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==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
''D. triquetrella'' kommt in Salzburg vermutlich in zwei verschiedenen Formen vor. Die parthenogenetische Form, bei der nur Weibchen auftreten, die sich durch Jungfernzeugung fortpflanzen, ist nach Ende der letzten Eiszeit mit dem Rückzug der Gletscher wieder nach Salzburg eingewandert und hat sich mittlerweile in allen Zonen des Landes wieder etabliert (Embacher et al. 2024, Kurz & Puchmayr 2011). Sie kommt heute zumindest von 400 bis 1500 (1700) m Höhe im Land vor ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Die bisexuelle Form ("''Solenobia thurneri''" Sieder, 1953) dagegen dürfte die Eiszeit im Grenzraum Salzburg, Steiermark und Kärnten auf unvergletschert gebliebenen Gipfeln (sogenannten Nunataks) überdauert haben. Von ihr liegen fragliche Sackfunde aus dem hinteren [[Gasteinertal]] (Zone IV, [[Sportgastein]], 1630 m Höhe) vor. Während die bisexuelle Form an Blöcken und Abbrüchen von Silikatfelsen lebt und auch in der alpinen Zwergstrauchheide anzutreffen sein soll, besiedelt die parthenogenetische Form ein breites Spektrum verschiedener Lebensräume. Sie wurde sowohl an Felsblöcken und Felsabbrüchen von Karbonat- und Schiefergestein, als auch im Randbereich verschiedener Waldtypen, besonders Buchen-Fichten-Tannen-Mischwäldern gefunden. Trotzdem tritt sie oft nur sehr lokal auf. Die parthenogenetische Form hat in Salzburg eine einjährige Entwicklung, die überwiegend im Raupenstadium verbracht wird. Je nach Höhenlage erfolgt die Verpuppung zwischen März und Mai, rund zwei Wochen später schlüpfen die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]].
 
''D. triquetrella'' kommt in Salzburg vermutlich in zwei verschiedenen Formen vor. Die parthenogenetische Form, bei der nur Weibchen auftreten, die sich durch Jungfernzeugung fortpflanzen, ist nach Ende der letzten Eiszeit mit dem Rückzug der Gletscher wieder nach Salzburg eingewandert und hat sich mittlerweile in allen Zonen des Landes wieder etabliert (Embacher et al. 2024, Kurz & Puchmayr 2011). Sie kommt heute zumindest von 400 bis 1500 (1700) m Höhe im Land vor ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Die bisexuelle Form ("''Solenobia thurneri''" Sieder, 1953) dagegen dürfte die Eiszeit im Grenzraum Salzburg, Steiermark und Kärnten auf unvergletschert gebliebenen Gipfeln (sogenannten Nunataks) überdauert haben. Von ihr liegen fragliche Sackfunde aus dem hinteren [[Gasteinertal]] (Zone IV, [[Sportgastein]], 1630 m Höhe) vor. Während die bisexuelle Form an Blöcken und Abbrüchen von Silikatfelsen lebt und auch in der alpinen Zwergstrauchheide anzutreffen sein soll, besiedelt die parthenogenetische Form ein breites Spektrum verschiedener Lebensräume. Sie wurde sowohl an Felsblöcken und Felsabbrüchen von Karbonat- und Schiefergestein, als auch im Randbereich verschiedener Waldtypen, besonders Buchen-Fichten-Tannen-Mischwäldern gefunden. Trotzdem tritt sie oft nur sehr lokal auf. Die parthenogenetische Form hat in Salzburg eine einjährige Entwicklung, die überwiegend im Raupenstadium verbracht wird. Je nach Höhenlage erfolgt die Verpuppung zwischen März und Mai, rund zwei Wochen später schlüpfen die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]].
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==Nachbarfaunen==
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Nach Huemer (2013) fehlt die Art in Niederösterreich und dem Burgenland, kommt aber in allen anderen österreichischen Bundesländern vor. Allerdings sind eigene Funde auch aus Niederösterreich bekannt (Kurz & Kurz 2024). In Oberösterreich ist ''D. triquetrella'' in allen drei Landesteilen verbreitet, die bisexuelle Form allerdings nur im Donautal (Klimesch 1990). Auch in Bayern ist die Art rezent aus allen vier Naturräumen vertreten (Haslberger & Segerer 2016)
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==

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