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== Leben ==
 
== Leben ==
Aloys Bacher studierte in [[Wien]] Medizin und promovierte am [[10. Mai]] [[1799]] (bzw. [[25. April]] [[1800]])<ref>UAW Med9,5-256, online in genteam.at, Anton Edler von Rosas, Geschichte der k. k. österr. medic. Bildungs-, Heil- und Wohlthätigkeits-Anstalten, dann medic. Statistik und Topographie der k. k. österr. Monarchie. Kurzgefasste Geschichte der Wiener Hochschule im Allgemeinen und der medicinischen Facultät derselben insbesondere, in: Wilhelm Edler von Well, Hg., Medicinische Jahrbücher des kaiserl. königl. österreichischen Staates, Wien 1848, 81-354, hier: 336.</ref>. Der Abschluss bestand aus zwei Rigorosen, woran sich eventuell noch eine Konkursprüfung anschloss, dadurch kommen mitunter verschiedene Datumsnennungen zustande. Jedenfalls war Bacher bereits 34 Jahre alt, als er das Studium abschloss.  
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Aloys Bacher studierte in [[Wien]] Medizin und promovierte am [[10. Mai]] [[1799]] (bzw. [[25. April]] [[1800]])<ref>UAW Med9,5-256, online in genteam.at, Anton Edler von Rosas, Geschichte der k. k. österr. medic. Bildungs-, Heil- und Wohlthätigkeits-Anstalten, dann medic. Statistik und Topographie der k. k. österr. Monarchie. Kurzgefasste Geschichte der Wiener Hochschule im Allgemeinen und der medicinischen Facultät derselben insbesondere, in: Wilhelm Edler von Well, Hg., Medicinische Jahrbücher des kaiserl. königl. österreichischen Staates, Wien 1848, 81-354, hier: 336.</ref>. Der Abschluss bestand aus zwei Rigorosen, woran sich eventuell noch eine Konkursprüfung anschloss, dadurch kommen mitunter verschiedene Datumsnennungen zustande. Jedenfalls war Bacher bereits 34 Jahre alt, als er das Studium abschloss. Aus einer Zusammenfassung der (nur zwei) Bewerber für das Physikat im Lungau geht hervor, dass Bacher zum Zeitpunkt seiner Bewerbung praktizierender Arzt in Innsbruck war. Der andere Bewerber war [[Franz Ferchl]] der - nach seiner eigenen Angabe - die Doktorswürde erst 8 Tage nach seiner Bewerbung erhalten würde.<ref>SLA GHK LV 15b.</ref>
    
[[Datei:1815 Bacher Tamsweg.jpg|mini|"Aus dem 80. Stücke des diesjährigen Kreisblattes, welches das königliche Generalkommissariat für den Salzachkreis redigiert, ersah ich zu meiner größten Überraschung sowohl als äußersten Bestürzung, dass ich vermöge allerhöchster Bestimmung vom 16. vorigen Monats von meiner gegenwärtigen Stelle zu Laufen einem Landgerichte I. Klasse nach Tamsweg im Lungau für die Landgerichte Tamsweg und St Michael beide III. Klasse, übersetzt werden solle." (StAM RA Nr 15038.)]]
 
[[Datei:1815 Bacher Tamsweg.jpg|mini|"Aus dem 80. Stücke des diesjährigen Kreisblattes, welches das königliche Generalkommissariat für den Salzachkreis redigiert, ersah ich zu meiner größten Überraschung sowohl als äußersten Bestürzung, dass ich vermöge allerhöchster Bestimmung vom 16. vorigen Monats von meiner gegenwärtigen Stelle zu Laufen einem Landgerichte I. Klasse nach Tamsweg im Lungau für die Landgerichte Tamsweg und St Michael beide III. Klasse, übersetzt werden solle." (StAM RA Nr 15038.)]]
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== Frankenmarkt ==
 
