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| | [[Datei:1690er Hauptplatz mit Hauptwacht.jpg|thumb|Historische Darstellung des Residenzplatzes.]] | | [[Datei:1690er Hauptplatz mit Hauptwacht.jpg|thumb|Historische Darstellung des Residenzplatzes.]] |
| | Am Aschhof entlang und gegen die Bürgerhäuser zu, zog sich rund um den Domfriedhof damals eine feste Mauer, die ''Burgmauer'', welche die Grenze zwischen der [[Fürstenstadt]] und der [[Bürgerstadt]] darstellte. Wolf Dietrich versetzte auch diese Mauer [[1593]] in Richtung Dom zurück. | | Am Aschhof entlang und gegen die Bürgerhäuser zu, zog sich rund um den Domfriedhof damals eine feste Mauer, die ''Burgmauer'', welche die Grenze zwischen der [[Fürstenstadt]] und der [[Bürgerstadt]] darstellte. Wolf Dietrich versetzte auch diese Mauer [[1593]] in Richtung Dom zurück. |
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| | + | ==== Pflasterung ==== |
| | + | Der ursprüngliche Belag des Platzes bestand aus kleinen, rund geformten Flusssteinen aus der [[Salzach]]. In der zweiten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s wurden die Flusssteine mit Sand bedeckt und die Straßen um den Platz asphaltiert. |
| | + | {{#ev:youtube|zrqbvirHCn8|320|right|Visual History: Der Residenzplatz als Parkplatz, 1974}} |
| | + | [[2006]] tauchten Überlegungen auf, den Platz wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, da unter einer Schicht Sand sich dieser alte Belag noch befindet, jedoch restauriert und den modernen Gegebenheiten angepasst gehörte. [[2008]] wurde der Architektenentwurf von Andreas Knittel und [[Max Rieder]] der Öffentlichkeit in Form eines Probebelags präsentiert. Dieses Teilstück der Pflasterung rief eine neuerliche Debatte hervor, die nach der Gemeinderatswahl am [[1. März]] [[2009]] zur Einstellung der Neupflasterung führte. Daraufhin wurde vom Bundesdenkmalamt im Zuge der Restaurierung des Residenzbrunnens ein etwa vier Meter breiter Gürtel um den Residenzbrunnen mit der ursprünglichen Flusssteine-Pflasterung versehen. Dafür wurden rund 1,2 Mill. Euro ausgegeben.<ref>siehe auch [[Großprojekte Stadt Salzburg#Großprojekte 21. Jahrhundert#Neugestaltung Residenzplatz|Neugestaltung Residenzplatz]]</ref> |
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| | + | [[2012]] gab es einen weiteren Versuch, einen geeigneten Belag für den Platz zu finden. Am [[11. Juli]] 2012 wurden zwei Probeflächen mit je 24 Quadratmetern mit einem neuen Belag zu Testzwecken belegt. Der Quarzsand der [[Zementwerk Leube GmbH|Leube]]-Tochterfirma soll mit einem biologischen Bindemittel (''Stabilizer'') dafür sorgen, dass es im Sommer weniger staubt. Nach dem [[Rupertikirtag]] im Herbst wollten Baustadträtin [[Claudia Schmidt]] und Michael Handl, Leiter des Straßen- und Brückenamts, entscheiden, ob sich die Mixtur bewährt hat. |
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| | + | ==== Neugestaltung 2018 ==== |
| | + | Ab April [[2018]] wurden Kanäle für die Oberflächenentwässerung, neun zentrale Elektroversorgungsstationen, Wasserleitungen, ein zweieinhalb Meter tiefer Abwasser-Entsorgungsschacht samt Pumpwerk für diverse Veranstaltungen sowie andere wichtige Vorrichtungen angelegt. Danach wurde bis Mitte Juli die asphaltierten Straßen im Randbereich abgetragen und durch etwa 5 000 Quadratmeter Granit-Pflaster aus dem Böhmerwald ersetzt. Die Kosten für die Neugestaltung betrugen 4,6 Millionen Euro. |
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| | + | Für das Projekt zur Neugestaltung verantwortlich waren die Architekten [[Erich Wagner (Architekt)|Erich Wagner]] und Eduard Widmann. Die Straßenbauarbeiten führte Firma Porr aus und die Pflasterung Firma Eder, Pinzgauer Pflasterbau. Insgesamt wurden 6 666 Steine eingepasst. Ein Stein wiegt etwa 320 Kilo. Das ergibt ein Gesamtgewicht von 2 133 Tonnen, die mit 80 Sattelschlepperladungen heran transportiert wurden. |
