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==Um Recht und Glauben==
 
==Um Recht und Glauben==
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Als Erzbischof [[Rudolf I. von Hoheneck]] [[1287]] den Streit zwischen den alteingesessenen Salzburger Bürgern und zugezogenen Neureichen im [[Sühnebrief]] schlichtete, verlieh er der Stadt ein erstes schriftliches Stadtrecht. Das Bürgertum vermochte sich erfolgreich in den [[Handel (historisch)|Handel]] zwischen Venedig, Italien, und den süddeutschen Reichsstädten Nürnberg, Regensburg und Augsburg einzuschalten.  
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Als Erzbischof [[Rudolf I. von Hohenegg]] [[1287]] den Streit zwischen den alteingesessenen Salzburger Bürgern und zugezogenen Neureichen im [[Sühnebrief]] schlichtete, verlieh er der Stadt ein erstes schriftliches Stadtrecht. Das Bürgertum vermochte sich erfolgreich in den [[Handel (historisch)|Handel]] zwischen Venedig, Italien, und den süddeutschen Reichsstädten Nürnberg, Regensburg und Augsburg einzuschalten.  
    
Im [[Mittelalter|Spätmittelalter]] standen Salzburger Kaufleute im Venedighandel an zweiter Stelle hinter den Nürnbergern und engagierten sich außerdem auf den Märkten in Linz und im Handel entlang der Donau nach Wien. Handwerk und Gewerbe in der Stadt blühten. Der Reichtum des Bürgertums kam in bedeutenden Bauten zum Ausdruck: [[Hans Stetheimer]] und [[Stefan Krumenauer]] schufen im Auftrag der Bürgerschaft den prachtvollen Hallenchor der Stadtpfarrkirche (der heutigen. [[Franziskanerkirche]]), der [[1452]] geweiht wurde. Ihn schmückte einst der größte Flügelaltar der [[Gotik|Spätgotik]]. Der Bildschnitzer [[Michael Pacher]] aus Bruneck in [[Südtirol]] hatte [[1484]] von Salzburger Kaufleuten den Auftrag zu diesem monumentalen Werk erhalten. Die gotische Madonna des Pacher-Altars, die [[Fischer von Erlach]] in das Zentrum seines barocken Hochaltars gestellt hat, lässt heute noch die Qualität dieses verlorenen Meisterwerks nachempfinden.
 
Im [[Mittelalter|Spätmittelalter]] standen Salzburger Kaufleute im Venedighandel an zweiter Stelle hinter den Nürnbergern und engagierten sich außerdem auf den Märkten in Linz und im Handel entlang der Donau nach Wien. Handwerk und Gewerbe in der Stadt blühten. Der Reichtum des Bürgertums kam in bedeutenden Bauten zum Ausdruck: [[Hans Stetheimer]] und [[Stefan Krumenauer]] schufen im Auftrag der Bürgerschaft den prachtvollen Hallenchor der Stadtpfarrkirche (der heutigen. [[Franziskanerkirche]]), der [[1452]] geweiht wurde. Ihn schmückte einst der größte Flügelaltar der [[Gotik|Spätgotik]]. Der Bildschnitzer [[Michael Pacher]] aus Bruneck in [[Südtirol]] hatte [[1484]] von Salzburger Kaufleuten den Auftrag zu diesem monumentalen Werk erhalten. Die gotische Madonna des Pacher-Altars, die [[Fischer von Erlach]] in das Zentrum seines barocken Hochaltars gestellt hat, lässt heute noch die Qualität dieses verlorenen Meisterwerks nachempfinden.
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