| | Brief von [[Antonia Spängler]] <ref>Das ist ihr letzter Brief; Antonia Spängler starb am 15. März 1882.</ref> an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Pottenstein; ein Bogen mit farblosem Prägedruck "Salzburg"; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich; Leseabsatz eingefügt:<br /> | | Brief von [[Antonia Spängler]] <ref>Das ist ihr letzter Brief; Antonia Spängler starb am 15. März 1882.</ref> an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Pottenstein; ein Bogen mit farblosem Prägedruck "Salzburg"; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich; Leseabsatz eingefügt:<br /> |
| − | ''Salzburg den 6/3 [18]82 // Meine inigst geliebten // Theuren! // Schon lange wolte ich Euch schreiben, aber leider ist es Heute schon 14 Tage das ich sehr unwohl geworden bin, es geht mir nun Gottlob beßer, aber ich fühle mich noch sehr schwach. Wen die Wittrung gut ist, so gehe ich nach Tisch mit dem Fräulein Rosalie ein wenig spatzieren, ich hoffe es wird mit der Zeit schon beßer werden. Der März ist ja überhaupt ein starkes [!] Monnath. Zudem kamm noch am 3 t[en] die Nachricht, das mein Bruder Leopold<ref>Leopold Lürzer von Zechenthal (* 1805; † 1882)</ref> am 2 t[en] gestorben ist, welches mich auch sehr erschreckte, und betrübte. / Für ihm [!] ist es gut das er es überstanden hat, den eine so lange Rathenlooßigkeit welche einen so oft sehr beschwert, bleibt immer ein beängstigtes [!] Gefühl. Die armme Therese ist nun ganz allein in Hall.''<ref>Leopold war seit 1837 verheiratet mit Johanna Kloz (Klotz), Daten unbekannt (* ca. 1807; † vor 1882). "Therese" ist Martha Therese Lürzer-Zehenthal (so schreibt sie sich selbst; * 1801; † 1894), Leopolds Schwester und Stiftsdame in Hall in Tirol. Mit ihr ist Antonia Spängler mehrmals in Baumkirchen auf Kur.</ref> | + | ''Salzburg den 6/3 [18]82 // Meine inigst geliebten // Theuren! // Schon lange wolte ich Euch schreiben, aber leider ist es Heute schon 14 Tage das ich sehr unwohl geworden bin, es geht mir nun Gottlob beßer, aber ich fühle mich noch sehr schwach. Wen die Wittrung gut ist, so gehe ich nach Tisch mit dem Fräulein Rosalie ein wenig spatzieren, ich hoffe es wird mit der Zeit schon beßer werden. Der März ist ja überhaupt ein starkes [!] Monnath. Zudem kamm noch am 3 t[en] die Nachricht, das mein Bruder Leopold<ref>[[Leopold Lürzer von Zechenthal]] (* 1805; † 1882)</ref> am 2 t[en] gestorben ist, welches mich auch sehr erschreckte, und betrübte. / Für ihm [!] ist es gut das er es überstanden hat, den eine so lange Rathenlooßigkeit welche einen so oft sehr beschwert, bleibt immer ein beängstigtes [!] Gefühl. Die armme Therese ist nun ganz allein in Hall.''<ref>Leopold war seit 1837 verheiratet mit Johanna Kloz (Klotz), Daten unbekannt (* ca. 1807; † vor 1882). "Therese" ist Martha Therese Lürzer-Zehenthal (so schreibt sie sich selbst; * 1801; † 1894), Leopolds Schwester und Stiftsdame in Hall in Tirol. Mit ihr ist Antonia Spängler mehrmals in Baumkirchen auf Kur.</ref> |
| | ''Liebe Fan[n]y Zu deinen Nammenstag alles erdencklich gute, der liebe Gott, möge Euch alles geben, was Euch beglücken kann, besonders möge Euch allen eine gute Gesundheit zu theil werden. Der kleinen Fan[n]y wünsche ich auch alles Gute zum Nammenstag, und freuet mich recht sehr, das die kleine schon so brav strücken kann, und auch häckln so vergeht, ihnen auch die Zeit / den Kindern schneller. Ich bitte den Papa, das er der Fan[n]y den fl'' [Gulden] ''giebt statt meiner, ich gebe den selben hier den Otto. Die Großmutter hat Euch nun'' [nur?]<ref>Die Kleinbuchstaben "n" und "r" sind in ihrer Schrift gleich; ich [O. H.] versuche je nach Inhalt zu entscheiden.</ref> ''die 400 fl geschückt, ich weiß nicht wie es in Euerer Rechnung steht, sie will nun bis 1 t[en] August die 2ten 500 fl schücken, und dann wider im Februar 83. Die Großmutter erwartet sicher, das Ihr, in diesen Jahr zu ihr kömmt. Der liebe Gott gebe es, mich würde es schon recht sehr freuen. Ich ginge dann früher nach Baumkirchen, und dann so Gott will, könte ich mich freuen, recht viel bey Euch zu sein. Wie mir auß allen vorkömmt seid Ihr alle recht gerne in Pottenstein. / '' | | ''Liebe Fan[n]y Zu deinen Nammenstag alles erdencklich gute, der liebe Gott, möge Euch alles geben, was Euch beglücken kann, besonders möge Euch allen eine gute Gesundheit zu theil werden. Der kleinen Fan[n]y wünsche ich auch alles Gute zum Nammenstag, und freuet mich recht sehr, das die kleine schon so brav strücken kann, und auch häckln so vergeht, ihnen auch die Zeit / den Kindern schneller. Ich bitte den Papa, das er der Fan[n]y den fl'' [Gulden] ''giebt statt meiner, ich gebe den selben hier den Otto. Die Großmutter hat Euch nun'' [nur?]<ref>Die Kleinbuchstaben "n" und "r" sind in ihrer Schrift gleich; ich [O. H.] versuche je nach Inhalt zu entscheiden.</ref> ''die 400 fl geschückt, ich weiß nicht wie es in Euerer Rechnung steht, sie will nun bis 1 t[en] August die 2ten 500 fl schücken, und dann wider im Februar 83. Die Großmutter erwartet sicher, das Ihr, in diesen Jahr zu ihr kömmt. Der liebe Gott gebe es, mich würde es schon recht sehr freuen. Ich ginge dann früher nach Baumkirchen, und dann so Gott will, könte ich mich freuen, recht viel bey Euch zu sein. Wie mir auß allen vorkömmt seid Ihr alle recht gerne in Pottenstein. / '' |