| Zeile 1: |
Zeile 1: |
| | {{Dieser Artikel|behandelt die für die Allgemeinheit benutzbare '''Weißsee Gletscherbahn'''. Die [[ÖBB Seilbahn Weißsee]], die parallel zu dieser Seilbahn bestanden hat, wird in einem eigenen Artikel behandelt.}} | | {{Dieser Artikel|behandelt die für die Allgemeinheit benutzbare '''Weißsee Gletscherbahn'''. Die [[ÖBB Seilbahn Weißsee]], die parallel zu dieser Seilbahn bestanden hat, wird in einem eigenen Artikel behandelt.}} |
| | [[Datei:SeilbahnBergstationenHotel Rudolfshütte.JPG|thumb|Von links nach rechts: Bergstation der ÖBB-Seilbahn Weißsee, Bergstation der Weißsee Gletscherbahn, Hotel Rudolfshütte]] | | [[Datei:SeilbahnBergstationenHotel Rudolfshütte.JPG|thumb|Von links nach rechts: Bergstation der ÖBB-Seilbahn Weißsee, Bergstation der Weißsee Gletscherbahn, Hotel Rudolfshütte]] |
| − | [[Datei:WeißseeGletscherbahn.JPG|thumb|Stützen und Gondeln der Weißsee Gletscherbahn unterhalb der Mittelstation. Im Bildhintergrund der [[Grünsee]].]]
| |
| − | [[Datei:WeißseeGletscherbahnMittelstation.JPG|thumb|In der Mittelstation der Weißsee Gletscherbahn.]]
| |
| | Die '''Weißsee Gletscherbahn''' ist eine [[Aufstiegshilfen|Seilbahn]] in den [[Hohen Tauern]]. | | Die '''Weißsee Gletscherbahn''' ist eine [[Aufstiegshilfen|Seilbahn]] in den [[Hohen Tauern]]. |
| | | | |
| Zeile 11: |
Zeile 9: |
| | === Seilbahn Rudolfshütte 1982 bis 2003 === | | === Seilbahn Rudolfshütte 1982 bis 2003 === |
| | Bis 1982 führt nur die [[ÖBB Seilbahn Weißsee]] über die Mittelstation am [[Tauernmoossee]] zur Rudolfshütte. Diese war eigentlich eine Werksseilbahn der ÖBB, transportierte aber auch Touristen. Das Projekt einer Einseil-Umlaufbahn nur für Touristen wurde dann am Beginn der [[1980er]]-Jahre realisiert. Die mit dem Namen "Seilbahn Rudolfshütte" errichtete Bahn wurde am ersten Weihnachtstag, den [[25. Dezember]] [[1982]], eröffnet. | | Bis 1982 führt nur die [[ÖBB Seilbahn Weißsee]] über die Mittelstation am [[Tauernmoossee]] zur Rudolfshütte. Diese war eigentlich eine Werksseilbahn der ÖBB, transportierte aber auch Touristen. Das Projekt einer Einseil-Umlaufbahn nur für Touristen wurde dann am Beginn der [[1980er]]-Jahre realisiert. Die mit dem Namen "Seilbahn Rudolfshütte" errichtete Bahn wurde am ersten Weihnachtstag, den [[25. Dezember]] [[1982]], eröffnet. |
| − | | + | [[Datei:Grünsee.jpg|thumb|Blick auf den Grünsee mit der Mittelstation.]] |
| | Für den Bau der Mittelstation am [[Grünsee]] mussten 5 000 Kubikmeter Felsgestein aus dem Berg gesprengt werden. Es entstand ein Restaurant mit 80 Sitzplätzen und eine Sonnenterrasse. Zwischen der Tal- und Mittelstation wurden 100 Gondeln eingesetzt, zwischen der Mittel- und Bergstation Rudolfshütte waren es 64 blaugetönte mit Vollpanoramascheiben ausgestattete Gondeln. 75 der 133 Millionen [[Schilling]], die die Errichtung kostete, gingen an Unternehmen im [[Mitterpinzgau|Mitter]]- und [[Oberpinzgau]]. Die Seilbahn konnte 1 700 Personen pro Stunde befördern und hatte eine Geschwindigkeit von fünf Metern pro Sekunde.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=ojHbdQ4P0FTvh%2B7Ib4G8xYOF7PYPN2Uh6LyOVS14nZsBWGkp430GRRoxGS00Eoz5A%2F8rYLdpxFd0o%2BUdR2BumAGtf7ghlSNHv%2FL1nAHWfHPaZB0Jtat3oVtSHfvI4Xd4&id1=19821201_07&q=Rudolfsh%25C3%25BCtte#slide7 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 1. Dezember 1982, Seite 7</ref> Für die 570 Höhenmeter benötigte die Bahn acht Minuten.