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[[Datei:Andreas Hofer, Speckbacher, Haspinger.jpg|thumb|Josef Speckbacher, Andreas Hofer, Pater Joachim Haspinger]]
 
[[Datei:Andreas Hofer, Speckbacher, Haspinger.jpg|thumb|Josef Speckbacher, Andreas Hofer, Pater Joachim Haspinger]]
'''Andreas Hofer''' (* [[22. November]] [[1767]] in St. Leonhard im Passeier, [[Südtirol]], † [[20. Februar]] [[1810]] in Mantua, Italien (erschossen)) war Gastwirt, Vieh- und Weinhändler. Bekannt und auch für [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] von Bedeutung ist er wegen dem [[Befreiungskriege (Überblick)|Freiheitskampf]] im Jahre [[1809]], in dem er der [[Tirol]]er Volksführer war.
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'''Andreas Hofer''' (* [[22. November]] [[1767]] in St. Leonhard im Passeier, [[Südtirol]], † [[20. Februar]] [[1810]] in Mantua, [[Italien]] (erschossen)) war Gastwirt, Vieh- und Weinhändler. Bekannt und auch für [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] von Bedeutung ist er durch den [[Befreiungskriege (Überblick)|Freiheitskampf]] im Jahre [[1809]], in dem er der [[Tirol]]er Volksführer war.
    
== Leben ==
 
== Leben ==
Der am Sandhof im Südtiroler Dorf St. Leonhard im Passeier geborene Andreas Hofer war der Sohn der Wirtsleute das Gasthofes "Am Sand" an der Jaufenstraße im Passeier, die bereits relativ früh verstarben. So war Andreas Hofer im Alter von sieben Jahren bereits elternlos und wurde von seiner Stiefmutter erzogen, die das Wirtshaus mit nicht sehr viel Geschick führte.
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Der am Sandhof im Südtiroler Dorf St. Leonhard in Passeier geborene Andreas Hofer war der Sohn der Wirtsleute das Gasthofes "Am Sand" an der Jaufenstraße in Passeier, die bereits relativ früh verstarben. So war Andreas Hofer im Alter von sieben Jahren bereits elternlos und wurde von seiner Stiefmutter erzogen, die das Wirtshaus mit nicht sehr viel Geschick führte.
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Andreas ''"Anderl"'' Hofer besuchte die Schule, wie es die neu eingerichtete Schulreform von Königin Maria Theresia verlangte. Seine ersten Lehrer waren Priester. Doch konnte er auch in seinen späten Jahren nur nach der Mundart schreiben.
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Andreas ''"Anderl"'' Hofer besuchte die Schule, wie es die damals junge Schulreform von Landesfürstin [[Maria Theresia]] verlangte. Seine ersten Lehrer waren Priester. Doch konnte er auch in seinen späten Jahren nur nach der Mundart schreiben.
    
Besonders der Glaube war in Südtirol ein fester Teil des Lebens und die Kirche hatte ihren natürlichen Platz in der Welt der heranwachsenden Menschen. Auch die Gottergebenheit Hofers stellt eine besondere Eigenschaft dar. Hofer vertraute und gehorchte Bischöfen und Priestern mehr, als dem von ihm trotzdem hochgeschätzten Kaiser in Wien. Auch die kurze Regierungszeit Hofers in Innsbruck war eine von tiefer Religiosität geprägte Zeit. Jeden Tag begann Hofer sein Tagwerk mit einer heiligen Messe und am Abend wurde in der Hofburg der Rosenkranz gebetet, auch wurden alle militärischen Aktionen mit einer heiligen Messe begonnen.  
 