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| | + | Aus demselben Steinbruch, woher das Pflaster stammt, kam auch der Schotter, mit dem im Frühjahr 2019 der große Platz aufgefrischt wurde. Unangetastet blieb dabei der Ring aus Bachsteinen rund um den Residenzbrunnen, der seit 2017 dem Land gehört. Wie überall in der Altstadt ist auch hier mit Funden aus dem [[Iuvavum|römischen Salzburg]] und aus dem [[Mittelalter]] zu rechnen. Archäologen begleiteten deshalb den Bau.<ref>[http://www.salzburg24.at/umfangreiche-bauarbeiten-am-residenzplatz-gestartet/5210500 www.salzburg24.at] </ref> <ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/residenzplatz-neu-biegt-in-die-zielgerade-30441622 Salzburger Nachrichten, 5. Juli 2018]</ref> Auf der Suche nach einem umweltverträglichen Bindemittel wurde die Stadt in [[Linz]] fündig. Ein aus gemahlenen Samenschalen hergestelltes Bindemittel wurde mit dem gewünschten Granitbruch vermischt. Eine Vier-Zentimeter-Schicht aus kleinkörnigem Material im Untergrund macht den Platz fest. Darüber liegen ein bis zwei Zentimeter loser Granitsplitt mit einer Korngröße von maximal elf Millimeter.<ref>{{Quelle SN|29. Mai 2019}}</ref> |
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| | + | ==== 2020: 23 Sitzbänke werden aufgestellt ==== |
| | + | [[Datei:Residenzplatz Sitzbänke 2020.jpg|thumb|September 2020: 23 Sitzbänke wurden aufgestellt.]] |
| | + | Die Anfang September [[2020]] aufgestellten 23 Bänke sind aus geschliffenem Beton mit Sitzflächen und Lehnen aus [[Lärche]]<nowiki>nholz</nowiki>. Für die Auswahl und den Standort der Bänke gab es fachliche Gespräche mit dem Bundesdenkmalamt. Die Stadt hat letztendlich beschlossen, zehn neue Bänke auf der langen und fünf auf der kurzen Platzseite aufzustellen sowie fünf vor der alten Residenz. Drei Bänke stehen im Schatten der [[Kastanie]]n neben dem Mahnmal, das der Bücherverbrennung im April [[1938]] gedenkt. Die neuen Sitzgelegenheiten auf dem Residenzplatz werden nicht nur in der warmen Jahreszeit, sondern auch während des [[Christkindlmarkt]]s auf dem Platz belassen. Dies wurde in Abstimmung mit dem Christkindlmarkt auch bereits in der Positionierung der Bänke mitbedacht. |
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| | + | ==== Warum der Platz nicht begrünt wurde ==== |
| | + | Eduard Widmann, einer der Architekten, die den Residenzplatz neu gestaltet haben, zieht einen unerwarteten Vergleich: "Der Residenzplatz ist mit einer Wiese vergleichbar." Das Wasser werde nicht in die Kanalisation abgeführt, sondern aufgenommen und im darunter liegenden Erdkoffer gespeichert. Bei Bedarf werde es durch Verdunstung an die Oberfläche zurückgegeben. Dies entspreche im Grundsatz dem Schwammstadt-Prinzip. Auch die zahlreichen Veranstaltungen, die auf dem Residenzplatz stattfinden, mussten berücksichtigt werden. Widmann sagt dazu: "Wenn man eine Wiese für eine Veranstaltung nutzt, dann ist sie danach für Wochen unbrauchbar. Bei einem Schotterplatz kann ein Event nach dem anderen stattfinden." Der Platz sei aufgrund des Kiesbetts kühler als vergleichbare Plätze in anderen Städten. "Der Klimaausgleich ist fast ident zu einer Grünfläche, nur durch den nächtlichen Tau sind Grashalme vorteilhaft. Nicht jeder Platz braucht einen Baum." |
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| | + | Meteorologin Claudia Riedl von [[GeoSphere Austria|Geosphere]] sagt, man habe bei der Neugestaltung "schon versucht, für Verbesserung zu sorgen. Aber es ist keine grüne Wiese." Dass es seit 2019 zu einer "Klimaanpassung" gekommen sei, bezweifelt auch ihr Kollege, der Meteorologe Alexander Ohms. "Der Untergrund alleine bringt für die Temperaturen wenig. Beschattung, Bäume, Grün- und Wasserflächen sind der Goldstandard an Maßnahmen. Der Effekt, dass Wasser aufgefangen wird, kann für die Verdunstung etwas bringen - vor allem bei Starkregen."<ref name="SNAug23"></ref> |
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| | + | Regelmäßig sorgt der Schotter auf dem Platz für Staubwolken und Problemen in den angrenzenden Geschäften.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/mozartplatz-neue-gestaltung-diskussionen-152976529 www.sn.at], 7. Februar 2024</ref> |
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| | === Alte Ansichten === | | === Alte Ansichten === |
