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[[File:BE-MK-5966b.jpg|thumb|Sack mit Exuvie der Puppe: Osttirol, Lienzer Dolomiten, Weg von der Insteinalm zur Karlsbader Hütte, 2004.06.11]]
 
[[File:BE-MK-5966b.jpg|thumb|Sack mit Exuvie der Puppe: Osttirol, Lienzer Dolomiten, Weg von der Insteinalm zur Karlsbader Hütte, 2004.06.11]]
'''Dahlica klimeschi''' (''Solenobia klimeschi'' Sieder, 1953: 118-119) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]].
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'''Dahlica klimeschi''' (''Solenobia klimeschi'' Sieder, 1953: 118-119) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Psychidae]] (Sackträger).
    
==Diagnose==
 
==Diagnose==
Wie in der Gattung ''Dahlica'' üblich, sind die Imagines nur an Hand mikroskopisch-statistischer Merkmale sicher bestimmbar. Die Männchen besitzen jedenfalls sehr schmale Deckschuppen am Vorderflügel, eine Epiphyse fehlt. Die Säcke sind von jenen der ''[[Dahlica lichenella]]'' und ''[[Siederia pineti|Dahlica listerella]]'' nicht zu unterscheiden. Allerdings wurde die Art in Salzburg bisher nur oberhalb von etwa 1400 m gefunden, wo die beiden anderen Arten nicht vorkommen.
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Wie in der Gattung ''Dahlica'' üblich, sind die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines nur an Hand mikroskopisch-statistischer Merkmale sicher bestimmbar. Die Männchen besitzen jedenfalls sehr schmale Deckschuppen am Vorderflügel, eine Epiphyse fehlt. Die Säcke sind von jenen der ''[[Dahlica lichenella]]'' und ''[[Siederia pineti|Dahlica listerella]]'' nicht zu unterscheiden. Allerdings wurde die Art in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] bisher nur oberhalb von etwa 1400 m gefunden, wo die beiden anderen Arten nicht vorkommen.
''Dalica generosensis'' (Sauter, 1954), ursprünglich beschrieben vom Monte Generoso im Tessin, ist ''D. klimeschi'' sehr ähnlich und vermutlich nur ein Synonym der ein Jahr vorher aus den Lienzer Dolomiten beschrieben Art. Viele Autoren, so auch Hauser (2013), betrachten ''D. generosensis'' aber als valide Art, weswegen alle oberösterreichischen Funde auch zu ''D. generosensis'' gestellt wurden. Die Unterschiede zu ''D. klimeschi'' liegen in geringfügig breiteren Deckschuppen der Männchen und einer oft etwas besser entwickelten Fleckenzeichnung. Bis zur Klärung des Sachverhalts stellen wir die Salzburger Funde zur prioritätsberechtigten ''D. klimeschi''.
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''Dalica generosensis'' (Sauter, 1954), ursprünglich beschrieben vom Monte Generoso im [[Schweiz]]er Kanton Tessin, ist ''D. klimeschi'' sehr ähnlich und vermutlich nur ein Synonym der ein Jahr vorher aus den Lienzer Dolomiten beschrieben Art. Viele Autoren, so auch Hauser (2013), betrachten ''D. generosensis'' aber als valide Art, weswegen alle [[oberösterreich]]ischen Funde auch zu ''D. generosensis'' gestellt wurden. Die Unterschiede zu ''D. klimeschi'' liegen in geringfügig breiteren Deckschuppen der Männchen und einer oft etwas besser entwickelten Fleckenzeichnung. Bis zur Klärung des Sachverhalts stellen wir die Salzburger Funde zur prioritätsberechtigten ''D. klimeschi''.
    
