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In den [[1790er]] Jahren war Molls naturhistorische Sammlung so umfangreich geworden, dass er zu ihrer Unterbringung das [[Schloss Neudeck|Landgut Neudeck]], ein dreistöckiges Haus im äußeren [[Nonntal]], ankaufen musste. Die Sammlung war damals schon viel besucht und so berühmt, dass selbst Persönlichkeiten wie [[Alexander von Humboldt]] und Erzherzog Johann nach Salzburg kamen, um Molls Naturalienkabinett zu besichtigen. Der Erzherzog wurde beim Besuch der Sammlung angeregt, ein ähnliches Naturkundemuseum zu errichten. Die Sammlung umfasste u.a. ein aus 2000 Arten bestehendes Herbarium, eine Mineraliensammlung, heimische und fremde Hölzer, eine große Insektensammlung, Skelette tierischer und menschlicher Missbildungen sowie eine kulturhistorischen Abteilung.  Nachdem im Dezember 1800 die Franzosen Salzburg besetzt hatten, musste Moll seine Mineraliensammlung zugunsten der Pariser Bergakademie abtreten.
 
In den [[1790er]] Jahren war Molls naturhistorische Sammlung so umfangreich geworden, dass er zu ihrer Unterbringung das [[Schloss Neudeck|Landgut Neudeck]], ein dreistöckiges Haus im äußeren [[Nonntal]], ankaufen musste. Die Sammlung war damals schon viel besucht und so berühmt, dass selbst Persönlichkeiten wie [[Alexander von Humboldt]] und Erzherzog Johann nach Salzburg kamen, um Molls Naturalienkabinett zu besichtigen. Der Erzherzog wurde beim Besuch der Sammlung angeregt, ein ähnliches Naturkundemuseum zu errichten. Die Sammlung umfasste u.a. ein aus 2000 Arten bestehendes Herbarium, eine Mineraliensammlung, heimische und fremde Hölzer, eine große Insektensammlung, Skelette tierischer und menschlicher Missbildungen sowie eine kulturhistorischen Abteilung.  Nachdem im Dezember 1800 die Franzosen Salzburg besetzt hatten, musste Moll seine Mineraliensammlung zugunsten der Pariser Bergakademie abtreten.
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Nachdem Moll 1804 nach München übersiedelt war, verbrachte er 1805 seine Sammlungen – 80.000 Bücher und 5000 Mineralienstücke, ein Herbarium von 2000 Exponaten, eine 62-bändige Porträtsammlung und 269 Kupfer – nach München. In den Jahren 1807 bis 1824 übersiedelte er sie in Teilen in das von ihm gepachteten aufgehobenen Kloster Fürstenfeldbruck (südwestlich von München).
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Nachdem Moll 1804 nach München übersiedelt war, verbrachte er 1805 seine Sammlungen – 80 000 Bücher und 5 000 Mineralienstücke, ein Herbarium von 2 000 Exponaten, eine 62-bändige Porträtsammlung und 269 Kupfer – nach München. In den Jahren 1807 bis 1824 übersiedelte er sie in Teilen in das von ihm gepachteten aufgehobenen Kloster Fürstenfeldbruck (südwestlich von München).
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1824 verkaufte er von seiner Bibliothek 50.000 Bände gegen Leibrente an die Moskauer Universitätsbibliothek, etwa 20.000 an das Britische Museum in London. Die restlichen Bücher verschenkte er u.a. an die Königliche Hof- und Staatsbibliothek in München. Ebenfalls 1824 trat er sein Naturalienkabinett an die Königliche Akademie der Wissenschaften ab.  
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1824 verkaufte er von seiner Bibliothek 50 000 Bände gegen Leibrente an die Moskauer Universitätsbibliothek, etwa 20 000 an das Britische Museum in London. Die restlichen Bücher verschenkte er u.a. an die Königliche Hof- und Staatsbibliothek in München. Ebenfalls 1824 trat er sein Naturalienkabinett an die Königliche Akademie der Wissenschaften ab.  
    
===Moll als Landwirtschaftsfunktionär===
 
===Moll als Landwirtschaftsfunktionär===

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