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| | == Bilderfund == | | == Bilderfund == |
| − | Der spektakuläre Bilderfund in der Wohnung von Gurlitt von [[München]] war die Kunstsensation 2013. Im Februar 2014 stellte sich heraus, dass der Sammler Cornelius Gurlitt auch in seinem Haus in in der [[Stadt Salzburg]] in [[Aigen]] an der [[Carl-Storch-Straße]] wertvolle Bilder hortete. | + | Der spektakuläre Bilderfund in der Wohnung von Gurlitt von [[München]] war die Kunstsensation 2013. Im Februar 2014 stellte sich heraus, dass der Sammler Cornelius Gurlitt auch in seinem Haus in in der [[Stadt Salzburg]] in [[Aigen]] an der [[Carl-Storch-Straße]] (Nr. 9) wertvolle Bilder hortete. |
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| | === Chronologie des Falls === | | === Chronologie des Falls === |
| − | * 22. September 2010: Der Kunsthändlersohn Cornelius Gurlitt wird auf einer Zugfahrt von Zürich nach München kontrolliert. Zollfahnder schöpfen Verdacht, es könne ein Steuerdelikt vorliegen. | + | * [[22. September]] [[2010]]: Der Kunsthändlersohn Cornelius Gurlitt wird auf einer Zugfahrt von Zürich nach München kontrolliert. Zollfahnder schöpfen Verdacht, es könne ein Steuerdelikt vorliegen. |
| − | * 28. Februar 2012: Bei einer Durchsuchung von Gurlitts Wohnung in München entdecken die Fahnder rund 1 400 Gemälde, Aquarelle, Lithographien, Drucke und Zeichnungen vor allem aus der klassischen Moderne. Der Fund wird geheim gehalten, die Berliner Kunstexpertin Meike Hoffmann mit der Erforschung der Herkunft beauftragt. | + | * [[28. Februar]] [[2012]]: Bei einer Durchsuchung von Gurlitts Wohnung in München entdecken die Fahnder rund 1 400 Gemälde, Aquarelle, Lithographien, Drucke und Zeichnungen vor allem aus der klassischen Moderne. Der Fund wird geheim gehalten, die Berliner Kunstexpertin Meike Hoffmann mit der Erforschung der Herkunft beauftragt. |
| − | * 3. November 2013: Das Nachrichtenmagazin "Focus" bringt den Fall an die Öffentlichkeit und sorgt damit für eine Sensation. | + | * [[3. November]] [[2013]]: Das Nachrichtenmagazin "Focus" bringt den Fall an die Öffentlichkeit und sorgt damit für eine Sensation. |
| − | * 19. November: Die Behörden teilen mit, dass Gurlitt Hunderte Bilder zurückbekommen soll, die ihm zweifelsfrei gehören. Den Angaben zufolge scheiterten mehrere Übergabeversuche. | + | * [[19. November]]: Die Behörden teilen mit, dass Gurlitt Hunderte Bilder zurückbekommen soll, die ihm zweifelsfrei gehören. Den Angaben zufolge scheiterten mehrere Übergabeversuche. |
| − | * 28. Jänner 2014: Die Taskforce gibt bekannt, dass nach einer ersten Sichtung 458 Werke aus Gurlitts Sammlung unter Raubkunst-Verdacht stehen. Gurlitts Anwalt, Hannes Hartung, sagt, sein Mandant sei inzwischen gesprächsbereit und an einer "fairen und gerechten Lösung" interessiert. | + | * [[28. Jänner]] [[2014]]: Die ''Taskforce'' gibt bekannt, dass nach einer ersten Sichtung 458 Werke aus Gurlitts Sammlung unter Raubkunst-Verdacht stehen. Gurlitts Anwalt, Hannes Hartung, sagt, sein Mandant sei inzwischen gesprächsbereit und an einer "fairen und gerechten Lösung" interessiert. |
| − | * 10. Februar 2014: Nach Angaben von Gurlitts Sprecher Stephan Holzinger wurden mehr als 60 weitere wertvolle Bilder in Gurlitts Haus in Salzburg gesichtet und an einen sicheren Ort gebracht - darunter Werke von Picasso, Renoir und Monet. Später stellte sich heraus, dass es sich sogar um insgesamt 238 Werke handelte. | + | * [[10. Februar]] 2014: Nach Angaben von Gurlitts Sprecher Stephan Holzinger wurden mehr als 60 weitere wertvolle Bilder in Gurlitts Haus in Salzburg gesichtet und an einen sicheren Ort gebracht - darunter Werke von Picasso, Renoir und Monet. Später stellte sich heraus, dass es sich sogar um insgesamt 238 Werke handelte. |
| − | * 5. Mai 2014: Cornelius Gurlitt starb im Alter von 81 Jahren in seiner Wohnung in München, ohne seine Kunstsammlung noch einmal gesehen zu haben. | + | * [[5. Mai]] 2014: Cornelius Gurlitt starb im Alter von 81 Jahren in seiner Wohnung in München, ohne seine Kunstsammlung noch einmal gesehen zu haben. |
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| | + | Im Herbst [[2017]] bot der Salzburger Immobilienhändler Alexander Kurz das knapp 600 Quadratmeter große Grundstück mit dem Altbestand zum Kauf an. Laut "[[Salzburger Nachrichten]]"-Bericht erwartete er einen Verkaufserlös von um die 700.000 Euro. Der wurde laut Grundbuchauszug mit rund 900.000 Euro deutlich überschritten. Ein Salzburger Rechtsanwalt und seine Lebensgefährtin kauften den Besitz.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/kultur/gurlitt-haus-salzburg-176649841 www.sn.at], 11. April 2025</ref> |
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| | * [https://www.sn.at/salzburg/kultur/fall-gurlitt-der-kunstfund-von-muenchen-und-salzburg-3886432 Salzburger Nachrichten, online, abgefragt am 11. Februar 2014] | | * [https://www.sn.at/salzburg/kultur/fall-gurlitt-der-kunstfund-von-muenchen-und-salzburg-3886432 Salzburger Nachrichten, online, abgefragt am 11. Februar 2014] |
| | * [https://www.dw.com/de/der-fall-gurlitt-eine-chronologie/a-60813266?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE www.dw.com] Der Fall Gurlitt - eine Chronologie | | * [https://www.dw.com/de/der-fall-gurlitt-eine-chronologie/a-60813266?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE www.dw.com] Der Fall Gurlitt - eine Chronologie |
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| | + | == Einzelnachweis == |
| | + | <references/> |
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