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== 1882 ==
 
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28.1.1882 und ff. siehe: Briefe 1872 bis 1887
 
28.1.1882 und ff. siehe: Briefe 1872 bis 1887
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==== Brief vom 16. Jänner 1882 von Antonia Spängler an Franz Spängler ====
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Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Pottenstein; ein Bogen mit farblosem Prägedruck "Salzburg"; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich; XX = unleserlich; Leseabsätze eingefügt:<br />
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''Salzburg den 16/1 [18]82 // Meine lieben // Theuren! // Ich danncke Euch recht herzlich für Euere lieben Briefe und Neu-Jahreswünsche, Der liebe Gott wird es wissen was er für dieses Jahr über mich verhängt Leben oder Tod, bedennckt meine 78 Jahre jenun wie der liebe Gott will. Die Weihnachtsfeyertage habe ich wohl wie immer zugebracht. Am HeilAbend waren wir bey Otto aber nur die Großmama Ida Emile und ich, nach den Essen kammen die Koch und der Carl von 1 t[en] Stock, um 10 Uhr ging alles zur Kirche. Am Weihnachtstag war ich zu Mittag bey Otto, Abend bey Duregger Am Monntag zu Hauße da war die Fräulein Rosalie bey mir. Meine lieben ich sage so, wegen / nach Pottenstein reisen! Wen Ihr mit den Kindern hieher reiset so erspare ich mir die Reise hinunter und gehe zu einer Zeit nach Baumkirchen wo Ihr noch nicht da seid, ich dachte mir die Fannerl solte bey mir wohnen mit Franz essen und alles damit du dich bey der Großmutter leichter thust. Ich muß schon sagen das es mich sehr freuen würde dich hier zu sehen. Beide reisen könte ich auf keinen Fall übernehmen, theils zu kostspielig und auf der andern Seite zu anstrengend.''
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''Jenun der liebe Gott wird es zu meinen beßten fügen. Ich bin sehr froh von dir gehört zu haben das die Frau v Schneider nicht unter den Verbranten ist.<ref>vgl. den Brief vom 22. Dezember 1881</ref> / Vor einigen Tagen hörte ich wider das es den Max Lürzer schlecht geht und man für ihm selbst nun die Auflösung [Er-] wünschen muß, es ist ihm das schlechte Blut in den andern Fuß gekommen und es mußte auch dieser Operriert werden. Es hat immer starkes Fieber, und ist selten bey sich, mich bedauert er schon recht sehr.<ref>vgl. ebenfalls den Brief vom 22. Dezember 1881</ref> Otto und alle lassen Euch recht herzlich grüßen, er läßt dir sagen er wird so bald er nur ein wenig Zeit hat dir die Verrechnung schücken, er hat in diesen Monnath sehr viel zu thuen. Am letzten Sammstag kamm die Ahn vom Schattenfroh Julius hieher, dies war wider ein neuer Schmerz, die armmen sind nicht zum trösten. / ''
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''Denckt Euch vor ungefähr 2 Stunden kamm ein Telegram von Bezürcksgericht Neumarck [?], das der Marli ihr Bruder'' [klein darüber:] ''Heiner Hötzinger mit dem Graf Bonokonsi [?] aufs Eis gegangen, und heute noch nicht zurück gekommen seien, man fürchtet sie seien verunglückt. Wie hart wäre dieses für die junge Frau welche schon gewiß 3 Monathe hier im Spital liegt. // Die Kindlein so wie Fanny und dich grüße und küße ich recht herzlich ich bethe schon immer recht fleißig für Euch alle das Euch der liebe Gott vor allen Unglück bewahre. Die Großmutter grüßt Euch recht herzlich sie hat wider mit den gefXXten Fingern zu thun 3 Lebt recht wohl mit aller Liebe Eure treue Mutter Spángler.'' [Seite 1 oben, auf dem Kopf:] ''Braucht Ihr gar keine Strimmpfe oder Seckl ich würde gerne etwas strücken schreibt es nur.''
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==== Brief ohne Datum, 1882, von Otto Spängler an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
 
==== Brief ohne Datum, 1882, von Otto Spängler an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====