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[[File:Helene Thimig LCCN2014717410.jpg|thumb|Helene Thimig]]'''Helene Ottilie Thimig-Reinhardt''' ([[5. Juni]] [[1889]] in [[Wien]]; † [[7. November]] [[1974]] ebenda) war eine österreichische Schauspielerin, Regisseurin und Theaterdirektorin.
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'''Helene Ottilie Thimig-Reinhardt''' ([[5. Juni]] [[1889]] in [[Wien]]; † [[7. November]] [[1974]] ebenda) war eine österreichische Schauspielerin, Regisseurin und Theaterdirektorin.
    
== Leben ==
 
== Leben ==
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Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] kehrte sie nach [[Österreich]] zurück und arbeitete am Burgtheater und im Theater in der Josefstadt.
 
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] kehrte sie nach [[Österreich]] zurück und arbeitete am Burgtheater und im Theater in der Josefstadt.
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== Privat ==
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Thimig war von [[1916]] bis [[1918]] mit dem Regisseur Paul Kalbeck verheiratet, von dem sie sich (wie sie es nannte) "aus Seelenreinheit" scheiden ließ. Max Reinhardt kannte sie bereits seit 1913. Im Juni [[1935]] hatte Max Reinhardt in Reno in den [[USA]] die Scheidung von seiner ersten Frau, der Schauspielerin Else Heims (* 1878; † 1958), vollziehen lassen können und heiratete in zweiter Ehe Helene Thimig. Da seine erste Ehefrau Else Heims sich einer Scheidung viele Jahre lang widersetzt hatte, war das Zusammenleben von Max Reinhardt und Helene Thimig "von Anfang an von Heimlichkeiten bestimmt. Selbst auf Schloss Leopoldskron hat sie dann nie die Hausherrin gegeben, [...] sie hat sich immer im Hintergrund gehalten, immer Gast unter Gästen gespielt." Im Schauspielerischen hingegen hatte sie ab den späten [[1920er]]–Jahren begonnen, sich von Max Reinhardt zu emanzipieren, nachdem sie gegen dessen Willen durchgesetzt hatte, dass sie am Theater in der Josefstadt (mit großem Erfolg) die "Iphigenie" unter fremder Regie (Richard Beer-Hofmann) spielen konnte. Im Frühjahr und Sommer [[1931]] hatten Reinhardt und Thimig sich eigens monatelang in Riga aufgehalten, um dort mittels des liberalen lettischen Scheidungsrechts am Bezirksgericht Riga eine rechtsgültige Scheidung Reinhardts von seiner Frau Else Heims auch gegen deren Willen zu erreichen. Die jedoch ohne seinerzeit zu wissen, dass die lettische Scheidung in manchen Ländern nicht anerkannt wurde. Heims hatte die Scheidung angefochten.
    
== Helene Thimig und Salzburg ==
 
== Helene Thimig und Salzburg ==
[[1920]] bei der ersten Aufführung des "[[Jedermann (Salzburg)|Jedermanns]]" bei den [[Salzburger Festspiele 1920|Salzburger Festspielen]] stand sie als "Gute Werke" auf der Bühne, ebenso [[1921]]. [[1925]] verkörperte sie die ''Magdalen'' in "Das Apostelspiel" in der Regie des Autors [[Max Mell]], [[1926]] die ''Smeraldina'' in Goldonis "Diener zweier Herren". [[1947]] bis [[1951]] inszenierte sie den "Jedermann", ebenso von [[1963]] bis [[1968]]. Zwischen 1947 und [[1970]] hielt sie sich oft in [[Strobl]] auf. Zuletzt sah man sie [[1973]] in "Max Reinhardt-Matinee" zusammen mit ihrem Bruder Hermann.
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Bei der ersten Aufführung des "[[Jedermann (Salzburg)|Jedermanns]]" bei den [[Salzburger Festspiele 1920|Salzburger Festspielen 1920]] stand sie als "Gute Werke" auf der Bühne, ebenso [[1921]]. [[1925]] verkörperte sie die "Magdalen" in "Das Apostelspiel" in der Regie des Autors [[Max Mell]], [[1926]] die "Smeraldina" in Goldonis "Diener zweier Herren". Thimig war auch in anderen Produktionen zu sehen. [[1947]] bis [[1951]] inszenierte sie den "Jedermann", ebenso von [[1963]] bis [[1968]]. Zwischen 1947 und [[1970]] hielt sie sich oft in [[Strobl]] auf, wo sie u. a. [[1951]] Shakespeares "Sommernachtstraum" auf der Freiluftbühne inszenierte.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19510804&query=%22Helene+Thimig%22&ref=anno-search&seite=6 ANNO], "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 4. August 1951, Seite 6</ref> Zuletzt sah man sie [[1973]] in "Max Reinhardt-Matinee" zusammen mit ihrem Bruder Hermann.
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[[Datei:HeleneThimig.jpg|thumb|Büste in [[Strobl]].]]
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== Ehrung ==
 
== Ehrung ==
[[1969]] wurde Helene Thimig der [[Ring des Landes Salzburg]] verliehen. Am [[14. August]] 1969 [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Alfred Bäck]] die [[Wappenmedaille der Stadt Salzburg|Wappenmedaille der Stadt Salzburg in Gold]].<ref>{{Quelle SN|16. August 1969, Seite 7}}</ref>
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[[1969]] wurde Helene Thimig der [[Ring des Landes Salzburg]] verliehen, am [[14. August]] 1969 von [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Alfred Bäck]] die [[Wappenmedaille der Stadt Salzburg|Wappenmedaille der Stadt Salzburg in Gold]].<ref>{{Quelle SN|16. August 1969, Seite 7}}</ref>
    
Am [[17. August]] [[2020]] wurde für sie vor dem [[Haus für Mozart]] ein [[28 Stolpersteine vor dem Haus für Mozart|Stolperstein]] verlegt.
 
Am [[17. August]] [[2020]] wurde für sie vor dem [[Haus für Mozart]] ein [[28 Stolpersteine vor dem Haus für Mozart|Stolperstein]] verlegt.
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Ende [[2024]] wurde in der [[Stadt Salzburg]] die [[Heinrich-Damisch-Straße]] in [[Helene-Thiming-Straße]] umbenannt.
    
== Bilder ==
 
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== Quellen ==
 
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* {{wikipedia-de}}
 
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* [https://archive.salzburgerfestspiele.at/institution/archiv/archiv-suchergebnisse?k=Helene%20Thimig&dv=1.1.1900&db=31.12.2018&typ=0 archive.salzburgerfestspiele.at]
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* [https://www.salzburgerfestspiele.at/suche?q=Helene%20Thimig www.salzburgerfestspiele.at], [[Archiv der Salzburger Festspiele]], Helene Thimig
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[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
 
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