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[[File:E-MK-17536a.jpg|thumb|Salzburg, [[Flachgau]], [[Thalgau]], 1986.07.03]]
 
[[File:E-MK-17536a.jpg|thumb|Salzburg, [[Flachgau]], [[Thalgau]], 1986.07.03]]
 
[[File:BNiditineafuscellaW.jpg|thumb|''Niditinea fuscella'': Salzburg, [[Flachgau]], [[Thalgau]], 1985.08.04 e.o. 1987.06.03]]
 
[[File:BNiditineafuscellaW.jpg|thumb|''Niditinea fuscella'': Salzburg, [[Flachgau]], [[Thalgau]], 1985.08.04 e.o. 1987.06.03]]
'''Niditinea fuscella''' (''Tinea fuscella'' Linné, 1758: 539) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Tineidae]].
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'''Niditinea fuscella''' (''Tinea fuscella'' Linné, 1758: 539) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Tineidae]] (Echte Motten).
    
Volkstümlicher Name: Nestermotte
 
Volkstümlicher Name: Nestermotte
    
==Diagnose==
 
==Diagnose==
Eine sichere Bestimmung der variablen Art, besonders die Unterscheidung zu der für Salzburg noch zu erwartenden ''Niditinea striolella'' Matsumura, 1931) ist nur durch anatomische Untersuchung möglich.
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Eine sichere Bestimmung der variablen Art, besonders die Unterscheidung zu der für [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] noch zu erwartenden ''Niditinea striolella'' Matsumura, 1931) ist nur durch anatomische Untersuchung möglich.
    
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
''N. fuscella'' ist in Salzburg weit verbreitet und nicht selten. Nachweise sind bisher aus den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), Ia, ([[Stadt Salzburg]]), II ([[Salzburger Kalkalpen|nördliche Kalkalpen]]), III [[(Schieferalpen]]) und IV ([[Zentralalpen]]) nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al. (2024)]] bekannt, die Funde in Zone II und IV liegen allerdings schon vor 1970. Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung erstreckt sich über einen Bereich von 400 bis 1050 m ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Über den natürlichen Lebensraum der Art in Salzburg liegen keine Angaben vor, dokumentiert sind lediglich Nachweise aus Wohnräumen, in denen die Art gelegentlich immer wieder auftritt. Hier können sich die Tiere offensichtlich das ganze Jahr hindurch entwickeln und wurden auch schon im Jänner, sowie von März bis September angetroffen. Im Freien dürften die Tiere in vermutlich zwei Generationen pro Jahr von April bis August auftreten (Hannemann 1977).
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''N. fuscella'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] weit verbreitet und nicht selten. Nachweise sind bisher aus den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), Ia, ([[Stadt Salzburg]]), II ([[Salzburger Kalkalpen|nördliche Kalkalpen]]), III ([[Schieferalpen]]) und IV ([[Zentralalpen]]) nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al. (2024)]] bekannt, die Funde in Zone II und IV liegen allerdings schon vor 1970. Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung erstreckt sich über einen Bereich von 400 bis 1050 m ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Über den natürlichen Lebensraum der Art in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] liegen keine Angaben vor, dokumentiert sind lediglich Nachweise aus Wohnräumen, in denen die Art gelegentlich immer wieder auftritt. Hier können sich die Tiere offensichtlich das ganze Jahr hindurch entwickeln und wurden auch schon im Jänner, sowie von März bis September angetroffen. Im Freien dürften die Tiere in vermutlich zwei Generationen pro Jahr von April bis August auftreten (Hannemann 1977).
    
==Nachbarfaunen==
 
==Nachbarfaunen==
Auch in den Nachbarfaunen ist ''N. fuscella'' weit verbreitet. Huemer (2013) gibt sie aus allen österreichischen Bundesländern an. Klimesch (1990) meldet sie in Oberösterreich aus dem Alpenvorland und dem Alpengebiet. Im Mühlviertel ist sie in neuerer Zeit bei Gallneukirchen angetroffen worden (GBIF 2024). In Bayern ist die Art ebenfalls aus allen vier Naturräumen bekannt, im ostbayrischen Grundgebirge aber nur mit Funden vor dem Jahr 2000 (Haslberger & Segerer 2016).
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Auch in den Nachbarfaunen ist ''N. fuscella'' weit verbreitet. Huemer (2013) gibt sie aus allen österreichischen Bundesländern an. Klimesch (1990) meldet sie in Oberösterreich aus dem [[Alpenvorland]] und dem [[Alpen]]gebiet. Im [[Mühlviertel]] ist sie in neuerer Zeit bei Gallneukirchen angetroffen worden (GBIF 2024). In [[Bayern]] ist die Art ebenfalls aus allen vier Naturräumen bekannt, im ostbayrischen Grundgebirge aber nur mit Funden vor dem Jahr 2000 (Haslberger & Segerer 2016).
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
Über die Lebensweise der [[Glossar Biologie#I|''Imagines'']] ist in Salzburg praktisch nichts bekannt. Sie fliegen am Abend und in der ersten Nachthälfte (20 bis 24 Uhr MEZ nach Kurz & Kurz 2024, in einem Fall auch zwischen 10 und 11 Uhr MEZ). Nach Hannemann (1977) fliegen die Tiere am Abend. Die Raupen leben in Gespinströhren, primär in Vogelnestern, sowie in Erdnestern von [[Nagetiere]]n, aber auch von [[Biene]]n und [[Wespe]]n. Sekundär fressen sie auch an verschiedensten getrockneten pflanzlichen Materialien. ''N. fuscella'' ist in Salzburg nicht gefährdet, als Schädling ist sie in unserem Land bisher aber ebenfalls nicht in Erscheinung getreten (Einstufung LC nach Embacher et al. 2024).
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Über die Lebensweise der [[Glossar Biologie#I|''Imagines'']] ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] praktisch nichts bekannt. Sie fliegen am Abend und in der ersten Nachthälfte (20 bis 24 Uhr MEZ nach Kurz & Kurz 2024, in einem Fall auch zwischen 10 und 11 Uhr MEZ). Nach Hannemann (1977) fliegen die Tiere am Abend. Die Raupen leben in Gespinströhren, primär in Vogelnestern, sowie in Erdnestern von [[Nagetiere]]n, aber auch von [[Biene]]n und [[Wespe]]n. Sekundär fressen sie auch an verschiedensten getrockneten pflanzlichen Materialien. ''N. fuscella'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] nicht gefährdet, als Schädling ist sie in unserem Land bisher aber ebenfalls nicht in Erscheinung getreten (Einstufung LC nach Embacher et al. 2024).
    
==Weiterführende Informationen==
 
==Weiterführende Informationen==
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{{Quelle Embacher et al. 2024}}
 
{{Quelle Embacher et al. 2024}}
 
*GBIF Austria 2024. Global Biodiversity Information Facility, participant node Austria. URL: https://www.gbif.at/ [online 2024.11.20].
 
*GBIF Austria 2024. Global Biodiversity Information Facility, participant node Austria. URL: https://www.gbif.at/ [online 2024.11.20].
*Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). - In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
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*Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
*Haslberger, A. &amp; A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
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*Haslberger, A. &amp; A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der [[Schmetterling]]e [[Bayern]]s (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
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*Huemer, P. 2013. Die [[Schmetterling]]e Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
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*Klimesch, J. 1990. Die [[Schmetterling]]e Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum [[Linz]]: 1–332.
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem.  URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.20].
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*[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]] &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem.  URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.20].
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== Einzelnachweis ==
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<references />
    
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]

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