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Dr. '''Hermann''' (Ritter von) '''Epenstein-Mauternburg''' (* [[8. Jänner]] [[1850]] in Berlin, [[Deutschland]]; † [[5. Juni]] [[1934]] in [[Mauterndorf]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/mauterndorf/STBIV/?pg=149 Sterbebuch der Pfarre Mauterndorf, Band IV, S. 147.]</ref> war preußischer Stabsarzt, Kaufmann, [[Burg Mauterndorf|Burgherr]] und [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Mauterndorf|Ehrenbürger]] von Mauterndorf.
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Dr. med. '''Hermann Ludwig Traugott Albrecht Ritter von Epenstein-Mauternburg''' (* [[8. Jänner]] [[1850]] in Berlin; † [[5. Juni]] [[1934]] in [[Mauterndorf]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/mauterndorf/STBIV/?pg=149 Sterbebuch der Pfarre Mauterndorf, Band IV, S. 147.]</ref> war preußischer Stabsarzt, Kaufmann, [[Burg Mauterndorf|Burgherr]] und [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Mauterndorf|Ehrenbürger]] von Mauterndorf.
    
== Leben ==
 
== Leben ==
Hermann Ludwig Traugott Albrecht Ritter von Epenstein-Mauternburg war der Sohn des Berliner Sanitätsrates Ludwig Hermann Traugott Epenstein und seiner Frau Johanna Sophie Louise, geborene Rohrig. Er war ein zum ([[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|evangelischen]]) Christentum konvertierter ''Halbjude'', der am 19. April [[1932]] zur [[Katholische Kirche|römisch-katholischen]] Kirche konvertierte.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TRBXVII/?pg=90 Trauungsbuch der Dompfarre Salzburg, Band XVII, S. 87.]</ref>  
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Hermann von Epenstein war der Sohn des Berliner Sanitätsrates Ludwig Hermann Traugott Epenstein und seiner Frau Johanna Sophie Louise, geborene Rohrig. Er war ein zum ([[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|evangelischen]]) Christentum konvertierter Halbjude, der am [[19. April]] [[1932]] zur [[Katholische Kirche|römisch-katholischen]] Kirche konvertierte.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TRBXVII/?pg=90 Trauungsbuch der Dompfarre Salzburg, Band XVII, S. 87.]</ref>  
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Er maturierte [[1870]] in Königsberg in der Neumark, polnisch ''Chojna'' und studierte nach seinem Militärdienst Medizin an den Universitäten in Bonn und Würzburg, wo er [[1876]] zum Doktor der Medizin promovierte. Er war darauf als Arzt beim deutschen Heer tätig, als Badearzt in Frankenhausen ([[Deutschland#Thüringen|Thüringen]]) sowie als praktischer Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer in Berlin..
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Er maturierte [[1870]] in Königsberg in der Neumark, polnisch ''Chojna'' und studierte nach seinem Militärdienst Medizin an den Universitäten in Bonn und Würzburg, wo er [[1876]] zum Doktor der Medizin promovierte. Er war dann als Arzt beim deutschen Heer tätig, als Badearzt in Frankenhausen ([[Deutschland#Thüringen|Thüringen]]) sowie als praktischer Arzt, [[Wundarzt]] und Geburtshelfer in Berlin..
    
[[1894]] kaufte er die [[Burg Mauterndorf|Ruine Mauterndorf]] und ließ sie bis [[1904]] orginalgetreu wieder herstellen. [[1898]] übersiedelte er auf sein am [[29. November]] [[1897]] erworbenes Schloss Veldenstein in Neuhaus an der Pegnitz ([[Bayern#Oberfranken|Oberfranken]]). [[1909]] wurde er österreichischer Staatsbürger und am [[8. August]] [[1910]] in Würdigung des Wiederaufbaus von Burg Mauterndorf von Kaiser [[Franz Joseph I.]] in den Adelsstand erhoben.<ref>Aly, Götz, Michael Sontheimer: ''Fromms. Wie der jüdische Kondomfabrikant Julius F. unter die deutschen Räuber fiel.'' Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main (Fischer Taschenbuch) 2007, S. 102.</ref>. Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] lebte er in Mauterndorf.
 
