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| | | Höhe: || 746 [[m ü. A.]] | | | Höhe: || 746 [[m ü. A.]] |
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| − | | Einwohner: || 460 ''<small>(Volkszählung 2001)</small>'' | + | | Einwohner: || 450 ''<small>31. Dezember 2010</small>'' |
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| | [[Datei:Pfarrhof Hintersee mit Feichtenstein 135.jpg|thumb| Pfarrhof Hintersee mit Feichtenstein]] | | [[Datei:Pfarrhof Hintersee mit Feichtenstein 135.jpg|thumb| Pfarrhof Hintersee mit Feichtenstein]] |
| | [[Datei:Hintersee, Dorflinde 134.jpg|thumb|Dorflinde von Hintersee]] | | [[Datei:Hintersee, Dorflinde 134.jpg|thumb|Dorflinde von Hintersee]] |
| − | '''Hintersee''' liegt im Südosten des [[Flachgau]]s auf einer Seehöhe von 746 [[m ü. A.]] und ist mit nur 460 Einwohnern eine der kleinsten Gemeinde im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]. | + | '''Hintersee''' liegt im Südosten des [[Flachgau]]s auf einer Seehöhe von 746 [[m ü. A.]] und ist mit nur 450 Einwohnern (Stand 2010) eine der kleinsten Gemeinde im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]. |
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| | == Geografie == | | == Geografie == |
| | === Geografische Lage === | | === Geografische Lage === |
| | <!-- z. B. Landschaften, Berge, Flüsse etc --> | | <!-- z. B. Landschaften, Berge, Flüsse etc --> |
| − | Der Ortskern liegt auf einer Seehöhe von 746 [[m ü. A.]]. Der niedrigste Punkt ist am Ufer des [[Hintersee (See)|Hintersees]] auf 688 m ü. A., die höchste Erhebung ist das [[Gennerhorn]] mit 1.735 m ü. A.. Hausberg ist der 1.249 m ü. A. hohe ''Feichtenstein'', der mit seiner mächtigen Felswand weithin zu sehen ist. | + | Der Ortskern liegt auf einer Seehöhe von 746 m ü. A.. Der niedrigste Punkt ist am Ufer des [[Hintersee (See)|Hintersees]] auf 688 m ü. A., die höchste Erhebung ist das [[Gennerhorn]] mit 1 735 m ü. A.. Hausberg ist der 1 249 m ü. A. hohe ''Feichtenstein'', der mit seiner mächtigen Felswand weithin zu sehen ist. |
| − | | + | <!--=== Ausdehnung des Gemeindegebiets === --> |
| − | <!--=== Ausdehnung des Stadt-Orts-Gemeindegebiets === --> | |
| | === Ortsgliederung === | | === Ortsgliederung === |
| − | Hintersee teilt sich seit [[1920]] in zwei Katastralgemeinden: [[Lämmerbach]] und Hintersee. Weiter Ortsteile sind [[Oberasch]], Leiten, [[Mühlviertel]] und Bärnau. | + | Hintersee teilt sich seit [[1920]] in zwei Katastralgemeinden: [[Lämmerbach]] und Hintersee. Weiter Ortsteile sind [[Oberasch]], Leiten, [[Mühlviertel]] und Bärnau. |
| | <!-- === Eingemeindungen === --> | | <!-- === Eingemeindungen === --> |
| | <!-- === Nachbargemeinden === --> | | <!-- === Nachbargemeinden === --> |
| − | Nachbargemeinden sind [[Faistenau]], [[Krispl]], [[Abtenau]], [[Sankt Kolomann]] und [[Sankt Gilgen]], | + | Nachbargemeinden sind [[Faistenau]], [[Krispl]], [[Abtenau]], [[Sankt Koloman]] und [[Sankt Gilgen]], |
| | <!-- === Geologie === --> | | <!-- === Geologie === --> |
| | <!-- === Klima === --> | | <!-- === Klima === --> |