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| | : Übersetzung: "Da (das Haus) tatsächlich baufällig war, war es eine Freude, (gleich dem) Jakob einen Stein zu errichten", [[1745]] | | : Übersetzung: "Da (das Haus) tatsächlich baufällig war, war es eine Freude, (gleich dem) Jakob einen Stein zu errichten", [[1745]] |
| | : ein Wortspiel, bezugnehmend auf die Bibel, 1. Buch Mose (Genesis) - Kapitel 31 - Vers 45<ref>[http://www.bibel-verse.de/vers/1.%20Buch%20Mose%20(Genesis)/31/45.html bibel-verse.de]</ref> | | : ein Wortspiel, bezugnehmend auf die Bibel, 1. Buch Mose (Genesis) - Kapitel 31 - Vers 45<ref>[http://www.bibel-verse.de/vers/1.%20Buch%20Mose%20(Genesis)/31/45.html bibel-verse.de]</ref> |
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| | + | ==== Nicht mehr bestehende Gebäude ==== |
| | + | Das [[Hôtel zum Goldnen Schiff]] befand sich am Residenzplatz neben der Filialkirche zum hl. Michael zu zählte zu den besten Hotels in der Stadt. Das Gebäude dient heute in komplett umgebauter Form als Sitz der [[Landeshypothekenbank Salzburg|Landeshypothekenbank]]. |
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| | == Archäologie == | | == Archäologie == |
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| | Die Arbeiten wurden noch bis Ende November weiter geführt. Höglinger rechnete mit bis zu tausend Skeletten. Diese wurden nach der wissenschaftlichen Dokumentation in ein Depot gebracht und dann auf dem [[Kommunalfriedhof]] bestattet.<ref>Quelle [https://www.stadt-salzburg.at/index.php?id=41344 www.stadt-salzburg.at]</ref> | | Die Arbeiten wurden noch bis Ende November weiter geführt. Höglinger rechnete mit bis zu tausend Skeletten. Diese wurden nach der wissenschaftlichen Dokumentation in ein Depot gebracht und dann auf dem [[Kommunalfriedhof]] bestattet.<ref>Quelle [https://www.stadt-salzburg.at/index.php?id=41344 www.stadt-salzburg.at]</ref> |
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| − | == Pflasterung ==
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| − | Der ursprüngliche Belag des Platzes bestand aus kleinen, rund geformten Flusssteinen aus der [[Salzach]]. In der zweiten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s wurden die Flusssteine mit Sand verdeckt und die Straßen um den Platz asphaltiert.
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| − | {{#ev:youtube|zrqbvirHCn8|320|right|Visual History: Der Residenzplatz als Parkplatz, 1974}}
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| − | [[2006]] tauchten Überlegungen auf, den Platz wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, da unter einer Schicht Sand sich dieser alte Belag noch befindet, jedoch restauriert und den modernen Gegebenheiten angepasst gehörte. [[2008]] wurde der Architektenentwurf von Andreas Knittel und [[Max Rieder]] der Öffentlichkeit in Form eines Probebelags präsentiert. Dieses Teilstück der Pflasterung rief eine neuerliche Debatte hervor, die nach der Gemeinderatswahl am [[1. März]] [[2009]] zur Einstellung der Neupflasterung führte. Daraufhin wurde vom Bundesdenkmalamt im Zuge der Restaurierung des Residenzbrunnens ein etwa vier Meter breiter Gürtel um den Residenzbrunnen mit der ursprünglichen Flusssteine-Pflasterung versehen. Dafür wurden rund 1,2 Mill. Euro ausgegeben.<ref>siehe auch [[Großprojekte Stadt Salzburg#Großprojekte 21. Jahrhundert#Neugestaltung Residenzplatz|Neugestaltung Residenzplatz]]</ref>
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| − | [[2012]] gab es einen weiteren Versuch, einen geeigneten Belag für den Platz zu finden. Am [[11. Juli]] 2012 wurden zwei Probeflächen mit je 24 Quadratmetern mit einem neuen Belag zu Testzwecken belegt. Der Quarzsand der [[Zementwerk Leube GmbH|Leube]]-Tochterfirma soll mit einem biologischen Bindemittel (''Stabilizer'') dafür sorgen, dass es im Sommer weniger staubt. Nach dem [[Rupertikirtag]] im Herbst wollten Baustadträtin [[Claudia Schmidt]] und Michael Handl, Leiter des Straßen- und Brückenamts, entscheiden, ob sich die Mixtur bewährt hat.
