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== Tamsweg ==
 
== Tamsweg ==
Rupert Weibhauser wurde das Physikat in Tamsweg erteilt.<ref>Medizinisch chirurgische Zeitung, 12. Dezember 1808, 359.</ref> 1814 bei der Organisation des Sanitätswesens wurde er noch in seiner Funktion bestätigt als Landgerichtsarzt zu St. Michael und Tamsweg, beide III. Klasse - interessanterweise mit dem Sitz in Mauterndorf.<ref>18. März 1814, Königlich-Baierisches Salzach-Kreis-Blatt.</ref> Er blieb sieben Jahre in Tamsweg. Am 17. Dezember 1815 unterschrieb das Dienstanweisungsprotokoll im Stadthaus zu Laufen, nachdem ihm schon am 28. September 1815 als kgl.-bayer. Landgerichtsarzt von Laufen „nach geendigten vormittägigen Gottesdienst das Handgelübd" abgenommen worden war.<ref>Staatsarchiv für Oberbayern in München RA Nr. 15038</ref>
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Rupert Weibhauser wurde das Physikat in Tamsweg erteilt.<ref>Medizinisch chirurgische Zeitung, 12. Dezember 1808, 359.</ref> 1814 bei der Organisation des Sanitätswesens wurde er noch in seiner Funktion bestätigt als Landgerichtsarzt zu St. Michael und Tamsweg, beide III. Klasse - interessanterweise mit dem Sitz in Mauterndorf.<ref>18. März 1814, Königlich-Baierisches Salzach-Kreis-Blatt.</ref> Er blieb sieben Jahre in Tamsweg.  
    
== Familie ==
 
== Familie ==
 
"Der Heilwissenschaften Doctor und Landphysikus für den Lungau", Rupert Weibhauser heiratete am 13. November 1809 in Tamsweg. Seine Frau schenkte ihm eine Tochter, starb aber im Kindbett. Er heiratete dann ein zweites Mal und zwar die churfürstlich bayerischen Oberbeamtenstochter Josepha de Cullmann aus Germersheim am Rhein. Aus dieser zweiten Ehe gingen zwei Töchter hervor.<ref>Georg Hunklinger, Dr. Rupert Weibhauser von Aufham, in: Heimatblätter Bad Reichenhall, 42,1 (1974).</ref>
 
"Der Heilwissenschaften Doctor und Landphysikus für den Lungau", Rupert Weibhauser heiratete am 13. November 1809 in Tamsweg. Seine Frau schenkte ihm eine Tochter, starb aber im Kindbett. Er heiratete dann ein zweites Mal und zwar die churfürstlich bayerischen Oberbeamtenstochter Josepha de Cullmann aus Germersheim am Rhein. Aus dieser zweiten Ehe gingen zwei Töchter hervor.<ref>Georg Hunklinger, Dr. Rupert Weibhauser von Aufham, in: Heimatblätter Bad Reichenhall, 42,1 (1974).</ref>
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== Laufen ==
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== Laufen und Dachau ==
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Am 17. Dezember 1815 unterschrieb das Dienstanweisungsprotokoll im Stadthaus zu Laufen, nachdem ihm schon am 28. September 1815 als kgl.-bayer. Landgerichtsarzt von Laufen „nach geendigten vormittägigen Gottesdienst das Handgelübd" abgenommen worden war. Er bat am 23. Januar 1817 als Landgerichtsphysikus nach Traunstein gehen zu dürfen. Dieser Wunsch wurde ihm jedoch nicht erfüllt. Aber am 30. Dezember 1817 wurde ihm, zunächst provisorisch, die Landgerichtsarztstelle Dachau übertragen,<ref>Staatsarchiv für Oberbayern in München RA Nr. 15038</ref> wo er der zweite in der Reihe des neu gegründeten Amtes war.<ref>Kubler August, Dachau. m verflossenen Jahrhunderten, Dachau 1928, S. 58.</ref>
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Schon nach 3 1/2 Monaten starb er am 16. April 1818 am „Nervenfieber“, d. h. am Typhus, nur 35 Jahre alt und wurde am 19 April im dortigen Friedhof beerdigt.
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Hunklinger schließt (1974) dramatisch mit den Worten: "Der junge Amtsarzt spürte die Verantwortung, die auf seinen Schultern lastete und hatte den Mut nicht bloß von seiner Schreibstube aus Befehle zu erlassen, sondern persönlich den Feind anzugehen. Sicherlich ließ er die Armen nicht allein. So opferte er sich in der Erfüllung seiner hohen Aufgaben. Ein von hohen Idealen getragenes Leben erlosch allzu früh im Dienste der Nächstenliebe und seiner hohen Berufsauffassung. Diese bescheidenen Zeilen sollen dem verdienten Sohn unserer Heimat ein schlichtes Denkmal setzen."
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==

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