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| | Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr [[700]]. Damals gehörte das Gebiet um Hintersee zu [[Bayern]], als Herzog [[Theodebert]] von Bayern die Gegend zwischen [[Gaisberg]] und [[Abersee (Ort)|Abersee]] mit [[Thalgau]] und [[Elsenwang]] dem Salzburger Kirchenbesitz als Jagdrevier schenkte. Die Landschaft glich einem riesigen Urwald in der alle europäischen Raubtiere wie z. B. Bären und Wölfe vorkamen. | | Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr [[700]]. Damals gehörte das Gebiet um Hintersee zu [[Bayern]], als Herzog [[Theodebert]] von Bayern die Gegend zwischen [[Gaisberg]] und [[Abersee (Ort)|Abersee]] mit [[Thalgau]] und [[Elsenwang]] dem Salzburger Kirchenbesitz als Jagdrevier schenkte. Die Landschaft glich einem riesigen Urwald in der alle europäischen Raubtiere wie z. B. Bären und Wölfe vorkamen. |
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| − | Es bedurfte langer Zeit bis dieses große Waldgebiet erschlossen wurde. Laut Überlieferung begann die Rohdung von Thalgau aus, die Besiedelung erfolgte nicht nur von Thalgau sondern auch von [[Abtenau]] aus. Erst im [[12. Jahrhundert]] stieß die Besiedelung nach Hintersee vor. Bis dahin hatten ausschließlich Jäger das Gebiet durchstreift. | + | Es bedurfte langer Zeit bis dieses große Waldgebiet erschlossen wurde. Laut Überlieferung begann die Rohdung von Thalgau aus, die Besiedelung erfolgte nicht nur von Thalgau, sondern auch von [[Abtenau]] aus. Erst im [[12. Jahrhundert]] stieß die Besiedelung nach Hintersee vor. Bis dahin hatten ausschließlich Jäger das Gebiet durchstreift. |
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| − | Warum es aber plötzlich zu so einer raschen Besiedelung kam ist nicht genau geklärt. Die wahrscheinlichste Ursache dafür ist der [[Salzbergbau]] am [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]], für den sehr viel Sudholz gebraucht wurde. Dadurch musste die Rohdung vorangetrieben werden und immer mehr Menschen kamen aus verschiedensten Gegenden nach Hintersee. | + | Warum es aber plötzlich zu so einer raschen Besiedelung kam ist nicht genau geklärt. Die wahrscheinlichste Ursache dafür ist der [[Salzbergbau]] am [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]], für den sehr viel Sudholz gebraucht wurde. Dadurch musste die Rohdung vorangetrieben werden und immer mehr Menschen kamen aus verschiedensten Gegenden nach Hintersee. |
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| | Gerichtsmäßig war die Gemeinde dem [[Pfleggericht Wartenfels]] zugeordnet. | | Gerichtsmäßig war die Gemeinde dem [[Pfleggericht Wartenfels]] zugeordnet. |
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| | === Steuerbuch von 1336 === | | === Steuerbuch von 1336 === |
| − | Wichtige Informationen kann man aus dem Steuerbuch von [[1336]] beziehen. Zu dieser Zeit waren die Grundherren die Herren von Thurn ([[Sankt Jakob am Thurn]]. Zu ihrem Rügat (Unterteilung des Pflegebezirks, so viel wie heute eine Gemeinde) zählten Lemperbach ([[Lämmerbach]]), Oberasch, Feuchten (später Feichten und noch später Hintersee) und die Gugelanalm am [[Schmittenstein]]. Letztere bestand schon zur [[Römer]]zeit und gehört heute zur südlichen Nachbargemeinde [[Sankt Koloman]]. | + | Wichtige Informationen kann man aus dem Steuerbuch von [[1336]] beziehen. Zu jener Zeit waren die Grundherren die [[Herren von Thurn]] ([[Sankt Jakob am Thurn]]. Zu ihrem Rügat (Unterteilung des Pflegebezirks, so viel wie heute eine Gemeinde) zählten Lemperbach ([[Lämmerbach]]), Oberasch, Feuchten (später Feichten und noch später Hintersee) und die Gugelanalm am [[Schmittenstein]]. Letztere bestand schon zur [[Römer]]zeit und gehört heute zur südlichen Nachbargemeinde Sankt Koloman. |