Besonders der Glaube war in Südtirol ein fester Teil des Lebens und die Kirche hatte ihren natürlichen Platz in der Welt der heranwachsenden Menschen. Auch die Gottergebenheit Hofers stellt eine besondere Eigenschaft dar. Hofer vertraute und gehorchte Bischöfen und Priestern mehr, als dem von ihm trotzdem hochgeschätzten Kaiser in Wien. Auch die kurze Regierungszeit Hofers in Innsbruck war eine von tiefer Religiosität geprägte Zeit. Jeden Tag begann Hofer sein Tagwerk mit einer heiligen Messe und am Abend wurde in der Hofburg der Rosenkranz gebetet, auch wurden alle militärischen Aktionen mit einer heiligen Messe begonnen.  
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Als Andreas Hofer in seinen Lehrjahren war, ging er mit einem guten Freund, es war ein Weinhändler wie Hofer selbst, auf Reisen und durchquerte viele Gebiete, wie zum Beispiel Welschtirol, Oberitalien, [[Nordtirol]], Südtirol und [[Osttirol]]. Bei diesen Reisen gewann er viele neue freundschaftliche Kontakte und auch Sprachkenntnisse, da er auch italienisch sprechende Gebiete bereiste.
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Als Andreas Hofer in seinen Lehrjahren war, ging er mit einem guten Freund, es war ein Weinhändler wie Hofer selbst, auf Reisen und durchquerte viele Gebiete, wie zum Beispiel [[Nordtirol]], Südtirol und [[Osttirol]], [[Trentino|Welschtirol]] und Oberitalien. Bei diesen Reisen gewann er viele neue freundschaftliche Kontakte und auch Sprachkenntnisse, da er auch italienisch sprechende Gebiete bereiste.
    
Nachdem Andreas Hofer volljährig wurde, übernahm er den elterlichen Sandhof und tilgte die Schulden, die seine Stiefmutter gemacht hatte. Er ehelichte Anna Ladurner, welche die Tochter eines eher reicheren Bauers aus dem Dorf Algund in der Nähe von Meran war.
 
Nachdem Andreas Hofer volljährig wurde, übernahm er den elterlichen Sandhof und tilgte die Schulden, die seine Stiefmutter gemacht hatte. Er ehelichte Anna Ladurner, welche die Tochter eines eher reicheren Bauers aus dem Dorf Algund in der Nähe von Meran war.
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== Freiheitskampf 1809 ==
 
