Osttirol]]. In [[Oberösterreich]] kommt ''C. phasianipennella'' in allen drei Landesteilen vor, im Allgemeinen aber einzeln und selten (Klimesch 1990). Rezente Funde sind zudem aus allen vier Naturräumen von [[Bayern]] bekannt (Haslberger & Segerer 2016).
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
Über die Biologie der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] liegen aus Salzburg keinerlei Daten vor. Auch die Raupen wurden bisher nicht gefunden, kommen nach Literaturangaben aber an verschiedensten Knöterichgewächsen und ''[[Lysimachia vulgaris]]'' vor. Weiters werden auch Gänsefußgewächsen, ''Symphytum'' sp. und Blutweiderich (''[[Lythrum salicaria]]'') immer wieder genannt, diese sind aber sehr fraglich. Die meisten dieser Pflanzen gedeihen bevorzugt an Feuchtstandorten, besonders [[Streuwiese]]n und Flach-[[Moor]]en, aber auch auf mageren Wiesen. Erstere sind in Salzburg zwar durchaus noch verbreitet, aber sehr fragmentiert, weshalb ''C. phasianipennella'' auf Grund der vermuteten Bindung an solche Biotope als potentiell bedroht betrachtet wird (Einstufung NT nach Embacher et al. 2024).
+
Über die Biologie der Imagines liegen aus Salzburg keinerlei Daten vor. Auch die Raupen wurden bisher nicht gefunden, kommen nach Literaturangaben aber an verschiedensten Knöterichgewächsen und ''[[Lysimachia vulgaris]]'' vor. Weiters werden auch Gänsefußgewächse, ''Symphytum'' sp. und Blutweiderich (''[[Lythrum salicaria]]'') immer wieder genannt, diese sind aber sehr fraglich. Die meisten dieser Pflanzen gedeihen bevorzugt an Feuchtstandorten, besonders Streuwiesen und Flachmooren, aber auch auf mageren Wiesen. Erstere sind in Salzburg zwar durchaus noch verbreitet, aber sehr fragmentiert, weshalb ''C. phasianipennella'' auf Grund der vermuteten Bindung an solche Biotope als potentiell bedroht betrachtet wird (Einstufung NT nach Embacher et al. 2024).
    
==Weiterführende Informationen==
 
==Weiterführende Informationen==
Zeile 22: Zeile 22:  
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
 
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
 
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
 
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.04.29].
+
*Kurz, M. A. &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.04.29].
 +
 
 +
== Einzelnachweis ==
 +
<references/>
    
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]

Navigationsmenü