Dieses Notenblatt ist das einzige erhaltene Stille-Nacht-Autograph aus der Hand Mohrs. Auf dem hier gezeigten einzigartigen Dokument hatte Mohr beide Gesangsstimmen, die Gitarrenbegleitung und den Text aller sechs Strophen notiert. Orgelbegleitung zum Lied wäre passend, dennoch ist das Musikstück für zwei Solostimmen mit Gitarrenbegleitung geschrieben.
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In der Kombination aus der Vertonung eines deutschen Textes, der Begleitung durch eine Gitarre mit einer einprägsamen Melodie entstand ein Werk, das ganz dem Hirtenbrief von 1782 entsprechend der Erbaulichkeit und Erweckung religiöser Gefühle diente. Es ist vorstellbar, dass das Lied nicht im Rahmen der liturgischen Handlung, sondern im Anschluss an die Mette direkt vor der Oberndorfer Krippe aufgeführt wurde. Daraus könnte sich die Verwendung des volkstümlichen, eher der Wirtshausmusik nahe stehenden Instruments der Gitarre erklären. Auch wäre ein gemeinsamer Vortrag des Hilfspriesters und des Organisten während der Messe schon wegen der Distanz von Altar und Orgel nur schwer möglich.
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Nach genauer wissenschaftlicher Untersuchung ergaben sich daraus folgende Erkenntnisse:
Nach genauer wissenschaftlicher Untersuchung ergaben sich daraus folgende Erkenntnisse:
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* "Kunstwerk des Monats" vom Salzburg Museum, Ausgabe 15. Jahrgang Blatt Nr. 175 vom November 2002
* "Kunstwerk des Monats" vom Salzburg Museum, Ausgabe 15. Jahrgang Blatt Nr. 175 vom November 2002