[[1894]] kaufte er die [[Burg Mauterndorf|Ruine Mauterndorf]] und ließ sie bis [[1904]] orginalgetreu wieder herstellen. [[1898]] übersiedelte er auf sein am [[29. November]] [[1897]] erworbenes Schloss Veldenstein in Neuhaus an der Pegnitz ([[Bayern#Oberfranken|Oberfranken]]). [[1909]] wurde er österreichischer Staatsbürger und am [[8. August]] [[1910]] in Würdigung des Wiederaufbaus von Burg Mauterndorf von Kaiser [[Franz Joseph I.]] in den Adelsstand erhoben.<ref>Aly, Götz, Michael Sontheimer: ''Fromms. Wie der jüdische Kondomfabrikant Julius F. unter die deutschen Räuber fiel.'' Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main (Fischer Taschenbuch) 2007, S. 102.</ref>. Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] lebte er in Mauterndorf.
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Dr. Epenstein war Taufpate von [[Hermann Göring]] und seinen Geschwistern.
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Dr. Epenstein war Taufpate des späteren  Oberbefehlshabers der Luftwaffe  [[Hermann Göring]] und seinen Geschwistern.
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Seit [[1919]] war er (evangelisch kirchlich) verheiratet mit Elisabeth, geborene Schandrovich von Kriegstreu, verwitwete Spitz (* [[26. August]] [[1887]] in Prag, [[Böhmen]]; † [[4. September]] [[1939]] in Mauterndorf)<ref>Aly, Götz, Michael Sontheimer: ''Fromms. Wie der jüdische Kondomfabrikant Julius F. unter die deutschen Räuber fiel.'' Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main (Fischer Taschenbuch) 2007, S. 109.</ref>, die er 1932 katholisch kirchlich ehelichte.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/mauterndorf/STBIV/?pg=149 Sterbebuch der Pfarre Mauterndorf, Band IV, S. 147.]</ref> und hinterließ [[1934]] seiner Witwe die Burg Mauterndorf, die diese wiederum [[1939]] Hermann Göring vermachte.
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Seit [[1919]] war er (evangelisch kirchlich) verheiratet mit Elisabeth, geborene Schandrovich von Kriegstreu, verwitwete Spitz (* [[26. August]] [[1887]] in Prag, [[Böhmen]]; † [[4. September]] [[1939]] in Mauterndorf)<ref>Aly, Götz, Michael Sontheimer: ''Fromms. Wie der jüdische Kondomfabrikant Julius F. unter die deutschen Räuber fiel.'' Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main (Fischer Taschenbuch) 2007, S. 109.</ref>, die er 1932 katholisch kirchlich ehelichte.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/mauterndorf/STBIV/?pg=149 Sterbebuch der Pfarre Mauterndorf, Band IV, S. 147.]</ref> und hinterließ 1934 seiner Witwe die Burg Mauterndorf, die diese wiederum [[1939]] Hermann Göring vermachte.
    
== Ehrungen ==
 
== Ehrungen ==
 
Die Marktgemeinde Mauterndorf verlieh Epenstein am [[28. Oktober]] [[1898]] ihre Ehrenbürgerwürde. Diese konnte Epenstein jedoch erst nach seiner Einbürgerung [[1909]] entgegennehmen.
 
Die Marktgemeinde Mauterndorf verlieh Epenstein am [[28. Oktober]] [[1898]] ihre Ehrenbürgerwürde. Diese konnte Epenstein jedoch erst nach seiner Einbürgerung [[1909]] entgegennehmen.
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[[1908]] erhielt er den Adelstitel ''Ritter von Epenstein'' verliehen. [[1911]] wurde dieser zu ''Ritter von Epenstein-Mauternburg'' erweitert.
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[[1908]] erhielt er den Adelstitel "Ritter von Epenstein" verliehen. [[1911]] wurde dieser zu "Ritter von Epenstein-Mauternburg" erweitert.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* [[Klaus Heitzmann|Heitzmann, Klaus]]: ''Zwischen juristischem Recht und Vorbildfunktion - Ehrenbürger von Mauterndorf.'' In: [[Peter Klammer|Klammer, Peter]]: und [[Hermann Rumschöttel]] (Hrsg.): ''Mauterndorf - der königliche Markt''. Mauterndorf (Peter Klammer) 2017.
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* [[Klaus Heitzmann|Heitzmann, Klaus]]: "Zwischen juristischem Recht und Vorbildfunktion - Ehrenbürger von Mauterndorf." In: [[Peter Klammer|Klammer, Peter]]: und [[Hermann Rumschöttel]] (Hrsg.): "Mauterndorf - der königliche Markt". Mauterndorf, Peter Klammer, 2017.
* [[Hanno Bayr|Bayr, Hanno]]: ''Berlin trifft Mauterndorf. Eine Reise mit Epenstein und Göring''. Maria Pfarr (Peter Klammer) 2017.
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* [[Hanno Bayr|Bayr, Hanno]]: "Berlin trifft Mauterndorf. Eine Reise mit Epenstein und Göring". Maria Pfarr (Peter Klammer) 2017.
    
== Einzelverweise ==
 
== Einzelverweise ==

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