| − | Dr. '''Franz de Paula Storch''' (* [[3. Oktober]] [[1763]] in Hermsdorf, Graber,<ref>Der Ort Graber, tschechisch Kravaře v Čechách, liegt in Nordböhmen. Hermsdorf in Böhmen heißt heute Heřmanice v Podještědí. Siehe [https://wiki.genealogy.net/Graber wiki.genealogy.net/Graber]</ref> [[Böhmen]]; † [[12. Februar]] [[1838]] in [[Glanegg]] in [[Grödig]]) war Primararzt in der [[Stadt Salzburg]] und [[Landschaftsphysikus]] und Badearzt in [[Wildbad Gastein]]. | + | [[Datei:Franz Paul Storch senior Salzburg Museum online Sammlung.jpg|thumb|Franz Paul Storch senior von Caspar Klotz (* 1774; † 1847), datiert 1813.]] |
| | Im Jahresbericht [[1829]] schrieb der Salzburger Kreisarzt Dr. [[Johann Nepomuk von Bernberg]] über den nur vier Jahre älteren Kollegen: "Unter den Ärzten des Kreises steht, was praktischen Takt, und Gewandheit anbelangt, der Badearzt Dr. Storch obenan, in dieser seiner Eigenschaft darf er vorzüglich genannt werden, es ist aber auch die einzige, die ihn im höheren Kreise der Badegäste beliebt macht; übrigens behandelt er seine Stellung wie ein Mystiker, weicht allen Ärzten in seinem Wildbad als Monopolist auf das geflissendste aus, und steht denselben, wie den [[Wundarzt|Wundärzten]] feindselig gegenüber, trotz seinem vorgerückten Alter ist Dr. Storch ungemein thätig, [...]" Laut dem Bericht Bernbergs hatte er auch versucht die Leitung des Quellwassers nach [[Hofgastein]] zu verhindern. Einen anderen Kritikpunkt äußerte Dr. Bernberg bereits [[1826]], nämlich, dass Dr. Storch keine Publikation zu Gastein herausgebracht hatte. "[...] übrigens wäre sehr zu wünschen das Herr Badearzt Dr Storch, dem man gute praktische Kenntnisse der Wirkung dieses Bades nicht absprechen kann, endlich einmal das badelustigen Publikum mit dem Schatz seiner Erfahrungen vertraut machte, statt sich einfach damit zu begnügen, den eigenen Schutz zu vermehren, und feindselig allem gegenüberzustehen, was nicht durchaus mit ihm gleiche Meinung theilt"<ref>SLA KR Akten B IX.9. Fasz 0212.</ref> | | Im Jahresbericht [[1829]] schrieb der Salzburger Kreisarzt Dr. [[Johann Nepomuk von Bernberg]] über den nur vier Jahre älteren Kollegen: "Unter den Ärzten des Kreises steht, was praktischen Takt, und Gewandheit anbelangt, der Badearzt Dr. Storch obenan, in dieser seiner Eigenschaft darf er vorzüglich genannt werden, es ist aber auch die einzige, die ihn im höheren Kreise der Badegäste beliebt macht; übrigens behandelt er seine Stellung wie ein Mystiker, weicht allen Ärzten in seinem Wildbad als Monopolist auf das geflissendste aus, und steht denselben, wie den [[Wundarzt|Wundärzten]] feindselig gegenüber, trotz seinem vorgerückten Alter ist Dr. Storch ungemein thätig, [...]" Laut dem Bericht Bernbergs hatte er auch versucht die Leitung des Quellwassers nach [[Hofgastein]] zu verhindern. Einen anderen Kritikpunkt äußerte Dr. Bernberg bereits [[1826]], nämlich, dass Dr. Storch keine Publikation zu Gastein herausgebracht hatte. "[...] übrigens wäre sehr zu wünschen das Herr Badearzt Dr Storch, dem man gute praktische Kenntnisse der Wirkung dieses Bades nicht absprechen kann, endlich einmal das badelustigen Publikum mit dem Schatz seiner Erfahrungen vertraut machte, statt sich einfach damit zu begnügen, den eigenen Schutz zu vermehren, und feindselig allem gegenüberzustehen, was nicht durchaus mit ihm gleiche Meinung theilt"<ref>SLA KR Akten B IX.9. Fasz 0212.</ref> |