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| − | Das Kirchenzehentbuch von Thalgau aus dem Jahr [[1584]] zeigt auf, dass die Hinterseer Bauern Futter, Käse und [[Flachs]] an die Kirche in Thalgau liefern mussten. Damals teilten sich die neuen Grundherren das Gebiet. Das Leben der Bauern war sehr hart, denn neben den Steuern-, Zehent-, und Naturlaienabgaben wurden sie zusätzlichen zu Kriegsdiensten, als Jagdgehilfe oder andren Arbeiten eingeteilt. | + | Das Kirchenzehentbuch von Thalgau aus dem Jahr [[1584]] zeigt auf, dass die Hinterseer Bauern Futter, Käse und [[Flachs]] an die Kirche in Thalgau liefern mussten. Damals teilten sich die neuen Grundherren das Gebiet. Das Leben der Bauern war sehr hart, denn neben den Steuern-, Zehent-, und Naturalienabgaben wurden sie zusätzlichen zu Kriegsdiensten, als Jagdgehilfe oder andren Arbeiten eingeteilt. |
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| | Ab [[1612]] waren die Hinterseer dem [[Domkapitel]] höchst persönlich unterstellt, bis das [[Erzbistum (Überblick)|Salzburger Fürsterzbistum]] [[1803]] ein Ende fand. Die Folge waren Kriege und wechselnde Regierungen. Erst [[1848]] wurden die Bauern endgültig frei. Zwei Jahre später wurden dann auch die Bezirke der Pflegegerichte in politische Bezirke umgewandelt. | | Ab [[1612]] waren die Hinterseer dem [[Domkapitel]] höchst persönlich unterstellt, bis das [[Erzbistum (Überblick)|Salzburger Fürsterzbistum]] [[1803]] ein Ende fand. Die Folge waren Kriege und wechselnde Regierungen. Erst [[1848]] wurden die Bauern endgültig frei. Zwei Jahre später wurden dann auch die Bezirke der Pflegegerichte in politische Bezirke umgewandelt. |
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| | === Bauernkriege, Pestepidemien und Hungersnöte === | | === Bauernkriege, Pestepidemien und Hungersnöte === |
| − | Nicht belegbar ist, ob Hintersee in [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege|Bauernkriege]] verwickelt war. Es gibt Aufzeichnungen, wonach zwar die Pflegschaft Wartenfels in den Bauernkrieg [[1526]] involviert war, es kommen aber keine Namen von Hinterseern vor. | + | Nicht belegbar ist, ob Hintersee in [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege|Bauernkriege]] verwickelt war. Es gibt Aufzeichnungen, wonach zwar die Pflegschaft Wartenfels in den Bauernkrieg [[1526]] involviert war, es kommen aber keine Namen von Hinterseern vor. |
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| − | Auch ob die [[Pest]]epidemie von [[1628]], die sich in ganz Faistenau ausbreitete, nach Hintersee überschwappte ist nicht belegbar. Durch die hart und fleißig arbeitenden Bauern waren auch Hungersnöte eine Seltenheit. In den Jahren [[1740]] bis [[1744|44]] gab es aber witterungsbedingt Missernten, das Brot wurde damals aus Kleie und Sägespänen gebacken. | + | Auch ob die [[Pest]]<nowiki>epidemie</nowiki> von [[1628]], die sich in ganz Faistenau ausbreitete, nach Hintersee überschwappte, ist nicht belegbar. Durch die hart und fleißig arbeitenden Bauern waren auch Hungersnöte eine Seltenheit. In den Jahren [[1740]] bis [[1744|44]] gab es aber witterungsbedingt Missernten, das Brot wurde damals aus Kleie und Sägespänen gebacken. |
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| | === Kriegs- und Notzeiten === | | === Kriegs- und Notzeiten === |
