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{{Salzburgbezug}}[[Datei:Steinhögl.JPG|thumb|Steinhögl mit der Filialkirche St. Georg]]
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[[Datei:Freilassing mit Salzburghofen mit Steinhögl.jpg|thumb|Die Lage von Steinhögl]]
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[[Datei:Filialkirche Steinhögl.JPG|thumb|Filialkirche St. Georg am Steinhögl.]]
Die '''Filialkirche St. Georg am Steinhögl''' befindet sich am Nordabhang des [[Högl (Berg)|Högl]]s im Gemeindegebiet von [[Anger (Bayern)|Anger]] (Ortsteil Steinhögl) im [[Rupertiwinkel]] in [[Bayern]]. Sie gehört zur Pfarre Anger .
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Die '''Filialkirche St. Georg am Steinhögl''' befindet sich am Nordabhang des [[Högl (Berg)|Högl]]s im Gemeindegebiet von [[|Anger (Bayern)|Anger]] im Ortsteil Steinhögl im [[Rupertiwinkel]] in [[Bayern]]. Sie gehört zur Pfarre Anger und zählt zu den [[Denkmalschutz |denkmalgeschützten]] Objekten in der Gemeinde.
    
==Beschreibung der Lage==
 
==Beschreibung der Lage==
Die Kirche befindet sich auf einer 575 [[m ü. A.]] hoch gelegenen terrassenförmigen Geländeformation auf der nach Nordwesten auslaufenden Erhebung des Högls. Das Besondere an dieser Stelle ist ein geradezu einzigartiger Ausblick über den Rupertiwinkel: unterhalb von Steinhögl befindet sich die Wallfahrtskapelle [[Vachenlueg]] mit dem Tal der kleinen Sur, auf dem ansteigenden Geländerücken links der Markt [[Teisendorf]], in der Mitte die Wallfahrtskirche Weildorf, anschließend mit dreifacher Zwiebelhaube die Kirche von Straß. Der [[Högl (Berg)|Högl]] selbst zählt zu den ältesten Siedlungsplätzen der Gegend.  
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Die Kirche befindet sich auf einer 575 [[m ü. A.]] hoch gelegenen terrassenförmigen Geländeformation auf der nach Nordwesten auslaufenden Erhebung des Högls. Das Besondere an dieser Stelle ist ein geradezu einzigartiger Ausblick über den Rupertiwinkel: unterhalb von Steinhögl befindet sich die[[Anger (Bayern)#Wallfahrtskapelle "Zu unserer lieben Frau" in Vachenlueg|Wallfahrtskapelle "Zu unserer lieben Frau" in Vachenlueg]] mit dem Tal der kleinen Sur, auf dem ansteigenden Geländerücken links der Markt [[Teisendorf]], in der Mitte die [[Mariä Himmelfahrt Weildorf|Wallfahrtskirche Weildorf]], anschließend mit dreifacher Zwiebelhaube die Kirche von [[Straß (Ainring)|Straß]].
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[[Datei:Steinhögl mit der Filialkirche Sankt Georg.JPG|thumb|Steinhögl mit der Filialkirche St. Georg.]]
    
==Geschichte ==
 
==Geschichte ==
Unweit der Kirche von Steinhögl wurden jungsteinzeitliche Beile aus grünen Seyenit gefunden; freigelegte Mauerreste weisen auf ein [[Römer|römisches]] Badegebäude hin, und ein 1897 entdecktes merowingerzeitliches Steinplattengrab lässt eine Siedlungskontinuität in nachrömischer Zeit als möglich erscheinen. Die Güter in diesem Bereich gelangten erst ab dem [[12. Jahrhundert]] in den Besitz der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] in der [[Stadt Salzburg]] und zählten auch zur Ausstattung des nahegelegenen [[Augustinerchorherrenstift Höglwörth]]. Erstmals wird [[1325]] der Siedlungsname Steinhögl genannt.
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Der Högl zählt zu den ältesten Siedlungsplätzen der Gegend.  Unweit der Kirche von Steinhögl wurden jung[[steinzeit]]liche Beile aus grünen Seyenit gefunden. Freigelegte Mauerreste weisen auf ein [[Römer|römisches]] Badegebäude hin, und ein [[1897]] entdecktes merowingerzeitliches Steinplattengrab lässt eine Siedlungskontinuität in nachrömischer Zeit als möglich erscheinen. Die Güter in diesem Bereich gelangten erst ab dem [[12. Jahrhundert]] in den Besitz der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] in Salzburg und zählten auch zum Besitz des nahegelegenen [[Augustinerchorherrenstift Höglwörth|Augustinerchorherrenstifts Höglwörth]]. Erstmals wird [[1325]] der Siedlungsname Steinhögl genannt.
    