== Frankenmarkt ==
Aloys Bacher musste den Dienstort Laufen verlassen, da sein Nachfolger in Tamsweg Rupert Weibhauser nach Laufen versetzt wurde.<ref>Georg Hunklinger, Dr. Rupert Weibhauser von Aufham, in: Heimatblätter Bad Reichenhall, 42,1 (1974).</ref> An welchem Ort Aloys Bacher die folgenden Jahre verbrachte, ist unklar. [[1816]] sollte er nach einem Schreiben des Kollegen [[Joseph von Lasser zu Zollheim]] erneut nach Tamsweg versetzt werden. Lasser wurde "im Jahre 1816 nach Tamsweg im Lungau versetzt [...], weil der dahin geordnete Arzt, Herr Doktor Bacher wegen vorgerücktem Alter und Kränklichkeit sich diese Stelle verbeten, und das Physikat Frankenmarkt zu erhalten sich bestrebt hatte."<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 152, 1827.</ref> Möglicherweise erhielt Bacher also 1816 eine Stelle als Bezirksarzt in Frankenmarkt im [[Hausruckviertel]]. In den medizinischen Jahrbüchern ist für 1818 neuerlich eine Berufung zum Bezirksarzt nach Tamsweg vermerkt.<ref>Medizinische Jahrbücher 1819, 29-30.</ref> Es gelang ihm, auch diesen dritten Versuch, ihn nach Tamsweg zu versetzen, abzuwehren. Für Mai 1819 ist ein nicht näher ausgeführter "Hof Recours des Dr. Bacher" in den Akten vermerkt.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 150, 1819.</ref> Vermutlich hatte er in [[Wien]] gegen seine Versetzung in den Lungau geklagt. In den Jahren seit seinem ersten Widerstand 1814 war er nicht jünger und wahrscheinlich auch nicht schlanker geworden.
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Aloys Bacher musste den Dienstort Laufen verlassen, da sein Nachfolger in Tamsweg [[Rupert Weibhauser]] nach Laufen versetzt wurde.<ref>Georg Hunklinger, Dr. Rupert Weibhauser von Aufham, in: Heimatblätter Bad Reichenhall, 42,1 (1974).</ref> Das Verzeichnis der Akten, die er seinem Nachfolger übergab ist erhalten und unter "[[Akten-Verzeichnis Laufen 1815]]" abrufbar.
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Bachers Kollege [[Joseph von Lasser zu Zollheim]] schrieb 1816: "der dahin geordnete Arzt, Herr Doktor Bacher wegen vorgerücktem Alter und Kränklichkeit sich diese Stelle verbeten, und das Physikat Frankenmarkt zu erhalten sich bestrebt hatte."<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 152, 1827.</ref>  
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Am 2. Dezember 1815 wurde Bacher noch unter bayrischer Regierung Landgerichtsarzt in Frankenmarkt im [[Hausruckviertel]], während Lasser, der bis dahin dort tätig gewesen war, die Stelle in Tamsweg übernehmen musste.<ref>Baierische National-Zeitung: 1815, München 23. Dezember 1815.</ref>
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In den medizinischen Jahrbüchern ist für 1818 neuerlich eine Berufung Bachers zum Bezirksarzt nach Tamsweg vermerkt.<ref>Medizinische Jahrbücher 1819, 29-30.</ref> Es gelang ihm, auch diesen weiteren Versuch, ihn nach Tamsweg zu versetzen, abzuwehren. Für Mai 1819 ist ein nicht näher ausgeführter "Hof Recours des Dr. Bacher" in den Akten vermerkt.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 150, 1819.</ref> Vermutlich hatte er in [[Wien]] gegen seine Versetzung in den Lungau geklagt. In den Jahren seit seinem ersten Widerstand 1814 war er nicht jünger und wahrscheinlich auch nicht schlanker geworden.
    
[[1819]] wurde die Bezirksarztstelle in Tamsweg, gegen die er sich mehrmals so heftig verwehrt hatte, seinem jungen Kollegen [[Karl Maffei]] verliehen.
 
[[1819]] wurde die Bezirksarztstelle in Tamsweg, gegen die er sich mehrmals so heftig verwehrt hatte, seinem jungen Kollegen [[Karl Maffei]] verliehen.
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[[Kategorie:Gestorben 1834]]

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