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| − | === Neugestaltung 2018 kostete 4,6 Millionen Euro ===
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| − | Ab April [[2018]] wurden Kanäle für die Oberflächenentwässerung, neun zentrale Elektroversorgungsstationen, Wasserleitungen, ein zweieinhalb Meter tiefer Abwasser-Entsorgungsschacht samt Pumpwerk für diverse Veranstaltungen sowie andere wichtige Vorrichtungen angelegt. Danach wurde bis Mitte Juli die asphaltierten Straßen im Randbereich abgetragen und durch etwa 5 000 Quadratmeter Granit-Pflaster aus dem Böhmerwald ersetzt.
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| − | Für das Projekt zur Neugestaltung verantwortlich waren die Architekten [[Erich Wagner (Architekt)|Erich Wagner]] und Eduard Widmann. Die Straßenbauarbeiten führte Firma Porr aus und die Pflasterung Firma Eder, Pinzgauer Pflasterbau. Insgesamt wurden 6 666 Steine eingepasst. Ein Stein wiegt etwa 320 Kilo. Das ergibt ein Gesamtgewicht von 2 133 Tonnen, die mit 80 Sattelschlepperladungen heran transportiert wurden.
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| − | Aus demselben Steinbruch, woher das Pflaster stammt, kam auch der Schotter, mit dem im Frühjahr 2019 der große Platz aufgefrischt wurde. Unangetastet blieb dabei der Ring aus Bachsteinen rund um den Residenzbrunnen, der seit 2017 dem Land gehört. Wie überall in der Altstadt ist auch hier mit Funden aus dem [[Iuvavum|römischen Salzburg]] und aus dem [[Mittelalter]] zu rechnen. Archäologen begleiteten deshalb den Bau.<ref>[http://www.salzburg24.at/umfangreiche-bauarbeiten-am-residenzplatz-gestartet/5210500 www.salzburg24.at] </ref> <ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/residenzplatz-neu-biegt-in-die-zielgerade-30441622 Salzburger Nachrichten, 5. Juli 2018]</ref>
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| − | Auf der Suche nach einem umweltverträglichen Bindemittel wurde die Stadt in [[Linz]] fündig. Ein aus gemahlenen Samenschalen hergestelltes Bindemittel wurde mit dem gewünschten Granitbruch vermischt. Eine Vier-Zentimeter-Schicht aus kleinkörnigem Material im Untergrund macht den Platz fest. Darüber liegen ein bis zwei Zentimeter loser Granitsplitt mit einer Korngröße von maximal elf Millimeter.<ref>{{Quelle SN|29. Mai 2019}}</ref>
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| − | === 2020 wurden 23 Sitzbänke aufgestellt ===
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| − | [[Datei:Residenzplatz Sitzbänke 2020.jpg|thumb|September 2020: 23 Sitzbänke wurden aufgestellt.]]
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| − | Die Anfang September [[2020]] aufgestellten 23 Bänke sind aus geschliffenem Beton mit Sitzflächen und Lehnen aus [[Lärche]]<nowiki>nholz</nowiki>. Für die Auswahl und den Standort der Bänke gab es fachliche Gespräche mit dem Bundesdenkmalamt. Die Stadt hat letztendlich beschlossen, zehn neue Bänke auf der langen und fünf auf der kurzen Platzseite aufzustellen sowie fünf vor der alten Residenz. Drei Bänke stehen im Schatten der [[Kastanie]]n neben dem Mahnmal, das der Bücherverbrennung im April [[1938]] gedenkt. Die neuen Sitzgelegenheiten auf dem Residenzplatz werden nicht nur in der warmen Jahreszeit, sondern auch während des [[Christkindlmarkt]]s auf dem Platz belassen. Dies wurde in Abstimmung mit dem Christkindlmarkt auch bereits in der Positionierung der Bänke mitbedacht.