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
Von mehreren Stellen der Salzburger [[Kalkhochalpen]] liegen Sackfunde vor, die wir zu ''D. klimeschi'' stellen. Die Fundstellen liegen im Bereich des [[Göllstock]]s (Rossfeld), des [[Hochkönig]]s (zwischen Arthurhaus und Mitterfeldalm), sowie des [[Tennengebirge]]s (Tauernscharte, Werfenerhütte) in einer Höhe von 1&nbsp;400 bis 2&nbsp;100 [[m ü. A.]] ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024) und gehören alle zur Zone II nach Embacher et al. (2024). Vermutlich ebenfalls hierher gehört eine mehr als 100 Jahre alte Angabe von ''Solenobia inconspicuella'' von Mitterberger (1909) von der Oberen Rositten am [[Untersberg]]. Ungeklärt sind einige Sackfunde aus den Hohen Tauern (Gasteinertal: Sportgastein, 1630 m) und den Radstädter Tauern (Obertauern: Weg zur Gamsleitenspitze, 1950 m). Sie könnten ebenfalls zu ''D. klimeschi'' gehören. Lebensraum der Tiere sind Felsabbrüche und Felsblöcke im Karbonatgestein. Die Entwicklung der Art ist vermutlich zweijährig, doch liegen zur [[Glossar Biologie#P|Phänologie]] keine ausreichenden Daten vor. Die Imagines erscheinen je nach der Höhenlage von April bis Anfang Juni.
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Von mehreren Stellen der Salzburger [[Kalkhochalpen]] liegen Sackfunde vor, die wir zu ''D. klimeschi'' stellen. Die Fundstellen liegen im Bereich des [[Göllstock]]s ([[Rossfeld]]), des [[Hochkönig]]s (zwischen [[Arthurhaus]] und [[Mitterfeldalm]]) sowie des [[Tennengebirge]]s (Tauernscharte, [[Werfener Hütte]]) in einer Höhe von 1&nbsp;400 bis 2&nbsp;100 [[m ü. A.]] ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024) und gehören alle zur Zone II nach Embacher et al. (2024). Vermutlich ebenfalls hierher gehört eine mehr als 100 Jahre alte Angabe von ''Solenobia inconspicuella'' von [[Karl Mitterberger|Mitterberger]] (1909) von der Oberen Rositten am [[Untersberg]]. Ungeklärt sind einige Sackfunde aus den Hohen Tauern (Gasteinertal: Sportgastein, 1630 m) und den Radstädter Tauern (Obertauern: Weg zur Gamsleitenspitze, 1950 m). Sie könnten ebenfalls zu ''D. klimeschi'' gehören. Lebensraum der Tiere sind Felsabbrüche und Felsblöcke im Karbonatgestein. Die Entwicklung der Art ist vermutlich zweijährig, doch liegen zur [[Glossar Biologie#P|Phänologie]] keine ausreichenden Daten vor. Die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines erscheinen je nach der Höhenlage von April bis Anfang Juni.
    
==Nachbarfaunen==
 
==Nachbarfaunen==
Nach Huemer (2013) fehlt die Art in Österreich in Vorarlberg, Wien und dem Burgenland, in Nordtirol wird stattdessen ''Dahlica generosensis'' angegeben. In Oberösterreich kommt ''D. klimeschi'' nur im Alpengebiet vor, am Traunstein allerdings bereits ab einer Höhe von 450 m (Kusdas & Reichl 1974). Aus Bayern liegt nur eine zweifelhafte Angabe aus dem Alpengebiet vor (Haslberger & Segerer 2016).
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Nach Huemer (2013) fehlt die Art in Österreich in Vorarlberg, Wien und dem Burgenland, in Nordtirol wird stattdessen ''Dahlica generosensis'' angegeben. In Oberösterreich kommt ''D. klimeschi'' nur im [[Alpen]]gebiet vor, am Traunstein allerdings bereits ab einer Höhe von 450 m (Kusdas & Reichl 1974). Aus [[Bayern]] liegt nur eine zweifelhafte Angabe aus dem Alpengebiet vor (Haslberger & Segerer 2016).
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
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*Hauser, E. 2013. Die Arten der Gattung ''Dahlica'' ENDERLEIN 1912 in Oberösterreich: Determination, Verbreitung, Vergesellschaftung (Lepidoptera, Psychidae). Linzer biologische Beiträge 45 (2): 1839-1864.
 
*Hauser, E. 2013. Die Arten der Gattung ''Dahlica'' ENDERLEIN 1912 in Oberösterreich: Determination, Verbreitung, Vergesellschaftung (Lepidoptera, Psychidae). Linzer biologische Beiträge 45 (2): 1839-1864.
 
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
 
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.12.14].
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*Kurz, M. A. &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.12.14].
 
*Kusdas, K. & E. R. Reichl 1974. Die Schmetterlinge Oberösterreichs. Teil 2. Schwärmer und Spinner. Entomologische Arbeitsgemeinschaft O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-263.
 
*Kusdas, K. & E. R. Reichl 1974. Die Schmetterlinge Oberösterreichs. Teil 2. Schwärmer und Spinner. Entomologische Arbeitsgemeinschaft O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-263.
 
{{Quelle Mitterberger}}
 
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== Einzelnachweis ==
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<references />
    
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]

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