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| | [[File:E-MK-18025a.jpg|thumb|Salzburg, [[Radstädter Tauern]], [[Jägersee]], 1999.07.20 e.p. 1999.08.02]] | | [[File:E-MK-18025a.jpg|thumb|Salzburg, [[Radstädter Tauern]], [[Jägersee]], 1999.07.20 e.p. 1999.08.02]] |
| − | '''Caloptilia rufipennella''' (''Tinea rufipennella'' Hübner, 1796) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Gracillariidae]]. | + | |
| | + | '''Caloptilia rufipennella''' (''Tinea rufipennella'' Hübner, 1796: 67, Taf. 30, Fig. 204)) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Gracillariidae]]. |
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| | + | ==Diagnose== |
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| | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== |
| − | ''C. rufipennella'' ist bereits aus den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), Ia ([[Stadt Salzburg]]), II ([[Nördliche Kalkalpen|nördliche Kalkalpen]]) und IV ([[Zentralalpen]]) nach Embacher et al. (2011) bekannt, allerdings ist bei den Funden aus den Zonen I und Ia die Bestimmung nicht ganz gesichert, da sie zum Teil auf Minenfunden beruhen. Die Höhenverbreitung im Land ist bisher von 400 - 1150 m dokumentiert ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2011). Lebensraum der Art sind Waldränder und Laubmischwälder mit Beständen des Bergahorn, der Futterpflanze der Raupen. Aber auch an einzeln stehenden Bäumen ist ''C. rufipennella'' zu finden. Die Daten zur Generationsfolge sind bisher nicht eindeutig. [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] wurden im August gefunden, Raupen und Puppen im Juni und Juli, leere Minen aber auch noch im Oktober. Es ist daher anzunehmen, dass die Art in zwei Generationen im Jahr bei uns auftritt ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2011). | + | ''C. rufipennella'' ist bereits aus den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), Ia ([[Stadt Salzburg]]), II ([[Nördliche Kalkalpen|nördliche Kalkalpen]]) und IV ([[Zentralalpen]]) nach Embacher et al. (2024) bekannt, allerdings ist bei den Funden aus den Zonen I und Ia die Bestimmung nicht ganz gesichert, da sie zum Teil auf Minenfunden beruhen. Die Höhenverbreitung im Land ist bisher von 400 bis 1150 m dokumentiert ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Lebensraum der Art sind Waldränder und Laubmischwälder mit Beständen des Bergahorn, der Nahrungspflanze der Raupen. Aber auch an einzeln stehenden Bäumen ist ''C. rufipennella'' zu finden. Die Daten zur Generationsfolge sind bisher nicht eindeutig. [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] wurden im Juli und August gefunden, Raupen und Puppen im Juni und Juli, leere Minen aber auch noch im Oktober. Es ist daher anzunehmen, dass die Art in zwei Generationen im Jahr bei uns auftritt ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). |
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| | + | ==Nachbarfaunen== |
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| | ==Biologie und Gefährdung== | | ==Biologie und Gefährdung== |
| | Über die Biologie der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] ist nichts bekannt. Die Raupen leben jung in kleinen Platzminen an den Blättern von Bergahorn (''[[Acer pseudoplatanus]]''), meist in einem Rippenwinkel. Später fertigen sie dann aus einem Blattzipfel eine Blattrolle an, die sie zumindest einmal wechseln. Dabei ist die erste Blattrolle oft nur ein Blattumschlag am Blattrand, während die letzte Rolle konusförmig gefertigt wird. Auch wenn der faunistische Nachweis schwierig ist, da nur [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] eindeutig bestimmt werden können und diese wesentlich seltener gefunden werden als die auffälligen Blattrollen der Raupen, kann ''C. rufipennella'' nach den bisherigen Funden in Salzburg als ungefährdet gelten. | | Über die Biologie der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] ist nichts bekannt. Die Raupen leben jung in kleinen Platzminen an den Blättern von Bergahorn (''[[Acer pseudoplatanus]]''), meist in einem Rippenwinkel. Später fertigen sie dann aus einem Blattzipfel eine Blattrolle an, die sie zumindest einmal wechseln. Dabei ist die erste Blattrolle oft nur ein Blattumschlag am Blattrand, während die letzte Rolle konusförmig gefertigt wird. Auch wenn der faunistische Nachweis schwierig ist, da nur [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] eindeutig bestimmt werden können und diese wesentlich seltener gefunden werden als die auffälligen Blattrollen der Raupen, kann ''C. rufipennella'' nach den bisherigen Funden in Salzburg als ungefährdet gelten. |