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| | Jetzt holte die Bundesregierung die Pläne für die Glocknerstraße wieder aus der Schublade, um wenigstens bis zu angeblich 3 200 - diese Zahl war jedoch zu hoch und aus Gründen der Propaganda von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl verwendet worden; tatsächlich betrug der Höchststand gleichzeitig tätiger Arbeiter 2 357 im Sommer 1931 <ref>[[Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments]], Seite 258</ref> von durchschnittlich 520 000 Arbeitslosen zu beschäftigen. Mittlerweile war das Projekt auch schon auf sechs Meter Straßenbreite für den Bedarf des "internationalen Großverkehrs" und zur allgemein bespöttelten Berechnung gediehen, dass jährlich "gewiss 120 000 Besucher" kämen. [[1936]], im Jahr nach der Eröffnung der Straße waren es dann bereits aber schon 146 427 und [[1938]] stieg die Besucherzahl auf 374 465 Personen! | | Jetzt holte die Bundesregierung die Pläne für die Glocknerstraße wieder aus der Schublade, um wenigstens bis zu angeblich 3 200 - diese Zahl war jedoch zu hoch und aus Gründen der Propaganda von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl verwendet worden; tatsächlich betrug der Höchststand gleichzeitig tätiger Arbeiter 2 357 im Sommer 1931 <ref>[[Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments]], Seite 258</ref> von durchschnittlich 520 000 Arbeitslosen zu beschäftigen. Mittlerweile war das Projekt auch schon auf sechs Meter Straßenbreite für den Bedarf des "internationalen Großverkehrs" und zur allgemein bespöttelten Berechnung gediehen, dass jährlich "gewiss 120 000 Besucher" kämen. [[1936]], im Jahr nach der Eröffnung der Straße waren es dann bereits aber schon 146 427 und [[1938]] stieg die Besucherzahl auf 374 465 Personen! |
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| − | Am [[30. August]] [[1930]], um 11:40 Uhr, drückte die kleine Traude, die Tochter des Salzburger [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]], den Auslöser für die ersten einhundert Sprengschüsse in Ferleiten. Vier Jahre später lieferten die treibenden Kräfte dieses Straßenbaues, Franz Rehrl und der Erbauer der Straße [[Franz Wallack]], eine Sensation. Mit einem adaptierten [[Steyr 100, das Glocknerauto und Transasien-Expeditionsfahrzeug|Steyr 100]]-Automobil gelang ihnen auf der noch teilweise in Rohbau befindlichen, holprigen [[Scheitelstrecke der Großglockner Hochalpenstraße|Scheitelstrecke]] die [[Erstbefahrung der Großglockner Hochalpenstraße|erste Alpenüberquerung in einem Pkw]]. Ein Jahr später wurde die Großglockner Hochalpenstraße am [[3. August]] [[1935]] eröffnet und tags darauf mit einem [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen|internationalen Auto- und Motorradrennen]] in Betrieb genommen. | + | Am [[30. August]] [[1930]], um 11:40 Uhr, drückte die kleine Traude, die Tochter des Salzburger [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]], den Auslöser für die ersten einhundert Sprengschüsse in Ferleiten. Vier Jahre später lieferten die treibenden Kräfte dieses Straßenbaues, Franz Rehrl und der Erbauer der Straße [[Franz Wallack]], eine Sensation. Mit einem adaptierten [[Steyr 100, das Glocknerauto und Transasien-Expeditionsfahrzeug|Steyr 100]]-Automobil gelang ihnen auf der noch teilweise in Rohbau befindlichen, holprigen [[Scheitelstrecke der Großglockner Hochalpenstraße|Scheitelstrecke]] die [[Erstbefahrung der Großglockner Hochalpenstraße|erste Alpenüberquerung in einem Pkw]]. Ein Jahr später wurde die Großglockner Hochalpenstraße am [[3. August]] [[1935]] eröffnet und tags darauf mit einem [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen|internationalen Auto- und Motorradrennen]] in Betrieb genommen. Allein vom 3. August bis 31. August 1935 wurden rund 80 000 Besucher gezählt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=std&datum=19350908&query=%22G%c3%b6ring%22+%22Gro%c3%9fglocknerstra%c3%9fe%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], "Die Stunde", Ausgabe vom 8. September 1935, Seite 1</ref> |
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| | Die Glocknerstraße kostete einschließlich dem Ausbau der Zufahrten im Kärntner Mölltal und vom Salzburger [[Salzachtal]] knapp 25 Mio. [[Schilling]] (Abrechnung 1935).<ref>25 Mio. Schilling im Jahr 1935 entsprechen in etwa der Kaufkraft im Jahr 2024 von 113.614.750,00 EUR, [https://finanzbildung.oenb.at/docroot/waehrungsrechner/#/ Währungsrechner]</ref> | | Die Glocknerstraße kostete einschließlich dem Ausbau der Zufahrten im Kärntner Mölltal und vom Salzburger [[Salzachtal]] knapp 25 Mio. [[Schilling]] (Abrechnung 1935).<ref>25 Mio. Schilling im Jahr 1935 entsprechen in etwa der Kaufkraft im Jahr 2024 von 113.614.750,00 EUR, [https://finanzbildung.oenb.at/docroot/waehrungsrechner/#/ Währungsrechner]</ref> |