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'''Eudarcia pagenstecherella''' (''Tinea pagenstecherella'' Hübner, [1825]: 419) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Meessiidae]].
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'''Eudarcia pagenstecherella''' (''Tinea pagenstecherella'' Hübner, [1825]: 419) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Meessiidae]].
    
==Diagnose==
 
==Diagnose==
Trotz einer oberflächlichen Ähnlichkeit zu manchen [[Incurvariidae]] ist die Art durch Färbung und Zeichnung der Vorderflügel in Salzburg unverwechselbar.
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Trotz einer oberflächlichen Ähnlichkeit zu manchen [[Incurvariidae]] ist die Art durch Färbung und Zeichnung der Vorderflügel in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] unverwechselbar.
    
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
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==Nachbarfaunen==
 
==Nachbarfaunen==
Mit Ausnahme von Vorarlberg, Osttirol und dem Burgenland ist ''E. pagenstecherella'' aus allen österreichischen Bundesländern gemeldet worden (Huemer 2013). Klimesch (1990) gibt die Art für alle drei Landesteile von [[Oberösterreich]] an, allerdings von nur je einem einzigen Fundort. In Bayern ist die Art nur aus dem Schichtstufenland sowie fraglicherweise aus dem [[Bayern|ostbayrischen]] Grundgebirge bekannt (Haslberger &amp; Segerer 2016). In den angrenzenden Teilen [[Nordtirol]]s wurde die Art beispielsweise im [[Inn]]tal bei [[Rattenberg]] oder im Kaisertal bei [[Kufstein]] gefunden (Kurz &amp; Kurz 2024).
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Mit Ausnahme von [[Vorarlberg]], [[Osttirol]] und dem [[Burgenland]] ist ''E. pagenstecherella'' aus allen österreichischen Bundesländern gemeldet worden (Huemer 2013). Klimesch (1990) gibt die Art für alle drei Landesteile von [[Oberösterreich]] an, allerdings von nur je einem einzigen Fundort. In [[Bayern]] ist die Art nur aus dem Schichtstufenland sowie fraglicherweise aus dem [[Bayern|ostbayrischen]] Grundgebirge bekannt (Haslberger &amp; Segerer 2016). In den angrenzenden Teilen [[Nordtirol]]s wurde die Art beispielsweise im [[Inn]]tal bei [[Rattenberg]] oder im Kaisertal bei [[Kufstein]] gefunden (Kurz &amp; Kurz 2024).
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
Sowohl die Falter, als auch die Raupen führen eine sehr verborgene Lebensweise. Die Raupen bauen aus Seide und Sandkörnchen flache, biskottenförmige Gehäuse, die sie zum Schutz mit sich herumschleppen, und in die sie sich völlig zurückziehen können. Mit diesen Gehäusen leben die Raupen in Ritzen oder unter Überhängen von nicht zu trockenen, moos- und flechtenbewachsenen Felsabbrüchen und Felsblöcken an warmen Stellen im lichten Laubwald oder am Waldrand. Als Nahrung dienen ihnen die Flechtenüberzüge auf den Felsen. Die Verpuppung erfolgt im Gehäuse, die Puppe schiebt sich vor dem Schlüpfen des Falters ein Stück aus dem Gehäuse hervor. Die Falter wurden im Freiland noch nicht gefunden, gezüchtete Tiere sind aber sehr flugunlustig und versuchen sich bei Störung sofort laufend unter Moos oder in Ritzen zu verstecken. Eine akute Bedrohung der Art ist in Salzburg trotz der wenigen Funde vermutlich nicht gegeben, da es im Bereich der [[Salzburger Stadtberge|Stadtberge]] von Salzburg ausreichend geeignete Lebensräume gibt (Einstufung NT nach Embacher et al. 2024).
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Sowohl die Falter, als auch die Raupen führen eine sehr verborgene Lebensweise. Die Raupen bauen aus Seide und Sandkörnchen flache, biskottenförmige Gehäuse, die sie zum Schutz mit sich herumschleppen, und in die sie sich völlig zurückziehen können. Mit diesen Gehäusen leben die Raupen in Ritzen oder unter Überhängen von nicht zu trockenen, moos- und flechtenbewachsenen Felsabbrüchen und Felsblöcken an warmen Stellen im lichten Laubwald oder am [[Wald (Pflanzenformation)|Wald]]<nowiki></nowiki>rand. Als Nahrung dienen ihnen die [[Flechte]]nüberzüge auf den Felsen. Die Verpuppung erfolgt im Gehäuse, die Puppe schiebt sich vor dem Schlüpfen des Falters ein Stück aus dem Gehäuse hervor. Die Falter wurden im Freiland noch nicht gefunden, gezüchtete Tiere sind aber sehr flugunlustig und versuchen sich bei Störung sofort laufend unter [[Moose|Moos]] oder in Ritzen zu verstecken. Eine akute Bedrohung der Art ist in Salzburg trotz der wenigen Funde vermutlich nicht gegeben, da es im Bereich der [[Salzburger Stadtberge|Stadtberge]] von Salzburg ausreichend geeignete Lebensräume gibt (Einstufung NT nach Embacher et al. 2024).
    
==Weiterführende Informationen==
 
==Weiterführende Informationen==
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*Kurz, M. A., M. E. Kurz &amp; H. C. Zeller-Lukashort 1993. Neue und interessante Schmetterlingsfunde aus Salzburg und Oberösterreich (Lepidoptera). Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft österreichischer Entomologen 45 (3/4): 113-116.
 
*Kurz, M. A., M. E. Kurz &amp; H. C. Zeller-Lukashort 1993. Neue und interessante Schmetterlingsfunde aus Salzburg und Oberösterreich (Lepidoptera). Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft österreichischer Entomologen 45 (3/4): 113-116.
 
*Kurz, M. A., M. E. Kurz &amp; G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3–8.
 
*Kurz, M. A., M. E. Kurz &amp; G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3–8.
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem.  URL: http://www.nkis.info [online 2024.10.31].
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*[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]] &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem.  URL: http://www.nkis.info [online 2024.10.31].
    
== Einzelnachweis ==
 
== Einzelnachweis ==

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