| − | Als [[1914]] der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] ausbrach mussten auch viele Hinterseer Männer einrücken. Die Meisten wurden in Oberitalien eingesetzt. Von den insgesamt 49.000 aus Salzburg mobilisierten Soldaten fielen 6.000, davon waren elf aus Hintersee. In den letzten beiden Kriegsjahren kam es durch die verspätete Einführung von [[Lebensmittelkarten]] zu einer Hungersnot, die aber am Land durch die Bauern nicht so groß war wie in der Stadt. | + | Als [[1914]] der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] ausbrach mussten auch viele Hinterseer Männer einrücken. Die Meisten wurden in Oberitalien eingesetzt. Von den insgesamt 49 000 aus Salzburg mobilisierten Soldaten fielen 6 000, davon waren elf aus Hintersee. In den letzten beiden Kriegsjahren kam es durch die verspätete Einführung von [[Lebensmittelkarten]] zu einer Hungersnot, die aber am Land durch die Bauern nicht so groß war wie in der Stadt. |
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| − | Auch in der Zwischenkriegszeit herrschte große Not, vor allem in den Jahren [[1934]] bis [[1938]]. Zu spüren bekam man besondern die hohe Arbeitslosigkeit, die immer wieder viele Menschen nach Hintersee schwemmte um Arbeit zu suchen oder zu betteln. Eine Möglichkeit Geld zu verdienen war die Tätigkeit als Holzknecht, denn Holz gab es genug. Im Februar [[1919]] riss ein Sturm 40.000 Festmeter am Boden im Bereich des Anzerbergs und Grobriedel. Zum Abtransport dieser Menge wurde eine Waldbahn gebaut, die noch einige Jahrzehnte existieren sollte. | + | Auch in der Zwischenkriegszeit herrschte große Not, vor allem in den Jahren [[1934]] bis [[1938]]. Zu spüren bekam man besonders die hohe Arbeitslosigkeit, die immer wieder viele Menschen nach Hintersee schwemmte um Arbeit zu suchen oder zu betteln. Eine Möglichkeit Geld zu verdienen war die Tätigkeit als Holzknecht, denn Holz gab es genug. Im Februar [[1919]] riss ein Sturm 40 000 Festmeter am Boden im Bereich des Anzerbergs und Grobriedel. Zum Abtransport dieser Menge wurde eine Waldbahn gebaut, die noch einige Jahrzehnte existieren sollte. |
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| | Trotz der kargen wirtschaftlichen Lage und der hohen Preise z. B. für Lebensmittel gab es damals in Hintersee drei Krämereien. | | Trotz der kargen wirtschaftlichen Lage und der hohen Preise z. B. für Lebensmittel gab es damals in Hintersee drei Krämereien. |
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| − | Am [[1. September]] [[1939]] begann der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] in dem 21 Hinterseer ihr Leben lassen musste, acht wurden als vermisst gemeldet. Im letzten Jahr des Krieges kamen Gefangene aus verschiedenen Ländern in das kleine Dorf. Sie wurde zur Holzarbeit eingesetzt. Die ab [[1944]] geflogenen Angriffe der Alliierten auf Salzburg brachten auch einen Luftkampf über dem Gebiet von Hintersee und Tiefbrunnau bei dem ein deutscher Jäger abstürzte. Er konnte allerdings gerettet werden. | + | Am [[1. September]] [[1939]] begann der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] in dem 21 Hinterseer ihr Leben lassen musste, acht wurden als vermisst gemeldet. Im letzten Jahr des Krieges kamen Gefangene aus verschiedenen Ländern in das kleine Dorf. Sie wurde zur Holzarbeit eingesetzt. Die ab [[1944]] geflogenen Angriffe der Alliierten auf Salzburg brachten auch einen Luftkampf über dem Gebiet von Hintersee und [[Tiefbrunnau]] bei dem ein deutscher Jäger abstürzte. Der Pilot konnte allerdings gerettet werden. |
