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| | Im Buch [[Obertauern, einst und jetzt]] schildert der ehemalige Skilehrer Hias Schilchegger von einem ihm im Gedächtnis gebliebenen Ereignis. | | Im Buch [[Obertauern, einst und jetzt]] schildert der ehemalige Skilehrer Hias Schilchegger von einem ihm im Gedächtnis gebliebenen Ereignis. |
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| − | Am [[29. März]] [[1932]]<ref>{{Quelle Leitich}}</ref> landete ein einmotoriger Doppeldecker direkt bei der Südwiener Hütte. Der Großindustrielle Fred Riha aus Wiener Neustadt, der ein begeisterter Sportflieger war, landete mit seinem Flugzeug im Winter neben der Hütte. Pilot war Hauptmann Pawlowsky. Dazu hatten die Skilehrer eine Fläche mit ihren Skiern festgetreten und mit [[Latsche]]<nowiki>nzweigen</nowiki> die Landebahn gekennzeichnet. | + | Am Ostersonntag, [[27. März]] [[1932]], landete ein einmotoriger Doppeldecker direkt bei der Südwiener Hütte. Der Großindustrielle Fred Riha aus Wiener Neustadt, der ein begeisterter Sportflieger war, landete mit seinem Flugzeug im Winter neben der Hütte. Diese erste Hochgebirgslandung am Radstädter Tauern vollführte Pilot Hauptmann a. D. Godwin Brumowsky mit einer ''Phönix-MeteorL-2/C" auf Schneekufen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tag&datum=19320329&query=%22S%c3%bcdwiener+H%c3%bctte%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], "Der Tag", Ausgabe vom 29. März 1932, Seite 2; die Quelle Leitich ist fehlerhaft: Im Text auf Seite 56 richtiges Datum, die Bildunterschrift trägt ein falsches Datum (29. März)</ref><ref>{{Quelle Leitich}}</ref> Dazu hatten die Skilehrer eine Fläche mit ihren Skiern festgetreten und mit [[Latsche]]<nowiki>nzweigen</nowiki> die Landebahn gekennzeichnet. |
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| | Riha wollte seine Frau besuchen, die in der Hütte urlaubte. Die Landung glückte ihm, doch im Auslauf kippte das Flugzeug auf die Nase und verbog den Propeller. So musste er auf einen Ersatzpropeller warten. Beim Start mussten die [[Skilehrer]] das Flugzeug an einem langen Seil so lange festhalten, bis der Motor die richtige Drehzahl erreicht hatte. Dann wurde das Flugzeug ausgeklinkt. | | Riha wollte seine Frau besuchen, die in der Hütte urlaubte. Die Landung glückte ihm, doch im Auslauf kippte das Flugzeug auf die Nase und verbog den Propeller. So musste er auf einen Ersatzpropeller warten. Beim Start mussten die [[Skilehrer]] das Flugzeug an einem langen Seil so lange festhalten, bis der Motor die richtige Drehzahl erreicht hatte. Dann wurde das Flugzeug ausgeklinkt. |
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| | Auf einen höheren Pachtzins müsste sich der Alpenverein jedenfalls einstellen. Sollte es eine Vereinbarung geben, werde man einen ortsüblichen Betrag verlangen, betonte Georg Eder. Bisher profitiert der alpine Verein von einem auf 100 Jahre abgeschlossenen Altvertrag, der abgesehen von einer Einmalzahlung in Höhe von 300 [[Schilling]] keine finanziellen Verpflichtungen enthält. | | Auf einen höheren Pachtzins müsste sich der Alpenverein jedenfalls einstellen. Sollte es eine Vereinbarung geben, werde man einen ortsüblichen Betrag verlangen, betonte Georg Eder. Bisher profitiert der alpine Verein von einem auf 100 Jahre abgeschlossenen Altvertrag, der abgesehen von einer Einmalzahlung in Höhe von 300 [[Schilling]] keine finanziellen Verpflichtungen enthält. |
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| − | [[2024]] wurde die Südwiener Hütte am [[7. April]] für immer geschlossen. Zuletzt war sie durchgehend bewirtschaftet von Juni bis Oktober und durchgehend geöffnet von Dezember bis April. Robert Scharler und seine Frau Tanja Scharler hatten die Hütte acht Jahre lang als Pächter geführt. | + | [[2024]] wurde die Südwiener Hütte am [[7. April]] geschlossen. Zuletzt war sie durchgehend bewirtschaftet von Juni bis Oktober und durchgehend geöffnet von Dezember bis April. Robert Scharler und seine Frau Tanja Scharler hatten die Hütte acht Jahre lang als Pächter geführt. Aber sie dürfte dann doch noch den Sommer über geöffnet gewesen sein, da bei der Homepage-Abfrage am [[11. März]] [[2025]] dort zu lesen stand: "Die Südwiener Hütte hat ab 01.10.2024 bis auf weiteres geschlossen!" |
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| | Die Hütte wird - wenn nicht noch ein Wunder passiert - abgerissen. Hintergrund der Entwicklung ist einerseits ein Bescheid der Bezirkshauptmannschaft St. Johann, der den Bau einer biologischen Kläranlage oder eines Kanalanschlusses vorschreibt. Andererseits läuft der auf 100 Jahre abgeschlossene Pachtvertrag mit den Grundeigentümern (und einer festgesetzten Einmalzahlung von 300 Schilling) Ende 2026 aus. | | Die Hütte wird - wenn nicht noch ein Wunder passiert - abgerissen. Hintergrund der Entwicklung ist einerseits ein Bescheid der Bezirkshauptmannschaft St. Johann, der den Bau einer biologischen Kläranlage oder eines Kanalanschlusses vorschreibt. Andererseits läuft der auf 100 Jahre abgeschlossene Pachtvertrag mit den Grundeigentümern (und einer festgesetzten Einmalzahlung von 300 Schilling) Ende 2026 aus. |