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=FDeTfHnVInSSOmTD4OzwqKkNfDQEf%2FadBd0FbWrv6wdAYyaIAcRuVSMBT6St9DMWSThih6%2BdN6GS%2FMxyY1oy3zW3tTzNX18p64ntnlRhVnP02galwzoDDy7Zxbb9WpXT&id1=19830104_07&q=Rudolfsh%25C3%25BCtte#slide7 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 4. Jänner 1983, Seite 7</ref> | | Für den Bau der Mittelstation am [[Grünsee]] mussten 5 000 Kubikmeter Felsgestein aus dem Berg gesprengt werden. Es entstand ein Restaurant mit 80 Sitzplätzen und eine Sonnenterrasse. Zwischen der Tal- und Mittelstation wurden 100 Gondeln eingesetzt, zwischen der Mittel- und Bergstation Rudolfshütte waren es 64 blaugetönte mit Vollpanoramascheiben ausgestattete Gondeln. 75 der 133 Millionen [[Schilling]], die die Errichtung kostete, gingen an Unternehmen im [[Mitterpinzgau|Mitter]]- und [[Oberpinzgau]]. Die Seilbahn konnte 1 700 Personen pro Stunde befördern und hatte eine Geschwindigkeit von fünf Metern pro Sekunde.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=ojHbdQ4P0FTvh%2B7Ib4G8xYOF7PYPN2Uh6LyOVS14nZsBWGkp430GRRoxGS00Eoz5A%2F8rYLdpxFd0o%2BUdR2BumAGtf7ghlSNHv%2FL1nAHWfHPaZB0Jtat3oVtSHfvI4Xd4&id1=19821201_07&q=Rudolfsh%25C3%25BCtte#slide7 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 1. Dezember 1982, Seite 7</ref> Für die 570 Höhenmeter benötigte die Bahn acht Minuten.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=FDeTfHnVInSSOmTD4OzwqKkNfDQEf%2FadBd0FbWrv6wdAYyaIAcRuVSMBT6St9DMWSThih6%2BdN6GS%2FMxyY1oy3zW3tTzNX18p64ntnlRhVnP02galwzoDDy7Zxbb9WpXT&id1=19830104_07&q=Rudolfsh%25C3%25BCtte#slide7 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 4. Jänner 1983, Seite 7</ref> |
| | | | |
| Zeile 24: |
Zeile 22: |
| | * es dürfen keine weiteren öffentlichen Mittel in Anspruch genommen werden; | | * es dürfen keine weiteren öffentlichen Mittel in Anspruch genommen werden; |
| | * in den kommenden zehn Jahren ist eine gemeinsame Lösung mit den ÖBB zu erarbeiten; | | * in den kommenden zehn Jahren ist eine gemeinsame Lösung mit den ÖBB zu erarbeiten; |
| − |
| + | |
| | + | [[Datei:WeißseeGletscherbahn.JPG|thumb|Stützen und Gondeln der Weißsee Gletscherbahn unterhalb der Mittelstation. Im Bildhintergrund der [[Grünsee]].]] |
| | + | [[Datei:WeißseeGletscherbahnMittelstation.JPG|thumb|In der Mittelstation der Weißsee Gletscherbahn.]] |
| | + | |
| | Die ÖBB führten parallel zur 1982 offiziell eröffneten Weißseebahn immer noch ihre eigene Werksbahn weiter. Die war 50 Jahre alt und ebenfalls sanierungsbedürftig. Eisl meinte zu dieser Situation, dass zwei Bahnen, die einen Berg erschließen und nur 500 Meter voneinander entfernt sind, volkswirtschaftlich keinen Sinn ergeben. Im Konzept der Interessenten hieß es: "Ziel ist die Fortführung der Weißsee Gletscherbahnen auf einen möglichst langen Zeithorizont, mindestens auf zehn Jahre." | | Die ÖBB führten parallel zur 1982 offiziell eröffneten Weißseebahn immer noch ihre eigene Werksbahn weiter. Die war 50 Jahre alt und ebenfalls sanierungsbedürftig. Eisl meinte zu dieser Situation, dass zwei Bahnen, die einen Berg erschließen und nur 500 Meter voneinander entfernt sind, volkswirtschaftlich keinen Sinn ergeben. Im Konzept der Interessenten hieß es: "Ziel ist die Fortführung der Weißsee Gletscherbahnen auf einen möglichst langen Zeithorizont, mindestens auf zehn Jahre." |
| | | | |