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| | === Religionen === | | === Religionen === |
| | ==== Die Pfarrkirche Hintersee ==== | | ==== Die Pfarrkirche Hintersee ==== |
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| | === Bildstöcke, Wegkreuze und Kapellen === | | === Bildstöcke, Wegkreuze und Kapellen === |
| − | Über das ganze Gemeindegebiet verteilt befinden sich in Hintersee Kapellen, [[Bildstock|Bildstöcke]], [[Wegkreuz]]e und [[Marterl]], die entweder aus Dankbarkeit, zur Lobpreisung oder als Erinnerung an einen Toten platziert wurden. Solche Marterl stehen ganz verstreut am Wegesrand, mitten im Wald oder sind auf Bäumen befestigt. Auch auf den Almen findet man des Öfteren Bildstöcke, so z. B. auch auf der Ladenbergalm, der Genneralm und der Gruberalm. | + | Über das ganze Gemeindegebiet verteilt befinden sich in Hintersee Kapellen, [[Bildstock|Bildstöcke]], [[Wegkreuz]]e und [[Marterl]], die entweder aus Dankbarkeit, zur Lobpreisung oder als Erinnerung an einen Toten platziert wurden. Solche Marterl stehen ganz verstreut am Wegesrand, mitten im Wald oder sind auf Bäumen befestigt. Auch auf den Almen findet man des Öfteren Bildstöcke, so z. B. auch auf der [[Ladenbergalm]], der [[Genneralm]] und der [[Gruberalm]]. |
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| | Der bekannteste Bildstock befindet sich allerdings im Dorf beim Jodlbauer. Er wurde von der Pfarre Wien-Essling gestiftet als deren Seelsorger Günter Benes nach Hintersee ging, um dort seinen Ruhestand zu zubringen. | | Der bekannteste Bildstock befindet sich allerdings im Dorf beim Jodlbauer. Er wurde von der Pfarre Wien-Essling gestiftet als deren Seelsorger Günter Benes nach Hintersee ging, um dort seinen Ruhestand zu zubringen. |
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| | Das größte und am leichtesten zugänglichste Wegkreuz befindet sich an der Südseite des Dorf auf dem Grund des Hauserbauern, von dem es auch errichtet wurde. | | Das größte und am leichtesten zugänglichste Wegkreuz befindet sich an der Südseite des Dorf auf dem Grund des Hauserbauern, von dem es auch errichtet wurde. |
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| − | Kapellen gibt es in Hintersee zwei. Zum einen ist dies die [[Weberkapelle]] beim Weberbauern in Lämmerbach. Sie befindet sich allerdings auf Privatgrund und ist daher nicht öffentlich zugänglich. Zum anderen gibt es die [[Hubertuskapelle (Hintersee)|Hubertuskapelle]] nahe dem Satzstein im Mühlviertel. Sie wurde [[1984]] von der Jägerschaft zum Ehren des hl. Hubertus, dem Schutzheiliger der Jäger, erbaut und betreut. Hier findet jedes Jahr um den [[1. Oktober]] eine Hubertusmesse, das Erntedankfest der Jäger, statt. Extra zu diesen Anlass wird stets ein prachtvoller Hirsch erlegt. | + | Kapellen gibt es in Hintersee zwei. Zum einen ist dies die [[Weberkapelle]] beim Weberbauern in Lämmerbach. Sie befindet sich allerdings auf Privatgrund und ist daher nicht öffentlich zugänglich. Zum anderen gibt es die [[Hubertuskapelle (Hintersee)|Hubertuskapelle]] nahe dem Satzstein im Mühlviertel. Sie wurde [[1984]] von der Jägerschaft zum Ehren des hl. Hubertus, dem Schutzheiligen der Jäger, erbaut und betreut. Hier findet jedes Jahr um den [[1. Oktober]] eine Hubertusmesse, das Erntedankfest der Jäger, statt. Extra zu diesen Anlass wird stets ein prachtvoller Hirsch erlegt. |
