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| | 2004 hat der Künstler in seinem Garten ein Atelier gebaut. Seit 1997 schafft er seine Figuren und Objekte ausschließlich aus Hartholzstücken. Ein riesiges Ei war 1998 die erste Holzarbeit. Die Teile der von ihm bearbeiteten Eichen oder Buchen sind Restbestände aus Überproduktionen. Das würde, sagt Schmidt, seinem Kunstprinzip gerecht werden: “Ich verweigere den Überfluss der Gesellschaft und komme einem Wesenszug des Menschen nach – dem Sammeln.“ Nach dem Sammeln baut Schmidt für seine Figuren Formen aus Verpackungsmaterial. Seine Arbeit sei „meditativ“ und könne auch recht langwierig sein: 14 Tage Rohaufbau, danach Feinschliff mit der Flex über ein paar Monate. „Es ist wie beim Hausbau – die Summe der Teile ergibt das Ganze.“ | | 2004 hat der Künstler in seinem Garten ein Atelier gebaut. Seit 1997 schafft er seine Figuren und Objekte ausschließlich aus Hartholzstücken. Ein riesiges Ei war 1998 die erste Holzarbeit. Die Teile der von ihm bearbeiteten Eichen oder Buchen sind Restbestände aus Überproduktionen. Das würde, sagt Schmidt, seinem Kunstprinzip gerecht werden: “Ich verweigere den Überfluss der Gesellschaft und komme einem Wesenszug des Menschen nach – dem Sammeln.“ Nach dem Sammeln baut Schmidt für seine Figuren Formen aus Verpackungsmaterial. Seine Arbeit sei „meditativ“ und könne auch recht langwierig sein: 14 Tage Rohaufbau, danach Feinschliff mit der Flex über ein paar Monate. „Es ist wie beim Hausbau – die Summe der Teile ergibt das Ganze.“ |
| | Voranmeldung zur Besichtigung für die Ausstellung „Handle with care“ unter 0664/18 14 860. www.schmidtart.at | | Voranmeldung zur Besichtigung für die Ausstellung „Handle with care“ unter 0664/18 14 860. www.schmidtart.at |
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| | + | ====Mehr als die Summe ihrer Teile Textauszug von Mag.Tina Teufel aus dem Figurenbuch >Dialog< von Hans Schmidt==== |
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| | + | Wie ein Ziegel zu einem Haus, ein Steinchen zu einem Mosaik, ein Farbtupfer zu einem Gemälde werden kann, so verhält es sich mit den kleinen Holzstückchen, die Hans Schmidt |
| | + | zu seinen lebensgroßen Figuren verarbeitet. Sie werden über ein Gerüst aneinander geklebt, das wieder entfernt wird. Übrig bleibt ein Holzmantel, der organisch wirkt, Licht- und Schattenspiele zulässt, zu vibrieren scheint und mitunter auch Ein- und Durchblicke ermöglicht. |
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| | + | ==== Dialog der Kyoto-Kumpels Eine Kunst – Wärme Kopplung in der Galerie „FeuerWerk“ Figuren von Hans Schmidt bei der Unternehmensgruppe Binder Holz in Fügen, Tirol |
| | + | Textauszug von Mag.Josef Brescher aus dem Magazin Vernissage 252 / 2006 März ==== |
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| | + | Inmitten der Umgebung, in der das Material der Objekte industriell verarbeitet wird, wecken die teils lebensgroßen Holzfiguren des Seekirchner Bildhauers Hans Schmidt ganz spezielle Assoziationen, die durchaus auch makabre Aspekte haben. Der Künstler schafft mit einer subtilen Mischung aus definierter Körperhaltung bei gleichzeitig offener Gestik, durch die Gruppierung und Positionierung der Figuren, durch Farbe bzw. ihr Weglassen soziale Situationen, in denen aus Holzfiguren gleichsam Zeitgenossen werden. |
| | + | Als symbolische Platzhalter für leibhaftige Menschen schlüpfen sie in verschiedenste Rollen und gerade ihre naturgegebener hölzerner Charme lässt menschliches Wohl- und Fehlverhalten prägnanter hervortreten. |
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