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| − | Siehst du den schrecklichen Sumpf dort! ganze sechs Stunden der Länge | + | Siehst du den schrecklichen Sumpf dort! ganze sechs Stunden der Länge |
| − | Nach, von Pramberg bis Bruck hin, wo kein Landmann den Pflug treibt; | + | |
| | + | Nach, von Pramberg bis Bruck hin, wo kein Landmann den Pflug treibt; |
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| | Jene Gegend des Fluches mit hohen Gebirgen umschlossen, | | Jene Gegend des Fluches mit hohen Gebirgen umschlossen, |
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| | Wo die Verwesung thront, und scheußlich stinkende Lachen | | Wo die Verwesung thront, und scheußlich stinkende Lachen |
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| | Ewig vergiften die Luft; ach! da wächst nährendes Gras nicht, | | Ewig vergiften die Luft; ach! da wächst nährendes Gras nicht, |
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| | Auch nicht falbes Getreid, kein Baum; die ätzende Iris | | Auch nicht falbes Getreid, kein Baum; die ätzende Iris |
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| | Nur steigt aus dem Schlamme herauf, und ſcirpus, arundo; | | Nur steigt aus dem Schlamme herauf, und ſcirpus, arundo; |
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| | Kein Kraut lohnet der Arbeit, dem duldendem Viehe nicht einmahl | | Kein Kraut lohnet der Arbeit, dem duldendem Viehe nicht einmahl |
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| | Dienen die Gräser zur Streue; wenn nicht die Hacke gebraucht wird, | | Dienen die Gräser zur Streue; wenn nicht die Hacke gebraucht wird, |
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| | Sie zu verbessern; man sieht die alten Furchen der Aecker, | | Sie zu verbessern; man sieht die alten Furchen der Aecker, |
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| | Zwar noch an dem Gestade der um sich fressenden Sümpfe; | | Zwar noch an dem Gestade der um sich fressenden Sümpfe; |
| − | Doch sie erinnern nur an die goldenen Tage der Vorzeit, | + | |
| | + | Doch sie erinnern nur an die goldenen Tage der Vorzeit, |
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| | Was war! nicht mehr ist! - und reißt zur schnellen Verzweiflung; | | Was war! nicht mehr ist! - und reißt zur schnellen Verzweiflung; |
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| | In den schwärzeren Lachen verweilt der genüßebare Frosch nicht; | | In den schwärzeren Lachen verweilt der genüßebare Frosch nicht; |
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| | Dort frohlockt nur des Lebens Feindinn, ein höllisches Wesen, | | Dort frohlockt nur des Lebens Feindinn, ein höllisches Wesen, |
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| | Das nichts kocht als Gift, die gräßlich coarende Kröte, | | Das nichts kocht als Gift, die gräßlich coarende Kröte, |
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| | Die nie schläft, voll Haß und Neid mit ermüdender Stimme | | Die nie schläft, voll Haß und Neid mit ermüdender Stimme |
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| | Auch die Menschen zu ruhen verhindert, und ewiges Wachen | | Auch die Menschen zu ruhen verhindert, und ewiges Wachen |
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| | Grausam erregt, wenn nicht das Eis des Winters sich ausstreckt | | Grausam erregt, wenn nicht das Eis des Winters sich ausstreckt |
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| | Und so Schweigen gebeut. Oft schwimmen drohende Nattern | | Und so Schweigen gebeut. Oft schwimmen drohende Nattern |
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| | Auf den Wanderer zu, und halten ihn gräßlich umschlungen, | | Auf den Wanderer zu, und halten ihn gräßlich umschlungen, |
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| | Ritzen tödtend mit giftiger Zunge am Fuße das Fleisch auf. | | Ritzen tödtend mit giftiger Zunge am Fuße das Fleisch auf. |
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| | Findet man dort zum Wunder noch etwa Krebs se, so sind sie | | Findet man dort zum Wunder noch etwa Krebs se, so sind sie |
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| | Stinkend, und schwarz; sie vermag nicht das siedende Wasser zu röthen | | Stinkend, und schwarz; sie vermag nicht das siedende Wasser zu röthen |
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| | Selbst die seltenen Fische, die freundlichsten Gäste der Pfützen, | | Selbst die seltenen Fische, die freundlichsten Gäste der Pfützen, |
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| | Sind nur mager und krank, so, daß zwey Tausend den Hunger | | Sind nur mager und krank, so, daß zwey Tausend den Hunger |
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| | Eines Menschen kaum stillen, und statt der Labung nur Seuchen | | Eines Menschen kaum stillen, und statt der Labung nur Seuchen |
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| | Wecken, wie septiches Gift. Wem ist es möglich zu sagen, | | Wecken, wie septiches Gift. Wem ist es möglich zu sagen, |
