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| | :→ manche Straßensperren seit gestern konnten wieder aufgehoben werden, wie jede der [[Felbertauernstraße]], die Großglockner Hochalpenstraße, die seit Donnerstag gesperrt ist, bleibt voraussichtlich bis inkl. 16. September (Montag) gesperrt; auch andere Straßen bleiben noch gesperrt: die [[Hochkönig Straße]] (B 164) beim [[Filzensattel]] und [[Dientner Sattel]], die [[Wiestal Landesstraße]] (L 107) im Bereich des [[Ausgleichsbecken Wiestal|Ausgleichsbeckens]] (auf Höhe Seefeldmühle ist die Straße auf einer Länge von 50 Metern rund eineinhalb Meter von einer [[Mure]] verschüttet), die [[Gaisberg Landesstraße]] (L 108) ab der [[Zistel]] und die [[Krispler Landesstraße]] (L 209) zwischen [[Krispl]] und [[Gaissau]]; | | :→ manche Straßensperren seit gestern konnten wieder aufgehoben werden, wie jede der [[Felbertauernstraße]], die Großglockner Hochalpenstraße, die seit Donnerstag gesperrt ist, bleibt voraussichtlich bis inkl. 16. September (Montag) gesperrt; auch andere Straßen bleiben noch gesperrt: die [[Hochkönig Straße]] (B 164) beim [[Filzensattel]] und [[Dientner Sattel]], die [[Wiestal Landesstraße]] (L 107) im Bereich des [[Ausgleichsbecken Wiestal|Ausgleichsbeckens]] (auf Höhe Seefeldmühle ist die Straße auf einer Länge von 50 Metern rund eineinhalb Meter von einer [[Mure]] verschüttet), die [[Gaisberg Landesstraße]] (L 108) ab der [[Zistel]] und die [[Krispler Landesstraße]] (L 209) zwischen [[Krispl]] und [[Gaissau]]; |
| | :→ der starke Schneefall hat dazu geführt, dass der erste Skilift aufsperrt: Auf dem 1 782 Meter hohen [[Hochkeil]] in [[Mühlbach am Hochkönig]] öffnete Peter Radacher, dessen Familie das Berghotel [[Arthurhaus]] in fünfter Generation führt, den hauseigenen Schlepplift, da bereits am Vormittag der Parkplatz voll war; Radacher hatte die Idee am Samstagnachmittag und verbreitete die geplante Öffnung über Medien; mitten auf der Piste stand kurioserweise ein fast bis zum Dach eingeschneites Auto; Radacher: "Das gehört dem Hüttenwirt vom [[Matrashaus]] auf dem [[Hochkönig]]. Normalerweise ist da die Straße und von hier starten die Versorgungsflüge zum Matrashaus. Wir haben das Auto extra mit einem Zaun geschützt." Improvisieren musste man auch bei den Tickets. Das Kassensystem von Ski amadé läuft noch nicht, der Saisonkartenverkauf hat noch nicht begonnen und das Zutrittssystem ist nicht installiert. Also gab Manuel Meilinger an der Kassa kopierte Zettel als Tickets aus. Erwachsene zahlten 15, Kinder acht Euro. Wer sich später eine Saisonkarte kauft, bekommt das Geld zurück. Bis elf Uhr hatte er nur 97 Tickets verkauft, obwohl offensichtlich Hunderte Skifahrer auf der Piste waren. Die Familie Radacher führt seit [[1901]] Aufzeichnungen über die Schneefälle. Dass es auf 1500 Metern Seehöhe um diese Zeit mal schneie, sei nicht ungewöhnlich, sagt Peter Radacher. "Aber dass es im September so viel Neuschnee gegeben hat, ist mir nicht bewusst. 2013 haben wir den Lift im Oktober aufgesperrt, aber im September gab es das noch nie." Da das Skigebiet Hochkeil mit seinen fünf Liften, zu dem der Arthurhauslift gehört, auf technische Beschneiung verzichtet, wird es wohl bald wieder grün sein.