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| − | === Warum der Platz nicht begrünt wurde ===
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| − | Eduard Widmann, einer der Architekten, die den Residenzplatz neu gestaltet haben, zieht einen unerwarteten Vergleich: "Der Residenzplatz ist mit einer Wiese vergleichbar." Das Wasser werde nicht in die Kanalisation abgeführt, sondern aufgenommen und im darunter liegenden Erdkoffer gespeichert. Bei Bedarf werde es durch Verdunstung an die Oberfläche zurückgegeben. Dies entspreche im Grundsatz dem Schwammstadt-Prinzip. Auch die zahlreichen Veranstaltungen, die auf dem Residenzplatz stattfinden, mussten berücksichtigt werden. Widmann sagt dazu: "Wenn man eine Wiese für eine Veranstaltung nutzt, dann ist sie danach für Wochen unbrauchbar. Bei einem Schotterplatz kann ein Event nach dem anderen stattfinden." Der Platz sei aufgrund des Kiesbetts kühler als vergleichbare Plätze in anderen Städten. "Der Klimaausgleich ist fast ident zu einer Grünfläche, nur durch den nächtlichen Tau sind Grashalme vorteilhaft. Nicht jeder Platz braucht einen Baum."
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| − | Meteorologin Claudia Riedl von [[GeoSphere Austria|Geosphere]] sagt, man habe bei der Neugestaltung "schon versucht, für Verbesserung zu sorgen. Aber es ist keine grüne Wiese." Dass es seit 2019 zu einer "Klimaanpassung" gekommen sei, bezweifelt auch ihr Kollege, der Meteorologe Alexander Ohms. "Der Untergrund alleine bringt für die Temperaturen wenig. Beschattung, Bäume, Grün- und Wasserflächen sind der Goldstandard an Maßnahmen. Der Effekt, dass Wasser aufgefangen wird, kann für die Verdunstung etwas bringen - vor allem bei Starkregen."<ref name="SNAug23"></ref>
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| − | Regelmäßig sorgt der Schotter auf dem Platz für Staubwolken und Problemen in den angrenzenden Geschäften.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/mozartplatz-neue-gestaltung-diskussionen-152976529 www.sn.at], 7. Februar 2024</ref>
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| | Um den Residenzbrunnen, der sich in der Mitte des Residenzplatzes befindet, findet jährlich der eindrucksvolle [[Fackeltanz]] anlässlich der Eröffnung der [[Salzburger Festspiele]] statt. Weiters bildet der Platz auch Kulisse für den [[Rupertikirtag]] sowie für Teile [[Salzburger Christkindlmarkt]]s. In der [[Nachkriegszeit]] bis gegen Ende des [[20. Jahrhundert]]s gab es in der [[Advent]]zeit einen großen Christbaum-Markt rund um den Residenzbrunnen. Der [[Salzburger Businesslauf]] hat Start und Ziel am Residenzplatz. Der [[Salzburger Bindertanz]] ([[2014]]) wurde hier bereits aufgeführt und alljährlich zur Eröffnung der [[Salzburger Festspiele]] findet der [[Salzburger Fackeltanz]] statt. | | Um den Residenzbrunnen, der sich in der Mitte des Residenzplatzes befindet, findet jährlich der eindrucksvolle [[Fackeltanz]] anlässlich der Eröffnung der [[Salzburger Festspiele]] statt. Weiters bildet der Platz auch Kulisse für den [[Rupertikirtag]] sowie für Teile [[Salzburger Christkindlmarkt]]s. In der [[Nachkriegszeit]] bis gegen Ende des [[20. Jahrhundert]]s gab es in der [[Advent]]zeit einen großen Christbaum-Markt rund um den Residenzbrunnen. Der [[Salzburger Businesslauf]] hat Start und Ziel am Residenzplatz. Der [[Salzburger Bindertanz]] ([[2014]]) wurde hier bereits aufgeführt und alljährlich zur Eröffnung der [[Salzburger Festspiele]] findet der [[Salzburger Fackeltanz]] statt. |
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| | + | Am [[13. Mai]] [[1965]] versammelten sich die Teilnehmer der Erinnerungsfahrt 1965 an das [[Fernstreckenrennen Paris - Wien]] von [[1902]] auf dem Residenzplatz. |
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| | + | Seit [[2003]] findet als Auftaktveranstaltung des [[Gaisbergrennen (modern)|modernen Gaisbergrennens]] ein Rennen in der Altstadt statt. Das Fahrerlager dafür befindet sich dann am Donnerstagnachmittag auf dem Residenzplatz, wo jedermann die Oldtimer aus der Nähe betrachten kann. |
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| | [[2008]] fanden auf dem Residenzplatz im Rahmen der [[Euro 2008]] Veranstaltungen statt. | | [[2008]] fanden auf dem Residenzplatz im Rahmen der [[Euro 2008]] Veranstaltungen statt. |