| | <!-- === Theater === --> | | <!-- === Theater === --> |
| | <!-- === Museen === --> | | <!-- === Museen === --> |
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| | === Vereine === | | === Vereine === |
| | Das kleine Dorf zeichnet sich durch ein reges Vereinsleben aus. Die Hinterseer erweisen sich dadurch als große Bewahrer des regionalen Brauchtums, da fast jeder zweiter in zumindest einem Verein Mitglied ist. | | Das kleine Dorf zeichnet sich durch ein reges Vereinsleben aus. Die Hinterseer erweisen sich dadurch als große Bewahrer des regionalen Brauchtums, da fast jeder zweiter in zumindest einem Verein Mitglied ist. |
| − | * Freiwillige Feuerwehr Hintersee | + | * [[Freiwillige Feuerwehr Hintersee]] |
| | :- Gründung: 1912 | | :- Gründung: 1912 |
| | :- Kommandant: OBI Johannes Itzlinger | | :- Kommandant: OBI Johannes Itzlinger |
| | :- Ehrenkommandant: BI Hugo Oberascher | | :- Ehrenkommandant: BI Hugo Oberascher |
| − | * Österreichischer Kameradschaftsbund Hintersee (ÖKB) | + | * Österreichischer [[Kameradschaftsbund Hintersee]] (ÖKB) |
| | :- Gründung: 1952 | | :- Gründung: 1952 |
| | :- Obmann: Bernhard Weissenbacher | | :- Obmann: Bernhard Weissenbacher |
| | :- Ehrenobmann: Leonhard Kloiber sen. | | :- Ehrenobmann: Leonhard Kloiber sen. |
| − | :- Ehrenmitglieder: Vockner Franz, Mösenbichler Erasmus†, Aschauer Johann†, Brawisch Josef†, Oberascher Ernst, Ing. Karrer Rudolf, Walkner Matthäus, Pfarrer Günter Benes, Hugo Oberascher | + | :- Ehrenmitglieder: Vockner Franz, Mösenbichler Erasmus †, Aschauer Johann†, Brawisch Josef †, Oberascher Ernst, Ing. Karrer Rudolf, Walkner Matthäus, Pfarrer Günter Benes, Hugo Oberascher |
| − | * Trachtenmusikkapelle Hintersee | + | * [[Trachtenmusikkapelle Hintersee]] |
| | :- Gründung: 1905 | | :- Gründung: 1905 |
| | :- Obmann: Leonhard Klooiber jun. | | :- Obmann: Leonhard Klooiber jun. |
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| | :- Gründung: 1909 | | :- Gründung: 1909 |
| | :- Hauptmann: Matthias Itzlinger | | :- Hauptmann: Matthias Itzlinger |
| − | * Brauchtumsgruppe Hintersee | + | * [[Brauchtumsgruppe Hintersee]] |
| | :- Gründung: 1976 | | :- Gründung: 1976 |
| | :- Obmann: Walter Itzlinger | | :- Obmann: Walter Itzlinger |
| − | *ASKÖ - ESV Hintersee | + | * [[ASKÖ - ESV Hintersee]] |
| | :-Gründung: 1993 | | :-Gründung: 1993 |
| | :-Obmann: Josef Kloiber | | :-Obmann: Josef Kloiber |
| | :-Gründungs- und Ehrenobmann: Bernhard Weissenbacher (1993-2002) | | :-Gründungs- und Ehrenobmann: Bernhard Weissenbacher (1993-2002) |
| | :-Ehrenmitglied: Pfarrer Günter Benes (Obmann 2003-2004) | | :-Ehrenmitglied: Pfarrer Günter Benes (Obmann 2003-2004) |
| − | *Salzburger Bildungswerk (SBW) | + | * [[Salzburger Bildungswerk]] (SBW) |
| | :- Gründung 1980 | | :- Gründung 1980 |
| − | :- Leiter: Brigitte Weissenbacher | + | :- Leiterin: Brigitte Weissenbacher |
| | :- Gründungsleiter: VD Erasmus Rettenbacher (1980-1996) | | :- Gründungsleiter: VD Erasmus Rettenbacher (1980-1996) |
| − | *Imkerverein Hintersee | + | * [[Imkerverein Hintersee]] |
| | :- Gründung 19XX | | :- Gründung 19XX |
| | :- Obmann Martin Kloiber | | :- Obmann Martin Kloiber |
| − | * Union Sportverein Hintersee | + | * [[Union Sportverein Hintersee]] |
| | :- Gründung 1977 | | :- Gründung 1977 |
| | :- Obmann: Hans Kaltenberger | | :- Obmann: Hans Kaltenberger |