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/arthurhaus-schlepplift-september-165111259 www.sn.at], 16. September 2024</ref> | | :→ der starke Schneefall hat dazu geführt, dass der erste Skilift aufsperrt: Auf dem 1 782 Meter hohen [[Hochkeil]] in [[Mühlbach am Hochkönig]] öffnete Peter Radacher, dessen Familie das Berghotel [[Arthurhaus]] in fünfter Generation führt, den hauseigenen Schlepplift, da bereits am Vormittag der Parkplatz voll war; Radacher hatte die Idee am Samstagnachmittag und verbreitete die geplante Öffnung über Medien; mitten auf der Piste stand kurioserweise ein fast bis zum Dach eingeschneites Auto; Radacher: "Das gehört dem Hüttenwirt vom [[Matrashaus]] auf dem [[Hochkönig]]. Normalerweise ist da die Straße und von hier starten die Versorgungsflüge zum Matrashaus. Wir haben das Auto extra mit einem Zaun geschützt." Improvisieren musste man auch bei den Tickets. Das Kassensystem von Ski amadé läuft noch nicht, der Saisonkartenverkauf hat noch nicht begonnen und das Zutrittssystem ist nicht installiert. Also gab Manuel Meilinger an der Kassa kopierte Zettel als Tickets aus. Erwachsene zahlten 15, Kinder acht Euro. Wer sich später eine Saisonkarte kauft, bekommt das Geld zurück. Bis elf Uhr hatte er nur 97 Tickets verkauft, obwohl offensichtlich Hunderte Skifahrer auf der Piste waren. Die Familie Radacher führt seit [[1901]] Aufzeichnungen über die Schneefälle. Dass es auf 1500 Metern Seehöhe um diese Zeit mal schneie, sei nicht ungewöhnlich, sagt Peter Radacher. "Aber dass es im September so viel Neuschnee gegeben hat, ist mir nicht bewusst. 2013 haben wir den Lift im Oktober aufgesperrt, aber im September gab es das noch nie." Da das Skigebiet Hochkeil mit seinen fünf Liften, zu dem der Arthurhauslift gehört, auf technische Beschneiung verzichtet, wird es wohl bald wieder grün sein.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/arthurhaus-schlepplift-september-165111259 www.sn.at], 16. September 2024</ref> |
| − | :→ [[GeoSphere]] meldet: 125 cm Neuschnee bei der [[Rudolfshütte]] auf 2 317 m Seehöhe sowie folgende Niederschlagsmengen: 300 bis 350 Millimeter von Donnerstag bis Sonntag am Vormittag in St. Pölten, Lilienfeld, Lunz am See, Reichenau an der Rax (alle Niederösterreich), 250 bis 270 Millimeter in Oberndorf an der Melk, Schwarzau im Freiwald (beide NÖ.), Wien Mariabrunn (W), Weyer ([[OÖ]].) und 200 bis 240 Millimeter in Zwettl, Stockerau, Wolkersdorf (alle NÖ), Wien Innere Stadt, Wien Stammersdorf (beide W), [[Bad Ischl]], [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] (beide OÖ), Mariazell ([[Stmk]].) und [[Abtenau]]; ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter;<ref|[https://www.zamg.ac.at/cms/de/wetter/news/weiterhin-regen-und-windwarnung www.zamg.ac.at], abgefragt am 16. September 2024</ref> | + | :→ [[GeoSphere]] meldet: 125 cm Neuschnee bei der [[Rudolfshütte]] auf 2 317 m Seehöhe sowie folgende Niederschlagsmengen: 300 bis 350 Millimeter von Donnerstag bis Sonntag am Vormittag in St. Pölten, Lilienfeld, Lunz am See, Reichenau an der Rax (alle Niederösterreich), 250 bis 270 Millimeter in Oberndorf an der Melk, Schwarzau im Freiwald (beide NÖ.), Wien Mariabrunn (W), Weyer ([[OÖ]].) und 200 bis 240 Millimeter in Zwettl, Stockerau, Wolkersdorf (alle NÖ), Wien Innere Stadt, Wien Stammersdorf (beide W), [[Bad Ischl]], [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] (beide OÖ), Mariazell ([[Stmk]].) und [[Abtenau]]; ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter;<ref>[https://www.zamg.ac.at/cms/de/wetter/news/weiterhin-regen-und-windwarnung www.zamg.ac.at], abgefragt am 16. September 2024</ref> |
| | :→ das Bundesland [[Niederösterreich]] wird zum Katastrophengebiet erklärt; | | :→ das Bundesland [[Niederösterreich]] wird zum Katastrophengebiet erklärt; |
