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==Leben==
 
==Leben==
Geboren als Raissa Wassilijewna Schlykowa, heiratete sie den Schauspieler Wladimir Putjata. Nachdem diese Ehe, aus der sie drei Söhne hatte, in ihrem 21. Lebensjahr gescheitert war, ging sie in die Schweiz und studierte, wie bereits ihre Schwester Virginia, in Zürich und Bern Medizin. Sie promovierte im Jahr 1876.
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Geboren als Raissa Wassilijewna Schlykowa, heiratete sie den Schauspieler Wladimir Putjata. Nachdem diese Ehe, aus der sie drei Söhne hatte, in ihrem 21. Lebensjahr gescheitert war, ging sie in die [[Schweiz]] und studierte, wie bereits ihre Schwester Virginia, in Zürich und Bern Medizin. Sie promovierte im Jahr 1876.
    
Da sie Augenärztin werden wollte und in diesem Fach damals Wien führend war, ging sie nach Wien und lernte bei dem berühmten Ophthalmologen Prof. Ferdinand von Arlt.
 
Da sie Augenärztin werden wollte und in diesem Fach damals Wien führend war, ging sie nach Wien und lernte bei dem berühmten Ophthalmologen Prof. Ferdinand von Arlt.
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Mit Arlts Assistenten Dr. Friedrich Kerschbaumer schloss sie 1877 oder 1878 ihre zweite Ehe und ging mit ihm nach Salzburg.
 
Mit Arlts Assistenten Dr. Friedrich Kerschbaumer schloss sie 1877 oder 1878 ihre zweite Ehe und ging mit ihm nach Salzburg.
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Hier führte sie von 1877, 1878, 1881 oder 1886 an gemeinsam mit ihrem Ehemann in der [[Schwarzstraße]] 32 eine Augenklinik. Nachdem sie 1890 aufgrund einer „allerhöchsten Entschließung“ [[Kaiser Franz Joseph I.|Kaiser Franz Josephs]] eine Sondergenehmigung erhalten hatte, die sie (10 Jahre vor der Zeit, in der Frauen in Österreich überhaupt zum Medizinstudium zugelassen wurden) berechtigte, die rund 60 Betten umfassende Augenklinik alleine zu leiten, trennte sie sich von ihrem Mann und führte die Heilanstalt erfolgreich weiter.
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Hier führte sie von 1877, 1878, 1881 oder 1886 an gemeinsam mit ihrem Ehemann in der [[Schwarzstraße]] 32 eine Augenklinik. Nachdem sie 1890 aufgrund einer „allerhöchsten Entschließung“ [[Franz Joseph I.|Kaiser Franz Josephs]] eine Sondergenehmigung erhalten hatte, die sie (10 Jahre vor der Zeit, in der Frauen in Österreich überhaupt zum Medizinstudium zugelassen wurden) berechtigte, die rund 60 Betten umfassende Augenklinik alleine zu leiten, trennte sie sich von ihrem Mann und führte die Heilanstalt erfolgreich weiter.
    
Sechs Jahre nach der Trennung von ihrem Mann verließ sie im Jahr [[1896]] Salzburg, ging nach Russland, wo sie tausende Menschen entlang der Transsibirischen Eisenbahn behandelte. [[1903]] wurde sie Primarärztin in Tiflis (Georgien).
 
Sechs Jahre nach der Trennung von ihrem Mann verließ sie im Jahr [[1896]] Salzburg, ging nach Russland, wo sie tausende Menschen entlang der Transsibirischen Eisenbahn behandelte. [[1903]] wurde sie Primarärztin in Tiflis (Georgien).
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Ab [[1906]] lebte und arbeitete sie fünf Jahre lang in Wien.  
 
Ab [[1906]] lebte und arbeitete sie fünf Jahre lang in Wien.  
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Schließlich wanderte sie [[1911]] im Alter von 60 Jahren nach Amerika aus, wo sie [[1932]] in Los Angeles starb.  
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Schließlich wanderte sie [[1911]] im Alter von 60 Jahren nach [[USA|Amerika]] aus, wo sie [[1932]] in Los Angeles starb.  
 
[[Datei:Gedenktafel Rosa Kerschbaumer.jpg|thumb|Am Haus Schwarzstraße 32 befindet sich eine Gedenktafel für Rosa Kerschbaumer]]
 
[[Datei:Gedenktafel Rosa Kerschbaumer.jpg|thumb|Am Haus Schwarzstraße 32 befindet sich eine Gedenktafel für Rosa Kerschbaumer]]
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Neben ihrem Einsatz für Frauenrechte zeichnete sie sich vor allem durch ihr soziales Engagement aus. Durch ihr Wirken konnte die überdurchschnittlich hohe Zahl an Blinden im Land Salzburg deutlich reduziert werden. Ihre medizinischen Forschungsarbeiten gelten auch heute noch nicht als veraltet.
 
Neben ihrem Einsatz für Frauenrechte zeichnete sie sich vor allem durch ihr soziales Engagement aus. Durch ihr Wirken konnte die überdurchschnittlich hohe Zahl an Blinden im Land Salzburg deutlich reduziert werden. Ihre medizinischen Forschungsarbeiten gelten auch heute noch nicht als veraltet.
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Rosa Kerschbaumer ist Namensgeberin der [[Rosa-Kerschbaumer-Straße]] im [[Salzburg]]er Stadteil [[Itzling]]. In der  
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Rosa Kerschbaumer ist Namensgeberin der [[Rosa-Kerschbaumer-Straße]] im [[Salzburg]]er Stadteil [[Itzling]]. In der [[Schwarzstraße]] 32 befindet sich eine Gedenktafel für Rosa Kerschbaumer.
[[Schwarzstraße]] 32 befindet sich eine Gedenktafel für Rosa Kerschbaumer.
      
==Literatur==
 
==Literatur==
* [[Sabine Veits-Falk]], ''Rosa Kerschbaumer-Putjata (1851–1923). Erste Ärztin Österreichs und Pionierin der Augenheilkunde. Ein außergewöhnliches Frauenleben in Salzburg''. Schriftenreihe des [[Salzburg Archiv|Archivs der Stadt Salzburg]], Salzburg 2008. ISBN 978-3-900213-07-7.
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* [[Sabine Veits-Falk]], ''Rosa Kerschbaumer-Putjata (1851–1923). Erste Ärztin Österreichs und Pionierin der Augenheilkunde. Ein außergewöhnliches Frauenleben in Salzburg''. [[Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg]], Salzburg 2008. ISBN 978-3-900213-07-7.
    
==Quellen==
 
==Quellen==