| | :- Ehrenobmann: Josef Kloiber | | :- Ehrenobmann: Josef Kloiber |
| − | *Kulturverein Hintersee | + | * [[Kulturverein Hintersee]] |
| | :- Gründung 1999 | | :- Gründung 1999 |
| | :- Obfrau: Brigitte Weissenbacher | | :- Obfrau: Brigitte Weissenbacher |
| | :- Gründungsobmann: Otto Oberascher | | :- Gründungsobmann: Otto Oberascher |
| − | *HinseeSinger | + | * [[HinseeSinger]] |
| | :- Gründung 2009 | | :- Gründung 2009 |
| | :- Obfrau: Petra Ebner | | :- Obfrau: Petra Ebner |
| | :- Chorleiterin: Herta Aigner | | :- Chorleiterin: Herta Aigner |
| − | *Feichtenstoa Teifin (Krampusverein) | + | * [[Feichtenstoa Teifin]] (Krampusverein) |
| | :- Gründung 2010 | | :- Gründung 2010 |
| | :- Obmann: Andreas Wibner | | :- Obmann: Andreas Wibner |
| | | | |
| | === Regelmäßige Veranstaltungen === | | === Regelmäßige Veranstaltungen === |
| − | * 1.Mai: alljährliches Maibaumauftellen durch die Brauchtumsgruppe | + | * 1.Mai: alljährliches [[Maibaum]]auftellen durch die Brauchtumsgruppe |
| | * Bartholomäkirtag am letzten Sonntag im August: seit [[1838]] bieten Marktfahrer und Ortsvereine auf diesem Kirtag ihre Waren an | | * Bartholomäkirtag am letzten Sonntag im August: seit [[1838]] bieten Marktfahrer und Ortsvereine auf diesem Kirtag ihre Waren an |
| | <!-- === Kulinarische Spezialitäten === --> | | <!-- === Kulinarische Spezialitäten === --> |
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| | == Wirtschaft und Infrastruktur == | | == Wirtschaft und Infrastruktur == |
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| | Bereits in den [[1950er]] Jahren machte sich Hintersee als Sommerfrischeort einen Namen. Seit [[1977]] wird in der Region auch der Wintersport groß geschrieben, als man die [[Skischaukel Gaißau-Hintersee]] errichtete. Hintersee hatte damals den ersten Dreiersessellift von ganz Salzburg. Das kleine Skhigebiet mit seinen rund 40 km Pisten erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. | | Bereits in den [[1950er]] Jahren machte sich Hintersee als Sommerfrischeort einen Namen. Seit [[1977]] wird in der Region auch der Wintersport groß geschrieben, als man die [[Skischaukel Gaißau-Hintersee]] errichtete. Hintersee hatte damals den ersten Dreiersessellift von ganz Salzburg. Das kleine Skhigebiet mit seinen rund 40 km Pisten erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. |
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| | == Unterkunft == | | == Unterkunft == |
| | * [[Hotel Hintersee]] | | * [[Hotel Hintersee]] |
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| | <!-- === Verkehr === --> | | <!-- === Verkehr === --> |
| | <!-- === Ansässige Unternehmen === --> | | <!-- === Ansässige Unternehmen === --> |
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| | <!-- === Bildung === --> | | <!-- === Bildung === --> |
| | <!-- z. B. Universitäten, Fachhochschulen, Schulen etc. --> | | <!-- z. B. Universitäten, Fachhochschulen, Schulen etc. --> |
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| | == Politik == | | == Politik == |
| | *Bürgermeister ist seit [[2009]] [[Paul Weissenbacher]] ([[ÖVP]]), der den seit [[1994]] amtierenden Heinrich Oberascher ([[SPÖ]]) bei der [[Bürgermeisterwahlen|Bürgermeisterwahl 2009]] entthronen konnte. | | *Bürgermeister ist seit [[2009]] [[Paul Weissenbacher]] ([[ÖVP]]), der den seit [[1994]] amtierenden Heinrich Oberascher ([[SPÖ]]) bei der [[Bürgermeisterwahlen|Bürgermeisterwahl 2009]] entthronen konnte. |
