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[[1808]], als Dr. Oberlechner von seiner Physikatsstelle in Radstadt zurücktrat, bewarb sich Dr. Jungwirth darum, um nach Radstadt zurückkehren zu können, wo er bereits von [[1804]] bis [[1805]] gewirkt hatte. Als Gründe für die angestrebte (Rück)versetzung führte er an, dass seine Schwiegereltern ihn und ihre Tochter ihn um sich zu haben wünschten, und es sei "die Lage Radstadts für seinen nicht sehr festen Organismus zuträglicher, als jene von [[St. Johann im Pongau|St. Johann]]".  
 
[[1808]], als Dr. Oberlechner von seiner Physikatsstelle in Radstadt zurücktrat, bewarb sich Dr. Jungwirth darum, um nach Radstadt zurückkehren zu können, wo er bereits von [[1804]] bis [[1805]] gewirkt hatte. Als Gründe für die angestrebte (Rück)versetzung führte er an, dass seine Schwiegereltern ihn und ihre Tochter ihn um sich zu haben wünschten, und es sei "die Lage Radstadts für seinen nicht sehr festen Organismus zuträglicher, als jene von [[St. Johann im Pongau|St. Johann]]".  
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In den Jahren [[1810]], [[1811]] und [[1813]] brachte Francisca in Radstadt die Kinder Ludwig Ferdinand, Aloisia Stephanie Jakoba und Wilhelm Ferdinand zur Welt, die alle als Säuglinge verstarben.<ref>Taufbuch der [[Pfarre Radstadt]], [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/radstadt/TFBIII/?pg=376 Bd. III, Register, S. 22]</ref> Am [[18. August]] [[1818]] wurde ihr Mann Matthäus Jungwirth im Rahmen der Organisierung des Sanitätswesens nach österreichischer Form zum Distriktsarzt von Neumarkt am [[Wallersee]] befördert.  
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In den Jahren [[1810]], [[1811]] und [[1813]] brachte Francisca in Radstadt die Kinder Ludwig Ferdinand, Aloisia Stephanie Jakoba und Wilhelm Ferdinand zur Welt, die alle als Säuglinge verstarben.<ref>Taufbuch der [[Pfarre Radstadt]], [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/radstadt/TFBIII/?pg=376 Bd. III, Register, S. 22]</ref> [[1814]] übersiedelte die Familie nach Neumarkt, als Jungwirth im Zuge der Organisierung des Sanitätswesens nach bayrischer Form dorthin versetzt wurde.<ref>18. März 1814, Königlich-Baierisches Salzach-Kreis-Blatt, 389-392.</ref>  Am [[18. August]] [[1818]] wurde ihr Mann Matthäus Jungwirth im Rahmen der österreichischen Organisierung des Sanitätswesens zum Distriktsarzt von Neumarkt am [[Wallersee]] befördert.  
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Hier bekam sie drei Söhne, nämlich [[1814]] Ferdinand, [[1819]] Johann Georg August<ref>Taufbuch der Pfarre Neumarkt am Wallersee,  [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/neumarkt-am-wallersee/TFBV/?pg=34 Bd. V S. 60]</ref> und [[1821]] Franz. Gemeinsames Wohnhaus der Familie war das Haus Neumarkt Nr. 59 − wobei trotz des Vorhandenseins eines "Jungwirth-Hauses" in Neumarkt noch keine eindeutige Zuordnung getroffen werden konnte. Der Sohn Ferdinand verstarb [[1849]]. [[August Jungwirth]] studierte Medizin in Padua und trat [[1847]] bei der Pensionierung seines Vaters dessen Nachfolge als Bezirksarzt von Neumarkt an.
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Hier bekam sie drei Söhne, nämlich [[1814]] Ferdinand, [[1819]] Johann Georg August<ref>Taufbuch der Pfarre Neumarkt am Wallersee,  [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/neumarkt-am-wallersee/TFBV/?pg=34 Bd. V S. 60]</ref> und [[1821]] Franz. Gemeinsames Wohnhaus der Familie war das Haus Neumarkt Nr. 59. Der Sohn Ferdinand verstarb [[1849]]. [[August Jungwirth]] studierte Medizin in Padua und trat [[1847]] bei der Pensionierung seines Vaters dessen Nachfolge als Bezirksarzt von Neumarkt an.
    
Am 10. August 1850 starb Francisca Jungwirth im Alter von 60 Jahren an Auszehrung.<ref name="StB"/>
 
Am 10. August 1850 starb Francisca Jungwirth im Alter von 60 Jahren an Auszehrung.<ref name="StB"/>
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Das sozial-politische Engagement von Jungwirth zeigt sich in der folgenden Stiftung:
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"Die verstorbene Gattin des jubilirten k. k. Bezirksarztes Dr. Jungwirth, Frau Franziska Jungwirth, hat dem Schulfonde in Neumarkt ein Kapital von 200 fl. KM. mit der Bestimmung gewidmet, daß von den entfallenden jährlichen Zinsen arme Schulkinder der Schule zu Neumarkt mit Kleidungsstücken, nöthigen Schulerfordernissen oder andern nützlichen Büchern durch den jeweiligen Herrn Vikar betheilt werden. Dieses großmuthige Geschenk, welches bereits seiner Bestimmung zugeführt wurde, wird hiemit zur allgemeinen Kenntniß gebracht.
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Von der k. k. Statthalterei, Salzburg, am 22. Jänner 1853."<ref>Salzburger Zeitung 28. January 1853, 1.</ref>
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==

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