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[[Datei:Marmorsaal Schloss Mirabell.jpg|thumb|der Marmorsaal]]Der '''Marmorsaal''' im [[Schloss Mirabell]] in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]] Salzburgs ist der wohl berühmteste Trauungsaal der Welt.
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[[Datei:Marmorsaal Schloss Mirabell.jpg|thumb|der Marmorsaal]]Der '''Marmorsaal''' im [[Schloss Mirabell]] in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]] Salzburgs zählt zu den berühmtesten Trauungsälen der Welt.
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
Aus dem [[Schloss Farmach]] in [[Saalfelden]], das einst als [[Pflegegericht]] diente, stammt der [[Marmor]]boden. Dieser wurde im Zuge des Umbaus von Schloss Farmach im [[19. Jahrhundert]] nach Salzburg ins Schloss Mirabell gebracht.
 
Aus dem [[Schloss Farmach]] in [[Saalfelden]], das einst als [[Pflegegericht]] diente, stammt der [[Marmor]]boden. Dieser wurde im Zuge des Umbaus von Schloss Farmach im [[19. Jahrhundert]] nach Salzburg ins Schloss Mirabell gebracht.
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Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] fand am [[12. Oktober]] [[1947]] im Marmorsaal die erste öffentliche Veranstaltung der neu gegründeten [[Salzburger Volkshochschule]] mit einem Gastvortrag des British Council über britisches Leben, Denken und Kulturschaffen statt.  
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Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] fand am [[12. Oktober]] [[1947]] im Marmorsaal die erste öffentliche Veranstaltung der neu gegründeten [[Salzburger Volkshochschule]] mit einem Gastvortrag des ''British Councils'' über [[Großbritannien|britisches]] Leben, Denken und Kulturschaffen statt.  
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Einer persönlichen Initiative von Dipl.-Ing. [[Wolfgang Exner senior]] ist die Sanierung des Marmorsaales in seiner heutigen Gestaltung zu verdanken. Am [[9. April]] [[1954]] wurde die Renovierung des Marmorsaales im [[Schloss Mirabell]] beendet, die unter Leitung des Landeskonservators [[Theodor Hoppe]] durchgeführt wurde. Im selben Jahr, am [[31. Oktober]], begannen im Marmorsaal die [[Salzburger Schlosskonzerte]].
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Einer persönlichen Initiative von Dipl.-Ing. [[Wolfgang Exner senior]] ist die Sanierung des Marmorsaales in seiner heutigen Gestaltung zu verdanken. Am [[9. April]] [[1954]] wurde die Renovierung des Marmorsaales beendet, die unter Leitung des Landeskonservators [[Theodor Hoppe]] durchgeführt wurde. Im selben Jahr, am [[31. Oktober]], begannen im Marmorsaal die [[Salzburger Schlosskonzerte]].
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[[1955]] begann der "Ruhmesweg" des Saales als Trauungsort. Beispielsweise Bürgermeister [[Stanislaus Pacher]] ([[SPÖ]]) heiratete im Marmorsaal am [[21. Juni]] 1955 Frau Justine Pacher, die frühere Gattin seines Sohnes. Besonders beliebt sind naturgemäß einprägsame Termine für Hochzeiten. So gaben sich am [[9. September]] [[2009]] (9.9.2009) 27 Paare im hier ihr "Jawort", darunter ein Paar, das sich erst Anfang September nach vielen Jahren des Zusammenlebens zur Hochzeit entschlossen hatte. Am [[10. September]] [[2010]], einem Sonntag, (10.09.2010) waren es 24 Paare.
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[[1955]] wurde der Saal zum Trauungsort. Beispielsweise Bürgermeister [[Stanislaus Pacher]] ([[SPÖ]]) heiratete hier  am [[21. Juni]] 1955 seine Frau Justine, die frühere Gattin seines Sohnes. Besonders beliebt sind naturgemäß einprägsame Termine für Hochzeiten. So gaben sich am [[9. September]] [[2009]] (09. 09. 2009) 27 Paare im hier ihr "Jawort", darunter ein Paar, das sich erst Anfang September nach vielen Jahren des Zusammenlebens zur Hochzeit entschlossen hatte. Am [[10. September]] [[2010]], einem Sonntag, (10. 09. 2010) waren es 24 Paare.  
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Trotz eines Freitags und einem 13. heirateten am [[13. März]] [[2020]] vier Paare, darunter die beiden Berliner Michael Salzburg und seine Frau Heike, die zum ersten Mal in der Stadt Salzburg waren. Am 22. Februar 2022 (22. 02. 2022) schlossen 22 Paare hier den Bund fürs Leben.
