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| − | Das '''Red-Bull-Trainingszentrum''' befindet sich im [[Salzburger Stadtteil]] [[Taxham]]. | + | Das '''Red-Bull-Trainingszentrum Taxham''' befindet sich im [[Salzburger Stadtteil]] [[Taxham]]. |
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| | == Allgemeines == | | == Allgemeines == |
| − | Das Trainingszentrum der [[Red Bull Salzburg]]-Fußballmannschaft befindet, nur getrennt durch die [[Westautobahn]], wenige Hundert Meter von der [[Red Bull Arena]] entfernt, die jedoch bereits in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Wals-Siezenheim]] in [[Kleßheim]] liegt. | + | Das Trainingszentrum Taxham der [[Red Bull Salzburg]]-Fußballmannschaft befindet sich, nur getrennt durch die [[Westautobahn]], wenige Hundert Meter von der [[Red Bull Arena]] entfernt, die jedoch bereits in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Wals-Siezenheim]] in [[Kleßheim]] liegt. |
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| − | Diese zwar räumlich geringfügige Trennung war der Grund für die Aufteilung der Kommunalsteuern zwischen der [[Stadtgemeinde Salzburg]] und der Gemeinde Wals-Siezenheim. Die im Herbst [[2024]] getroffene Aufteilung sieht vor, dass Wals-Siezenheim künftig 52 Prozent und die Stadt Salzburg 48 Prozent der Kommunalsteuer erhält.
| + | Das Trainingszentrum wurde am [[29. März]] [[2007]] offiziell mit der Schlüsselübergabe an die beiden Trainer [[Giovanni Trapattoni]] und [[Lothar Matthäus]] eröffnet. Erbaut wurde es unter der Leitung von Christian Schluder in 360 Tagen Bauzeit. |
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| | + | Bei der Eröffnung hatte das Areal zwei Naturrasenplätze (einer davon beheizbar), einen beheizbaren Kunstrasenplatz, einen Tormanntrainingsplatz, einen Ballspielkäfig mit einer Streetsoccerbande, eine Finnenlaufbahn von 700 m und eine Flutlicht- und Bewässerungsanlage. Im Gebäudekomplex wurde der Wellness- und Regenerationsbereich sehr großzügig konzipiert. Den Spielern steht neben einem perfekt ausgestatteten Kraftraum auch eine 50-m-Indoorlaufbahn zur Verfügung. |
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| | + | ===== Kommunalsteuerdebatte ===== |
| | + | Die räumlich geringfügige Trennung war der Grund für die Aufteilung der Kommunalsteuern zwischen der [[Stadtgemeinde Salzburg]] und der Gemeinde Wals-Siezenheim. Die im Herbst [[2024]] getroffene Aufteilung sieht vor, dass Wals-Siezenheim künftig 52 Prozent und die Stadt Salzburg 48 Prozent der Kommunalsteuer erhält. |
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| | Der Hintergrund für diese Regelung: [[2016]] begehrte die Stadtgemeinde Salzburg einen Feststellungsbescheid beim Finanzamt. Seither wurde über die Aufteilung verhandelt. Die Gemeinde Wals-Siezenheim verwies dabei immer wieder auf eine Vereinbarung, die Ex-[[Bürgermeister der Gemeinde Wals-Siezenheim|Bürgermeister]] [[Ludwig Bieringer]] und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Heinz Schaden]] abgeschlossen hatten. Seit damals flossen rund drei Viertel der Steuern nach Wals-Siezenheim, für die Stadt Salzburg blieben 25 Prozent. Mit dieser Regelung war die Stadt aber nicht mehr zufrieden und drängte auf einen neuen Aufteilungsschlüssel. Das Argument: Die Fußballstars sind zeitlich weitaus öfter auf dem Trainingsgelände aktiv als im Stadion. Die Gemeinde Wals-Siezenheim wiederum machte geltend, dass man - gemeinsam mit dem Land Salzburg - die Infrastruktur für das Stadion geschaffen habe. | | Der Hintergrund für diese Regelung: [[2016]] begehrte die Stadtgemeinde Salzburg einen Feststellungsbescheid beim Finanzamt. Seither wurde über die Aufteilung verhandelt. Die Gemeinde Wals-Siezenheim verwies dabei immer wieder auf eine Vereinbarung, die Ex-[[Bürgermeister der Gemeinde Wals-Siezenheim|Bürgermeister]] [[Ludwig Bieringer]] und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Heinz Schaden]] abgeschlossen hatten. Seit damals flossen rund drei Viertel der Steuern nach Wals-Siezenheim, für die Stadt Salzburg blieben 25 Prozent. Mit dieser Regelung war die Stadt aber nicht mehr zufrieden und drängte auf einen neuen Aufteilungsschlüssel. Das Argument: Die Fußballstars sind zeitlich weitaus öfter auf dem Trainingsgelände aktiv als im Stadion. Die Gemeinde Wals-Siezenheim wiederum machte geltend, dass man - gemeinsam mit dem Land Salzburg - die Infrastruktur für das Stadion geschaffen habe. |
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| | Für die Gemeinde Wals-Siezenheim ist die Kommunalsteuer die wichtigste Steuer für die Gemeinde. [[2023]] hatte Wals-Siezenheim in Summe rund 17,5 Millionen Euro eingenommen. | | Für die Gemeinde Wals-Siezenheim ist die Kommunalsteuer die wichtigste Steuer für die Gemeinde. [[2023]] hatte Wals-Siezenheim in Summe rund 17,5 Millionen Euro eingenommen. |
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| | + | == Adresse == |
| | + | : [[Guritzerstraße]] 21A |
| | + | : 5020 Salzburg |
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| | == Weblink == | | == Weblink == |
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| | == Quelle == | | == Quelle == |
| | * [https://www.sn.at/salzburg/politik/red-bull-salzburg-millionennachzahlung-steuermatch-fussballergehaelter-wals-siezenheim-stadt-salzburg-166702426 www.sn.at], 15. Oktober 2024 | | * [https://www.sn.at/salzburg/politik/red-bull-salzburg-millionennachzahlung-steuermatch-fussballergehaelter-wals-siezenheim-stadt-salzburg-166702426 www.sn.at], 15. Oktober 2024 |
| − | | + | * {{Quelle SN|30. März 2007, Seite 22}} |
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| | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] |