Änderungen

K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 10: Zeile 10:  
Es entwickelte sich ein "Volksschauspiel" mit dem Auftreten des Nikolos, seinem Gehilfen Krampus oder Knecht Ruprecht sowie weiteren Rollendarstellern wie erschreckte Kinder oder Mägde.  
 
Es entwickelte sich ein "Volksschauspiel" mit dem Auftreten des Nikolos, seinem Gehilfen Krampus oder Knecht Ruprecht sowie weiteren Rollendarstellern wie erschreckte Kinder oder Mägde.  
   −
Der Nikolaus galt auch lange als Heischebrauch (''überliefertes Brauchrecht von Kindern und Jugendlichen, seltener Erwachsene, für gewisse Leistungen Geld oder Lebensmittel zu sammeln'', dazu zählen auch Hirtenbräuche oder Kinder mit [[Ratschen]], die am [[Karsamstag]] die Häuser ''abklappern'', Quelle Buch [[Verschwundene Bräuche]]).
+
Der Nikolaus galt auch lange als [[Heischebrauch]] (''überliefertes Brauchrecht von Kindern und Jugendlichen, seltener Erwachsene, für gewisse Leistungen Geld oder Lebensmittel zu sammeln'', dazu zählen auch Hirtenbräuche oder Kinder mit [[Ratschen]], die am [[Karsamstag]] die Häuser ''abklappern'', Buch "[[Verschwundene Bräuche]]").
    
== Nikolaus im Salzburger Land ==
 
== Nikolaus im Salzburger Land ==
Zeile 28: Zeile 28:     
[[Fürsterzbischof]] [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] nutzte dies für seine grausamen Pläne. Die Zusammenlegung der Bräuche fiel in die Zeit nach der [[Protestantenvertreibung|Vertreibung]] von 20 000 [[Protestanten]] aus dem [[Pongau]] ([[1731]]–[[1732]]). Nach außen hin gaben sich viele Menschen katholisch. Um dies zu überprüfen wurde mit den Passen ein Nikolaus mitgeschickt, der sich kirchlich gut ausgekannt hatte und auf die Gebete der Kinder genau horchte. Beteten diese evangelisch, war diese Familie enttarnt. Noch  60 Jahre nach der Protestantenvertreibung seien durch die Kinderverse evangelische Familien aufgespürt und aus dem Pongau gejagt worden, so Historiker Horst Wierer. "Es gibt einen alten Spruch aus dieser Zeit: Vor dem Krampus brauchst dich ned fürchten. Aber vorm Nikolaus."
 
[[Fürsterzbischof]] [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] nutzte dies für seine grausamen Pläne. Die Zusammenlegung der Bräuche fiel in die Zeit nach der [[Protestantenvertreibung|Vertreibung]] von 20 000 [[Protestanten]] aus dem [[Pongau]] ([[1731]]–[[1732]]). Nach außen hin gaben sich viele Menschen katholisch. Um dies zu überprüfen wurde mit den Passen ein Nikolaus mitgeschickt, der sich kirchlich gut ausgekannt hatte und auf die Gebete der Kinder genau horchte. Beteten diese evangelisch, war diese Familie enttarnt. Noch  60 Jahre nach der Protestantenvertreibung seien durch die Kinderverse evangelische Familien aufgespürt und aus dem Pongau gejagt worden, so Historiker Horst Wierer. "Es gibt einen alten Spruch aus dieser Zeit: Vor dem Krampus brauchst dich ned fürchten. Aber vorm Nikolaus."
+
 
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* Buch [[Verschwundene Bräuche]]
 
* Buch [[Verschwundene Bräuche]]