== Freiheitskampf 1809 ==
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Als in den Jahren [[1805]] und [[1806]] der größte Teil Tirols dem Königreich [[Bayern]] unterstellt wurde, da der dritte Koalitionskrieg, einer der Napoleonischen Kriege, eine Niederlage für Österreich war, und den offiziellen Namen "Südbayern" annehmen musste, löste sich ein Aufstand gegen die bayrischen und französischen Machthaber aus. Bei diesem Volksaufstand vom [[9. April]] [[1809]] war Andreas Hofer "vom Haus Österreich erwählter Kommandant". Außerdem war Hofer, der schon längst Schützenhauptmann war, ein Vertrauter Erzherzog Johanns. Andreas Hofer beauftragte den gebürtigen [[Krimml]]er [[Anton Wallner]], Schützenhauptmann der [[Pinzgauer Schützen]], mit der Organisation der Salzburger Landesverteidigung gegen die Bayern und Franzosen für den Befreiungskrieg [[1809]] und übernahm dann selbst nach dem Abzug der österreichischen Truppen Mitte Mai das Kommando über die Tiroler. So siegte Hofer am [[25. Mai]] [[1809]] sowie am [[29. Mai]] [[1809]] über die Schlachten am Bergisel bei Innsbruck. Es kam am [[12. Juli]] [[1809]] zum Znaimer Waffenstillstand, doch kurze Zeit danach besetzten französische Truppen erneut das Land Tirol. So rief Andreas Hofer zum Landsturm auf und siegte erneut am [[13. August]] [[1809]] am Bergisel. Darauf regierte er von [[15. August]] [[1809]] bis zum [[21. Oktober]] [[1809]] von Innsbruck aus das Land. Nach dem Frieden von Schönbrunn am [[14. Oktober]] [[1809]] wagte Hofer jedoch erneut die Fortsetzung des Kampfes und verlor dabei am [[1. November]] [[1809]] die vierte Schlacht am Bergisel. Am [[11. November]] [[1809]] forderte er neuerlich zum Widerstand auf, der jedoch zusammenbrach. Andreas Hofer ergriff die Flucht, doch er wurde von Franz Raffl verraten und schließlich am [[28. Jänner]] [[1810]] auf der Mähderhütte der Pfandleralm, der Alm des Prantacher Hofes gegenüber St. Martin im Passeier, nahe Hofers Heimatsort, gefangen genommen. Von einem Kriegsgericht wurde er in Mantua gestellt und auf den Befehl des Franzosenkaisers [[Napoleon]] hingerichtet. Im Jahre [[1823]] gelang es einigen Offizieren, die Gebeine Hofers aus dem Ausland zu stehlen. Sie wurden in der Innsbrucker Hofkirche beigesetzt.
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Nachdem der dritte Koalitionskrieg, einer der Napoleonischen Kriege, [[1805]]/[[1806|06]] mit einer Niederlage [[Österreich]]s geendet hatte, wurde der größte Teil Tirols dem mit [[Napoleon]] verbündeten Königreich [[Bayern]] angeschlossen und erhielt den offiziellen Namen "Südbayern". Als Österreich [[1809]] neuerlich [[Frankreich]] herausforderte, erhoben sich die Tiroler gegen die bayrischen und französischen Machthaber. Bei diesem Volksaufstand vom [[9. April]] [[1809]] war Andreas Hofer "vom Haus Österreich erwählter Kommandant". Außerdem war Hofer, der schon längst Schützenhauptmann war, ein Vertrauter [[Erzherzog Johann]]s. Andreas Hofer beauftragte den gebürtigen [[Krimml]]er [[Anton Wallner]], Schützenhauptmann der [[Pinzgauer Schützen]], mit der Organisation der Salzburger Landesverteidigung gegen die Bayern und Franzosen für den Befreiungskrieg [[1809]] und übernahm dann selbst nach dem Abzug der österreichischen Truppen Mitte Mai das Kommando über die Tiroler. So siegte Hofer am [[25. Mai]] [[1809]] sowie am [[29. Mai]] [[1809]] über die Schlachten am Bergisel bei Innsbruck. Es kam am [[12. Juli]] [[1809]] zum Znaimer Waffenstillstand, doch kurze Zeit danach besetzten französische Truppen erneut das Land Tirol. So rief Andreas Hofer zum Landsturm auf und siegte erneut am [[13. August]] [[1809]] am Bergisel. Darauf regierte er von [[15. August]] [[1809]] bis zum [[21. Oktober]] [[1809]] von Innsbruck aus das Land. Nach dem Frieden von Schönbrunn am [[14. Oktober]] [[1809]] wagte Hofer jedoch erneut die Fortsetzung des Kampfes und verlor dabei am [[1. November]] [[1809]] die vierte Schlacht am Bergisel. Am [[11. November]] [[1809]] forderte er neuerlich zum Widerstand auf, der jedoch zusammenbrach. Andreas Hofer ergriff die Flucht, doch er wurde von Franz Raffl verraten und schließlich am [[28. Jänner]] [[1810]] auf der Mähderhütte der Pfandleralm, der Alm des Prantacher Hofes gegenüber St. Martin im Passeier, nahe Hofers Heimatsort, gefangen genommen. Er wurde in Mantua vor ein Kriegsgericht gestellt und auf Befehl des Franzosenkaisers Napoleon hingerichtet.
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Im Jahre [[1823]] gelang es einigen Offizieren, die Gebeine Hofers aus dem Ausland zu stehlen. Sie wurden in der Innsbrucker Hofkirche beigesetzt.
    
==Bildergalerie==
 
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