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[[File:bE-MK-7860a.jpg|thumb|Jugendmine an Liguster: [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] , [[Flachgau]], [[Hallwang]], [[Zilling]] Umgebung, Autobahnunterführung, 2005.09.08]]
 
[[File:bE-MK-7860a.jpg|thumb|Jugendmine an Liguster: [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] , [[Flachgau]], [[Hallwang]], [[Zilling]] Umgebung, Autobahnunterführung, 2005.09.08]]
 
[[File:bE-MK-1680a.jpg|thumb|Blattrollen an Gemeiner [[Esche]]: Salzburg, Flachgau, [[Eugendorf]], Sophiensiedlung, 2002.08.29]]
 
[[File:bE-MK-1680a.jpg|thumb|Blattrollen an Gemeiner [[Esche]]: Salzburg, Flachgau, [[Eugendorf]], Sophiensiedlung, 2002.08.29]]
[[File:bE-HdN-2602a.jpg|thumb|Salzburg, Flachgau, Eugendorf, Pebering, 2004.05.24]]
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[[File:bE-HdN-2602a.jpg|thumb|Salzburg, Flachgau, Eugendorf, [[Pebering]], 2004.05.24]]
 
'''Gracillaria syringella''' (''Tinea syringella'' Fabricius, 1794: 328) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).
 
'''Gracillaria syringella''' (''Tinea syringella'' Fabricius, 1794: 328) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).
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==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
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Die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] fliegen am Nachmittag oder gegen Abend und kommen auch nachts ans Licht (dokumentierte Funde zwischen 14 und 19 Uhr MEZ nach Kurz & Kurz 2025). Die Raupen erzeugen in den Blättern ihrer Nahrungspflanzen zunächst epidermale Gangminen, die zu einem bräunlichen Platz führen. Später konstruieren sie unregelmäßig geformte Rollen an der Spitze der Blätter, die gewechselt werden und in denen sie ihre restliche Entwicklung durchlaufen. Die Verpuppung erfolgt in der letzten Blattrolle. Vor dem Schlüpfen der [[Glossar_Biologie#I|Imago]] schiebt sich die Puppe zur Hälfte aus der Blattrolle hervor. Als Nahrungspflanzen dienen den Raupen Gemeine [[Esche]] (''[[Esche|Fraxinus excelsior]]'') und Liguster (''[[Liguster|Ligustrum vulgare]]'') sowie gelegentlich auch der namensgebende Flieder (''[[Syringa vulgaris]]''). Nach Literaturangaben können aber auch viele weitere Pflanzen der Oleaceae (Ölbaumgewächse; zu diesen Gewächsen gehören z.B. Jasmin, Forsythien, Liguster, Flieder und [[Esche]]n), gelegentlich auch der Caprifoliaceae ([[Lonicera|Geißblatt]]gewächse) und der Adoxaceae (Moschuskrautgewächse, z.B. [[Viburnum opulus|Schneebälle]] und [[Holunder]]), mitunter auch der Celastraceae (Spindelbaumgewächse) und der Hydrangeaceae (Hortensiengewächse) genutzt werden (Lepiforum 2025). Entsprechende Nachweise aus Salzburg liegen aber nur für die ersten drei genannten Pflanzen vor. An diesen sind nicht nur oft mehrere Raupen derselben Art zu finden, sondern es treten auch jene der ''[[Caloptilia cuculipennella]]'', aber auch der [[Esche]]n-Mehltau (''[[Phyllactinia fraxini]]'') in Konkurrenz auf. Wegen ihrer weiten Verbreitung und Häufigkeit sowie der Toleranz hinsichtlich des Lebensraumes ist ''G. syringella'' in Salzburg ungefährdet (Einstufung LC nach Embacher et al. 2024).
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Die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] fliegen am Nachmittag oder gegen Abend und kommen auch nachts ans Licht (dokumentierte Funde zwischen 14 und 19 Uhr MEZ nach Kurz & Kurz 2025). Die Raupen erzeugen in den Blättern ihrer Nahrungspflanzen zunächst epidermale Gangminen, die zu einem bräunlichen Platz führen. Später konstruieren sie unregelmäßig geformte Rollen an der Spitze der Blätter, die gewechselt werden und in denen sie ihre restliche Entwicklung durchlaufen. Die Verpuppung erfolgt in der letzten Blattrolle. Vor dem Schlüpfen der [[Glossar_Biologie#I|Imago]] schiebt sich die Puppe zur Hälfte aus der Blattrolle hervor. Als Nahrungspflanzen dienen den Raupen Gemeine [[Esche]] (''[[Esche|Fraxinus excelsior]]'') und Liguster (''[[Liguster|Ligustrum vulgare]]'') sowie gelegentlich auch der namensgebende Flieder (''[[Syringa vulgaris]]''). Nach Literaturangaben können aber auch viele weitere Pflanzen der Oleaceae (Ölbaumgewächse; zu diesen Gewächsen gehören z.B. Jasmin, Forsythien, Liguster, Flieder und [[Esche]]n), gelegentlich auch der Caprifoliaceae ([[Lonicera|Geißblatt]]gewächse) und der Adoxaceae (Moschuskrautgewächse, z.B. [[Viburnum opulus|Schneebälle]] und [[Holunder]]), mitunter auch der Celastraceae (Spindelbaumgewächse) und der Hydrangeaceae (Hortensiengewächse) genutzt werden (Lepiforum 2025). Entsprechende Nachweise aus Salzburg liegen aber nur für die ersten drei genannten Pflanzen vor. An diesen sind nicht nur oft mehrere Raupen derselben Art zu finden, sondern es treten auch jene der ''[[Caloptilia cuculipennella]]'', aber auch der Eschen-Mehltau (''[[Phyllactinia fraxini]]'') in Konkurrenz auf. Wegen ihrer weiten Verbreitung und Häufigkeit sowie der Toleranz hinsichtlich des Lebensraumes ist ''G. syringella'' in Salzburg ungefährdet (Einstufung LC nach Embacher et al. 2024).
    
==Weiterführende Informationen==
 
==Weiterführende Informationen==
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*Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
 
*Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
 
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
 
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
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*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Entomologische Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
 
*Kurz, M. A. & [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.04.26].
 
*Kurz, M. A. & [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.04.26].
 
*Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2025: <i>Gracillaria syringella</i> (Fabrius, 1794). URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2025.01.01].
 
*Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2025: <i>Gracillaria syringella</i> (Fabrius, 1794). URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2025.01.01].

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