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Am [[15. Jänner]] [[1970]] wurde eine Orgel zur musikalischen Umrahmung von Hochzeiten zur Verfügung aufgestellt. Das Instrument stammt von der Firma [[Dreher &amp; Reinisch]] aus Salzburg und verfügt über 419 Pfeifen, fünf Register und ein Manual. Der künstlerische Schmuck stammt von [[Jakob Adlhart (Bildhauer)|Jakob Adlhart]]. Allerdings stand dieses Instrument nur wenige Monate im Marmorsaal, dann wurde es in der [[Evangelische Matthäuskirche|EvangelischeN Matthäuskirche]] in Salzburg-[[Taxham]] aufgestellt, die Ende [[1969]] gesegnet worden war.<ref>"[[Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979]]", Seite 8</ref>
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Am [[25. März]] [[1972]] wurde der vom deutschen Medienunternehmen Franz Burda gestiftete "Bambi-Preis" im Marmorsaal verliehen. Die Leser der Burda-Zeitschriften hatten Inge Meysel, [[Heinz Rühmann]], Mireille Mathieu und [[Peter Alexander]] zu den beliebtesten Unterhaltungsstars gewählt.<ref>"Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979", Seite 60</ref>
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Am [[12. Oktober]] [[1973]] wurde im Marmorsaal die Urkunde der Städtepartnerschaft der [[Landeshauptstadt]] mit der Nord[[italien]]ischen Stadt Verona vom Veroneser Bürgermeister Carlo Delaini und dem Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Heinrich Salfenauer]] ([[SPÖ]]) unterzeichnet.<ref>"Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979", Seite 98</ref>
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Mit einem Festakt im Marmorsaal feierte am [[7. April]] [[1978]] der [[Österreichischer Aeroclub Landesverband Salzburg|Aeroclub Salzburg]] "50 Jahre [[Segelflug]] in Salzburg".<ref>"Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979", Seite 206</ref>
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Zu einer Ehrung mit Misston kam es hier am [[24. Mai]] 1978. Im Rahmen einer Festsitzung des [[Salzburger Gemeinderat]]es erhielten die früheren [[Salzburger Stadtrat|Stadträte]] [[Martha Weiser]] ([[ÖVP]]) und [[Josef Weilhartner]] ([[FPÖ]]) den [[Wappenring der Landeshauptstadt Salzburg]] verliehen. [[Bürgerliste]]n-Gemeinderat [[Richard Hörl]] lehnte jedoch die Ehrung ab und wies in seiner Wortmeldung auf die Mitverantwortung der Geehrten für die teilweise Zerstörung des Stadtbildes hin.<ref>"Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979", Seite 208</ref>
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Am [[26. April]] [[1985]] kam der Gemeinderat mit [[Magistratsdirektor]] [[Herbert Meister]] zu einer Festsitzung "40 Jahre Zweite Republik" im Marmorsaal zusammen.<ref>"[[Chronik der Stadt Salzburg 1980–1989]]", Seite 104</ref>
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[[Datei:Marmorsaal im Schloss Mirabell Verleihung Ehrenbürgerschaft an Harald Preuer.jpg|thumb|2024, Blick in den Marmorsaal.]]
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In einer Festsitzung am [[23. April]] [[1987]] wurde "700 Jahre Stadtrecht" gefeiert. Neben Bürgermeister [[Josef Reschen]] (SPÖ) sprachen noch der Salzburger [[Erzbischof]] [[Karl Berg]], Innenminister Karl Blecha und [[Landeshauptmann-Stellvertreter]] [[Wolfgang Radlegger]] (beide SPÖ) sowie die Historiker [[Heinz Dopsch]] und [[Rudolf Ardelt]].
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[[1988]] hatte die Streichung der 15.000-[[Schilling]]-Heiratsprämie einen Hochzeitsboom im Marmorsaal auslöst. Im Dezember fanden 319 Hochzeiten statt, viermal mehr als im Dezember [[1986]].
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Das Bild rechts  2024 wurde anlässlich der Verleihung der [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg|Ehrenbürgerschaft]] der [[Landeshauptstadt]] an [[Harald Preuner]] beim Festakt im Marmorsaal, an dem neben [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]] auch der gesamte [[Salzburger Stadtratskollegium|Stadtratskollegium]] teilgenommen hatte, aufgenommen.
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== Weblink ==
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* Lage auf [https://www.openstreetmap.org/?mlat=47.805495&mlon=13.041721#map=19/47.805495/13.041721 www.openstreetmap.org]
    
==Quelle==
 
==Quelle==

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