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| | Wie der Ort der Verwüstung so traurig. In nächtlichen Stunden | | Wie der Ort der Verwüstung so traurig. In nächtlichen Stunden |
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| | Steigen vom faulenden Wasser die Nebeldünste des Todes. | | Steigen vom faulenden Wasser die Nebeldünste des Todes. |
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| | Immer begleiten sie feurige, Grauen verbreitende Geister; | | Immer begleiten sie feurige, Grauen verbreitende Geister; |
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| | Stürzen vereint zur Rache dann über entlegene Dörfer | | Stürzen vereint zur Rache dann über entlegene Dörfer |
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| | Hin, und dringen in Häuser, und in die Körper der Menschen. | | Hin, und dringen in Häuser, und in die Körper der Menschen. |
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| | Anfangs zittert der Mensch dem Laube der Birke vergleichbar; | | Anfangs zittert der Mensch dem Laube der Birke vergleichbar; |
| − | Wenn der Sturmwind über den Wald im Grimme dahertobt; | + | |
| − | Er erbebt, wie der Erdball bebt; wenn ihn strafende Allmacht | + | Wenn der Sturmwind über den Wald im Grimme dahertobt; |
| − | Faßt, und erschüttert; denn Kälte ergreift ihn, wie Kälte des Eismeers! | + | |
| − | Aber bald folgt zehrende Hitze, unlöschbarer Durst plagt | + | Er erbebt, wie der Erdball bebt; wenn ihn strafende Allmacht |
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| | + | Faßt, und erschüttert; denn Kälte ergreift ihn, wie Kälte des Eismeers! |
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| | + | Aber bald folgt zehrende Hitze, unlöschbarer Durst plagt |
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| | Den vertrockneten Körper, Röthend wie glühende Kohle | | Den vertrockneten Körper, Röthend wie glühende Kohle |
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| | Liegt der Kranke und stöhnt. Ihm ist nicht vergönnet, nur eine | | Liegt der Kranke und stöhnt. Ihm ist nicht vergönnet, nur eine |
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| | Thräne zu weinen; nur quält der umfliessende, stinkende Schweiß ihn, | | Thräne zu weinen; nur quält der umfliessende, stinkende Schweiß ihn, |
| − | Blaß und kraflos athmet er schwer und ringt mit dem Tode! – | + | |
| − | Dreymal geschwinder schlägt ihm das Herz! Es zittert! dann stirbt er – | + | Blaß und kraflos athmet er schwer und ringt mit dem Tode! – |
| − | Freund! die Lache, den Sumpf, der alles das Uebel hervorbringt, | + | |
| − | Machst du mit deinen ersinnlichsten Kräften ewig nicht urbar, | + | Dreymal geschwinder schlägt ihm das Herz! Es zittert! dann stirbt er – |
| − | Armer! glaub' es mir doch; es wird dir immer mißlingen, | + | |
| − | Was den reichen, und weisen Wahlfürsten trotzte, und immer | + | Freund! die Lache, den Sumpf, der alles das Uebel hervorbringt, |
| − | Widerstand; ach! umsonst denkst du in Sorgen die Nacht durch | + | |
| | + | Machst du mit deinen ersinnlichsten Kräften ewig nicht urbar, |
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| | + | Armer! glaub' es mir doch; es wird dir immer mißlingen, |
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| | Lieber! Ich schwöre, umsonst, und verschmachtend zerbrichst du den Kopf dir - - | | Lieber! Ich schwöre, umsonst, und verschmachtend zerbrichst du den Kopf dir - - |
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| | Höre! - (ich weiß es) höre! Der Ort ist verflucht, und verurtheilt | | Höre! - (ich weiß es) höre! Der Ort ist verflucht, und verurtheilt |
| − | Zum Todtsein!!! Ha! denke das Alles ist dein! ist dein Erbtheil; | + | |
| | + | Zum Todtsein!!! Ha! denke das Alles ist dein! ist dein Erbtheil; |
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| | Aber das herrliche Hundsdorf links in der Ferne, wo Segen | | Aber das herrliche Hundsdorf links in der Ferne, wo Segen |
| − | Ruht; wo Früchte gedeihen, der Weitzen in Ueberfluß wallet, | + | |
| | + | Ruht; wo Früchte gedeihen, der Weitzen in Ueberfluß wallet, |
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| | Wo die geräumigen Ställe die Menge starkhufiger Pferde | | Wo die geräumigen Ställe die Menge starkhufiger Pferde |
| − | Und der fettesten Rinder und Lämmer, und Bicke kaum fassen, | + | |
| | + | Und der fettesten Rinder und Lämmer, und Bicke kaum fassen, |
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| | Wo die Traube erquickt, und edlere Menschen die Wollust | | Wo die Traube erquickt, und edlere Menschen die Wollust |
| − | Edens geniessen; dort, wo der Sonne befohlen ward, länger, | + | |
| | + | Edens geniessen; dort, wo der Sonne befohlen ward, länger, |
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| | Als der übrigen Erde zu leuchten: wird herrschen dein Gegner, | | Als der übrigen Erde zu leuchten: wird herrschen dein Gegner, |
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| | Er, dein Feind, der süße, vom Meister geliebtere Jünger! - - | | Er, dein Feind, der süße, vom Meister geliebtere Jünger! - - |
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