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| | Sammlung in einem Bogen, gefaltet, mit der Aufschrift "Briefe von der [[Fanny Kobler|Betti]]."<ref>Vergleiche Brief vom 27. August 1879</ref> Ein Bogen; / = Seitenwechsel; […] = Auslassungen<br /> | | Sammlung in einem Bogen, gefaltet, mit der Aufschrift "Briefe von der [[Fanny Kobler|Betti]]."<ref>Vergleiche Brief vom 27. August 1879</ref> Ein Bogen; / = Seitenwechsel; […] = Auslassungen<br /> |
| | ''Steyeregg [!] am 14. Juni 1881. Meine gute gute Großmutter. Tausend tief innigen Herzensdank für die großartige Unterstützung, welche Du mir neuerdings zu Theil werden ließest, eine so große Summe von 40 f [Gulden] hätte ich nicht zu denken gewagt; Dank und Freudenthränen weinte ich als ich Deinen so lieben herzlichen Brief las. Gott segne Dich'' […] (Sie kann jetzt soviel Gleichenberger Wasser trinken wie nötig; sie will den Rat der "Großmutter" beherzigen, nicht immer ans Sterben zu denken; / sie spürt schon Besserung mit den Wasser mit Milch, hat kein Fieber mehr, der Appetit wird täglich mehr; sie gibt die Hoffnung nicht auf, gesund zu werden; / sie hält sich an die Ratschläge von "Herrn Professor Thalen" und geht auch bei kaltem Wetter an die Luft; die Schwägerin bringt aus Linz "Fleischextrat" [!]<ref>Z. B. Liebigs Fleischextrakt ist nach 1870 zunehmend verbreitet als "Fleischbrühe für Kranke".</ref> mit für eine kräftige Suppe. / Sie bittet, die "gute Schlegel" zu grüßen; sie erfährt [aus Salzburg], dass Frau Hegenbarth gestorben ist.) […] ''Bitte alle Bekanten vielmahls zu grüßen besonders Frau v. Spängler Schneeberger Clausnitz Laschensky die Theres und Lisi. Nun nochmahls meinen allerbesten innigsten Dank, meine herzlichsten Grüße und Küße, Gott segne Dich und erhalte Dich gesund, dieß ist der wärmste Wunsch Deiner dankbaren Betti Katzinger.'' | | ''Steyeregg [!] am 14. Juni 1881. Meine gute gute Großmutter. Tausend tief innigen Herzensdank für die großartige Unterstützung, welche Du mir neuerdings zu Theil werden ließest, eine so große Summe von 40 f [Gulden] hätte ich nicht zu denken gewagt; Dank und Freudenthränen weinte ich als ich Deinen so lieben herzlichen Brief las. Gott segne Dich'' […] (Sie kann jetzt soviel Gleichenberger Wasser trinken wie nötig; sie will den Rat der "Großmutter" beherzigen, nicht immer ans Sterben zu denken; / sie spürt schon Besserung mit den Wasser mit Milch, hat kein Fieber mehr, der Appetit wird täglich mehr; sie gibt die Hoffnung nicht auf, gesund zu werden; / sie hält sich an die Ratschläge von "Herrn Professor Thalen" und geht auch bei kaltem Wetter an die Luft; die Schwägerin bringt aus Linz "Fleischextrat" [!]<ref>Z. B. Liebigs Fleischextrakt ist nach 1870 zunehmend verbreitet als "Fleischbrühe für Kranke".</ref> mit für eine kräftige Suppe. / Sie bittet, die "gute Schlegel" zu grüßen; sie erfährt [aus Salzburg], dass Frau Hegenbarth gestorben ist.) […] ''Bitte alle Bekanten vielmahls zu grüßen besonders Frau v. Spängler Schneeberger Clausnitz Laschensky die Theres und Lisi. Nun nochmahls meinen allerbesten innigsten Dank, meine herzlichsten Grüße und Küße, Gott segne Dich und erhalte Dich gesund, dieß ist der wärmste Wunsch Deiner dankbaren Betti Katzinger.'' |
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| | + | ==== Brief vom 23. Juni 1881 von Antonia Spängler an Franz Spängler ==== |
| | + | Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Pottenstein; ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; Leseabsätze eingefügt:<br /> |
| | + | ''Salzburg den 23/6 [18]81 // Meine innigst geliebten Theuren! // Habt in[n]igen herzlichen Dannck für Eure freundlichen Briefe welche mich ungemein freuten, da sie mir Euer beide[r]seitige Zufriedenheit auß sprechen. Wie glücklich bin ich in diesen Bewußtsein. Mir hat es in meinen Innern immer gesagt es wäre für Euch gewiß am beßten nach Pottenstein zu kommen, weil ich es dort am sichersten, für meinen lieben guten'' [unterstrichen:] ''Franz ist'' [halte] '', weil in Pottenstein kein so Gesindel ist, wie an beiden andren Orten. Leid thut es mir das wir heuer verzichten müßen Fan[n]y mit den 3 lieben / Kindlein zu sehen aber unter den gegebenen Umständen das die Großmutter'' [Fanny Kobler] ''dir nicht das Reisegeld schickt wie ich ihr gesagt. Wen sie will, das die Fany kömmt, so müße sie ihr halt die Reise zahlen da sie aber dieses nicht thut, so finde ich es schon für gerathener, dort zu bleiben, weil ja dort auch eine sehr gute Luft ist.'' |
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| | + | ''Die Großmutter läßt Euch recht herzlich grüßen, und läßt Euch sagen, wen jemmand nach Wien reißt, wo sie sich anschließen kann, so wird sie hinunter reisen und von Wien auß, an Euch Telegrafieren, wo sie in Wien zu hollen sey. Sie sieht es woll selbst ein, das es so beßer ist. Ich möchte / wohl fürchten, das Sie auch deine Bedingungen schon erfühlen würde, wenigstens so wie du es wünschest, und bezüglich der Rosa ist wie der Schleg[e]l sagt gar kein verlaßen'' [Verlass] ''weil sie von Prag so ungleich hier ankommen oft erst in der Nacht um ½ 12 Uhr sie sagt sie kön[n]te dir dieses gar nicht rathen. Mir ist es schon sehr leid, aber man muß sich in das unvermeidliche fügen. Sol[l]te die Großmutter Euch doch die 500 fl'' [Gulden] ''Zulage schü[c]ken, im fall sie es vergießt das Sie Euch 300 f[l] schon geschückt hat, so würde ich nicht viel darüber schreiben, ich sage dieß nur darum, weil sie neulich sagte, wie ich ihr / zugeredet sie möchte dir die Reise zahlen | ich habe ihnen ohnedieß so viel geschückt, und kann mich nicht lebendig erben lassen, mich würde es für Euch freuen wen sie es Euch so belassen würde.'' |
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| | + | ''Morgen reise ich nach Hall ich hoffe von den Aufenthalt dort so gott will eine gute Würckung. Noch ist der Fuß be[i]weiten nicht gut. Bey Otto lassen sie dich herzlich grüßen es geht ihnen Gottlob zimmlich gut, nur den kleinen Rudolf ist unwohl, hat Fieber. Lebt alle recht wohl der kleinen Fan[n]y meinen herzlichen Dank für ihre lieben Zeilen Mit aller liebe und Danck // Eure // treue Mutter // Spángler.'' [Seite 1 unten, auf dem Kopf:] ''Fräulein Rosalie fahr[t] mit mir bis Hall und geht auch mit nach Baumkirchen was ich sehr froh bin'' |
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