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| | ==Geologie== | | ==Geologie== |
| − | Er ist ein Ausläufer des [[Mönchsberg]]es, verbunden durch [[Bucklreuth]]. Er ist an der höchsten Stelle 510 m ü. A. und besteht wie der [[Mönchsberg]] aus [[Konglomerat]] (Nagelfluh), einem mit Kalkmörtel verfestigten Flussschotter, der hier als Flussdelta abgelagert worden war. | + | Er ist ein Ausläufer des [[Mönchsberg]]es, verbunden durch [[Bucklreuth]]. Er ist an der höchsten Stelle 510 [[m ü. A.]] und besteht wie der [[Mönchsberg]] aus [[Konglomerat]] (Nagelfluh), einem mit Kalkmörtel verfestigten Flussschotter, der hier als Flussdelta abgelagert worden war. |
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| | ==Name== | | ==Name== |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Der Rainberg war seit etwa 4500 v. Chr. (älteste [[Jungsteinzeit]]) durchgehend bis 15 v. Chr. besiedelt. Hier befand sich in der keltischen [[La-Tene-Zeit]] eine große stadtähnliche und gut befestigte Siedlung. Nach der Kupfer-, der Bronze-, der Eisen-, der Hallstatt- und der Latene-Zeit marschierten um 15. v. Chr. die [[Römer]] unter Kaiser Augustus ein und die zuletzt hier lebenden [[Kelten|keltischen]] [[Alaunen]] wurden in den Raum der heutigen [[Altstadt]] umgesiedelt. | + | Der Rainberg war seit etwa 4 500 v. Chr. (älteste [[Jungsteinzeit]]) durchgehend bis 15 v. Chr. besiedelt. Hier befand sich in der keltischen [[La-Tène-Zeit]] eine große stadtähnliche und gut befestigte Siedlung. Nach der Kupfer-, der Bronze-, der Eisen-, der Hallstatt- und der La-Tène-Zeit marschierten um 15. v. Chr. die [[Römer]] unter Kaiser Augustus ein und die zuletzt hier lebenden [[Kelten|keltischen]] [[Alaunen]] wurden in den Raum der heutigen [[Altstadt]] umgesiedelt. |
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| | [[1525]] schlugen die [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)|aufständischen Bauern]] bei der Belagerung der [[Festung Hohensalzburg]] ihr Lager „auf der Riedenburg“ (am Rainberg) auf. | | [[1525]] schlugen die [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)|aufständischen Bauern]] bei der Belagerung der [[Festung Hohensalzburg]] ihr Lager „auf der Riedenburg“ (am Rainberg) auf. |
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| − | Schon seit dem frühen Mittelalter wird der Rainberg als Konglomerat-Steinbruch genützt. Verstärkt wurde der Berg nach [[1680]] und wieder nach [[1857]] abgebaut. Seit [[1941]]/[[1942|42]] ist der Rainberg als Kulturdenkmal geschützt. Seit dieser Zeit ruht auch der Abbau. Ab etwa [[1955]] darf der Berg auch nicht mehr betreten werden. Schon [[1868]] wurde der Steppenhang am Rainberg wegen seiner einzigartigen wärmeliebenden Pflanzen und Tierwelt unter [[Naturschutz]] gestellt, seit [[1986]] ist auch der Wald des Rainbergs als Naturwaldreservat geschützt. | + | Schon seit dem frühen [[Mittelalter]] wird der Rainberg als Konglomerat-Steinbruch genutzt. Verstärkt wurde der Berg nach [[1680]] und wieder nach [[1857]] abgebaut. Seit [[1941]]/[[1942|42]] ist der Rainberg als Kulturdenkmal geschützt. Seit dieser Zeit ruht auch der Abbau. Ab etwa [[1955]] darf der Berg auch nicht mehr betreten werden. Schon [[1868]] wurde der Steppenhang am Rainberg wegen seiner einzigartigen wärmeliebenden Pflanzen und Tierwelt unter [[Naturschutz]] gestellt, seit [[1986]] ist auch der Wald des Rainbergs als Naturwaldreservat geschützt. |
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| | Im Rainberg befinden sich mehrere Kavernen, die als Luftschutzbunker angelegt wurden und heute teilweise noch in Verwendung sind. | | Im Rainberg befinden sich mehrere Kavernen, die als Luftschutzbunker angelegt wurden und heute teilweise noch in Verwendung sind. |
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| | Am Steppenhang konnte sich eine bemerkenswerte Wärme liebende Pflanzen- und Tierwelt über Jahrtausende halten: Färber-Ginster, Großer Ehrenpreis, Hügelmeier, Aufrechter Ziest, Österreichische Bergminze, Schillergras, Amethystschwingel, Verschiedenblättriger Schwingel, bleicher Schwingel und andere. Auch seltene Schmetterlinge und Heuschrecken leben hier. | | Am Steppenhang konnte sich eine bemerkenswerte Wärme liebende Pflanzen- und Tierwelt über Jahrtausende halten: Färber-Ginster, Großer Ehrenpreis, Hügelmeier, Aufrechter Ziest, Österreichische Bergminze, Schillergras, Amethystschwingel, Verschiedenblättriger Schwingel, bleicher Schwingel und andere. Auch seltene Schmetterlinge und Heuschrecken leben hier. |
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| − | Der südseitig gelegene Steppenhang am Rainberg ist dabei ein Relikt der nacheiszeitlichen Wärmezeit, als hier ein steppenartig warmes Klima gegeben war. In der ältesten Jungsteinzeit haben die ersten Siedler dann den Boden bearbeitet und durch Weideviehhaltung den Weiderasen am Südabhang des Rainbergs weiter erhalten. Die Besiedelung am Rainberg dauerte fast 5000 Jahre, die folgenden 2000 Jahre war der Berg aber weiter extensives Weideland (soweit nicht als Steinbruch genutzt). Heute führen Ziegen die jahrtausendealte Pflege des kleinen Steppenhanges fort. | + | Der südseitig gelegene Steppenhang am Rainberg ist dabei ein Relikt der nacheiszeitlichen Wärmezeit, als hier ein steppenartig warmes Klima gegeben war. In der ältesten Jungsteinzeit haben die ersten Siedler dann den Boden bearbeitet und durch Weideviehhaltung den Weiderasen am Südabhang des Rainbergs weiter erhalten. Die Besiedelung am Rainberg dauerte fast 5000 Jahre, die folgenden 2 000 Jahre war der Berg aber weiter extensives Weideland (soweit nicht als Steinbruch genutzt). Heute führen Ziegen die jahrtausendealte Pflege des kleinen Steppenhanges fort. |
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| | ==Erwähnenswert== | | ==Erwähnenswert== |
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| | == Literatur und Quellen == | | == Literatur und Quellen == |
| − | Reinhard Medicus ''Der Ofenlochberg, heute Rainberg genannt, in Natur- und Kulturgeschichte'' aus: "Bastei" Zeitschrift des Stadtvereins, Folge 1/2004, Salzburg 2004 | + | * [[Reinhard Medicus]] ''Der Ofenlochberg, heute Rainberg genannt, in Natur- und Kulturgeschichte'' aus: "Bastei" Zeitschrift des Stadtvereins, Folge 1/2004, Salzburg 2004 |
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