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| | :→ Das Wetter: In den frühen Morgenstunden hat es zu regnen aufgehört und es ist stark bewölkt; Petes private Wetterstation hatte Montag von Mitternacht 21 Uhr rund 64 l/qm gemessen, heute waren es bis 13 Uhr acht Liter seit Mitternacht; | | :→ Das Wetter: In den frühen Morgenstunden hat es zu regnen aufgehört und es ist stark bewölkt; Petes private Wetterstation hatte Montag von Mitternacht 21 Uhr rund 64 l/qm gemessen, heute waren es bis 13 Uhr acht Liter seit Mitternacht; |
| | :→ In [[Seekirchen am Wallersee]] musste eine Wohnsiedlung am Inselweg geräumt werden. Ein Dutzend Häuser steht hier am Wallersee-Abfluss Fischach. Alle elf Jahre hat es hier Hochwasser gegeben: zuletzt [[2013]], davor im Jahr [[2002]] und auch im Jahr [[1991]], allerdings standen damals die meisten Gebäude noch nicht. Man werde immer wieder gefragt, wieso man sich ausgerechnet im Hochwassergebiet ein Haus gebaut bzw. gekauft habe, sagt eine Anrainerin. "Dazu muss man sagen: Irgendjemand hat das auch als Bauland gewidmet." | | :→ In [[Seekirchen am Wallersee]] musste eine Wohnsiedlung am Inselweg geräumt werden. Ein Dutzend Häuser steht hier am Wallersee-Abfluss Fischach. Alle elf Jahre hat es hier Hochwasser gegeben: zuletzt [[2013]], davor im Jahr [[2002]] und auch im Jahr [[1991]], allerdings standen damals die meisten Gebäude noch nicht. Man werde immer wieder gefragt, wieso man sich ausgerechnet im Hochwassergebiet ein Haus gebaut bzw. gekauft habe, sagt eine Anrainerin. "Dazu muss man sagen: Irgendjemand hat das auch als Bauland gewidmet." |
| − | :→ Blick nach Niederösterreich: Leichte Entspannung macht sich im Land bemerkbar. Am Stausee Ottenstein ist der Zulauf des Kamp am Dienstagnachmittag laut EVN-Sprecher Stefan Zach auf 170 Kubikmeter pro Sekunde zurückgegangen. Ein fünftes Hochwasser-Todesopfer ist zu beklagen. Seitens des Bundesheeres waren am Dienstag 600 Soldaten in Niederösterreich eingesetzt. Weitere 330 standen bereit, teilte das Verteidigungsministerium mit. Einer Bilanz zufolge sind bisher 300 Tonnen an Sandsäcken und "Big Bags" durch Hubschrauber und die Transportmaschine C-130 befördert worden. Laut LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) sind bisher 32 600 Einsatzkräfte aufgeboten worden. Allein am Dienstag seien es auch 1 300 aus anderen Bundesländern. 26 Gemeinden seien nicht erreichbar. Etwa 1 100 Objekte mit rund 2 200 Personen seien evakuiert worden, davon 49 Menschen mit Hubschraubern. 765 befanden sich dem Landesvize zufolge in organisierten Unterkünften, die Mehrzahl von ihnen in der Messe Tulln. Aus 13 Bezirken lagen Anforderungen für Assistenzeinsätze des Bundesheeres vor. | + | :→ Blick nach Niederösterreich: Leichte Entspannung macht sich im Land bemerkbar. Am Stausee Ottenstein ist der Zulauf des Kamp am Dienstagnachmittag laut EVN-Sprecher Stefan Zach auf 170 Kubikmeter pro Sekunde zurückgegangen. Ein fünftes Hochwasser-Todesopfer ist zu beklagen. Seitens des Bundesheeres waren am Dienstag 600 Soldaten in Niederösterreich eingesetzt. Weitere 330 standen bereit, teilte das Verteidigungsministerium mit. Einer Bilanz zufolge sind bisher 300 Tonnen an Sandsäcken und "Big Bags" durch Hubschrauber und die Transportmaschine C-130 befördert worden. Laut LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) sind bisher 32 600 Einsatzkräfte aufgeboten worden. Allein am Dienstag seien es auch 1 300 aus anderen Bundesländern. 26 Gemeinden seien nicht erreichbar. Etwa 1 100 Objekte mit rund 2 200 Personen seien evakuiert worden, davon 49 Menschen mit Hubschraubern. 765 befanden sich dem Landesvize zufolge in organisierten Unterkünften, die Mehrzahl von ihnen in der Messe Tulln. Aus 13 Bezirken lagen Anforderungen für Assistenzeinsätze des Bundesheeres vor. |
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