| − | [[1831]] und [[1832]] kam es zu Choleraausbrüchen, die sich von Osten aus [[Galizien]] kommend nach Westen ausbreiteten. Bereits im Sommer [[1831]] bereitete man sich auf den Ernstfall vor und in dem entsprechenden Akt findet sich der Hinweis, dass das Kreisamt Ried "Jessenwagner hinsichtlich seiner Unzuverlässigkeit im Dienste sorgfältig zu überwachen" habe.<ref>>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849, Allgemeine Reihe Schachtel 153.</ref> Eine ganze Reihe von Maßnahmen wurden in Gang gesetzt, um für einen Ausbruch gerüstet zu sein. Für Dr. Jessenwagner, der beim Herannahen der Seuche fast 50 Jahre alt war, bedeutete diese eine große Belastung. Bei einer Dienstreise in Cholera Angelegenheiten erlitt er am rechten Fuße eine Prellung. Das geschah bei einer Inspizierung der Cholera-Spitäler am 4. Jänner [[1832]]. Wegen dieser Verletzung und der Abnahme seiner Kräfte beantragte [[1833]] seine Pensionierung, die ihm gewährt wurde.<ref>SLA Linzer Akten I 184 Jessenwagner.</ref> Der westlichste Cholerafall wurde im Dezember 1832 in [[Wels]] registriert.<ref>Anton Drasche: "Die epidemische Cholera", Wien 1860, 26.</ref> | + | [[1831]] und [[1832]] kam es zu Choleraausbrüchen, die sich von Osten aus [[Galizien]] kommend nach Westen ausbreiteten. Bereits im Sommer [[1831]] bereitete man sich auf den Ernstfall vor und in dem entsprechenden Akt findet sich der Hinweis, dass das Kreisamt Ried "Jessenwagner hinsichtlich seiner Unzuverlässigkeit im Dienste sorgfältig zu überwachen" habe.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849, Allgemeine Reihe Schachtel 153.</ref> Eine ganze Reihe von Maßnahmen wurden in Gang gesetzt, um für einen Ausbruch gerüstet zu sein. Für Dr. Jessenwagner, der beim Herannahen der Seuche fast 50 Jahre alt war, bedeutete diese eine große Belastung. Bei einer Dienstreise in Cholera Angelegenheiten erlitt er am rechten Fuße eine Prellung. Das geschah bei einer Inspizierung der Cholera-Spitäler am 4. Jänner [[1832]]. Wegen dieser Verletzung und der Abnahme seiner Kräfte beantragte [[1833]] seine Pensionierung, die ihm gewährt wurde.<ref>SLA Linzer Akten I 184 Jessenwagner.</ref> Der westlichste Cholerafall wurde im Dezember 1832 in [[Wels]] registriert.<ref>Anton Drasche: "Die epidemische Cholera", Wien 1860, 26.</ref> |
| | Irgendwann in den [[1840er]]-Jahren kam er nach Salzburg, wo er – wie alle pensionierten Ärzte – weiter praktizierte. | | Irgendwann in den [[1840er]]-Jahren kam er nach Salzburg, wo er – wie alle pensionierten Ärzte – weiter praktizierte. |