Die erstmalige Nennung der den beiden heiligen Georg und Leonhard geweihten Kirche erfolgt durch einen im Jahr [[1443]] ausgestellten Ablassbrief, der mit dem um [[1440]] errichteten Chorneubau und mit der gleichzeitigen Einwölbung des Langhauses in Zusammenhang stehen dürfte.  
 
Die erstmalige Nennung der den beiden heiligen Georg und Leonhard geweihten Kirche erfolgt durch einen im Jahr [[1443]] ausgestellten Ablassbrief, der mit dem um [[1440]] errichteten Chorneubau und mit der gleichzeitigen Einwölbung des Langhauses in Zusammenhang stehen dürfte.  
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Das Langhaus als Saalbau ist der romanischen Zeit zuzuordnen. Dafür spricht das sorgfältig aufgeführte Quadermauerwerk aus Högler Sandstein, das in den unteren Mauerpartien römische Spolien einschließt; Mauerstärke 175/ 180 cm, im Fundament 220 cm. Die [[Romanik|romanische]] Apsis wurde um 1440 durch einen aus Bruchsteinmauerwerk aufgeführten eingezogenen Chor mit Fünfachtelanschluss ersetzt. Das schwere Netzrippengewölbe in Chor und Langhaus ruht auf profilierten Innenraum der St. Georgs-Kirche in Steinhögl, Chor u. Gewölbe-Konsolsteinen. Der Eingang vom Süden her erfolgt durch eine Vorhalle mit Kapelle aus dem späten 17. Jahrhundert Das ursprüngliche romanische Portal konnte ca. einen Meter westlich davon im Mauerwerk festgestellt werden.
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Das Langhaus als Saalbau ist der [[Romanik|romanischen]] Zeit zuzuordnen. Dafür spricht das sorgfältig aufgeführte Quadermauerwerk aus Högler Sandstein, das in den unteren Mauerpartien römische Spolien einschließt; Mauerstärke 175 bis 180 cm, im Fundament 220 cm. Die [[Romanik|romanische]] Apsis wurde um [[1440]] durch einen aus Bruchsteinmauerwerk aufgeführten eingezogenen Chor mit Fünfachtelanschluss ersetzt. Das schwere Netzrippengewölbe in Chor und Langhaus ruht auf profilierten Innenraum der St. Georgs-Kirche in Steinhögl, Chor und Gewölbe-Konsolsteinen. Der Eingang vom Süden her erfolgt durch eine Vorhalle mit Kapelle aus dem späten [[17. Jahrhundert]] Das ursprüngliche romanische Portal konnte ca. einen Meter westlich davon im Mauerwerk festgestellt werden.
    
==Bildergalerie==
 
==Bildergalerie==
 
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Datei:Filialkirche Steinhögl.JPG|Filialkirche Steinhögl
   
Datei:Steinhöglkirche, Südseite.JPG|Steinhöglkirche, Südseite
 
Datei:Steinhöglkirche, Südseite.JPG|Steinhöglkirche, Südseite
 
Datei:Altarfoto von der Filialkirche Steinhögl.JPG|Altarfoto von der Filialkirche Steinhögl
 
Datei:Altarfoto von der Filialkirche Steinhögl.JPG|Altarfoto von der Filialkirche Steinhögl
Datei:Steinhöglkirche.JPG|Steinhöglkirche, innen, 2012
   
Datei:Innenansicht der Steinhöglkirche.JPG|Innenansicht der Steinhöglkirche, Okt. 2017  
 
Datei:Innenansicht der Steinhöglkirche.JPG|Innenansicht der Steinhöglkirche, Okt. 2017  
 
Datei:Verkündigungskanzel in der Filialkirche Steinhögl.JPG|Verkündigungskanzel in der Filialkirche Steinhögl
 
Datei:Verkündigungskanzel in der Filialkirche Steinhögl.JPG|Verkündigungskanzel in der Filialkirche Steinhögl
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==Weblinks==
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==Quellen==
* [http://www.pv-aap.de/ Homepage des Pfarrverbandes Anger]
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* [https://www.pv-aap.de/index.php/kirchen-und-kapellen/anger  Pfarrverband Anger]
 
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* {{Quelle dieses Artikels|[[Franz Fuchs (Thalgau)|Franz Fuchs]]}}
==Quelle==
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* Homepage der Pfarre Anger
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{{SORTIERUNG: Georg am Steinhögl, Filialkirche St.}}
 
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[[Kategorie:Rupertiwinkel]]
 
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Religion]]
 
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[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)‎]]
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[[Kategorie:Erzdiözese]]
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[[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)‎]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
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[[Kategorie:Romanik]]
 
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
 
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[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 
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[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
 
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