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| | '''Albert Reitter''' (* [[14. Juni]] [[1895]] Salzburg, † [[27. Dezember]] [[1962]] ebenda) war ein Salzburger Rechtsanwalt, der in der [[Zwischenkriegszeit]] politisch tätig war und in der [[NS-Zeit]] hohe Verwaltungsstellen bekleidete. | | '''Albert Reitter''' (* [[14. Juni]] [[1895]] Salzburg, † [[27. Dezember]] [[1962]] ebenda) war ein Salzburger Rechtsanwalt, der in der [[Zwischenkriegszeit]] politisch tätig war und in der [[NS-Zeit]] hohe Verwaltungsstellen bekleidete. |
| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Reitter besuchte in Salzburg das [[Humanistisches Gymnasium|humanistische Gymnasium]] (Matura 1913). | + | Reitter besuchte in Salzburg das [[Akademisches Gymnasium Salzburg|humanistische Gymnasium]] (Matura 1913). |
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| | Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] verwundet und superarbitriert, schloss er 1916 das 1913 begonnene Klavierstudium und 1918 ein rechtswissenschaftliches Studium (Dr. iur.) ab. Dann übersiedelte er nach [[Südtirol]] und trat in eine Rechtsanwaltskanzlei ein. | | Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] verwundet und superarbitriert, schloss er 1916 das 1913 begonnene Klavierstudium und 1918 ein rechtswissenschaftliches Studium (Dr. iur.) ab. Dann übersiedelte er nach [[Südtirol]] und trat in eine Rechtsanwaltskanzlei ein. |
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| − | 1924 kehrte er nach Salzburg zuräck und war als Rechtsanwalt tätig. Daneben betätigte er sich als Präsident des [[Rotary Club Salzburg|Rotary-Klub]]s, Mitglied des Kuratoriums des [[Mozarteum]]s, Mitbegründer der „Dirigenten- und Musikkurse“ sowie (1930 bis 1933) Mitglied des [[Salzburger Gemeinderat]]es. | + | 1924 kehrte er nach Salzburg zurück und war als Rechtsanwalt tätig. Daneben betätigte er sich als Präsident des [[Rotary Club Salzburg|Rotary-Klub]]s, Mitglied des Kuratoriums des [[Mozarteum]]s, Mitbegründer der „Dirigenten- und Musikkurse“ sowie (1930 bis 1933) Mitglied des [[Salzburger Gemeinderat]]es. |
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| − | 1937 Volkspolitischer Referent im Rahmen der [[Ständestaat|ständestaatlichen]] [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]], schlug er sich auf die Seite des [[Nationalsozialismus]] und wurde 1938 Landesstatthalter, 1939 Regierungspräsident und Gauhauptmann, somit höchster Beamter des [[Reichsgau Salzburg|Reichsgaus Salzburg]]. | + | 1937 Volkspolitischer Referent im Rahmen der [[Ständestaat|ständestaatlichen]] [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]], schlug er sich auf die Seite des [[Nationalsozialismus]] und wurde 1938 Landesstatthalter (d.h. Landeshauptmann-Stellvertreter, und zwar nach dem 20. Juni 1938: ''zweiter'' Landeshauptmann-Stellvertreter). Im Zuge der im September 1939 erfolgten Umbildung des Landes zum Reichsgau und der damit einhergehenden Neuorganisation der Regierungs- und Verwaltungsspitze wurde er Regierungspräsident und Gauhauptmann, somit höchster Beamter des [[Reichsgau Salzburg|Reichsgaus Salzburg]].<ref>Vgl. [[Siegfried Göllner]], [http://www.stadt-salzburg.at/pdf/zeitungsdokumentation_1939.pdf Die Stadt Salzburg im Jahr 1939. Zeitungsdokumentation,] S. 430 (25.9.1939), sowie den Artikel „[[Reichsgau Salzburg]]“.</ref> |
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| − | Zu dieser Zeit war er ein besonderer Förderer des Kunsthändlers [[Friedrich Welz]].
| + | In diesen hohen Funktionen war er ein besonderer Förderer des Kunsthändlers [[Friedrich Welz]]. |
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| | 1943/44 wurde er im Zuge eines Lebensmittelskandals seines Amtes enthoben, von den Korruptionsvorwürfen zwar gerichtlich freigesprochen, aber nicht wiedereingesetzt; vielmehr musste er zur Wehrmacht einrücken. | | 1943/44 wurde er im Zuge eines Lebensmittelskandals seines Amtes enthoben, von den Korruptionsvorwürfen zwar gerichtlich freigesprochen, aber nicht wiedereingesetzt; vielmehr musste er zur Wehrmacht einrücken. |