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| | ===Bürgermeister=== | | ===Bürgermeister=== |
| − | :Josef Oberascher, Forstarbeiter (SPÖ) bis 1938 | + | : [[Josef Oberascher]], Forstarbeiter (SPÖ) bis 1938 |
| − | :Sebastian Helminger, Gastwirt (NSDAP) 1938 bis 1945 | + | : [[Sebastian Helminger]], Gastwirt (NSDAP) 1938 bis 1945 |
| − | :Matthäus Walkner, Landwirt (ÖVP) 1945 bis 1950 | + | : [[Matthäus Walkner]], Landwirt (ÖVP) 1945 bis 1950 |
| − | :Sebastian Helminger, Gastwirt und Autobusunternehmer (ÖVP) 1950 bis 1970 | + | : [[Sebastian Helminger]], Gastwirt und Autobusunternehmer (ÖVP) 1950 bis 1970 |
| − | :Andreas Oberascher,Landwirt (ÖVP) 1970 bis 1980 | + | : [[Andreas Oberascher]], Landwirt (ÖVP) 1970 bis 1980 |
| − | :Eduard Ebner, Sägewerksmeister (ÖVP) 1980 bis 1994 | + | : [[Eduard Ebner]], Sägewerksmeister (ÖVP) 1980 bis 1994 |
| − | :Heinrich Oberascher, Forstfacharbeiter (SPÖ) 1994 bis 2009 | + | : [[Heinrich Oberascher]], Forstfacharbeiter (SPÖ) 1994 bis 2009 |
| − | :Paul Weissenbacher (ÖVP) seit 2009 | + | : [[Paul Weissenbacher]] (ÖVP) seit 2009 |
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| | ===Vizebürgermeister=== | | ===Vizebürgermeister=== |
| − | :Rudolf Katholnigg, Volksschuldirektor (SPÖ) 1964 bis 1974 | + | : [[Rudolf Katholnigg]], Volksschuldirektor (SPÖ) 1964 bis 1974 |
| − | :Eduard Ebner, Säger (ÖVP) 1974 bis 1979 | + | : Eduard Ebner, Säger (ÖVP) 1974 bis 1979 |
| − | :Hugo Oberascher, Zimmermann (SPÖ) 1979 bis 1984 | + | : [[Hugo Oberascher]], Zimmermann (SPÖ) 1979 bis 1984 |
| − | :Josef Kühleitner, Maurer (SPÖ) 1984 bis 1994 | + | : [[Josef Kühleitner]], Maurer (SPÖ) 1984 bis 1994 |
| − | :Otto Oberascher, Jäger (ÖVP) 1994 bis 2008 | + | : [[Otto Oberascher]], Jäger (ÖVP) 1994 bis 2008 |
| − | :Paul Weissenbacher, Selbstständig (ÖVP) 2008 bis 2009 | + | : Paul Weissenbacher, Selbstständig (ÖVP) 2008 bis 2009 |
| − | :Wolfgang Reiter, Selbstständig (SPÖ) seit 2009 | + | : [[Wolfgang Reiter]], Selbstständig (SPÖ) seit 2009 |
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| | == Wappen == | | == Wappen == |
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| | <!-- === Städtepartnerschaften === --> | | <!-- === Städtepartnerschaften === --> |
| | == Persönlichkeiten == | | == Persönlichkeiten == |
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| | === Joseph Mohr in Hintersee === | | === Joseph Mohr in Hintersee === |
| | Der weltberühmte Textdichter des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht, Heilige Nacht]]", [[Joseph Mohr]], war über neun Jahre vom [[19. Dezember]] [[1827]] bis [[14. Februar]] [[1837]] in Hintersee als Pfarrvikar tätig. | | Der weltberühmte Textdichter des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht, Heilige Nacht]]", [[Joseph Mohr]], war über neun Jahre vom [[19. Dezember]] [[1827]] bis [[14. Februar]] [[1837]] in Hintersee als Pfarrvikar tätig. |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
| − | *[http://www.hintersee.salzburg.at Offizielle Seite der Gemeinde]
| + | {{homepage|http://www.hintersee.salzburg.at}} |
| | *[http://members.aon.at/wetter-hintersee/Gemeinde/Hintersee.htm Informationen auf Wetter-Hintersee] | | *[http://members.aon.at/wetter-hintersee/Gemeinde/Hintersee.htm Informationen auf Wetter-Hintersee] |
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