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| − | '''Proutia betulina''' (''Psyche betulina'' Zeller, 1839: 283) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]]. | + | '''Proutia betulina''' (''Psyche betulina'' Zeller, 1839: 283) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Psychidae]] (Sackträger). |
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| | Volkstümlicher Name: Birken-Sackträger | | Volkstümlicher Name: Birken-Sackträger |
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| | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== |
| − | ''P. betulina'' ist in Zone I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]) nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al.]] (2024) weit verbreitet und nicht selten und wurde auch schon in der [[Stadt Salzburg]] (Zone Ia), den [[Salzburger Kalkalpen|nördlichen Kalkalpen]] (Zone II) und den Schieferalpen (Zone III) in Salzburg nachgewiesen. Die Höhenverbreitung ist aber mit 390 bis 650 m (vereinzelt bis 1250 m) gering ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024) und so fehlen Funde aus den höheren Gebirgslagen des Landes. Häufig wird die Art auf Hochmooren in Birkenbeständen gefunden, wo die Raupen bereits ab Februar, März an den Stämmen der Moorbirken in die Höhe klettern. Die Art lebt aber auch an sonnigen, laubdominierten Waldrändern, vereinzelt in Schneeheide-Kiefernwäldern, sowie sogar in Gärten und Parks. Die [[Glossar Biologie#I|''Imagines'']] schlüpfen von Ende Mai bis Juli, die Raupen entwickeln sich von Juli, überwinternd bis Mai. | + | ''P. betulina'' ist in Zone I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]) nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al.]] (2024) weit verbreitet und nicht selten und wurde auch schon in der [[Stadt Salzburg]] (Zone Ia), den [[Salzburger Kalkalpen|nördlichen Kalkalpen]] (Zone II) und den Schieferalpen (Zone III) in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] nachgewiesen. Die Höhenverbreitung ist aber mit 390 bis 650 m (vereinzelt bis 1250 m) gering ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024) und so fehlen Funde aus den höheren Gebirgslagen des Landes. Häufig wird die Art auf Hochmooren in [[Birke]]nbeständen gefunden, wo die Raupen bereits ab Februar, März an den Stämmen der Moorbirken in die Höhe klettern. Die Art lebt aber auch an sonnigen, laubdominierten [[Wald (Pflanzenformation)|Wald]]<nowiki></nowiki>rändern, vereinzelt in Schneeheide-[[Kiefer]]nwäldern sowie sogar in Gärten und Parks. |
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| | + | Die [[Glossar Biologie#I|''Imagines'']] schlüpfen von Ende Mai bis Juli, die Raupen entwickeln sich von Juli, überwinternd bis Mai. |
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| | ==Nachbarfaunen== | | ==Nachbarfaunen== |
| − | Nach Huemer (2013) fehlen in Österreich Nachweise aus Osttirol und dem Burgenland. In Oberösterreich (Kusdas & Reichl 1974) und Bayern (Haslberger & Segerer 2016) ist ''P. betulina'' aber jeweils in allen Naturräumen vertreten. | + | Nach Huemer (2013) fehlen in Österreich Nachweise aus [[Osttirol]] und dem [[Burgenland]]. In [[Oberösterreich]] (Kusdas & Reichl 1974) und [[Bayern]] (Haslberger & Segerer 2016) ist ''P. betulina'' aber jeweils in allen Naturräumen vertreten. |
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| | ==Biologie und Gefährdung== | | ==Biologie und Gefährdung== |
| − | Über die Biologie der ''Imagines'' ist praktisch nichts aus Salzburg bekannt. Sie werden in der Natur kaum jemals gefunden, sondern sind am besten durch Zucht zu erhalten. Die Raupen wurden nicht nur an Birkenstämmen, sondern auch an Stämmen von Weißbuche, Buche, Eiche und Rotkiefer gefunden ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Sie ernähren sich vermutlich von Moosen und Flechten, dürften aber auch grüne Blättern verzehren (zumindest in der Zucht nach der Überwinterung). In diesem Fall konnte eine Beeinflussung durch Ressourcennutzung durch ''[[Coleophora milvipennis]]'' und ''[[Stigmella microtheriella]]'' festgestellt werden. Die Raupen werden zudem durch nicht näher bestimmte [[Ichneumonidae]] parasitiert. Wegen der Beschränkung auf niedrige Lagen ist ''P. betulina'' in Salzburg als potentiell bedroht anzusehen, obwohl sie nicht an Hochmoore gebunden ist, sondern auch an sonnigen Rändern von laubdominierten Wäldern Lebensraum in Salzburg vorfindet (Einstufung NT nach Embacher et al. 2024). | + | Über die Biologie der ''Imagines'' ist praktisch nichts aus Salzburg bekannt. Sie werden in der Natur kaum jemals gefunden, sondern sind am besten durch Zucht zu erhalten. |
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| | + | Die Raupen wurden nicht nur an [[Birke]]nstämmen, sondern auch an Stämmen von Weißbuche, Buche, [[Eiche]] und Rotkiefer gefunden ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Sie ernähren sich vermutlich von [[Moose]]n und [[Flechte]]n, dürften aber auch grüne Blättern verzehren (zumindest in der Zucht nach der Überwinterung). In diesem Fall konnte eine Beeinflussung durch Ressourcennutzung durch ''[[Coleophora milvipennis]]'' und ''[[Stigmella microtheriella]]'' festgestellt werden. Die Raupen werden zudem durch nicht näher bestimmte [[Ichneumonidae]] (Schlupfwespen) parasitiert. |
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| | + | Wegen der Beschränkung auf niedrige Lagen ist ''P. betulina'' in Salzburg als potentiell bedroht anzusehen, obwohl sie nicht an Hoch[[moore]] gebunden ist, sondern auch an sonnigen Rändern von laubdominierten Wäldern Lebensraum in Salzburg vorfindet (Einstufung NT nach Embacher et al. 2024). |
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| | ==Weiterführende Informationen== | | ==Weiterführende Informationen== |
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| | *Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp. | | *Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp. |
| | *Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp. | | *Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp. |
| − | *Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.12.31]. | + | *Kurz, M. A. & [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.12.31]. |
| − | *Kusdas, K. & E. R. Reichl 1974. Die Schmetterlinge Oberösterreichs. Teil 2. Schwärmer und Spinner. Entomologische Arbeitsgemeinschaft O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-263. | + | *Kusdas, K. & E. R. Reichl 1974. Die Schmetterlinge Oberösterreichs. Teil 2. Schwärmer und Spinner. Entomologische Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-263. |
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| | + | == Einzelnachweis == |
| | + | <references /> |
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| | [[Kategorie:Wissenschaft]] | | [[Kategorie:Wissenschaft]] |