Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
+ Bild
Zeile 1: Zeile 1:  +
[[Datei:OEAV_Alpenvereinswege_16_10_2009.jpg|thumb| Pressekonferenz von der Jahreshauptversammlung 2009 im [[Hotel Hubertushof Anif|Hotel Hubertushof]] in [[Anif]]. Von links: Dr. Christian Wadsack, Präsident ÖAV, DI Peter Kapelari, Referent für Hütten und Wege, Dr. Andreas Ermacora, Vizepräsident und [[Brigitte Slupetzky]], Vorsitzende des [[Alpenverein Salzburg|Salzburger Alpenverein]]s;]]
 
Der '''Österreichische Alpenverein''' (ÖAV) mit dem Sitz in Innsbruck ist ein österreichischer ein Bergsteiger- und Wandererklub, der sich sowohl als Verband als auch als Dachverband sieht.  
 
Der '''Österreichische Alpenverein''' (ÖAV) mit dem Sitz in Innsbruck ist ein österreichischer ein Bergsteiger- und Wandererklub, der sich sowohl als Verband als auch als Dachverband sieht.  
   Zeile 102: Zeile 103:  
''Beispiel 2'': Ein 150 kg schwerer Mann lehnte sich an ein Geländer eines Wanderweges am [[Attersee]] und brach ins Gelände ab. Der Bürgermeister wurde als Wegeerhalter, als unbescholtener Bürger, zu einer persönlichen unbedingten Geldstrafe verurteilt. Er hätte jährlich einen Holzsachverständigen die Geländer überprüfen lassen müssen.  
 
''Beispiel 2'': Ein 150 kg schwerer Mann lehnte sich an ein Geländer eines Wanderweges am [[Attersee]] und brach ins Gelände ab. Der Bürgermeister wurde als Wegeerhalter, als unbescholtener Bürger, zu einer persönlichen unbedingten Geldstrafe verurteilt. Er hätte jährlich einen Holzsachverständigen die Geländer überprüfen lassen müssen.  
   −
Die Liste der Klagen und Verurteilungen zur Haftung ließe sich nun fortsetzten, wie Dr. Andreas Ermacora, Vizepräsident des OeAV und Rechtsanwalt, ausführte. Fakt ist, dass es dem OeAV finanziell unmöglich ist, jede Brücke, jeden Karabiner im Fels, jedes Seil jährlich von Experten überprüfen zu lassen. Der Ausweg? Eine Schließung der Wege, wobei allein der Hinweis "Betreten auf eigene Gefahr" laut einem oberstgerichtlichen Urteil auch nicht reicht. "''…denn einem Wanderer sei es nicht zuzumuten, selbst festzustellen, ob der Weg für ihn sicher sei oder nicht…''" erklärte [[Brigitte Slupetzky]], Vorsitzende des Landesverbandes Salzburg des Oesterreichischen Alpenvereins.  
+
Die Liste der Klagen und Verurteilungen zur Haftung ließe sich nun fortsetzten, wie Dr. Andreas Ermacora, Vizepräsident des OeAV und Rechtsanwalt, ausführte. Fakt ist, dass es dem OeAV finanziell unmöglich ist, jede Brücke, jeden Karabiner im Fels, jedes Seil jährlich von Experten überprüfen zu lassen. Der Ausweg? Eine Schließung der Wege, wobei allein der Hinweis "Betreten auf eigene Gefahr" laut einem oberstgerichtlichen Urteil auch nicht reicht. "…denn einem Wanderer sei es nicht zuzumuten, selbst festzustellen, ob der Weg für ihn sicher sei oder nicht…" erklärte [[Brigitte Slupetzky]], Vorsitzende des Landesverbandes Salzburg des Oesterreichischen Alpenvereins.  
    
"Wir stehen zur Wegeerhaltung, aber es geht um die Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit, dass die Eigenverantwortung im Naturraum stärker werden muss", meinte Dr. Wadsack und wurde ergänzt von DI Peter Kapelari, Referent für Hütten und Wege: "Wir wollen keine Besenreine Wege. Wir brauchen aber auch die Wege, um unseren Hütten das Überleben zu garantieren. Dem Wanderer muss klar werden, dass man sich in der Natur nicht hundertprozentig gegen alle Gefahren absichern kann".
 
"Wir stehen zur Wegeerhaltung, aber es geht um die Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit, dass die Eigenverantwortung im Naturraum stärker werden muss", meinte Dr. Wadsack und wurde ergänzt von DI Peter Kapelari, Referent für Hütten und Wege: "Wir wollen keine Besenreine Wege. Wir brauchen aber auch die Wege, um unseren Hütten das Überleben zu garantieren. Dem Wanderer muss klar werden, dass man sich in der Natur nicht hundertprozentig gegen alle Gefahren absichern kann".

Navigationsmenü